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22. European Media Art Festival - Osnabrück (22.4.-26.4.09)


Eingabedatum: 14.04.2009

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Zum 22. Mal versammeln sich Künstler, Kuratoren, Verleiher, Galeristen und Kunstinteressierte auf dem European Media Art Festival (EMAF) - einem der bedeutendsten Foren der Medienkunst, das einen umfassenden Einblick in die aktuellen Tendenzen der Medienkunst bietet. Im Rahmen des Festivals findet, neben Experimentalfilmen, Performances, einem Kongresse und dem Media Campus, die Ausstellung "Bilderschlachten" (22.4. - 4.10.09) statt. "Bilderschlachten" untersucht anhand künstlerischer, technischer und historischer Exponate, wie die technologische Entwicklung das Bild vom Krieg verändert hat. Vier Institutionen in Osnabrück (Museum für Industriekultur, Kunsthalle Dominikanerkirche, Erich Maria Remarque-Friedenszentrums und das European Media Art Festival) kooperieren für dieses Ausstellungsprojekt.

Künstlerliste: Lida Abdul ("In Transit"), KP Brehmer ("Stukas, 2x täglich Zähneputzen"), Christoph Büchel ("PSYOP - Capture their minds and their hearts will follow"), Christoph Draeger ("Dear Old Battleground, Mean Old Killing Fields (War is History)"), Harun Farocki ("Auge Maschine III"), Regina José Galindo ("Confession"), David Hahlbrock ("Around the Corner"), Lynn Hershman ("America´s Finest"), Jan Hoeft ("Field Strip"), Mathias Jud/Christoph Wachter ("Zone*Interdite"), Markus Kison ("Touched Echo"), Mischa Kuball ("CNN"), Andree Korpys/Markus Löffler("Nuclear Football"), Iñigo Manglano-Ovalle ("The Radio" + "Phantom Truck"), Bjoern Melhus ("Still Men Out There"), Jens Pecho ("Slow Motion For Charly"), Evelina Rajca ("Lockvogel"), Gerhard Richter ("Bridge 14 Feb 45"), Johanna Reich ("Front"), Martha Rosler ("Bringing The War Home"), Ruth Schnell ("All Targets Defined"), Christoph Schlingensief ("Lager ohne Grenzen"), Aleksandra Signer ("Schlotterbeck"), RothStauffenberg ("Untitled Characters"), Oliver van den Berg ("Kameras"), Wolf Vostell ("So leben wir Abend für Abend vor dem Fernsehschirm"), Harry Walter ("Eichmann Fleischmann Neckermann").

Abbildung: Martha Rosler: "Bringing the war home", USA 2004-2008

weitere Infos und Programmabläufe unter: emaf.de

European Media Art Festival
Lohstr. 45 a
49074 Osnabrück
Tel. 0541/ 21658

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Weiteres zum Thema: Emaf



European Media Art Festival (23.04.-27.04.03)


Nächste Woche (ab 23.4.) beginnt in Osnabrück eines der größten Multimediaereignisse in Europa mit seinem umfangreichen Programm zu dem Thema "Larger than Life". Das Festival richtet sich an Fachleute aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und natürlich ein interessiertes Publikum ein, sich an fünf Tagen einen Überblick über aktuelle Trends und neueste Entwicklungen der Medienkunst zu verschaffen. Das Programm umfasst u.a. experimentelle Filme, Videos, Performances, multimediale Installationen und neue Arbeiten aus dem Bereich der digitalen Medien wie CD-ROM, DVD und Internet.

Pressemitteilung / Auszug: "Ob Klonschaf Dolly oder fluoreszierend-leuchtende Kaninchen, sie alle sind Produkte neuer Technologien, die unseren Alltag und unsere Gesellschaft nachhaltig verändern werden. Längst hat die Gentechnologie auch in die Kunst Einzug gehalten, werden die Grenzen zwischen Technologie und Kunst verwischt. Mit dem Motto "Larger than Life" hat das EMAF in diesem Jahr Film- und Medienkünstlerinnen und -künstler eingeladen, die diese Entwicklung in ihren Arbeiten reflektieren. Dazu werden im Kinoprogramm des EMAF so unterschiedliche Produktionen zu sehen sein wie der Spielfilm Teknolust (Tilda Swinton in der Hauptrolle) der amerikanischen Regisseurin Lynn Hershman Leeson, in dem eine Forscherin per Computer ihre eigene DNS klont. Oder der Kurzfilm Optimizer Customizer, eine digitale Collage im Stil Monty Pythons, des Niederländers Jan van Nuenen, der das Thema in elf Minuten auf den Punkt bringt.

Kongress
Die fortschreitende Entwicklung der (Bio)Wissenschaften steht auch im Mittelpunkt des Kongresses, der das Festival begleitet. Künstler und Kulturwissenschaftler diskutieren hier, inwieweit diese biotechnologischen Errungenschaften die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie aufheben und damit neue künstlerische Ausdrucksformen schaffen. Prominente Teilnehmer sind u.a. Eduardo Kac (Chicago), bekannt geworden durch die öffentliche Debatte um den genmanipulierten fluoreszierenden Hasen "Alba", und Joe Davis (MIT, Boston), einem Pionier der Anwednug von Gentechnik in der Kunst, der sich seit den 80er Jahren mit der Encodierung von Botschaften in die DNA von Kleinstlebewesen einen Namen machte sowie Prof. Birgit Richard (Frankfurt a.M.) Weitere Gäste: die australischen Bio-Künstler des Tissue Culture & Art Projekts des Kunst/Wissenschaftslabors SymbioticA, die demonstrieren werden, wie sie halb lebendige Skulpturen aus dem Gewebe komplexer Organismen züchten, sowie die kanadische Künstlergruppe Bioteknica, die mit einer Persiflage auf die kommerzielle Verwertung moderner Biotechnologie aufmerksam macht. Moderation: Jens Hauser.

Cinema
Davon, dass Kino ohnehin "größer als das Leben" ist, können sich EMAF-Besucher in 24 Programmen mit insgesamt 108 neuen Produktionen überzeugen. Gezeigt werden Spiel- und Experimentalfilme, Dokumentationen, Kunstvideos, Digitalclips bis hin zu Flashanimationen. Darunter die Deutschland-Premiere des neuen experimentellen Spielfilms Decay of Fiction von Pat O'Neill. Der Amerikaner benutzt die verlassene Ruine des berühmten Luxus-Hotels Ambassador in L.A. als Hintergrund für ein halluzinatives Remake des klassischen Film Noir's der 40er und 50er Jahre. Durch die speziellen Filmtechniken, die O'Neill entwickelt hat, wirken die Schauspieler wie geisterhafte Wesen aus einer anderen, längst verlorenen Zeit.

Ein Beispiel für den Trend des experimentellen Kinos zu längeren Filmen ist der ca. 50minütige Film A Journey to Tarakan des Niederländers Karel Doing. Eine wunderbar dichte Collage von Archiv- und Eigenmaterial, mit der der Regisseur die Spur seines Onkels nachzeichnet, der als junger Soldat 1942 in den niederländischen Kolonien im Krieg gegen die Japaner fiel.
Ein cineastisches Highlight ist auch die neueste Arbeit des englischen Regisseurs und Autors Andrew Køtting. In Mapping Perception steht seine Tochter Eden im Vordergrund, die mit einem genetischen Defekt geboren wurde, der bewirkt , dass sie die Welt extrem verändert wahrnimmt. Durch den virtuosen Umgang mit experimentellen Filmtechniken und digitaler Filmbearbeitung gelingt Køtting ein sehr bewegendes, eindrucksvolles Werk.
Die beiden Kurzfilmprogramme mit den Titeln "The Entertainer" und "The Swing Club" bieten auch dem im experimentellen Kino ungeübten Zuschauer eine Auswahl von visuell anregenden Erfahrungen. Während es im ersten Programm um Künstler geht, die sich selbst darstellen oder andere sich selbst darstellen lassen, ist das zweite Programm dem musikalischen Kurzfilm gewidmet.
Asian cinema - unter diesem Titel zeigt das EMAF eine breit gefächerte Auswahl von Filmen aus Hongkong und Japan, die sich auch beim europäischen Publikum zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Vorträge von Lynn Hershman (USA) und Lev Manovich (USA) und die Premiere von Europe in Shorts ergänzen das Programm.
Die besten deutschen Filme und Videos werden mit dem Preis der Deutschen Filmkritik prämiert. Außerdem wird in Osnabrück der Werkleitz Award für hervorragenden Einsatz digitalerMedien in einer internationalen Produktion vergeben.

Retrospektive Michael Snow
Die diesjährige Retrospektive ist dem kanadischen Filmkünstler Michael Snow gewidmet. Snow, 1929 in Toronto geboren, ist einer der bedeutendsten internationalen Experimentalfilmer und der wohl einflussreichste Filmemacher im Bereich des Strukturellen Films.
Darüber hinaus ist er als bildender Künstler und Avantgardemusiker international anerkannt. Snows umfangreiche Filmographie reicht bis ins Jahr 1956 zurück. Der Durchbruch gelang ihm 1967 mit seinem berühmtesten Film Wavelength, der stilbildend für ganze Generationen von experimentellen Filmemachern werden sollte. Die Auseinandersetzung mit filmischer Zeit und Raum ist von zentraler Bedeutung für sein filmisches Gesamtwerk. Mittels Zoom und Kamerabewegung werden Räume durchschritten und erforscht, bisweilen auf derart mechanische Weise, dass seine Filme wie von einer Maschine produziert wirken. Auch scheut er sich nicht, eine in Realzeit 30-sekündige Aktion auf eine Bewegungsstudie von insgesamt 18 Minuten auszudehnen, wie in seinem Film see you later (au revoir) von 1990 zu sehen.
Snows Filme bestechen durch extreme Klarheit: sie lassen oberflächlich Verborgenes sichtbar werden und bieten, wenn man sich die Zeit nimmt, die er durch die Länge der Filme vorgibt, ungewöhnliche und einmalige Seherlebnisse. Dabei stellt Snow stets seine Sicht der Arbeit mit dem Medium Film in den Vordergrund, ohne seinen berühmt berüchtigten Humor zu verlieren, z.B. indem er kleine visuelle ‚Gimmicks' einbaut, die den Filmen trotz ihrer strukturellen Stringenz einen menschlichen und spielerischen Touch verleihen.
Während sich seine frühen Filme oftmals mit der Erforschung kinematographischer Prozesse in urbaner und natürlicher Landschaft befassten, widmet sich Snow in seinen neueren Filmen verstärkt dem Menschen und seiner Präsenz im Raum wie in seinem aktuellen digitalen Spielfilm‚ *Corpus Callosum (2002). Snow wird auf dem EMAF zu Gast sein, seine Filme einführen und dem Publikum zur Diskussion zur Verfügung stehen. Das EMAF zeigt eine für Europa in diesem Umfang bislang einmalige Retrospektive seiner Filme sowie Snows Installation That/Cela/Dat (2002).

Hommage
Mit einer Werkschau wird Egon Monk geehrt. Als Leiter des NDR Fernsehspiels brachte er in den 60er Jahren neue Impulse in die TV-Arbeit ein und entwickelte Fernsehspiele zwischen Inszenierung und Dokumentation, die formal wie inhaltlich nachhaltigen Einfluss auf viele Redakteure, Regisseure und Autoren hatten.

Ausstellung
Mit der Ausstellung in der Kunsthalle Dominikanerkirche bietet das EMAF bis zum 18. Mai, einen Überblick über das gesamte Spektrum der Medienkunst: von Video- und interaktiven Computerinstallationen bis hin zu Medien-Skulpturen. In den Installationen werden die Themen Identität und menschliche Repräsentation, die klassischen Aspekte der bildenden Kunst, aufgenommen und in vielfältiger Weise präsentiert. Dazu gehört die virtuelle Repräsentation des Menschen ebenso wie Arbeiten, die seine nahende biotechnische Reproduktion in den Fokus stellen. In einem weiteren Schwerpunkt der Ausstellung beschäftigen sich bekannte Künstlerinnen und Künstler, aber auch junge Talente der internationalen Medienkunst-Landschaft mit der De-Konstruktion medialer Zeichen und Codes und der Ironisierung der uns umgebenden Bildbotschaften durch den spielerischen Einsatz digitaler Technologien.

Peter Bogers (NL) - Shared Moments
Anne Cleary / Denis Connolly (IRL) - Scènes Du Boulevard
Christian Ziegler (D) - Dis-Place
Björn Melhus (D) - The Oral Thing
Michael Snow (CDN) - That/Cela/Dat
Daniel Canogar (E) - Obscenity of the Surface
Björn Schülke (D) - Nervous
Dirk Hupe (D) - zeichen_ver
Jan van Nuenen (NL) - Optimizer Customizer
Bea de Visser (NL) - Blow up
Andreas Zelle (D) - Die Windharfe

Electronic Lounge
In der Electronic Lounge - ebenfalls in der Dominikanerkirche - werden Arbeiten aus den Bereichen Internet, CD-ROM und DVD präsentiert. Die britische Gruppe the phone book wird neue Präsentationsmöglichkeiten für WAP- und i-mode-Anwendungen für Mobiltelefone präsentieren Streamminister (Berlin ) wird Remote TV, ein interaktives TV- und Internetkonzept vorstellen, zu dem sich Interessierte auch für einen Workshop auf dem EMAF anmelden können.

Hier findet auch vom 24. bis 26. April der VeeJay-Groove statt. Jeweils ab 23 Uhr erzeugen VeeJays aus ganz Europa durch die Verbindung von Sound und aufwendigen Videoprojektionen eine einzigartige Atmosphäre - mal zum Abtanzen, mal zum Chillen.

Juan Manuel Echavarría
In Kooperation mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum präsentiert das EMAF den kolumbianischen Videokünstler und Fotograf Juan Manuel Echavarría. In seinen Werken reflektiert er die alltägliche Gewalt in seiner Heimat. In Kolumbien herrscht seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Guerillagruppen unterschiedlicher politischer Lager, lokalen Bürgerwehren und den paramilitärischen Privatarmeen der Drogenbosse. Die rivalisierenden Banden finanzieren sich durch groß angelegte Massen-Kidnappings, bei denen der Kontostand der Opfer längst keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch die schiere Zahl der entführter Personen. Ein ganzes Land gerät auf diese Weise in Geiselhaft. In drei Videoinstallationen und einer Fotoserie thematisiert Echavarría die Traumatisierung der einzelnen Betroffenen sowie die tiefe Verunsicherung der gesamten kolumbianischen Bevölkerung.

Performances
Highlight des Programms ist die schweizerische Performance Stage TV, die auf einzigartige Weise Zirkus-Artistik und Jonglage mit den Möglichkeiten der Videotechnik und Computer-Animation verbindet. Freunden der interaktiven Filmperformance sei Cause and Effect empfohlen, bei der das Publikum den Verlauf der Performance mit seinen Reaktionen direkt beeinflusst.

International Student Forum
Im Studentenforum präsentiert das EMAF die aktuellen Arbeiten von Universitäten und Hochschulen aus aller Welt. Kooperationspartner in diesem Jahr ist die Hochschule für Gestaltung und Buchkunst (HGB) Leipzig. In zwei Filmprogrammen reflective media und emotica werden aktuelle Arbeiten von Studierenden aus Europa, den USA und Australien präsentiert. Darüber hinaus zeigt eine Ausstellung Installationen von Studierenden aus Dänemark, Karlsruhe, Stuttgart und Leipzig. Am Hochschultag, dem 24. April, haben Interessierte die Möglichkeit, sich über zahlreiche internationale medienorientierte Studiengänge zu informieren. Präsentieren werden sich Studierende und Lehrende der University of Wales Institute Cardiff, das Media Centre of Art and Design (MECAD) aus Barcelona, die FH Potsdam mit ihrem neuen Studiengang Interface-Design, die Akademie der Bildenden Künste Poznan (Polen), die FH Osnabrück (Studiengang Medieninformatik), Camera Obscura aus Tel Aviv (Israel), und die Hochschule für Gestaltung und Buchkunst (HGB) Leipzig. ..."

weitere Informationen: 0541-21658

Ausstellung bis 18. Mai

emaf.de/tour

European Media Art Festival, Osnabrück (20. bis 24. April 2005)


"... Mit >Document< möchten wir das künstlerische Werk als Dokument eines kreativen Prozesses beleuchten“. Die zunehmende Digitalität von Bildern und die damit einhergehende Diskussion um ihre Authentizität und Wahrnehmung sei offenbar ein Thema, das derzeit viele Künstler beschäftige.

Die Einsendungen aus über 50 Ländern, darunter Iran, Uganda, Kolumbien und Thailand zeigen nicht nur, dass "Medienkunst sich als Kunstform weltweit etabliert hat", so Alfred Rotert. Darüber hinaus spreche die regionale Verteilung der Einsendungen auch für den Stellenwert des EMAFs als eines der wichtigsten Foren für aktuelle Medienkunst.

Auch in diesem Jahr präsentiert das EMAF wieder zahlreiche internationale Stars der Medienkunstszene. Darunter z.B. den Berliner Regisseur Harun Farocki, dem eine Werkschau gewidmet sein wird. Das EMAF zeigt insgesamt elf seiner Arbeiten sowie Farockis Doppelprojektion "Auge/Maschine I-III", in der er Filmbilder der Kriegstechnologie und der Waren- und Verkaufswelt verknüpft, um so das sich allgemein verbreitende System der technologischen Kontrolle zu beleuchten.

Bekannt für seine performanceartigen Installationen ist der in Mexiko lebende Spanier Santiago Sierra, der 2003 auf der Biennale in Venedig den spanischen Pavillon gestaltete. Er präsentiert "Línea de 250 cm tatuada sobre seis personas remuneradas". Die Videoinstallation zeigt, wie auf die Rücken von sechs nebeneinander stehenden, bezahlten Personen eine horizontale, insgesamt 250 Zentimeter lange Linie in schwarzer Farbe tätowiert wird.

"Schalten Sie den Fernseher ab!", fordert Medienkünstler Hartmut Jahn, der ein ungewöhnliches Porträt einer Künstlergeneration geschaffen hat. Seine mehrkanalige Videoinstallation verwendet Events von und mit Fluxus-Pionieren wie Ben Vautier, Alison Knowles, Willem de Ridder und Emmett Williams.

Mit "The Tulse Luper Suitcases - The Game" präsentiert das EMAF einen Ausschnitt des gleichnamigen Mammutprojekts von Altmeister Peter Greenaway. In drei Kinofilmen, 16 TV-Filmen, auf CD-ROM, in Büchern und 92 Koffern dokumentiert der Waliser akribisch genau die Geschichte des letzen Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht sein Alter Ego Tulse Luper, der sein Leben zwischen 1928, dem Jahr der Entdeckung des Urans, und dem Fall der Berliner Mauer größtenteils in Gefängnissen verbringt und dabei 92 Koffer hinterlässt. Das interaktive Spiel erlaubt drei Spielern, sich gleichzeitig auf die Spuren von Tulse Luper zu begeben. Ihre "Erlebnisse" werden in die Ausstellung zurück projiziert. Als Gast des Festivals wird Greenaway über das Gesamtkonzept seines Projekts berichten.

Um Vergangenheit und Zukunft wird es auch auf einem Roundtable des Kongresses gehen. Unter dem Titel "Audiovisual Archives" diskutieren Medienkünstler und Repräsentanten von Medienhochschulen und -archiven über die Archivierung und Digitalisierung von Medienkunst und deren Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit.

Die Retrospektive des Filmprogramms ist einem der originellsten amerikanischen Filmemacher der 60er und 70er Jahre gewidmet: Owen Land. Als Vorläufer des Strukturalismus war Land einer der ersten, die sich auf humorvolle Art dem Filmstreifen selbst zuwandten. Die Retrospektive aus den Archiven des österreichischen Filmmuseums, die zuletzt in der Londoner Tate Modern zu sehen war, wird von Mark Webber vorgestellt.

Kooperationspartner des ´international student forum` ist in diesem Jahr die Kunsthochschule Kassel. Unter der Leitung von Joel Baumann, Professor für neue Medien, und Bjørn Melhus, Professor für "virtuelle Realitäten", stellen Studierende des Studiengangs "Visuelle Kommunikation“ ihre neusten Arbeiten vor. Für Baumann und Melhus, die selbst bereits mehrfach mit ihren Werken auf dem EMAF vertreten waren, stellt das EMAF für ihre Studierenden eine hervorragende Plattform dar, um sich der Öffentlichkeit auf einem großen Festival in professionellen Umfeld zu präsentieren." (Presse / emaf)

Das European Media Art Festival findet vom 20. bis 24. April statt. Die Ausstellung in der Kunsthalle Dominikanerkirche ist noch bis zum 15. Mai zu sehen.

weitere Infos zum ausführlichen Programm, unter emaf.de