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kunstsammlung

Phillips de Pury & Luxembourg - Contemporary Art 11/12.11.02


Eingabedatum: 01.11.2002


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In New York kommen am 11.November unter anderem Werke von J. Antoni, S. Balkenhol, G. Baselitz und J.-M.Basquiat, J. Dine, D. Flavin, D. Judd, A. Kiefer, J. Koons, R. Prince, G. Richter, R. Serra, C. Twombly und A. Warhol mit Schätzpreisen im 6 bzw. 7stelligen Dollarbereich zum Aufruf.

Während die Schätzpreise des zweiten Teils der Auktion am 12.11.02 die 100.000 Dollargrenze nur selten überschreiten. Hier ist das Spektrum der Arbeiten natürlich weitaus größer, und es finden sich ausgezeichnete Arbeiten von S. Polke, J. Baldessari, B. Nauman, F. Stella, D. Reed, R. Trockel, A. Zittel und vielen anderen.

weitere Informationen: http://www.phillips-auctions.com

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Auktionsmarkt im Wandel | 18.07.2001


Was am 10. Juli von den beiden Londoner Auktionshäusern Bonhams und Phillips noch als "Gerüchte und Spekulationen" bezeichnet wurde, entspricht nun doch den Tatsachen.

Nachdem es nicht einmal ein Jahr her ist, dass Bonhams mit Brooks - ebenfalls ein Londoner Auktionshaus - fusionierte, ist jetzt die nächste Fusion perfekt: ab Herbst 2001 wird in London in der Bond Street unter dem Namen Bonhams versteigert.
Geleitet wird das neue Bonhams & Brooks von Robert Brooks, der mit 50,1% die Mehrheit hält.

In New York und Genf wird dagegen weiterhin unter dem Namen Phillips, de Pury & Luxembourg firmiert.

Der Franzose Bernard Arnault, zu dessen LVMH-Imperium die Edelmarken Louis Vuitton, Dior und Moet gehören, kaufte 1999 das Auktionshaus Phillips auf und hatte schon 2000 seine Absichten - mit Sotheby´s und Christie´s zu konkurrieren - mehr oder weniger deutlich dargelegt, indem er mit den ehemaligen Sotheby´s Mitarbeitern Simon de Pury und Daniella Luxembourg zusammenging.

Die jetzige Fusion verleiht dieser Tendenz, dass in New York nur noch Spitzenobjekte aufgerufen werden sollen, Nachdruck Denn - so scheint es zumindest momentan - Arnault hat sich vom Londoner Auktionsmarkt zurückgezogen und konzentriert sich vollständig auf New York.

Vor der Fusion galt Phillips als das drittgrößte Auktionshaus und gilt es auch jetzt noch. Das Ranking hat sich dadurch demnach nicht verändert, dennoch hat Arnault durch der Fusion seine Position gestärkt. Ob dies der letzte Streich war, oder ob das Gerangel auf dem Kunstmarkt doch noch kein Ende nimmt, bleibt abzuwarten.

Arnaults Rückzug (03.02)


Nach gut zwei Jahren gibt Arnault den Kampf im Kunstauktionswesen auf.
Ein kurzer Rückblick: Nachdem Arnaults geplanter Einstieg bei Sotheby’s missglückt war, kaufte er das englische Auktionshaus Phillips und gliederte es in seinen Konzern LVMH (Louis-Vuitton-Moët Hennessy) ein, mit dem Ziel seinen Erzrivalen Francois Pinault, dem französischen Industrie-Magnaten und Chef von Christie's in Konkurrenz zu treten.

Um dieses Ziel zu erreichen holte Arnault die beiden ehemaligen leitenden Angestellten von Sotheby’s Daniella Luxembourg und Simon de Pury in sein Team, um die notwendigen Kontakte herzustellen. Außerdem bediente er sich im Kampf bei der Akquise des Mittels der Garantiesumme (z.B. Sammlung Berggruen oder die Sammlung von Nathan und Marion Smooke). Eine im Auktionswesen durchaus übliche Praxis trieb man bei Phillips auf die Spitze. Einzig die Sammlung Hoener im letzten Herbst sei ohne Garantiesumme versteigert worden.

Insgesamt soll das Unternehmen durch diese Taktik 180 Mill. $ verloren haben. So musste auch Arnault einsehen, dass es nicht so einfach ist, in diesem Preissegment mitzumischen. Da Arnault sich zeitgleich auch von dem amerikanischen Auktionshaus Selkirk’s getrennt hat, ist anzunehmen, dass er sich vom Kunstauktionsmarkt zurückzieht.

Für Phillips heißt das, dass LVMH ihren Anteil von bisher 75 % auf 27,5 % reduziert hat. Dafür haben Daniella Luxembourg und Simon de Pury ihre Anteile von 25 % erhöht. Sie werden künftig zusammen mit der Medienunternehmerin Louise Blouin MacBain und bisher ungenannten Investoren 72,5 % der Anteile erhalten.
Ob Phillips den zwei Rivalen jetzt noch Paroli bieten kann, wird sich bei den nächsten Auktionen zeigen.