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Lena Marie Emrich Mainly Fair Later

11. 07. - 23. 08. 2020 | Kunstverein Göttingen
Eingabedatum: 14.07.2020

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NEYVI & XERXES, 2019 each 67 × 31 × 26 cm, Acrystal, special effect car lacquer, Unique piece Photograph: André Wunstorbilder

Da wir aufgrund der geltenden Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen nur eine bestimmte Anzahl von Besucher*innen empfangen können, bitten wir um Anmeldung für das Eröffnungswochenende (zu jeder halben Stunde) unter: presseinfo@kunstvereingoettingen.de. Ohne vorherige Anmeldung kann es ggf. zu Wartezeiten kommen.

Mit Mainly Fair Later zeigt der Kunstverein Göttingen die erste institutionelle Einzelausstellung von Lena Marie Emrich. Der Titel ihrer Ausstellung, der sich als „Später vorwiegend heiter“ ins Deutsche übersetzen lässt, verweist auf die Ungewissheit von Prognosen für die Zukunft und trägt gleichzeitig eine vorsichtige Hoffnung in sich. Emrich verwebt in ihren Werken wissenschaftliche Forschungsergebnisse mit einer poetischen Formensprache und untersucht Objekte und Phänomene auf deren ästhetische und gesellschaftliche Bedeutung.

Für die Ausstellung im Kunstverein Göttingen zeigt Emrich eine Auswahl von Skulpturen und grafischen Arbeiten sowie eine Sound-Installation, die ihre künstlerische Recherche zu meteorologischen Phänomenen verbindet. Alltägliche Formen, die Träger von Affekten und Emotionen sind, dienen der Künstlerin dabei wiederholt als Ausgangspunkt für ihre Werke. Emrich greift beispielsweise den Blick in die Wolken auf, indem sie die Beschaffenheit von Flugzeugfenstern aufschlüsselt und aus ihnen mehrschichtige Skulpturen aus Plexiglas entwickelt. In der Serie „Mainly“ (2020) verleiht die Künstlerin ihrem Nachbau von Handtrocknern, wie sie aus öffentlichen Sanitäranlagen bekannt sind, unter der Verwendung von Flip-Flop-Autolacken glänzende und spiegelnde Oberflächen. Jeweils nach vergangenen Taifunen benannt, reagieren die Objekte durch ihre Lackierung auf die jeweiligen Perspektiven und Lichteinfälle. Die Vorhänge der „Walk through series“ (2020) warten als Raumtrenner ebenfalls auf ihre Aktivierung durch die Bewegung der Besucher*innen im Raum. Die Anordnung der für sie verwendeten Perlen beruht auf den Strukturen von Wolken, die Emrich auf Grundlage von Forschungsergebnissen des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen nachempfindet. Durch die gewählten Motive sowie Materialien verbindet Emrich in ihren Werken Empfindungen von Illusion und Desillusion, von Formgebung und Auflösung, und lädt die Besucher*innen ein, neue Perspektiven einzunehmen.

Im Treppenaufgang des Künstlerhauses zeigt Emrich das wachsende Archiv „Working Nails“ (2019–) von ihr und Zuza Golińska (*1990, Gdańsk).Für die Ausstellung kooperiert die Künstlerin außerdem mit Oliver Schlenczek und Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, mit der Göttinger Autolackiererei Smart Repair, mit der Werbetechnik Göke aus Göttingen sowie mit dem Musiker Philipp Maier alias Santé.

Anlässlich der Ausstellung entsteht eine Publikation in Kooperation mit der Autorin Marlene A. Schenk, der Kuratorin Tomke Braun und dem re:sonar Verlag aus Hannover, die im Herbst 2020 veröffentlicht wird.

Kunstverein Göttingen
im Künstlerhaus
Gotmarstr. 1
37073 Göttingen
www.kunstvereingoettingen.de

Presse




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