Spezial: Museumsportrait: Dia:Beacon, New York


Eingabedatum: 27.07.2011

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Dass in Manhattan nicht nur Wohnraum knapp ist, sondern auch jeder Quadratmeter Ausstellungsfläche effizient genutzt werden will, wird spätestens bei einem Wochenendbesuch im MoMA klar. Während sich hier die Touristen um die Gauguins, Monets und Pollocks scharen, haben es monumentale Installationen wie Richard Serras Stahlwände schwer, einen dauerhaften Ausstellungsort zu bekommen. Nicht überraschend ist es daher, dass New Yorks größtes Museum in Sachen minimalistischer Skulptur nicht in New York zu finden ist, sondern anderthalb Stunden Zugfahrt entfernt in einem verschlafenen Ort am Hudson River. Auf über 80.000 Quadratmetern hat die Dia Art Foundation den großformatigen Helden der (nicht mehr ganz) ”zeitgenössischen” Kunst eine geräumige Ruhestätte geschaffen.

Offensichtlich haben sich hier die Organisatoren auf die sichere Seite begeben und mit Richard Serra, Donald Judd, Louise Bourgeois, Sol LeWitt, Gerhard Richter oder Dan Flavin (um nur einige zu nennen) die bekanntesten Namen des Kunstkanons zusammengeführt. Mag die Auswahl der Künstler also eher an eine “Ruhestätte” im konventionellen Sinne erinnern, vermittelt die Präsentation der Werke keineswegs den Eindruck eingestaubter Heldenbeweihräucherung. Ganz im Gegenteil. Während minimalistische Kunst in Sohos durchgestylten Loft-Galerien oft in schicker Kühle daherkommt und kaum von den Luxusgütern der Designshops nebenan zu unterscheiden ist, werden die Skulpturen im Dia:Beacon von ihrer klinischen Isolation befreit und in einen Dialog mit der Natur gebracht. Die Kunstwerke, die teilweise schon zu Ikonen aufgestiegen sind, werden neu erfahrbar.

Regie für die Umgestaltung des 1929 errichteten Fabrikgebäudes führte der Künstler Robert Irwin, der auch die Gartenanlagen des Ausstellungskomplexes entwarf. Hier treffen Raster aus Grasflächen mit klar gezogenen Linien aus Bäumen aufeinander, die nicht nur an Agnes Martins Gemälde erinnern, sondern auch Sol LeWitts feingezeichnete Bleistiftgitter widerspiegeln, die zwei Räume der Galerie in ein Meer aus grauen Schattierungen verwandeln. Eine Geometrie aus Rechtecken lässt sich ebenso in den Fensterbändern entdecken, deren opake Gläser Irwin in rhythmischen Abständen durch transparente Segmente ersetzt hat, um einen Ausblick in die Gartenanlage zu ermöglichen. Dementsprechend ist der Innenraum vor allem durch eines geprägt: Licht! Die geometrische Strenge und Serialität von Donald Judds Holzboxen wird etwa durch das Tageslicht gebrochen, das mittags in die Räume fällt und wandelnde Spotlights auf die Skulpturen setzt. Wer sich am späten Nachmittag in Richard Serras Labyrinth aus Cor-Ten Stahl verliert, erfährt in ähnlicher Weise wie die warme Sonne das Material in rot leuchtende Energiefelder verwandelt. Der dumpfe Geruch des rostroten Stahls vermischt sich mit der Stille, die sich im Innern der Spirale geradezu drückend auf einen legt. Was in fensterlosen Galerien totes Metall bleibt, wird hier belebt und in einen zeitlichen Tagesablauf eingebunden.

Die ständige Verwirrung von Innen- und Außenraum, die Robert Irwin offensichtlich am Herzen lag, hätte bestimmt die Zustimmung einiger Dia-Künstler gefunden. Während Robert Smithson natürliche Materialien wie Erde oder Sand in seine Installationen direkt integriert, reflektiert Gerhard Richter das Problem der Trennung von Außen und Innen auf ganz andere Art. In zwei gegenüberliegenden Räumen werden Richters monochrom-graue Spiegelflächen gezeigt, die in unterschiedlichen Neigungen an der Wand angebracht sind (“6 Gray Mirrors”). Beim Versuch die Qualität der grauen Oberfläche zu kontemplieren, tritt die Reflexion als Störung auf, die einen auf die eigene Person und den Raum zurückwirft. Genausowenig funktionieren die Flächen jedoch als reine Spiegel, da das Grau wie ein dicker Schleier über dem Spiegelbild hängt und dieses dem Blick entzieht. Letzten Endes wandern die Augen stets zwischen Fläche und Raum hin und her und verharren schließlich in einem Schwebezustand des Weder/Noch, der eine Trennung zwischen beiden Realitäten unmöglich macht. Es ist ein Zustand, der das Reflektieren selbst reflektiert.
Im Gegensatz zum lichtdurchfluteten Erdgeschoss - wo klare Geometrien, monochrome Flächen und helle Farben dominieren - ergibt sich im unsanierten Obergeschoss ein ganz anderes Bild. Sobald sich die Fahrstuhltür öffnet, drängt sich ein dunkelgraues Objekt ins Blickfeld, das wie ein überdimensionales Stück Fleisch an einem Haken von der Decke baumelt. Den Eindruck einer morbiden Fleischerei wird man auch in den anderen Räumen nicht mehr los, in denen die dunklen Backsteinwände lediglich durch kleine kellerartige Fenster unterbrochen werden. Das gesamte Stockwerk ist Louise Bourgeois gewidmet, deren mysteriöse Skulpturen wie Boten aus dem Unbewussten die Räume besiedeln. Phallische Knoten werden zu Dreiecksformen gebündelt oder hängen als janusköpfige Objekte von der Decke; andere Gebilde erscheinen als Insektenkokons mit muschelförmigen Auswucherungen. Eingepfercht im kleinsten Raum befindet sich schließlich eine von Bourgeois´ berühmten Riesenspinnen, deren Stahlbeine die Wände zu allen Seiten berühren und den Weg ins hintere Drittel des Raumes versperren. Der sich den Blicken entziehende Raum wird auf diese Weise zur bedrohlichen Falle für den Betrachter. So wie das natürliche Licht im Erdgeschoss die Skulpturen zum Leben erweckt, so verschränkt sich auch hier der rohe Kerkerraum auf ideale Weise mit Bourgeois´ obskuren Werken.

Vielleicht wird Kunst im pseudo-objektiven White Cube allmählich schläfrig. Jedenfalls wirkt die Präsentation im Dia:Beacon wie eine belebende “Ruhestörung”. Eine Störung, die in Manhattans Galerien (ironischerweise) eher selten ist.

Dia:Beacon
Riggio Galleries
3 Beekman Street
Beacon, NY 12508

Sommeröffnungszeiten 2011 (bis 10. Oktober):
Do-Mo 11-18 Uhr
Di + Mi geschlossen

diabeacon.org

Verena Straub







Daten zu Sol LeWitt:


- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- Biennale Venedig 2007

- Daimler Art Collection

- documenta 7, 1982

- evn sammlung

- Flick Collection

- Konrad Fischer Galerie

- Kunstverein Hannover 2015

- Lisson Gallery

- MACBA COLLECTION

- Massimo De Carlo

- Migros Museum, Sammlung

- MoMA Collection

- Museo Reina Sofía, Collection

- onLine - MoMA 2010

- Pace - Gallery

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

- Sammlung F.C. Flick

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

- Skulptur Projekte Münster 1987

- skulptur projekte münster 1997

- Solomon R. Guggenheim Collection

- Tate Post War Collection ,London

Weiteres zum Thema: Sol LeWitt



Robert Barry in der Kunsthalle Nürnberg (18.9.03-16.11.03)


Unter dem Titel "Some places to which we can come" zeigt die Kunsthalle Nürnberg rund 60 Arbeiten aus dem Frühwerk (1963-1975) des amerikanischen Künstlers Robert Barry (geb.1936).

Presseerklärung / Auszug: " . . . Der in New Jersey lebende Robert Barry zählt wie Dan Graham, Douglas Huebler, Joseph Kosuth oder Lawrence Weiner zu den wichtigsten Protagonisten der amerikanischen Konzeptkunst. Von Beginn an von den Künstlern selbst heftig diskutiert, bezeichnet der Begriff der Konzeptkunst weder einen einheitlichen Stil noch eine gemeinsame Theorie. Der Begriff wurde von Sol LeWitt ins Spiel gebracht, der 1967 in seinem Aufsatz "Paragraphs on Conceptual Art" die These formulierte, dass allein die Idee bereits Kunstwerk sein kann. Als Konzeptkunst werden seitdem Werke eingeordnet, die in stark abstrahierter Form eine Idee oder einen Denkprozess formulieren, den der Betrachter aufnimmt und nach eigenen Vorstellungen für sich produktiv macht.

Äußerst konsequent trieb Robert Barry bereits seit 1967 sein Werk zunehmend an die Grenze zur Immaterialität und Unsichtbarkeit. Er schuf raumbezogene Installationen mit Draht und Nylonfaden, führte Aktionen mit Edelgasen oder radioaktivem Material durch und ging dann zu Arbeiten mit akustischen Frequenzen, Geräuschen und Sprache über. Parallel entstanden seit 1970 Dia-Projektionen mit einzelnen Begriffen, Fotografien und Textfragmenten. Robert Barry veröffentlichte mehrere Buchprojekte und begann Anfang der 70er Jahre nahezu ausschließlich mit dem Medium der Sprache zu arbeiten. Dabei sind für Barry die von jedem syntaktischen Zusammenhang befreiten Begriffe nicht allein bereits Kunst, sondern verweisen auf weiterführende Konzepte, die mittels Sprache kommuniziert werden. Eines dieser Konzepte ist das Ausloten räumlicher Erfahrungen und Dimensionen, das Barry von Beginn an, auch schon mit den zwischen 1963 und 1967 entstandenen Gemälden und Farbobjekten, durchgängig bis zu den heute bekannten Wort-Räumen verfolgt.

Die umfangreiche Ausstellung sowie der 144-seitige, zweisprachige Katalog mit aktuellen Beiträgen von Robert C. Morgan, John T. Paoletti und Thomas Wulffen werden die von Robert Barry im Zeitraum von 1963 bis 1975 geschaffenen Werke und Werkgruppen als konsequente Entwicklung zeigen, die bestimmte Konzepte durchgängig und stringent verfolgte, zugleich aber stets offen für neue Erfahrungen war. Zudem wird die Relevanz von Robert Barrys Frühwerk vor dem Hintergrund der postkonzeptuellen Kunst der 90er Jahre noch einmal neu zu betrachten und zu überprüfen sein."

Ausstellungsdauer: 18.9.03-16.11.03

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr | Mittwoch bis 20.00 Uhr

Kunsthalle Nürnberg | Lorenzer Straße 32 | D- 90402 Nürnberg | Tel.: 0911 - 231 2853
nuernberg.de

ART COLOGNE 2003 - Abschlussbericht


ART COLOGNE 2003 mit starken Umsätzen vor allem bei junger Kunst
63.000 Besucher, darunter renommierte Sammler aus Europa und Übersee
Aufschwung, Kaufbereitschaft, Zuversicht, Vertrauen waren die meist vernommenen Begriffe auf der diesjährigen ART COLOGNE, die am Sonntag, 2. November 2003, mit 250 Galerien aus 22 Ländern, nach fünftägiger Dauer zu Ende ging. "Es gab ein äußerst interessiertes internationales Publikum mit wieder deutlich mehr Freude an der Kunst und am Kunstkauf", bestätigte der Dortmunder Galerist Wilfried Utermann. "Der Markt ist viel, viel stärker als im vergangenen Jahr." Spitzenpreise wurden u. a. gezahlt für Asger Jorn mit 810.000 EUR (Galerie Faurschou, Kopenhagen), Miguel Barceló mit 350.000 EUR (Galerie Röpke, Köln), Lucio Fontana mit 400.000 EUR (Galerie Gmurzynska, Köln), Emil Schumacher mit 260.000 EUR (Galerie Utermann, Dortmund, in das Von der Heydt-Museum, Wuppertal) und 155.000 EUR (Galerie Strelow, Düsseldorf), Tom Wesselmann mit 245.000 EUR (Galerie Benden und Klimczak, Viersen) oder Andreas Gursky mit 190.000 EUR (Galerie manus presse, Stuttgart).

Der hohen Internationalität der 63.000 Besuchern zollte Heidi Neuhoff, New York, besonderes Lob. Ihr Kopenhagener Kollege Jens Faurschou war ebenfalls von den vielen ausländischen Gästen beeindruckt: "Bei mir trafen sich Sammler aus Dänemark, Norwegen, Belgien, Frankreich und Deutschland." Auch aus dem übrigen Europa sowie aus Übersee und Fernost waren Sammler und Fachpublikum angereist Sie nutzten die Kölner Messe zum Kunst-Shopping. "Ich denke", so der neue Direktor ART COLOGNE, Gérard A. Goodrow, "wir sind auf dem richtigen Wege. Wie sich zeigt, erkennen die amerikanischen Sammler und Museen wieder die Attraktivität der ART COLOGNE." So war zum Beispiel auch eine Einkaufs-Kommission des Museum of Modern Art, New York, als Einkäufer bei verschiedenen Galerien für zeitgenössische Kunst in den Kölner Messehallen unterwegs. Die Bedeutung des Marktplatzes ART COLOGNE und der Kunst als Wirtschaftsfaktor unterstrich auch der gemeinsame Besuch der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement (Deutschland), Dr. Martin Bartenstein (Österreich) und Joseph Deiss (Schweiz).

Utermann gehörte zu den Top-Sellern der 37. Internationalen Messe für moderne Kunst in Köln. Er konnte von einer kleinen Feininger-Zeichnung (11.000 EUR) bis zum Schumacher-Bild (260.000 EUR) gut verkaufen. In diesem Spektrum befanden sich auch zwei Aquarelle von Nolde (80.000 bis 130.000 EUR) sowie eine Macke-Zeichnung für 160.000 EUR. Stellvertretend für viele Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland konstatierte Raimund Thomas aus München: "Es ist eine große Resonanz für hohe Qualität vorhanden." Das betrifft Bilder von Schmidt-Rottluff oder von Klee, deren Preise sich um 2 Millionen EUR bewegen. Viel tiefer legte die Schallgrenze David Juda, London: "Bei mir war sie bei 100.000 EUR erreicht. Mit zwei Gouachen von Hans Hofmann (je 55.000 Dollar) überzeugte die New Yorkerin Heidi Neuhoff deutsche Sammler. Heinz Holtmann und Daniel Buchholz, beide Köln, waren überwiegend im Segment von 1.000 bis 30.000 EUR erfolgreich. Holtmann: "Es hat sich herausgestellt, dass Werke in diesem Preisbereich schnell einen Käufer finden. Bereits bei der Vernissage habe ich 15 Arbeiten verkauft. Die Leute haben anscheinend lange genug gespart und geben jetzt wieder Geld für Kunst aus."

Eindeutig dominierend war die Malerei. Von dieser Tendenz profitierten auch Ostdeutsche Künstler, "die keiner Mode unterworfen sind", so Rüdiger Küttner von der Galerie Berlin. Sie verkaufte beispielsweise drei Ölbilder (je 24.000 EUR) von Bernhard Heisig. "Was vorher in der Fotografie zu viel war, ist jetzt in der Malerei zu viel", kommentierte der Kölner Fotogalerist Thomas Zander. "Ich bin froh, dass die Fotografie wieder mehr in den Hintergrund tritt. Das kommt der Qualität zu gute." Wozu er Blätter von Diane Arbus (9.000 EUR), von Lee Friedlander (3.400 bis 16.000 EUR) oder Lewis Baltz (7.500 EUR) zählt. Auch Heidi Reckermann, Köln, war mit drei Foto-Arbeiten von George Rousse (je 13.000 EUR) und Bernhard Prinz (8.500 EUR) erfolgreich. Lothar Albrecht aus Frankfurt/Main fand Sammler für drei Fotomappen von Naoya Hatakeyama zu je 31.500 Dollar, für Film-Stills von Oliver Boberg (14.000 EUR) und für zwei Fotos von Janvier Vallhonrat zu je 4.500 EUR.

Nicht mehr wegzudenken von der Messe ist die Skulptur, der Jahre lang eine eigene Sektion eingeräumt wurde. Sie ist so selbstverständlich in das Messeangebot integriert und von Sammlern gleichermaßen akzeptiert wie Malerei, dass eine separate Präsentation nicht mehr notwendig scheint. Carol Johnssen, München: "Die Leute haben das dreidimensionale Sehen inzwischen gelernt." Ihr gelang es beispielsweise, drei Wandskulpturen von Wasa Marjanov für je 15.000 EUR zu vermitteln. Den hierzulande unbekannten Bildhauer Fletcher Benton (14.000 bis 38.000 Dollar) platzierte Heidi Neuhoff, New York, gleich fünf Mal in verschiedenen Sammlungen. Mit einem Plexi-Kubus von Anish Kapoor (100.000 EUR) und zwei Gemälden von Julian Opie (15.000 bis 30.000 EUR) machte die Londoner Lisson-Gallery Kasse.
Mitarbeiterin Jill Silverman schwärmte infolge dessen: "Diese Messe findet an einer alten historischen Stätte statt und hat eine seriöse Position in der Kunstwelt. Wir sind von ihrem Niveau sehr beeindruckt.""Erhard Witzel, Wiesbaden, und Albert Baumgarten, Freiburg, trennten sich auf ihrem Gemeinschaftstand von sechs Wandplastiken von Gerhard Mantz (1.300 bis 5.000 EUR). Die Südkoreanische Chosun Galerie veräußerte sechszehn Vollreliefs von Chun-Hwan Kim (1.800 bis 15.300 EUR). Inhaber Jung Kwon: "Wir sind mit der diesjährigen ART COLOGNE überaus zufrieden."

"Eine regelrechte Kaufwut bei junger Kunst" registrierte der Berliner Michael Schultz, der seinen Stand wie sein Berliner Kollege Clemens Fahnemann nach drei Messetagen "zweimal ausverkaufte". Fahnemann erwähnte u. a. sieben Arbeiten von Imi Knoebel (7.000 bis 16.000 EUR), drei Werke von Hans Hartung (je 32.000 EUR), drei Blätter von Sol Lewitt (9.000 bis 18.000 EUR) und zwölf Fotoarbeiten von Michael Wesely (3.200 bis 15.000 EUR). Von den Baselitz-Schülern SEO und Norbert Bisky veräußerte Schultz acht Arbeiten von SEO (1.300 bis 8.000) und zwölf Arbeiten von Bisky (1.500 bis 17.000 EUR). Außerdem fünf Bilder von Cornelia Schleime (10.000 bis 19.500 EUR) und sieben Exponate von Helge Leiberg (je 11.200 EUR). Bei der spanischen Galerie Altxerri, San Sebastian, erwarben 22 Käufer von Eduardo Lopez kleinformatige Bilder zum Spottpreis zwischen 200 und 300 EUR "Für junge Künstler ist die Messe eine große Chance. Das Förderprogramm ist geradezu einzigartig und wird in dieser Form von keiner anderen internationalen Messe geboten", sagt Jochen Hempel von der Leipziger Galerie Dogenhaus. Ihm gelang der Totalausverkauf seiner Förderkoje mit Martin Kobe (je 4.000 EUR). Die gesamte Installation ihres Förderkünstlers Gibbs konnte die Galerie Benden und Klimczak einer deutschen Sammlung zuführen. Rainer Klimczak: "Für den Künstler ist ein bedeutender Schritt in den Markt gemacht."

Gelobt von Ausstellern wie Besuchern wurde das Erscheinungsbild der Messe. "Es tut sehr gut, dass die Stände und Gänge großzügig gestaltet sind", sagt Hans Mayer, Düsseldorf, "ich habe wirklich hervorragend verkauft. Etwa ein Ölbild von Ben Willikens (100.000 EUR) oder ein Foto von Bill Beckley (80.000 EUR)." Mayer teilt sicherlich die Einschätzung vieler seiner in- und ausländischen Kolleginnen und Kollegen, wenn er sagt: "Der neue Direktor ART COLOGNE Gérard Goodrow wird zukünftig sicher viele positive Veränderungen einbringen. Dann wird Köln wieder auf dem führenden Platz im internationalen Kunstgeschäft sein, wo es hin gehört."

Auf unerwartet große Publikumsresonanz stieß die Premiere der KunstFilmBiennale, die vom 26. Oktober bis zum 2. November 2003 parallel zur ART COLOGNE stattfand. An verschiedenen Kunstorten in der Stadt und auf dem Messegelände wurden Kino-, Dokumentar- und Künstlerfilme gezeigt. Im Mittelpunkt standen Beiträge, die sich mit Überschneidungen von Bildender Kunst und dem Medium Film auseinandersetzen.

Mit der ART COLOGNE 2003 startete die Stadt Köln die nationale Bewerbungs-Kampagne "Kulturhauptstadt Europas 2010". Die ART COLOGNE unterstützt aktiv die Bewerbung Kölns, die unter dem Motto "Wir leben das" läuft.

Die nächste ART COLOGNE findet 2004 von Donnerstag, 28. Oktober, bis Montag, 1. November, in der Koelnmesse statt.

  • Robert Barry in der Kunsthalle Nürnberg (18.9.03-16.11.03)

  • Sol LeWitt im Kunsthaus Graz (28.02. - 02.05.2004)

  • Peter Kogler im Kunstverein Hannover (24.04.-20.06.04)

  • Ideal City – Invisible Cities (Zamosc, PL, 18. 6 – 22. 8.06 /Potsdam 9.9.-29.10.06)

  • The Guggenheim - Die Sammlung

  • What does the jellyfish want? - Museum Ludwig, Köln (31.3.-15.7.07)

  • Genau+anders. Mathematik in der Kunst von Dürer bis Sol LeWitt. MUMOK Wien (29.2.-18.5.08)

  • Every Wall Is a Door

  • Brice Marden und MoMA - Museum Wiesbaden (28.9.08-18.1.09)

  • Konzeptuelle Kunst auf Papier - Museum Abteiberg, Mönchengladbach (26.4.-23.8.09)

  • Video: Arte povera bis minimal - Sammlung Lafrenz - Museum Wiesbaden (bis 31.1.2010)

  • Heimo Zobernig. Ohne Titel (In Red)

  • Joseph Kosuth

  • Europas größtes temporäres Kunstmuseum

  • Spezial: Museumsportrait: Dia:Beacon, New York

  • Gotthard Graubner. Gespräch mit Josef Albers

  • Pedro Wirz: Not the New, Not the Old, But the Necessary.

  • Mel Bochner

  • twitters tages themen kunst

  • Acht Ausstellungen im Centre Pompidou-Metz im Jahr 2013

  • Alessio Delli Castelli. BIOS VS ZOE

  • From Page to Space - Vom Blatt zum Raum

  • Auf Zeit. Was hinter dem Putz steckt

  • Daten von der Frieze

  • Collector’s Choice Only!

  • Die top 106 im Mai 2014

  • One Million Years – System und Symptom

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Künstlerdatenbank

  • more Konzeption Conception now

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • »Mental Diary«

  • Schwarz auf Weiß

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Achenbach Art Auction - Groß, größer, XXL

  • GERHARD RICHTER. BIRKENAU

  • ...und eine welt noch

  • ZEICHNUNGSRÄUME II

  • Neues aus der Künstlerdatenbank

  • IN DIE DRITTE DIMENSION

  • MANIFESTO. Julian Rosefeldt

  • Hanne Darboven - GEPACKTE ZEIT

  • Nachruf zum Tod von Alf Lechner

  • Künstlerliste 2017

  • Künstlerliste mit Biennalebeteiligungen

  • Künstlerliste mit nur einer bzw. zwei Biennalebeteiligung

  • Der Begriff oder/III in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • DIA-LOGOS. Ramon Llull und die Kunst des Kombinierens

  • Blickwechsel - Werke aus der Sammlung

  • SEXY AND COOL. MINIMAL GOES EMOTIONAL

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