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B3 Biennale

Christina Kubisch Licht Himmel – Gasometer Oberhausen


Eingabedatum: 27.08.2006


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Eine der beeindruckendsten Arbeiten der Berliner Künstlerin Christina Kubisch ist derzeit im Gasometer Oberhausen als Dauerausstellung zu sehen – die Licht-Klang-Installation Licht Himmel. Christina Kubisch gehört zur ersten Generation der Klangkünstler und zählt heute zu den international bekanntesten Vertretern dieser Kunstgattung. Seit mehr als 20 Jahren schafft die ehemalige documenta-Teilnehmerin atmosphärische Klanginstallationen, stimmungsvolle Klangskulpturen und faszinierende Lichträume. Ihre preisgekrönten Installationen waren bereits in zahlreichen Museen weltweit zu sehen und sind bedeutender Bestandteil der modernen Gegenwartskunst.

In dem über 100m hohen Innenraum des Gasometer Oberhausen sind, streng geometrisch angeordnet, mehr als 200 Lichtquellen installiert. Alle Leuchten und die Abstände zwischen ihnen sind gleich groß, wirken aber durch die Dimension des Raumes, als würden sie sich nach oben hin mehr und mehr verengen. Aus insgesamt 16 Lautsprechern klingen eigens von Christina Kubisch für den Licht Himmel komponierte Natur- und Instrumentalklänge. Sie verstärken und akzentuieren die Größe und ungewöhnliche Raumdimension Europas höchster Kunst- und Ausstellungshalle parallel zum Licht und verwandeln die Industriekathedrale in einen faszinierenden Klangkörper. Die Künstlerin verknüpft mit ihrem Kunstwerk sowohl die visuelle als auch die akustische Wahrnehmung im Inneren des Gasometers zu einem für den Betrachter intensiven Raumerlebnis.

„Ich liebe Elektrizität“, so umschreibt Christina Kubisch ihre langjährige Begeisterung für Klangkörper und Lichtquellen. Für ihre Arbeit in der Industriekathedrale ließ sich Christina Kubisch von deren außergewöhnlichen Architektur inspirieren: „Der Gasometer wurde in meiner Vorstellung ein mit Klang verbundener Lichtraum, dessen Weite, Atmosphäre und Materialität durch die immateriellen Medien Licht und Klänge nicht verändert, sondern verstärkt werden sollte“, beschreibt die Künstlerin ihr Konzept, das sie in Einklang mit den räumlich-akustischen Besonderheiten vor Ort entwickelte. Die Idee für ihren Licht Himmel wurde zusätzlich von einem historischen Entwurf des preußischen Bauherrn Karl Friedrich Schinkel beeinflusst, der für die legendäre Aufführung von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ im Berliner Nationaltheater 1816 ein imposantes Bühnenbild entwarf: Eine blaue Kuppel, über und über von hell leuchtenden Sternen bedeckt, die, geometrisch wie an Schnüren aufgereiht, nach oben in unbekannte Weiten verschwinden. „Spontan kam mir dieses Bild wieder in den Sinn als ich den Gasometer Oberhausen zum ersten Mal betrat“, erinnert sich die 58jährige.
Christina Kubischs Licht Himmel ist als Dauerausstellung konzipiert und wird derzeit im Rahmen der Ausstellung Feuer Licht Himmel präsentiert.

Abbildung:
Gasometer Oberhausen, Foto: Parschick und Lüning
Christina Kubisch, Foto: Sebastian Mayer
Christina Kubisch Licht Himmel 2005, Foto: Wolfgang Volz

Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, montags ist geschlossen
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Gasometer Oberhausen
Am Grafenbusch 90
46047 Oberhausen
Tel. +49.208 850 37 30
Fax +49.208 850 37 33
info@gasometer.de



gasometer.de











Daten zu Christina Kubisch:


- ars viva Preistraeger

- art berlin 2017

- documenta 8, 1987

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007

- Ural Industrial Biennial 2017

Weiteres zum Thema: Christina Kubisch



25 Jahre Gesellschaft für Aktuelle Kunst GAK, Bremen (20.11. - 4.12.2005)


Die Gesellschaft für Aktuelle Kunst wird 25! Grund genug nicht nur für ein Fest. Der Jahrestag ist für uns Anlass, die Künstlerinnen und Künstler, die dieses Vierteljahrhundert durch ihre Ausstellungen geprägt haben, zu Wort kommen zu lassen. Politik, Wirtschaft und Kunstbetrieb haben ihre eigenen Vorstellungen davon, wie die Zukunft gestaltet werden soll. Wie aber stellen sich KünstlerInnen die GAK in 25 Jahren vor? Wohin bewegen sich die Institutionen angesichts weiterer Haushaltskürzungen? Think big oder: Small is beautiful? Wie soll der ideale Ausstellungsort und Ausstellungsraum aussehen? Und: Warum tun wir das überhaupt? KünstlerInnen der verschiedenen Generationen kommentieren diese Fragen anhand von Zeichnungen, Konzepten, Malerei, Fotos, Objekten, Modellen oder Statements.

KünstlerInnen:
Hans Peter Adamski, Inger Andersson, Knut Asdam, Pidder Auberger, Achim Bertenburg, Achim Bitter, Nikola Blaskovic, Anna und Bernhard Blume, Susanne Bollenhagen, Lisa Busche, Abraham David Christian, Derk Claassen, Tony Cokes, Leo Copers, Alice Creischer, Irmgard Dahms, Brigitte Dannehl, Ulrich Dürrenfeld, Vera Frenkel, Rainer Ganahl, Karl-Heinrich Greune, Jean-François Guiton, Bert Haffke, Thomas Hartmann, Marikke Heinz-Hoek, Constantin Jaxy, Johannes Kahrs, Uwe Kirsch, Wulf Kirschner, Christina Kubisch, Attila Kovacs, Michael Lapuks, Axel Lieber, Eberhard Linke, Isolde Look, Rafael Mahdavi, Rupprecht Matthies, Alois Mosbacher, Horst Müller, Hartmut Neumann, Paul Panhuysen, Werner Reiterer, Eran Schaerf, Hinrich Sachs, Anne Schlöpke, Ross Sinclair, Norbert Schwontkowski, Bob & Roberta Smith, Isabel Valecka / Johann Büsen, Jörg Wagner, Silke Wagner, Jürgen Waller, Annette Weisser, Erwin Wurm, Wolfgang Zach, Remy Zaugg und andere.

Öffnungszeiten: Di-So 11-18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr

Gesellschaft für Aktuelle Kunst GAK
Teerhof 21, 28199 Bremen
gak-bremen.de

Neue Rebecca Horn Installation im Zentrum für Internationale Lichtkunst


Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna präsentiert einen neuen Höhepunkt in seiner beeindruckenden Sammlung. Die weltbekannte deutsche Künstlerin Rebecca Horn ist ab sofort mit ihrer Dauer-Installation „Lotusschatten 2006“ zu sehen.

Rebecca Horn, international renommiert und vielfach ausgezeichnet, gilt als eine der vielseitigsten und kreativsten Künstlerinnen Deutschlands. Das komplexe Werk der mehrmaligen documenta-Teilnehmerin fasziniert durch starke metaphorische und poetische Aussagekraft.

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna zeigt nun die neueste Arbeit der Künstlerin: Die Installation „Lotusschatten 2006“. Eine komplexe mechanische Apparatur aus Licht, Schatten, Bewegung und Klang, befindet sich in permanenter Wandlung und Interaktion mit dem Raum. Gleich einer kupfernen Unterwasserpflanze tasten sich 18 Arme aus geschwungenen Kupferrohren durch das Dunkel des lang gestreckten Raumes. Neun Trichterblüten malen tanzende Lichtinseln an Wände, Boden und Decke, projiziert von sich drehenden Spiegeln. Die sphärische, an Töne aus der Meereswelt erinnernde Musik des neuseeländischen Komponisten Hayden Chisholm antwortet akustisch auf die Skulptur.


Die Künstlerin kreierte die Installation eigens für die einmaligen Museumsräume des Zentrums für Internationale Lichtkunst, der ehemaligen Lindenbrauerei, in den Gewölbekellern in zehn Meter Tiefe. „Lotusschatten 2006“ geht eine enge berauschende Verbindung mit den außergewöhnlichen architektonischen Gegebenheiten ein und vervollkommnt die imposante Dauerausstellung des Zentrums, die mit Lichtkunst-Installationen von Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Josef Kosuth, Mischa Kuball, Christina Kubisch, Mario Merz, François Morellet, Jan van Munster, Keith Sonnier und James Turrell zahlreiche Künstler von Weltrang präsentiert.




Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist das weltweit erste und einzige Museum, das sich ausschließlich der Lichtkunst widmet. Das Industriedenkmal Lindenbrauerei Unna ist mit seinen labyrinthischen Gängen, hohen Kellern, Kühlräumen und Gärbecken eine faszinierende und außergewöhnliche Präsentationsfläche. Auf 2.400 Quadratmetern zeigen weltbekannte Künstler ihre Interpretation der einmaligen und historisch aufgeladenen Räume.


Öffnungszeiten:
Besuche erfolgen stets in geführter Begleitung Di - Fr um 14.00 Uhr, um 15.30 Uhr und um 17.00 Uhr, Do auch um 18.30 Uhr.
Sa und So um 14.00 Uhr, um 15.00 Uhr, um 16.00 Uhr und 17.00 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Eintritt (inkl. Führung): 5,00 Euro/ermäßigt 3,00 Euro.
Gruppenführung (mehr als 10 Personen) nach telefonischer Voranmeldung unter
Tel. 02303 - 103 771.

Zentrum für Internationale Lichtkunst
Lindenplatz 1
59423 Unna
Weitere Informationen unter lichtkunst-unna.de

Abbildungen:
Zentrum für Internationale Lichtkunst, Mario Merz „Fibonacci-Reihe“ – Foto: W. Hannappel
Zentrum für Internationale Lichtkunst, Rebecca Horn „Lotusschatten 2006“ – Foto: G. Lepkowski
Rebecca Horn – Foto: G. Lepkowski