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Fabian Reimann und Niko Wolf erhalten den Daniel Frese Preis für zeitgenössische Kunst 2012

Preisvergabe

Der Preis zielt auf die Stärkung und Stimulation der zeitgenössischen bildenden Kunst
Eingabedatum: 20.07.2012

Die Preisträger Fabian Reimann (l.) und Niko Wolf (r.) mit Urkunden und Laudatorin Heike Munder.
Foto: Fred Dott, ©KIM

Gewinner des Daniel Frese Preis für zeitgenössische Kunst 2012 sind Fabian Reimann und Niko Wolf, der die Auszeichnung in der gleichrangigen Kategorie »Junge Kunst« erhielt. Ihre zum Jahresthema »Nachhaltigkeit / Nicht-Nachhaltigkeit« eingereichten Entwürfe wurden am 11. Juli im historischen Fürstensaal des Rathauses der Hansestadt Lüneburg mit der Verleihung des Daniel Frese Preis 2012 gewürdigt. An diesem Ort sind Werke jenes Malers und Kartographen der Spätrenaissance zu sehen, dem der im letzten Jahr neu lancierte Preis gewidmet ist.
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Der zur Vergabe des Daniel Frese Preis 2012 eingesetzten Jury saß Marius Babias vor, Direktor des Neuen Berliner Kunstvereins. Zudem gehörte ihr Tue Greenfort an, ein für seine ökologischen Projekte bekannter Künstler, der bei der documenta(13) vertreten ist. Des Weiteren war Karin Guenther in die Jury berufen worden, welche die gleichnamige Hamburger Galerie führt, die regelmäßig auf der Art Basel vertreten ist. Zu den Juror/innen zählte darüber hinaus Bettina von Dziembowski, Direktorin des Kunstverein Springhornhof, der die Landschaftskunst mitbegründete und in diesem Jahr seine Räume für die Preisträger-Ausstellung zur Verfügung stellen wird. Aus dem lokalen Kontext hinzu kamen Christoph Behnke, Leiter von KIM, sowie die Kuratorin Valérie Knoll.

Die beiden Preisträger erhalten die Möglichkeit, ihren künstlerischen Zugang in der Gruppenausstellung »The Simple Life« im Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen zu präsentieren. Das Preisgeld von jeweils 3000 Euro ist zur Produktion der künstlerischen Arbeit auf Grundlage des preisgekrönten Entwurfs bestimmt. Sie wird in dieser Gruppenausstellung zu sehen sein. Die Schau im Kunstverein Springhornhof eröffnet am 27. Oktober 2012 und wird sich wie der Preis Fragen von »Nachhaltigkeit / Nicht-Nachhaltigkeit« widmen. Im Springhornhof werden die Arbeiten der Preisträger mit bedeutenden künstlerischen Positionen aus dem nationalen und internationalen Kontext zusammengeführt.

Fabian Reimann, Jahrgang 1975, hat an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert. Er hat zum Thema Nachhaltigkeit einen Entwurf für eine von ihm zu realisierende Arbeit mit dem Titel »Das Gedächtnis der Sterne« eingereicht. Für die Ausstellung im Springhornhof plant der Künstler eine Installation unter Rückgriff auf verschiedene Medien zu erarbeiten, anhand derer sich Fragen der Nachhaltigkeit von Wissensorganisation eröffnen. Sie haben im Zeitalter des Internet und der damit verbundenen Diskussionen um Open-Source-Projekte gegenüber Monopolisierungstendenzen von Information ökonomische, politische und soziale Brisanz. Anhand von faktischen und fiktiven Elementen soll den Betrachter/innen von Versprechen und Potentialen unterschiedlicher technischer Neuerungen erzählt werden, die zugleich als Wissensspeicher fungieren und gerade heute mehr denn je rasantem Wandel unterworfen sind. Mit solchen Bewahrungsmedien einher geht die Thematisierung technisch motivierter, dabei immer auch spekulativer Zukunftsutopien. In der Begründung der Jury heißt es: »Der Künstler Fabian Reimann beschäftigt sich auf eindrückliche Weise mit dem Thema der nachhaltigen Wissensorganisation. Besonders herausragende Ansätze präsentiert Reimann bei dem Umgang mit Wissen, indem er das Spannungsverhältnis zwischen Wissensordnung und den dabei auftretenden Leerstellen und Mythenbildungen untersucht.«

Niko Wolf, Jahrgang 1982, hat an der Fachhochschule Ottersberg im Landkreis Verden Bildende Kunst studiert und 2008 mit Diplom abgeschlossen. Er ist seitdem als freischaffender Künstler tätig, daneben auch in Projekten der Kunstvermittlung. Niko Wolf hat zum Thema Nachhaltigkeit einen Entwurf für die von ihm zu realisierende Arbeit mit dem Titel »Erdhügelmuseum oder: die Ökonomie des Vergessens« eingereicht. Das Vorhaben des Künstlers basiert auf einer exakten Katalogisierung von Maulwurfshügeln auf dem drei Hektar großen Feld der historischen Kunststätte Bossard in Jesteburg. Für die Ausstellung im Springhornhof entwickelt der Künstler ausgehend von dem daraus hervorgehenden Dokumentarmaterial eine Präsentation, in der die üblicherweise als ästhetisch störend empfundenen Maulwurfshügel in den Blick geraten. Niko Wolfs Entwurf thematisiert zentrale Probleme einer nachhaltigen Bewahrung von Kunst sowie die Bedeutung musealer Sammlungen mit ihrem konservatorischen Auftrag. Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: »Der Künstler präsentiert einen innovativen Katalogisierungsansatz in der Traditionslinie konzeptueller Kunst unter Berücksichtigung von Institutionsfragen. In seinem Entwurf bringt Wolf verschiedene disziplinäre Ansätze aus Architektur, Ökonomie, Biologie und Kunst zusammen.«
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Das von der Europäischen Union geförderte Projekt KIM im Innovations-Inkubator der Leuphana Universität Lüneburg zielt auf die Stärkung und Stimulation der zeitgenössischen bildenden Kunst in der Inkubator-Projektregion. KIM hat den Daniel Frese Preis, mit dem bildende bzw. visuelle Künstler/innen in der Region Lüneburg gewürdigt werden, 2011 ins Leben gerufen. Im Rahmen des Daniel Frese Preis werden jährlich zwei Auszeichnungen für herausragende Entwürfe neuer künstlerischer Arbeiten verliehen, davon eine für »Junge Kunst«. Die Auszeichnung beinhaltet die Teilnahme der Preisträger/innen an einer Gruppenausstellung gemeinsam mit (inter-)nationalen Künstler/innen. Das Preisgeld ist für die Produktion einer neuen Arbeit für diese Ausstellung bestimmt. Zudem wird der Preis zu jährlich wechselnden Themen ausgelobt, denen sich auch die jeweiligen Ausstellungen widmen. Eingeladen zur Beteiligung an der Auslobung sind bildende bzw. visuelle Künstler/innen mit Wohnsitz in einem der elf Landkreise der Projektregion, die sich auf die niedersächsischen Landkreise Celle, Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade, Verden und Uelzen erstreckt.

kim-art.net









Medienmitteilung


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