Jan Fabre - Biennale Venedig 09 (6.6.-20.9.09)


Eingabedatum: 30.05.2009

bilder

Mit der fünfteiligen Werkfolge "From the Cellar to the Attic – From the Feet to the Brain" schuf Jan Fabre (geb. 1958 in Antwerpen/ Belgien) im Jahr 2008 eine raumgreifende Installation für das Kunsthaus Bregenz. Nun ist seine Arbeit im Rahmen der 53. Biennale in Venedig erneut zu sehen.

Die Inszenierung, die in Bregenz fünf Ausstellungsebenen umfasste, richtet sich strukturell nach der Gestalt des menschlichen Körpers. In metaphorischer Entsprechung widmete er das Untergeschoss den Füßen, während mit dem Obergeschoss das Gehirn symbolisiert war. In Venedig sind diese Ebenen nun nicht mehr vertikal angeordnet, sondern auf horizontaler Ebene aufgefächert.
Dieses Gesamtkunstwerk ist mit herkömmlichen künstlerischen Maßstäben kaum zu fassen und ist vor allem durch ständige Metamorphose und mythische Rätselhaftigkeit geprägt.

Zentrale Themen, mit denen sich Jan Fabre in seinen Werkkomplexen beschäftigt, sind zum einen die realen Bildwelten, die er im Vorbild der flämischen Primitiven entdeckte. Zum anderen lässt sich in vielen seiner Werke eine Betonung des Körperlichen entdecken sowie - v.a. in seinen Zeichnungen - eine Begeisterung für das Insekt als Sinnbild der Metamorphose.
Die Faszination für Doppelung, Widerspiegelung oder metaphorische Entsprechungen ist nicht nur Merkmal von "From the Cellar to the Attic - From the Feet to the Brain", sondern Ausgangspunkt vieler seiner Werke.

Abbildung: Jan Fabre, Ik heb een stuk van het plafond van het koninklijk paleis moeten uitbreken omdat er iets uitgroeide, 2008
Ich habe einen Teil der Decke des Königlichen Palastes herausgebrochen, da daraus etwas herauswuchs, Holz, Gips, Metall, Panzer von Juwelen-Käfern, Silikon, 5,6 x 9,6 x 10,4 m, Ausstellungsansicht 1. OG
Foto: Markus Tretter © Jan Fabre/VBK, Wien, 2008, Kunsthaus Bregenz

Öffnungszeiten:
Täglich 11-18 Uhr (außer Dienstag)

53. Biennale in Venedig
Arsenale Novissimo
Spazio Thetis 107 und 109, Venedig

kunsthaus-bregenz.at
labiennale.org

Verena Straub











Daten zu Jan Fabre:


- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Beaufort 2003

- Beaufort 2006

- CONTOUR 7, A Moving Image Biennale in Mechelen 2015

- documenta 9, 1992

- Istanbul Biennial, 1992

- Museo Reina Sofía, Collection

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

Weiteres zum Thema: Jan Fabre



SLOW ART - museum kunst palast, Düsseldorf (noch bis 6.11.05)


Die Ausstellung SLOW ART erweitert die Gemäldeschau EIN FEST DER MALEREI mit einem Einblick in die aktuelle Kunstszene der beiden Nachbarländer Niederlande und Flandern. Mit der Präsentation von 38 sowohl renommierten als auch jungen, unbekannten Künstlern wird hier beispielhaft die Rezeption und Weiterentwicklung der traditionellen Kunstgattungen Stillleben, Landschaft und Porträt der letzten zwanzig Jahre gezeigt.

Das Leben ist schnell, die Kunst ist langsam; schrieb der Schweizer Maler, Schriftsteller und Romantiker Johann Heinrich Füssli schon im 18. Jahrhundert. Viele der hier gezeigten Künstler schaffen in unserem Zeitalter der Schnelllebigkeit und visuellen Überreizung Kunstwerke, für die der Besucher Zeit mitbringen muss, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Nicht selten nahm auch die Ausführung der Arbeiten selbst bereits viel Zeit in Anspruch.

Der Belgier Robert Devriendt zum Beispiel setzt mit großer Aufmerksamkeit für die Wiedergabe des Materials Landschaften in Öl auf Leinwand um. Oft benötigt er Monate für seine extrem kleinformatigen Werke. Er zwingt den Betrachter, genau hinzusehen und die Natur bis ins Detail wahrzunehmen. Die niederländische Künstlerin Elske Neus lässt - fasziniert von den Vanitas-Stillleben des 17. Jahrhunderts, auf denen Käfer, Fliegen oder Schnecken zu sehen sind - in ihrem Videowerk "Dans" Schnecken über 6 kleine, im Kreis aufgestellte Monitore kriechen. In ihrem Werk "Bett" nimmt die Niederländerin Maria Roosen die für die Stillleben der Alten Meister charakteristische virtuose Wiedergabe von Reflexen und Brechungen des Lichts auf: Zwischen zerwühlten Bettlaken liegen zwei rosa und orange schimmerndem Glaskugeln in Form weiblicher Brüste, deren runde Oberfläche die Umgebung reflektieren.

Präsentiert werden Malerei, graphische und plastische Arbeiten sowie Videowerke niederländischer und flämischer Künstler wie Berlinde De Bruyckere, Marlene Dumas, Rineke Dijkstra, Mark Manders, Aernout Mik, Thierry De Cordier und Luc Tuymans. Neben der Ausstellung wird am 31.10.2005 auch ein Performance-Abend unter dem Titel "SLOW LIFE PERFORMANCES" mit Künstlern wie u.a. Yael Davids, Lawrence Malstaf, Wim Vandekeybus, Carsten Höller, Marina Abramovic und Jan Fabre stattfinden. (Siehe beiliegende Übersicht zu den "Nachbarschaften Flandern und Niederlande - Life")

Kurator: Mattijs Visser

Projektleitung: Dr. des. Christiane Jungklaus

Katalog: Es erscheint eine Publikation im Umfang von 36 Seiten mit 34 Abbildungen zum Preis von Euro 12,50. ..." (Presse / museum kunst palast)

Öffnungszeiten: Dienstags - Sonntags 11-18h, Montags geschlossen

Stiftung museum kunst palast
Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf

museum-kunst-palast.de

Pierre Coulibeuf 'somewhere in between' - Deichtorhallen, Hamburg (3.2.-5.3.2006)


Der französische Filmemacher und Fotograf Pierre Coulibeuf wurde in Fachkreisen durch seine Gemeinschaftsarbeiten mit bildenden Künstlern, Fotografen, Philosophen, Schriftstellern und Choreographen bekannt. Parallel zur Chaplin-Ausstellung (chaplin in pictures / 3.2.-28.5.06) zeigt das Haus der Photographie in den Deichtorhallen sein Werk erstmals in Deutschland als Beginn einer Wanderausstellung durch weitere Städte. Das Abaton-Kino, Hamburg, begleitet die Ausstellung vom 3. Februar bis 12. März 2006 durch eine Pierre-Coulibeuf-Filmreihe.

In den Deichtorhallen ist die Coulibeuf-Ausstellung als Hommage an Charles Chaplin und den Stummfilm angelegt. Dazu werden von Coulibeuf die Filme, dazugehörige Fotos und Installationen zu "Somewhere in between" (2004, Zusammenarbeit mit der Choreographin Meg Stuart) und "Le démon du passage" (1995, Zusammenarbeit mit dem Fotografen Jean-Luc Moulène und Studenten von Jean-Marc Bustamante) gezeigt.

Das Werk von Pierre Coulibeuf (geb. 1949 in Elbeuf, Frankreich) bewegt sich zwischen den Genres. In seinen Kooperationen mit Künstlern aus anderen Sparten wie Pierre Klossowski, Michelangelo Pistoletto, Marina Abramovic, Michel Butor, Jean-Marc Bustamante, Jan Fabre oder Meg Stuart entstehen Filme, Projektionen, Fotografien und Buchprojekte, die sich zwischen Fiktion, experimentellem Film und Dokumentation bewegen.

Coulibeuf ist einer der seltenen Bildkünstler, der jede seiner Arbeiten rund um das Werk eines anderen Künstlers konstruiert. Wenn er sich engstens und bis ins Detail mit der persönlichen Welt eines anderen Künstlers oder einer Künstlerin einlässt, geht es Pierre Coulibeuf darum, möglichst nahe an das Denken des anderen heranzukommen, an dieses Denken in bestimmter Weise anzudocken und dieses Denken in seine eigene Bildsprache herüberzuziehen, so Robert Fleck. Jede Arbeit ist ein "pas de deux" zweier Bildkünstler, ähnlich einem Buch, das von zwei sehr unterschiedlichen Autoren gemeinsam geschrieben wird, bis die individuelle Autorenschaft nicht mehr kenntlich ist.

Coulibeuf vertraut der Macht der Bilder. Markant für seine Filme ist seine sehr bildhafte Sprache, die fast ohne Dialoge auskommt und sich durch Bewegung, Mimik und Gestik ausdrückt, wie wir es aus Stummfilmen kennen.

In Kooperation mit der französischen Botschaft, Berlin (Bureau du Cinéma und Bureau des Arts Plastiques - AFAA), dem Institut francais de Hambourg und dem Abaton-Kino, Hamburg. (Presse Deichtorhallen)

Abbildung: Bild aus dem Film Somewhere in between, 2004 von Pierre Coulibeuf Courtesy Regards Productions, Paris Zusammenarbeit mit der Choreographin Meg Stuart

Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11:00-18:00 Uhr

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Tel. +49 (0) 40-32103-250
deichtorhallen.de



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