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Klangpark zum ISCM World New Music Festival 2006 in Stuttgart - Bruce Odland (USA) & Sam Auinger (A)


Eingabedatum: 26.05.2006

Bruce Odland (USA) & Sam Auinger (A) living harmonies im Klangpark im Killesbergpark 17.-30. Juli 2006


Einer der thematischen Schwerpunkte des ISCM World New Music Festivals 2006 ist Klangkunst.
Das Stuttgarter Festival "grenzenlos" präsentiert Werke aus dem Bereich der Klangkunst in einem Ensemble städtischer-, garten- und parkarchitektonischer Gestaltung. Die temporäre Einrichtung eines Klangparks zum ISCM Festival stellt eine Schnittstelle zum öffentlichen und städtischen Geschehen dar: innerhalb einer Parklandschaft werden die Besucher durch musikalisch neuartige Formen der Kunst zum aufmerksamen Hören angeregt, zum Mitspielen animiert oder einfach zum Entspannen eingeladen.


O + A: Bruce Odland (USA) & Sam Auinger (A) - living harmonies

Der eigentliche Beginn des Klangparks befindet sich außerhalb desselben, zwischen Theaterhaus und dem Gebäude der Daimler-Chrysler-Bank auf dem Pragsattel. Hier ist die Resonanzinstallation living harmonies von Bruce Odland und Sam Auinger zu erleben, die eine Verbindung vom Hauptveranstaltungsort des Festivals zum Klangpark schafft. Living harmonies ist eine Installation, die ihr Klangmaterial in Echtzeit aus Geräuschen der unmittelbaren Umgebung generiert. Eigens dafür, ist auf dem Dach des Theaters in Richtung Siemensstraße ein von Odland und Auinger speziell entwickeltes, mikrophoniertes Resonanzrohr angebracht. Das turbulente akustische Geschehen der Stadt, Verkehrsgeräusche, Schritte und Stimmen, werden hier eingefangen und durch ein einfaches und natürliches Verfahren transformiert, wobei das Rohr durch sein Resonanzverhalten wie eine Art Filter wirkt. Die aufgenommenen Klänge werden in Echtzeit digitalisiert, bearbeitet, gemixt und verstärkt. Zu hören ist der verwandelte Straßenklang zeitgleich am Ort der Installation, auf dem Platz hinter dem Theaterhaus. Dort ist einige Meter vor der Rückfassade zu ebener Erde ein Lautsprecherkubus positioniert. Auch dieses ist eines der speziell entwickelten Module der Künstler, ein Kubus aus Zement mit einem integrierten Lautsprecher, der u.a. die Eigenschaft hat, Schall nicht gerichtet abzustrahlen. Ein tiefer und voller Klang breitet sich hier über die gesamte Fläche des Platzes aus. Hoch oben an der Hauswand des Theaterhauses sind überdies zwei so genannte Planetlautsprecher (entwickelt von John Hansen) befestigt. Sie fokussieren akustisch den Punkt des Platzes, wo sich der Kubus befindet. Je näher man an den Kubus herantritt, um so deutlicher werden nun weitere Klangfarben hörbar. Unmittelbar am Kubus ist dann die "Triologie" der Klänge als Ganzes wahrzunehmen. Da sie live erzeugt werden, changieren ihre Farben stetig und ein offenes harmonisches Wechselspiel beginnt, das den sonoren und rhythmischen Puls der Stadt auf ganz besondere Art und Weise spiegelt. Der architektonisch nüchtern gestaltete Platz zwischen Theater und Bankgebäude erhält durch die Installation gleichsam ein lebendiges Antlitz, das zum Zuhören, Verweilen und Umhergehen einlädt: dahin, wo die Möglichkeit besteht, Nischen zu entdecken, und dorthin, wo auch die hektische Großstadt zu genießen ist. Natur, gestaltete Kultur und zufällig chaotische Impulse der Stadt geben ein nie abgeschlossenes Konzert.


Hörproben und Download O+A: BOX 30/70



Klangkunst grenzenlos: Klangpark im Killesbergpark 17.-30. Juli.2006
durchgehend geöffnet

Hinweisen möchten wir auch auf die sound-art-installation "Farben" von tamtam [sam auinger & hannes strobl], die im Vorfeld des Sonambiente Festivals in Berlin präsentiert wird.

ct


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