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Hamburger Auktionen von Ketterer Kunst


Eingabedatum: 14.05.2002


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Solide Zuschläge
Philipp Otto Runges "Die Vier Tageszeiten” ist das Spitzen-los der Hamburger Auktionen von Ketterer Kunst Alte & Neuere Meister sowie Maritime Kunst


Hamburg - Mit einem Gesamterlös von € 500.000 gingen am Mittwoch, den 8. Mai 2002 die beiden Auktionen von Ketterer Kunst Alte & Neuere Meister sowie Maritime Kunst im Meßberg 1 in Hamburg zu Ende. Der Höhepunkt der beiden Veranstaltungen war sicherlich der Aufruf von den auf € 15.000 geschätzten Kupferstichen "Die Vier Tageszeiten” von Philipp Otto Runge aus der Sammlung Prof. Dr. Christian Isermeyer.

Der Anziehungskraft dieser Arbeit, die, wie schon Goethe befand, "zum rasend werden toll und schön zugleich” ist, schlug zahlreiche Interessenten in ihren Bann. Den Zuschlag erhielt nach einem spannungsreichen Bietgefecht schließlich ein norddeutscher Sammler am Telefon, der den Erlös von € 64.000 (Zuschlag: € 56.000) offerierte.

Der zweithöchste Einzelzuschlag fiel im Bereich der Alten Meister für die Pendants eines niederrheinischen Meisters. Die "Portraits Gertrud und Cornelis Kerstys aus Xanten” waren mit € 10.000 taxiert. Nach einem sehr engagierten Bietgefecht im Saal wechselten die Portraits bei einem Erlös von € 48.000 (Zuschlag: €42.000) den Besitzer.

Sehr erfolgreich waren auch die Arbeiten von Antonio Canaletto, die alle gut über ihrem Schätzpreis zugeschlagen wurden. Die beiden Radierungen von "S. Giustina in Prà della Vale” , konnten ihre Taxe von € 2.500 sogar verdreifachen. Einem italienischen Händler waren die Arbeiten € 7.500 ( Zuschlag: € 6.500) wert.

Derselbe Bieter war außerdem bei Giovanni Marco Pitteris "Apostelköpfe” erfolgreich. Das mit € 1.000 angesetzte Werk erzielte einen Erlös von € 3.800 (Zuschlag: € 3.300). Daneben glänzten in dieser Abteilung besonders die Arbeiten von Giovanni B. Piranesi, die fast ausnahmslos über ihrem Schätzpreis zugeschlagen werden konnten.

Bei den Neueren Meistern sind neben Runge’s Tageszeiten-Zyklus vor allem drei weitere Arbeiten aus der Sammlung Prof. Dr. Christian Isermeyer hervorzuheben. So konnte Johann Wilhelm Gottfried Barths "Die Zaren-Aue in St. Petersburg” für einen Erlös von € 5.400 (Zuschlag: € 4.700) an einen deutschen Händler abgegeben werden, der ein Berliner Museum überbot.

Während August Heinrichs Aquarell "Alpenlandschaft” bei einer annähernden Vervierfachung seiner Taxe von € 1.000 mit einem Erlös von € 3.800 (Zuschlag: € 3.300) dem schriftlichen Gebot eines rheinischen Händlers zugeschlagen wurde, konnte sich bei Carl Wilhelm Kolbes "Baumstudie” ein norddeutscher Händler mit einem Erlös von € 3.105 (Zuschlag: € 2.700, Taxe: € 400) durchsetzen. Von den insgesamt 23 angeboten Arbeiten dieses Künstlers wurden 80 Prozent über ihrem Schätzpreis veräußert.

Schöne Erfolge verbuchte auch der Bereich der Dekorativen Graphik. Neben den Hortusblättern, die oftmals ihre Taxe verdoppeln oder verdreifachen konnten, bestach hier vor allem ein aus mehreren Teilen zusammengefügter Kupferstich der römischen Marc Aurel Säule.



Die "Veduta del Prospetto Principale della Colonna Antonina” aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war aufs äußerste umworben. Mit einem Erlös von € 8.300 (Zuschlag: € 7.200) war hier schließlich ein im Saal anwesender Privatmann erfolgreich. Er setzte sich unter anderem gegen sechs telefonische Bieter durch und verachtfachte die Taxe von € 1.000.

Die sich am Nachmittag an die Versteigerung Alte & Neuere Meister anschließende Sonderauktion Maritime Kunst erfuhr insgesamt regen Zuspruch.

Das Toplos war hier Johannes Herman Barend Koekkoeks Ölgemälde "Fischer beim Entladen ihres Fanges”. Auf € 5.000 geschätzt, erfuhr diese Arbeit aus dem Jahr 1888 eine Verfünffachung Ihre Taxe und wurde nach einem heftigen Bietgefecht einem deutschen Privatsammler im Saal für € 25.000 (Zuschlag: € 22.000) zugesprochen, der damit acht telefonische Interessenten, vor allem aus England und den Niederlanden, aus dem Rennen warf.

Bis auf € 21.000 (Zuschlag: € 18.000) kletterten auch die "Pendants - Ansichten von Amsterdam” von Thomas Heeremans. Sie gingen an einen niederländischen Händler, der sich telefonisch bemüht hatte.

Außergewöhnliche Steigerungsraten konnte unter anderem Jakob Petersens "Brig Argo von Stralsund, geführt von Captn. C. B. Krafft, ano 1839” verbuchen. Das mit € 1.800 taxierte Aquarell konnte für den Erlös von € 8.000 (Zuschlag: € 7.000) veräußert werden, während R. Shorts Kupferstiche sogar € 16.000 (Zuschlag: € 14.000) erzielten. Die Schätzung lag hier bei € 2.500.

Der Nachverkauf zu den Auktionen läuft bis einschließlich Montag, den 3. Juni 2002. Ergebnislisten zu beiden Auktionen und weitere Informationen sind im Internet unter kettererkunst.de erhältlich.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als eines der wichtigsten Kunst- und Buchauktionshäuser etabliert. Dem Stammhaus im Münchener Prinz-Alfons-Palais kommt mit zwei jährlichen Auktionen im Bereich Klassiker des XX. Jahrhunderts & Münchner Schule eine führende Rolle zu, während man sich im Hamburger Meßberghof im Rahmen der Auktion Moderne & Gegenwart vier Mal jährlich der Modernen Kunst mit dem Schwerpunkt Druckgraphik widmet. Außerdem kommen hier Wertvolle Bücher und Autographen (jährlich zwei Auktionen), Alte & Neuere Meister (jährlich zwei Auktionen) sowie Maritime Kunst (jährlich zwei Auktionen) zum Aufruf. Seit 1997 ist Ketterer Kunst auch auf dem Berliner Markt mit einer Auktion für Zeitgenössische Kunst nach 1945, der Perspective vertreten und bietet seinen Kunden somit als einziges Auktionshaus pro Jahr insgesamt 13 Auktio-nen an drei Standorten in Deutschland.
Hamburg, den 09. Mai 2002

kettererkunst.de


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