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What is Love? Von Amor bis Tinder

7. 07. 2018 - 21. 10. 2018 | Der Kunstverein in Bremen
Eingabedatum: 05.07.2018

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Tom Wood B&W Kiss, 1982 aus der Serie Looking for love, 1982–85 Fotografie, 24 x 30 cm Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, © Tom Wood, courtesy of the artistbilder

Fragen rund um die Liebe beschäftigen uns alle – ein Leben lang. Die zentrale Bedeutung der Liebe schlägt sich auch in der Kunst nieder. Die Ausstellung „What is Love? Von Amor bis Tinder“ (7. Juli bis 21. Oktober 2018) präsentiert rund 40 Werke aus verschiedenen Epochen aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, die das irdische Liebesglück, mythologische Paare, Selbstliebe, Erotik und die Idealisierung von Schönheit thematisieren. Ergänzt wird die Auswahl durch fünf Leihgaben zeitgenössischer Künstler, die sich mit dem Phänomen des Online-Datings beschäftigen. Diese Arbeiten werden erstmals museal ausgestellt.

Eine glückliche Partnerschaft ist laut einer Studie für die meisten Deutschen eine wichtige Quelle für das persönliche Glück.* Wie diese glückliche gute Partnerschaft auszusehen hat, wissen Singles wiederholten
Umfragen zufolge ziemlich genau. Wieso gibt es heutzutage dennoch mehr Alleinstehende in Deutschland denn je? Und sollte das Internet die Suche nach einem Partner nicht einfacher gestalten?

Das Internet hat zunächst nichts mit der Liebe zu tun. Trotzdem hat es unsere Vorstellung von Liebe, Partnersuche und Beziehungen nachhaltig beeinflusst. Was früher die Pfeile von Liebesgott Amor erledigten,
übernimmt im Internet-Zeitalter der Finger. Er fliegt nach rechts oder links, immer auf der Suche nach dem perfekten Match – kurz und schmerzlos soll er direkt ins Herz treffen. So ist das Internet ein neuer Ort, an
dem man heute einen Partner sucht und Menschen kennenlernt.

Spätestens seit 2017 ist „tindern“ in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Der Begriff findet sich in der neuen Duden-Ausgabe und bedeutet, man nutzt die Tinder-App. Auch für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler sind das Phänomen des „Tinderns“ sowie zahlreiche weitere Dating-Apps und -Portale zum Anlass der Auseinandersetzung geworden. Eine Auswahl von fünf zeitgenössischen Arbeiten mit Bezug zum Online-Dating werden im Rahmen der Ausstellung erstmals im Museum präsentiert und rund 40 historischen und modernen Werken aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen gegenübergestellt. Die Ausstellung untersucht die Kunstwerke in fünf Kapiteln im Hinblick auf universelle Fragen zum Thema Liebe und bezieht dabei philosophische, soziologische oder ökonomische Thesen mit ein.

Fünf Kapitel: Ur-Paare, reale Paare, Selbstliebe, Schönheit und Erotik
Dabei werden zunächst Vorbilder für heutige Partnerschaftsmodelle in der christlichen Bildtradition gesucht, etwa am Beispiel der Geschichte von Adam und Eva – einem zentralen und bis heute nachwirkenden Bildmotiv der Kunst. Anschließend betrachtet die Ausstellung reale Paare und fragt, wie die Erfindung der romantischen Liebe um 1800 diese verändert hat. Die romantische Liebe löste zwar politisch- oder finanziellmotivierte
Eheschließungen ab, doch heute legen Internetnutzer oftmals wieder unromantische und sogar ökonomische Verhaltensmuster an den Tag.

Auch das Individuum und die Frage, wie weit eine glückliche Partnerschaft mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung und der Fähigkeit des Liebens zusammenhängt, werden untersucht.
Des Weiteren erzählt die Ausstellung Geschichten von der Schönheit, denn auch beim Online-Dating spielt das Aussehen eine signifikante Rolle.

Und schließlich kommt die Ausstellung zum Punkt: Sex. Während früher Jungfräulichkeit ein Statussymbol war, beobachten Soziologen heutzutage eine entgegengesetzte Tendenz: Sexuelle Erfahrungen sind erstrebenswert geworden und machen Menschen attraktiver.

Ausgestellte Künstler
Ingesamt werden rund 60 Arbeiten augestellt. Aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen werden rund 40 Kunstwerke vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart präsentiert. Die Gemälde, Fotografien, Arbeiten auf Papier und Skulpturen stammen von Jean Baptiste Carpeaux, Carl Friedrich Demiani, Jean Baptiste Deshayes, Anselm Feuerbach, Gaetano Gandolfi, Nan Goldin, Hendrick Goltzius, Hermann Hahn, Adriaen Isenbrant, Giovanni Battista d. Ä Lampi, Aristide Maillol, Pierre Mignard, Edvard Munch, Pablo Picasso, Markus Theodor Rehbenitz, Douglas F. Robinson, Renée Sintenis, Adolph Steinhäuser, Carl Steinhäuser, Christiaen van Couwenbergh, Charles van Loo, Pieter Christoffel Wonder und Tom Wood.

Die Werke, die sich mit Online-Dating befassen, stammen vom australischen Künstler Tully Arnot, der türkischen Fotografin Eylül Aslan, dem Bremer Künstlertrio Katharina Dacrés/ Lena Heins/ Jakob Weth, der indischen Illustratorin Indu Harikumar und dem niederländischen Künstler Dries Verhoeven und.



Der Kunstverein in Bremen
Am Wall 207 |
28195 Bremen |
Germany
https://kunsthalle-bremen.de/

Presse






Weiteres zum Thema: Tom Wood



Tom Wood, Bus Odyssey



Ausstellung im Kasseler Kunstverein vom 23.8.-20.09.2002

»Nah dran, voller Wärme, verstörend authentisch: großartige Fotos aus Liverpool.« Stern

Die Publikation »Tom Wood, Bus Odyssey« zeigt Aufnahmen des britischen Fotografen Tom Wood, die in den Bussen und auf den Straßen Liverpools entstanden sind. Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet der gebürtige Ire in der Nachbarschaft der englischen Hafenstadt, und fast ausschließlich hier, in den Menschen dieser Stadt, findet er sein fotografisches Sujet. Diese fotografische »Reise« umfasste zwei Dekaden. Die Kontinuität seiner Arbeit und die dadurch wachsende gegenseitige Vertrautheit zwischen Künstler und Fahrgästen ermöglichten authentische Einblicke in das tägliche »street-life«: müde, zerfurchte Gesichter, schnell wechselnde Moden, an der Bushaltestelle wartende Gruppen von Pendlern, mürrische Busfahrer. Tom Woods »Bus Odyssey«-Aufnahmen zeigen die innere Struktur einer Stadt, deren Dynamik die Grundstimmung der Menschen, die darin leben, zu bestimmen scheint. Sie reflektieren auch entscheidende Momente der Veränderung. Wood nimmt uns mit auf eine multikonzeptionelle ästhetische Reise. Spiegelungen und Bewegungsunschärfe sind dabei adäquat bildnerische Mittel, die Komplexität von Wirklichkeit darzustellen. »Bus Odyssey« zeigt eine hohe Sensibilität für menschliche Befindlichkeiten, in einer Reihe ausgesprochen poetisch aufgefasster Einzelbilder.

Zum Fotografen:
Tom Wood *1951 in Irland. Begann im britischen Leicester ein Studium der Malerei. Verlegte sich 1973 nach seinen ersten fotografischen Versuchen ganz auf die Fotografie. Lebt und arbeitet seit 1978 in Liverpool und deren Nachbarstadt New Brighton.

Ausstellungen: Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen 20.10.2001- 6.1.2002 · Kunsthalle Wilhelmshaven 20.1.-17.3.2002 · Kasseler Kunstverein 23.8.-20.9.2002 · Städtische Galerie Wolfsburg 28.9.2002-12.1.2003

Tom Wood
Bus Odyssey
Hrsg. Sylvia Böhmer, Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen
Deutsch/Englisch
120 S., 91 Abb., davon 59 farbig
23,50 cm x 23,30 cm x 1,70 cm
gebunden
2001, lieferbar
EUR 29,80 SFR 52,00
ISBN 3-7757-1122-8


Neues Forum für Kunst und Fotografie in Köln / Teil 5 (07.03.03)


In den neuen Räumen der Galerie Zander im Forum für Kunst und Fotografie werden rund 30 Aufnahmen des amerikanischen "street photographer" Garry Winogrand (1928-1984) aus den 60er und 70er Jahren sowie die Serie "Looking for Love" des Liverpooler Fotografen Tom Wood (geb.1951) präsentiert.

Die beiden Künstler vertreten vermeintlich gegensätzliche Positionen.
Garry Winogrand fotografierte geradezu manisch auf den Straßen New Yorks oder den Highways der USA. Seine Bilder zeigen die Unsicherheit einer Supermacht, die sich ihrer Überlegenheit nicht mehr sicher ist, mit dem schwarzen Humor eines New Yorkers, der sich nie ganz heimisch fühlen konnte in dem Land und der sich seiner Heimatstadt mehr geographisch als kulturell verbunden fühlte. In der Ausstellung befinden sich zahlreiche der kürzlich im New Yorker International Center of Photography ausgestellten Fotografien aus "1964". Mit diesen Arbeiten hat Winogrand den Kern Amerikas auf den Punkt gebracht und mit einer freundlichen Respektlosigkeit entmythisiert.
Winogrand schreibt 1964 in seinem Antrag für das Guggenheim-Stipendium: "Wenn ich mir die Bilder ansehe, die ich bisher aufgenommen habe, dann beschleicht mich dieses Gefühl, dass was wir sind und wie wir fühlen und was wir werden keine Rolle spielt. Unser Streben und unsere Erfolge waren trivial. Ich lese die Zeitungen, sehe mir die Magazine an, die lediglich Illusionen und Fantasien verkaufen. Und ich kann nur zu dem Schluss kommen, dass wir uns verloren haben, dass die Bombe vielleicht alles zum Ende bringen wird und dass es dann keine Rolle mehr spielt, dass wir das Leben nicht geliebt haben. Ich kann diese Schlussfolgerung nicht akzeptieren und muss diese fotografische Forschung weiterführen und vertiefen. Das ist mein Projekt."
In Köln kann man sich nun überzeugen, wie gut Winogrand sein Projekt gelungen ist.

Tom Wood findet seine Bildwelten seit über 20 Jahren in der englischen Industriestadt Liverpool. Seine Fotografien sind geprägt von Respekt, einer großen Nähe und prinzipieller Vertrautheit mit den Abgebildeten. Dafür wurde er auch 2002 von der Jury des Fotofestivals von Arles mit dem Prix Dialogue de L´Humanité (Outreach Award) geehrt.
Die Serie "Looking for Love" entstand zwischen 1984 und 1987 in der Diskothek "Chelsea Reach" in New Brighton. Aus unglaublich intimer Nähe hielt Wood die Rituale der Suche nach dem sexuellen Abenteuer, nach der großen Liebe, nach dem Glück des Lebens fest. Die Emotionen und Begierden der Abgebildeten sind für den Betrachter beinahe fühlbar und man fragt sich, ob und wer von diesen Menschen wohl mittlerweile sein Glück gefunden hat. Wood präsentiert mit distanziert erfassendem Blick und fast klaustrophobischer Nahsicht den Mikrokosmos einer Diskothek. Die Bilder sind in ihrer Komposition und ihren Nuancen individuell und weder ironisch noch aufdringlich. Sie zeigen die sorgsam versteckte Unsicherheit und die Jahrhunderte alten Rituale der Jugend.
Die Eindringlichkeit von Tom Woods Fotografien machen einen Besuch in der Galerie auf jeden Fall lohnenswert.

Ausstellungsdauer: 27.Januar bis 14. April 2003
Öffnungszeiten: Di.- Fr. 11-18 Uhr, Sa. 11-16 Uhr
Galerie Rolf Hengesbach | Schönhauser Straße 8 | 50968 Köln





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