4. Fotofestival Mannheim Ludwigshafen Heidelberg


Eingabedatum: 10.09.2011

bilder

Das 4. Fotofestival Mannheim Ludwigshafen Heidelberg trägt den Titel: THE EYE IS A LONELY HUNTER: IMAGES OF HUMANKIND und wird 56 Künstler aus 32 Ländern präsentieren. Das kommende Festival befasst sich vor allem mit der Frage, wie Fotografie anthropologisches Wissen im heutigen Zeitalter vermittelt. Hervorgehoben wird die Möglichkeit der Fotografie, Informationen zu übermitteln und Bewusstsein zu schaffen, wobei ein weiterer Schwerpunkt in der einzigartigen Fähigkeit der Fotografie liegt, die Realität zu hinterfragen und Gefühle hervorzurufen. Die Beziehung zwischen dem, was sich vor der Kamera befindet, dem was auf dem Bild zu sehen ist und der Geschichte, die das Bild dem Betrachter erzählt, ist ein essentieller Bestandteil der Erkundungen, die das Festival vornimmt. Die Ausstellungen beabsichtigen eine Wiederherstellung des Wahrheitsanspruchs der Fotografie: Hierbei geht es nicht um die Frage ob das Bild konstruiert ist oder real, sondern in welcher Weise die Begrifflichkeiten von "wahr" und "authentisch" das fotografische Abbild prägen und wo sich diese überhaupt manifestieren - Im Auge des Betrachters, in dem des Fotografen oder in den Augen beider ?

Eine humanistische Sichtweise auf die Fotografie
Das 4. Fotofestival nimmt als Ausgangspunkt eine humanistische Sichtweise in der Tradition der Dokumentarfotografie ein, die in den letzten Jahren ein Wiederaufleben erfahren hat. Wie würde ein Porträt der Menschheit im Jahre 2011 aussehen? Was sind einige der
Hauptthemen und Herausforderungen, mit denen die Menschheit sich heute konfrontiert sieht und wie werden diese dargestellt? In welchem Ausmaß kann Fotografie unsere Wahrnehmung der Welt verändern? Wie beteiligen die Fotografen und die Fotografierten den Betrachter an ihrem Leben ? Wie kann Fotografie heute, in unserer mit Bildern übersättigten Gesellschaft Einfluss nehmen?

AUSSTELLUNGSORTE DES FESTIVALS
1. Ökologische Kreisläufe, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
2. Affekt und Wirkung von Politik, ZEPHYR Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn Museen, Mannheim
3. Das alltägliche Leben, Kunstverein Ludwigshafen
4. Rolle und Ritual, Kunsthalle Mannheim
5. Lebenskreisläufe, Heidelberger Kunstverein

EINZELAUSSTELLUNGEN
1. Roger Ballen, Sammlung Prinzhorn, Heidelberg
2. Tobias Zielony, halle02/Kunsthalle, Heidelberg
3. Beat Streuli, Alter Messplatz, Mannheim

Abbildung: Bani Abidi
Chandra Acharya, 7:50 pm, 30 August 2008, Ramadan, Karachi
Duratrans in Lightboxes
50.8 x 76.2 cm
Courtesy Green Cardamom

weitere Informationen unter: http://www.kunsthalle-mannheim.eu/

Medienmitteilung












Weiteres zum Thema: Fotofestival



7. Internationale Fototage Mannheim/Ludwigshafen (16.6.05-10.7.05)


Neben dem Stuttgarter "Fotosommer"(s.unten) findet in Mannheim / Ludwigshafen Deutschlands größtes Fotofestival, die 7. Internationonalen Fototage, statt.

" . . . Ausgestellt wird nur an "Originalschauplätzen" vor Ort, interessante öffentliche Räume wie das Hallenbad Nord in Ludwigshafen beherbergen während der Fototage die Ausstellungen. Dahinter steckt die Grundidee von Festivalleiter Hansjoachim Nierentz: "Bilder zu den Menschen zu bringen, eindrucksvoll und auf hohem bildnerischen Niveau."

Zu den Themen "Die Kunst Deutsche(r) zu sein" und "Amerikanische Zeitgenössische Fotografie" werden in Mannheim und Ludwigshafen über 130 Fotografinnen und Fotografen ihre Bilder ausstellen, an insgesamt zehn Orten in Mannheim und Ludwigshafen. So sind im Wasserturm in Mannheim die Werke des Amerikaners Warren Padula zu sehen, der sich in großformatigen Fotografien mit der Heißenberg´schen Unschärferelation befasst. Die Alte Feuerwache beherbergt die "Forbidden Pictures" von Larry Fink: Eine bitterböse Politsatire auf US-Präsident Bush und seine Regierungsmannschaft. In der Trinitatiskirche in der Mannheimer City zeigt u.a. Eva Mahn ihrer Portraitserie "Heilige Familie": eine Parabel auf Ehe und Familie, auf Verbindungen und Brüche.

Das Mannheimer Augusta Carree beherbergt die Ausstellungen von 20 amerikanischen Fotografen, darunter auch Alejandro Tomas mit seiner Serie "Los Rancheros Visitadores": Bilder von einem Cowboy-Western-Treffen der Reichen und Mächtigen an der Grenze zu Mexiko. Sehr interessant ist auch die Sonderschau des vergessenen Vietnam-Fotografen Henry Huet. Ebenfalls im Augusta Carree zu sehen ist der Zyklus „Neuland“ des deutschen Fotokünstlers Claudio Hils sowie die Deutschland-Serie "Die neue Mitte" von Regina Schmeken.

Im Stadthaus N 1 ist u.a. Paul Berger aus Seattle als einer der bedeutendsten Vertreter digitaler Bildkunst ausgestellt mit seiner Serie "Card Plates". Außerdem zeigt Arlene Gottfried ihre einfühlsamen Fotostudien von "Midnight", ihrem psychisch kranken Freund. Zum Thema „Die Kunst Deutsche(r) zu sein“ haben 28 Foto-Studenten der Fachhochschule Dortmund speziell für die 7. Internationalen Fototage Mannheim/Ludwigshafen eine Ausstellungsreihe geschaffen, die ebenfalls im Stadthaus N 1 in Mannheim zu sehen sein wird.

Im Gebäude N 2 zeigen neben vielen anderen Lili Almog, Esther Levine, Andrew Savulich und Jeff Mermelstein ihren Blick auf New York City. Außerdem im Gebäude N 2: Die Ludwigshafener Reportagereihen des "Brückenprojekts", in dem 24 Top-Fotojournalisten die Städte Mannheim und Ludwigshafen einen Tag lang bildjournalistisch in Szene gesetzt haben. Andreas Reeg zeigt ebenfalls hier seine beeindruckende Fotoserie "Menschen mit Downsyndrom."

Die Mannheimer Reportagen des "Brückenprojekts" der 7. Internationalen Fototage werden ausgestellt im Hallenbad Nord in Ludwigshafen. Der deutsche Shooting-Star, Peter Granser, ist dort ebenfalls vertreten mit seiner mehrfach preisgekrönten Portraitserie "Alzheimer", außerdem der Mannheimer Fotograf Benedikt Zaja: Er zeigt Jugendliche in Deutschland und ihre ganz privaten Lebensräume.

Neben vielen anderen US-Fotografen präsentiert hier der New Yorker Steven Simon seine Beobachtungen entlang der amerikanischen - kanadischen Grenze. Beeindruckend auch: Diana Thorneycrofts provozierende Puppenbilder mit dem Titel "Doll Mouth". . . . ( Presse / Internationale Fototage)

Alle Ausstellungsorte der 7. Internationalen Fototage Mannheim/Ludwigshafen:

Mannheim:
Wasserturm
Alte Feuerwache, Brückenstr. 2
Trinitatiskirche, G 4, 5
Augusta Carree, Augusta Anlage 32
Stadthaus N 1, Paradeplatz
Gebäude N 2, N2, 10

Ludwigshafen:
Hallenbad Nord, Pettenkoferstr. 3
Amt, Lutherstr. 10
Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstr. 63
Faktorhaus, Berliner Platz

weitere Infos: internationalefototage.de


Wolfgang Tillmans erhält den Kulturpreis 2009 der DGPh


Im Rahmen des 3. Fotofestivals Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg verleiht die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) ihren Kulturpreis an den in London lebenden, deutschen Fotografen Wolfgang Tillmans. Der 1968 in Remscheid geborene Künstler ist vor allem durch seine Fotografien aus der Jugend-, Club- und Schwulenszene der 1990er Jahre bekannt geworden.
Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine genaue Beobachtungsgabe aus und vermitteln einen authentischen, unverstellten Blick auf die unterschiedlichen Subkulturen. Mit seinen Fotografien, welche sich meist an der Schwelle zwischen Perfektion und Imperfektion bewegen, hat Tillmans die Bildsprache der zeitgenössischen Fotografie entscheidend verändert.

Auch mit seinen eigenwilligen musealen Ausstellungskonzepten schuf Tillmans einen innovativen und zugleich stilprägenden Beitrag für die zeitgenössische Fotografie und deren Präsentationsmöglichkeiten: Tilmans zeigt seine Bilder in Vitrinen, raumgreifenden Tischinstallationen oder in seinen vielteiligen Wandinstallationen, bei denen verschieden große Abzüge teilweise ungerahmt mit Klebeband an der Wand befestigt werden.
In den letzten Jahren waren Wolfgang Tillmans` Arbeiten in großen
Einzelausstellungen in Museen zu sehen, zuletzt im Hamburger Bahnhof
in Berlin.

Mit dem Kulturpreis, der seit 1959 jährlich vergeben wird, will die DGPh lebende Persönlichkeiten für bedeutende Leistungen im Bereich der Fotografie auszeichnen.
Die öffentliche Preisverleihung an Wolfgang Tillmans findet am 3. Oktober 2009 um 18 Uhr im Heidelberger Kunstverein statt.

Abbildung: Wolfgang Tillmans by Henry Linser, © Henry Linser

Heidelberger Kunstverein
Hauptstrasse 97
69177 Heidelberg

Informationen zur Deutschen Gesellschaft für Photographie unter:
dgph.de

Näheres zum Fotofestival IMAGES RECALLED. BILDER AUF ABRUF unter:
www.fotofestival.info