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B3 Biennale

Zum Thema:Schließung des Altonaer Museums in Hamburg


Eingabedatum: 28.10.2010


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Folgende Stellungnahme der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands (aica) erreichte die Redaktion:

"Die deutsche Sektion der aica begrüßt die Bereitschaft des Hamburger Senats, an einem "Runden Tisch" die angekündigte Schließung des 1863 gegründeten Altonaer Museums noch einmal zu überdenken. Auch wir wissen, dass kulturelle Einrichtungen nicht per se sakrosankt sind. Doch die Schließung des seit 1901 am jetzigen Ort befindlichen Hauses mit seinen weit in die norddeutsche, ehemals dänische Region hinausgreifenden Sammlungen wäre nicht nur ein Verlust an Kultur, Geschichte und Identität am Standort, dem erst 1938 zu Hamburg gekommenen Stadtteil, sondern auch über Hamburg hinaus ein kulturpolitisch verheerendes Zeichen. Zudem darf bezweifelt werden, dass die angestrebten 3,5 Mio. Einsparungen durch die simple Maßnahme der Schließung zu erzielen sind, genießt doch das Personal Kündigungsschutz und die etwa 640Tausend Objekte sind weiter zu bewahren, Bauernstuben und originalgroße Gebäude sind in das Museum fest eingebaut. Zudem ist der Vorgang in seiner fast diktatorischen Rigidität anzuprangern: Binnen drei Monaten soll entgegen den jahrelang ausgetüftelten Regeln und Gesetzen der Hamburgischen Museumsstiftungen und unter gänzlichem Mangel an notwendiger Absprache unter völliger Missachtung eines gerade begonnenen Verbesserungs- und Wandlungsprozesses und nach gerade erst erfolgten Investitionen in die Infrastruktur (3 Mio. für den neuen Eingangsbereich) das nicht zuletzt durch seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beliebte Haus abgewickelt werden. Die deutsche Sektion der aica bittet die Kulturbehörde und den Senat in Hamburg nachdrücklich, sich an die selbst gesetzten Verpflichtungen zu halten, der Kunst und Kultur keinen weiteren Schaden zuzufügen und die verfügte Museum-Schließung zurückzunehmen oder zumindest zu modifizieren sowie die durch jahrelange Unterfinanzierung bestehenden Defizite der Hamburger Museums-stiftungen jetzt nicht etwa durch die Schließung eines andern Hauses zu kompensieren. (Thomas Wulffen / Präsident)" kuk.net/














Weiteres zum Thema: Museum



Museum Ludwig Köln (11 / 01)



Alte Strukturen lösen sich auf

Nachdem im Januar diesen Jahres das Wallraf-Richartz Museum aus den gemeinsamen Räumlichkeiten am Dom zu Köln auszog, baute nun auch das Ludwig Museum um. Obwohl das architektonisch auffällige Museum Ludwig schon seit seiner Eröffnung 1986 als ernst zu nehmendes Museum für Gegenwartskunst galt, war es doch in letzter Zeit ruhig geworden um das Museum, dass seine Bekanntheit in erster Linie der Pop-Art Sammlung Ludwig verdankte.
Jetzt setzt die neue Leitung unter Kaspar König auf neue Kuratoren (Ulrich Wilmes, vormals Kurator im Lehnbachhaus, München und Thomas Weski, Fotoabteilung Sprengelmuseum, Hannover) und ergänzt die bisherigen Schwerpunkte deutscher Expressionismus, Pop-Art und die Picasso-Sammlung mit bisher nicht vertretenen Positionen zum Museum unserer Wünsche (u.a. Marcel Broodthears,Ed Ruscha, William Eggleston und Candida Höfer).
Zur Neueröffnung am 1. November 2001 werden in den zwei neuen Projektsälen - benannt nach AC für Gleichstrom und DC zur Wechselstrom -die Werke der Künstler/innen Isa Genzken und Wolfgang Tillmans, sowie Thomas Bayrle und Bodys Isek Kingelez in Kombination gesetzt.

Adresse:
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Tel.: 0221-221-22370
Fax: 0221-221-24114
E-Mail: ml@ml.museenkoeln.de

Museum Ludwig , Köln

Ausstellung:
Projekträume AC/DC: Isa Genzken/Wolfgang Tillmans und Thomas Bayrle/Isek Kingelez

Öffnungszeiten:
Di. 10 - 20 Uhr
Mi. -Fr. 10 -18 Uhr
Sa. -So. 11 -18 Uhr
Montags geschlossen

Silke Lemmes für art-in.de

Museum für Gegenwartskunst in Siegen (09 / 01)


Inmitten der vielen Museumsgründungen der letzten Jahre im Bereich der zeitgenössischen Kunst wird dieses neue Museum in Siegen durch seine Organisation wie auch durch seine Konzeption und Zielsetzung eine neue Position in der deutschen Museumslandschaft besetzen. Neues Element ist hier das Konzept unterschiedlichster Kooperationspartner, sowie die einer privaten Initiative entsprungene Peter-Paul-Rubensstiftung zu einem Trägerverein. Alt bekannt ist dagegen der Umbau eines alten Gebäudes: ausführender Architekt war hier Josef Paul Kleihues. Er ließ das "Alte Telegraphenamt" durch einen zum Schlossplatz hin orientierten Bau erweitern und dem Neubau eine freigestellte Betonwand vorblenden, die als Videowand genutzt wird. Hierfür konzipierte Prof. Uwe Loesch (Kommunikationsdesigner aus Düsseldorf) ein kinetisches Zeichen, das, in eine schnelle Bildfolge verwandelt, als Filmschleife verwandt wird. Das Hauptanliegen des Museums besteht darin, die verschiedenen Strömungen der Kunst des 20. Jahrhunderts zu beleuchten. Neben Fotografie und Film werden auch elektronische Medien wie Video und Computer, die ab den 60ern Einzug in die Kunstwelt hielten, gezeigt. Der Schwerpunkt der Erstpräsentation liegt ebenfalls in den 60er Jahren. Die Präsentation gliedert sich in einzelne Künstlerräume, die mitunter aus größeren Werkkomplexen bestehen und u.a. Arbeiten von Beuys, Kippenberger, Graham, Paik, Struth, Gursky, Becher und Sander beherbergen. Zudem ist die Sammlung Lambrecht-Schadeberg zu sehen. Die Privatsammlung enthält Hauptwerke der Träger des "Siegener Rubenspreises für zeitgenössische europäische Malerei". Ihr Ziel ist es, die Laureaten (Bacon, Geiger, Schumacher, Twombly) in repräsentativen Ensembles vorzustellen. So zeigt sich an diesem Beispiel, dass sich nicht nur die Museumsarchitektur in den letzten Jahren weiter entwickelt hat, sondern auch der Museumsbetrieb aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist.

Adresse:
Unters Schloss 1/ 57072 Siegen
Tel.: 0271-4057710

Internet:
http://www.kunstmuseum-siegen.de

Öffnungszeiten: Di. - So. 11-18 Uhr
Do. 11-20 Uhr, Mo geschlossen

Silke Lemmes für art-in.de
  • Museum Ludwig Köln (11 / 01)

  • Thomas Ruff (Feb. 02)

  • Prüderie und Leidenschaft

  • Der (im)perfekte Mensch

  • Stiftung Museum Schloss Moyland (11.01)

  • Museum Folkwang Essen (02 / 02)

  • Farblandschaften bei VAN HAM (02.02)

  • Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)

  • Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin (01 / 02)

  • Mai-Auktion Moderne & Gegenwart von Ketterer Kunst in Hamburg

  • Malerei ohne Malerei

  • Blindflug? Wohin steuert der Kunstbetrieb?

  • Gerhard Richter - Malerei

  • Katharina Fritsch - K21 Kunstsammlung im Ständehaus

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  • Museum für Neue Kunst im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) (05 / 02)

  • Museum Kurhaus Kleve - Ulrich Erben

  • Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert

  • Art Bodensee 2013 mit internationalen Galerien

  • Geschwindigkeit - Terrain der Zeit

  • 10 Jahre Videokunst-Förderpreis Bremen 2001

  • Kultur im digitalen Zeitalter

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  • Vitra Design Museum - Design und Architektur

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  • Eva Hesse

  • Painting on the Move - 3teiliger Ausstellungszyklus in Basel

  • Matthew Barney - CREMASTER 3

  • Lehmbruck Museum (06 / 02)

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  • Das Vitra Design Museum - Berlin

  • Markus Lüpertz im Museum Würth

  • Museum als Medium - Medien im Museum. Perspektiven der Museologie

  • Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2002 vergeben

  • Matthew Barney - Museum Ludwig Köln

  • Niele Toroni

  • Ludwig Forum Aachen (07 / 02)

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