Nam June Paik
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Nam June Paik - Wilhelm Lehmbruck Museum


Eingabedatum: 08.06.2002

Nam June Paik
Fluxus und Videoskulptur
9. Juli bis 25. August 2002

Der Zeitpunkt für dieses Ausstellung ist bewusst gewählt. In Kassel findet die documenta XI statt, die auch im Zeichen der Medienkunst seht, aber auch aus biographischer Sicht steht ein wichtiges Ereignis bevor: der 70ste Geburtstag des koreanischen Künstlers. Außerdem ist er der Lehmbruck-Preisträger 2001 – in dessen Zusammenhang diese Einzelausstellung steht – also keine Retrospektive vor 1/1/2 Jahren wie in Bremen.

Hier soll der innere Zusammenhang zum Fluxus und der erweiterte Objektbegriff, die Neudefinition der Skulptur durch die Medien, thematisiert werden. Wulf Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen, aber auch Experte und Biograph des Künstlers in Deutschland, ist konzeptueller Kurator der Ausstellung. In dieser Ausstellung soll auf die gemeinsamen Auftritte von Paik und Beuys hingewiesen werden. Erstmalig begegneten sich die beiden anlässlich der Eröffnung der Ausstellung edition-expostion-demonstration ZERO in der Galerie Schmela, später bemühten sie sich, an verschiedenen Stellen Fluxus-Festivals zu organisieren.

Diese Ausstellung fällt schon auf den ersten Blick aus dem Rahmen, da Paik die Strukturen – sprich Kabel und Vernetzungen – nicht versteckt. So wird dem Betrachter gleichzeitig der hohe technische Aufwand dieser Ausstellung bewusst. Nicht wegen der Borniertheit der Museen, sondern weil die Arbeiten durch den Transport und durch den stundenlangen Betrieb belastet werden – aber auch, weil es oft nicht leicht ist, Ersatzteile zu bekommen, sind Sammler und Museen meist nicht zu Leihgaben bereit. Andererseits ist Paik ein Künstler, dem es ums Prinzip geht und nicht darum, dass es exakt der Fernseher einer bestimmten Marke sein sollte. Dennoch diese Werke sind nicht so pflegeleicht – manchmal kann auf den Techniker nicht verzichtet werden! Gerade deswegen ist diese Ausstellung außergewöhnlich, gerade weil viele Werke aus Privatsammlungen gezeigt werden.

Paik gilt nicht zuletzt deshalb als der Vater, bzw. Großvater der Videokunst, weil er als Professor an der Düsseldorfer Akademie – ebenso wie Beuys – eine neue Künstlergeneration hervorbrachte. In den 70ern holte Paik den Fernseher vom Sockel. Gegen die einsetzende Bilderflut aus Kommerz und Werbung soll, unter Verwendung der gleichen Technik, der Bildschirm zur Leinwand werden. Nachdem die Malerei und auch das Tafelbild als obsolet gelten, "malt" Paik mit dem Monitor bzw. dem Fernsehbild. Kunst und Technik versteht er nicht als Gegensatz, sondern nutzt die Technik für die Kunst, sozusagen eine Erweiterung für den Objektbegriff – wie auch Beuys den Kunstbegriff erweiterte.

Das Thema manipulierbarer Roboter und traditionsreicher Maschinen begleitet Paik sein Leben lang. So führte er ab 1986 eine aus Fernsehgehäusen, Monitoren und Videobändern zusammengesetzte Ahnengalerie vor. Figuren, aber auch persiflierte Porträts von Persönlichkeiten wie Gertrude Stein oder Beuys (Beuys Voice 1990).
Wie revolutionär seine Arbeiten sind, wird erst deutlich, wenn man sich den technischen Stand der 70er vor Augen führt. 1969 war Paiks Grundidee seines Video-Synthesizers (1968/1992) eine Maschine für TV-Bänder zubauen. Eine Maschine, die anstatt einer Kamera künstliche Bilder erzeugt. Ein Meilenstein in der maschinellen Bilderzeugung – und auch der Beginn eines neuen Zeitalter der Bildkonstruktion. Heute passt der Turm auf einen Chip!
Auf den TV Buddha ist das Haus besonders stolz – da es aus der eigenen Sammlung stammt. Das Werk kennzeichnet die Verbundenheit Paiks zu den drei Weltkulturen, in denen er zuhause ist, besonders gut. Dennoch verliert er die Kultur seiner Heimat nie aus den Augen.

Adresse: Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Zentrum Internationaler Skulptur
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049 Duisburg


Tel.: 0203-283 2630
Fax: 0203-283 3892
Internet: lehmbruckmuseum.de
e-mail: info@lehmbruckmuseum.de

Öffnungszeiten:
Di – Sa. 11 – 17 h
So. 10 - 18 h

zur Abb. TV-Buddha, 1997. Buddha-Relief in Stein, TV-Gerät, VTR, Stiftung Wilhelm-Lehmbruck-Museum
Foto: Octavian Beldiman

sl



Daten zu Nam June Paik:


- Apollo 11 and the new notion of space 2019

- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- artbasel2021

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- daad Stipendiat

- Daimler Art Collection

- documenta 8 1987

- Flick Collection

- Flowers & Mushrooms, Salzburg

- Frieze LA 2019

- Istanbul Biennale 2009

- Istanbul Biennial 1995

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V. Sammlung

- KIAF 2016

- Lyon Biennale 1995

- MoMA Collection

- Museo Reina Sofía Collection

- Preistraeger Goslarer Kaiserring

- S.M.A.K. Sammlung Gent

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung Deutsche Bank 2020

- Sammlung F.C. Flick

- Sammlung Kunstmuseum Liechtenstein

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- SCHWINDEL DER WIRKLICHKEIT, 2014

- Skulptur Projekte Münster 1987

- skulptur projekte münster 1997

- Solomon R. Guggenheim Collection

- ZKM Sammlung Karlsruhe

Links zu Nam June Paik:

  • WallWorks

  • Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)

  • Nam June Paik - Wilhelm Lehmbruck Museum

  • NAM JUNE PAIK AWARD 02

  • Flick Collection - Sammlung - Hamburger-Bahnhof (01.03)

  • ZKM: bankett. Metabolismus und Kommunikation (15.05. - 24.08.03)

  • GameArt / Weltkulturerbe Völklinger Hütte (22.11.03-28.3.04)

  • Nam June Paik Award 2004 (28.1.04)

  • Seele – Konstruktionen des Innerlichen in der Kunsthalle Baden-Baden (14.2.-18.4.04)

  • Nam June Paik Award 2004 (Ausstellung PhoenixHalle / Dortmund: 4.9.-7.11.04)

  • Sammlung 2005 - Neupräsentation der erweiterten Sammlung im K21, Düsseldorf (bis auf weiteres)

  • ART COLOGNE-Preis 2005 geht an René Block

  • Kunst und Kino - Videokunst heute, K21 Düsseldorf (27.08.05 11.30 - 17.30 Uhr)

  • ART COLOGNE zeigt: Sonderschau koreanischer Videokunst - Nam June Paik als Übervater

  • 50 Jahre / Years documenta 1955-2005 - Kunsthalle Fridericianum Kassel (1.9.-20.11.05)

  • Superstars - Das Prinzip Prominenz. Von Warhol bis Madonna, Kunsthalle Wien (04.11.05 - 22.02.06)

  • Summer of Love - Psychedelische Kunst der 60er Jahre, Schirn Kunsthalle, Frankfurt (2.11.05 - 12.2.06)

  • Die März-Ausgabe des Kultur-Kanal mit folgenden Themen:

  • "Video. Die 80er Jahre" - K21, Düsseldorf (25.03. - 21.05.06)

  • ART COLOGNE: Ab 2006 Verschlankung auf 180 Galerien - ab 2007 Frühjahrstermin

  • Nichts - Schirn Kunsthalle, Frankfurt (12.7. – 1.10.06)

  • Video-Kunst 2004–2006. / 12. Marler Video-Kunst-Preis, Kunsthalle Göppingen 10.09.-15.10.2006

  • NAM JUNE PAIK AWARD 2006 an Abu Ali alias Toni Serra

  • "Tanzen, Sehen" - Museum für Gegenwartskunst Siegen (18.2.-28.5.07)

  • Attila Csörgo erhält Nam June Paik Award 2008

  • Nam June Paik - Sprengel Museum Hannover (10.12.08-22.2.09)

  • Privat. Wuppertaler Sammler der Gegenwart - Von der Heydt-Museum (noch bis 24.5.09)

  • Emmett Williams - Weserburg, Bremen (bis 12.11.09)

  • "See this Sound" im Lentos Kunstmuseum Linz (28.8.09-10.1.10)

  • Kunst Global

  • See This Sound. Versprechungen von Bild und Ton - Lentos Kunstmuseum Linz

  • Changing Channels - Museum Moderner Kunst, Wien

  • Bilder in Bewegung : Künstler & Video_Film

  • Roboterträume - Museum Tinguely, Basel

  • Nam June Paik - museum kunst palast, Düsseldorf

  • Mary Bauermeister - Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen

  • Bild für Bild – Film und zeitgenössische Kunst

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