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B3 Biennale

Sounds Like Silence

Auszeichnung des Internationalen Kunstkritikerverband der Ausstellung

Hartware Medien KunstVerein (HMKV), Dortmund
Eingabedatum: 02.02.2013

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Auf ihrer Jahreshauptversammlung am Freitag, 25. Januar 2013 hat die deutsche Sektion der AICA (Internationaler Kunstkritikerverband) die Ausstellung Sounds Like Silence des HMKV als „Besondere Ausstellung des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Die von Inke Arns (HMKV Dortmund) und Dieter Daniels (HGB Leipzig) kuratierte Ausstellung zeigte anlässlich des 100. Geburtstag von John Cage und des 60. Jahrestages der Uraufführung seines berühmten „stillen Stücks“ 40 zeitgenössische und aktuelle künstlerische und musikalische Bezugnahmen auf 4´ 33´´ und solche, die sich mit allgemeineren Fragen der Soundökologie auseinandersetzen. Die Ausstellung war – in einer kongenialen Ausstellungsarchitektur von Ruth M. Lorenz (maaskant, Berlin) – bis einschließlich 6. Januar 2013 im Dortmunder U zu sehen. Die Jurorin Astrid Wege erklärt dazu: „Sounds like Silence ist ein herausragendes Beispiel für eine fundiert recherchierte und gelungen choreografierte Ausstellung, die historische Positionen auf ihre aktuelle Relevanz überprüft.“ Ihre Auszeichnung will die AICA auch ausdrücklich als „Anerkennung für die insgesamt hervorragende Arbeit des HMKV“ verstanden wissen. Neben dem HMKV wurde das Städel Museum in Frankfurt am Main als „Museum des Jahres 2012“ gewürdigt. Die ausführliche Begründung zur „Besonderen Ausstellung des Jahres 2012“ finden Sie hier: aica.kuk.net

Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
Büro: Hoher Wall 15, 44137 Dortmund
T + 49 - 231 - 496642-0 (Durchwahl -11)
F + 49 - 231 - 496642-29
M + 49 - 176 - 430 627 93
hmkv.de

pm












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Sounds Like Silence


Portrait John Cage © Henning Lohner

Die Ausstellung Sounds Like Silence beginnt bereits in den frühen Morgenstunden des 24. August 2012 mit der Radiosendung Sounds Like Silence auf Deutschlandradio Kultur (00:05 – 01:00 Uhr).

Sounds Like Silence präsentiert Arbeiten u.a. von Manon de Boer (NL/BE), John Cage (US), Martin Creed (UK), Merce Cunningham (US), Guy Debord (FR), Einstürzende Neubauten (DE), Pierre Huyghe (FR), Yves Klein (FR), Kollektive Aktionen (RU), Shigeko Kubota (JP/US), Christian Marclay (US), Bruce Nauman (US), Max Neuhaus (US), Nam June Paik (KR/DE), People Like Us (Vicki Bennett) (UK), Robert Rauschenberg (US), Harald Schmidt (DE) & Helge Schneider (DE), Mladen Stilinovic (HR), Gillian Wearing (UK) – um nur die bekanntesten zu nennen.

Zwischen der Ausstellungseröffnung und dem Jahrestag der Uraufführung von 4´33" am 29. August 2012 findet eine Veranstaltungswoche mit Live-Performances und -Konzerten u.a. von Dave Allen, mit Künstlergesprächen, einem Panel mit den Autoren der begleitenden Buchpublikation, Vorträgen, Filmvorführungen und Exkursionen statt.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreich Publikation. Die Publikation Sounds Like Silence (hrsg. v. Dieter Daniels, Inke Arns, Spector Books, Leipzig 2012) ist in der Ausstellung erhältlich.

Der Titel der Ausstellung Sounds Like Silence ist doppeldeutig: Einerseits klingt die Stille selbst; um mit Cage zu sprechen, „there is no such thing as silence“ (so etwas wie Stille gibt es nicht). Andererseits brauchen Klänge ihr Gegenteil, die Stille. Auch wenn es keine absolute Stille gibt, weckt jeder Sound eine Vorstellung von Stille: Es gibt keine Präsenz ohne Absenz, keine Anwesenheit ohne Abwesenheit. Die doppelte Bedeutung des Titels Sounds like Silence berührt die zentralen Fragen, die die Ausstellung und begleitende Buchpublikation aufwerfen: Was hören wir, wenn es nichts zu hören gibt? Wie stark ist unser persönliches Bedürfnis nach Stille? Und wieviel Stille können wir ertragen – angenommen, es gibt überhaupt so etwas wie Stille?

Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U
3. und 6. Etage, Lautsprecher (4. Etage), RWE Forum | Kino im U (EG)
Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund

Öffnungszeiten
Di+Mi 11–18 Uhr
Do+Fr 11–20 Uhr
Sa+So 11–18 Uhr
Mo geschlossen
Feiertage: dortmunder-u.de

VIDEONALE.16 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen


Ausstellung: 17. Februar bis 2. April 2017 im Kunstmuseum Bonn.
Eröffnung und Preisverleihung: 16. Februar 2017, 20.00 Uhr
Festivalprogramm: 17. bis 19. Februar 2017
VIDEONALE.Parcours: 18. Februar bis 12. März 2017

Unermüdlich läuft der Performer gegen die Wand, wie ein Avatar in einem Computerspiel, der vom Spieler/von der Spielerin die falsche Handlungsanweisung empfängt. Stefan Panhans‘ Video übersetzt Situationen aus der Gameswelt zurück in den menschlichen Körper und untersucht so, wie Phänomene aus der virtuellen auf unsere reale Welt einwirken: „Free Roam À Rebours, Mod#I.1“ ist eine von 43 internationalen künstlerischen Positionen, die die VIDEONALE.16 – Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen ab dem 16. Februar 2017 unter dem Titel PERFORM! im Kunstmuseum Bonn zeigt.

Begleitet wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Festivalprogramm am Eröffnungswochenende und den VIDEONALE.Parcours, das zum dritten Mal durchgeführte Ausstellungsprojekt mit studentischen Arbeiten an verschiedenen Orten in Bonn.

Bereits zum zweiten Mal stand die Wettbewerbsausschreibung der Videonale unter einem thematischen Fokus. Mit PERFORM! knüpft die VIDEONALE.16 an die Anfänge der Verwendung von Videotechnik als dokumentarischer Begleiter und technisches Gegenüber von künstlerischen Performances an und stellt gleichzeitig die Frage nach der Bedeutung von Video-Performance heute, wo nicht nur der/die KünstlerIn, sondern auch der/die BetrachterIn selbst immer öfter zum/r PerformerIn im Kontext künstlerischer Arbeiten wird.

Darüber hinaus referiert PERFORM! aber auch auf die zeitgenössische Durchdringung unseres gesamten lebensweltlichen Umfeldes mit performativen Handlungen. Durch unsere ständige Interaktion mit digitalen Endgeräten, in denen wir unsere Spuren hinterlassen, der steten Aufforderung zur Selbstpräsentation des Individuums im Netz, und zur Selbstoptimierung als wirtschaftliches Subjekt, wird unser Leben – bewusst oder unbewusst – zur Dauerperformance. Unsere Bewegungen werden zu Choreographien im öffentlichen Raum, die wir nur noch bedingt selbst gestalten können.

Mit PERFORM! fragt die VIDEONALE.16 somit nach der Bedeutung des Performens im Sinne einer sozialen, ökonomischen, kulturellen oder auch künstlerischen Handlungsmaxime in einer global funktionierenden Welt und Leistungsgesellschaft.

„Das weite Feld des Performativen ist deshalb so spannend, weil in jeder performativen Handlung – unabhängig davon ob sie in einem künstlerischen Umfeld, im Arbeitsleben oder im sozialen Miteinander stattfindet – eine Reihe von Codes, kulturellen und sozialen Wertvorstellungen mitschwingen, die im Moment des Performens, bewusst oder unbewusst, öffentlich vorgetragen und zur Diskussion gestellt werden. Heute wird der Begriff Performance ja fast schon inflationär für verschiedenste Lebensbereiche gebraucht. Wir wollen die verschiedenen Facetten abbilden und zugleich kritisch hinterfragen, was eine solche Durchdringung von Kunst und Gesellschaft durch das Performative eigentlich bedeutet.

Die insgesamt 43 künstlerischen Positionen geben hier sehr unterschiedliche Impulse, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Während KünstlerInnen wie Lucy Pawlak, Stefan Panhans oder Lina Sieckmann & Miriam Gossing sich mit den Handlungsvorgaben der digitalen Welten, die uns umgeben, beschäftigen, steht in den Werken von Randa Maroufi, Louis Henderson, Jasmina Cibic oder auch Philip Widmann der Begriff Performance eher stellvertretend für kulturell motivierte Handlungsmuster und die Ausgrenzung oder Stigmatisierung des einen gegenüber des anderen.

Aber auch in unserem Arbeitsalltag werden wir immer mehr zu Performern, die ihre individuelle Selbsterfüllung im Beruf finden sollen, wie Ale Bachlechner in ihrem Performance-Trailer sehr schön darstellt; Moira Zoitl zeigt uns dann die andere Seite der Medaille. Die Formate sind dabei so unterschiedlich wie die Inhalte der Arbeiten und reichen von experimentellen Dokumentationen und Kurzfilmen, tänzerischen Choreografien im Raum, 3D Installationen und Videoskulptur bis hin zu Animationen und Live-Performances“, sagt Tasja Langenbach, Künstlerische Leiterin der VIDEONALE.16.

KünstlerInnen der VIDEONALE.16

Maria Antelman, Ale Bachlechner, Miriam Bajtala, Cooper Battersby & Emily Vey Duke, Jasmin Bigler & Nicole Weibel, Jared Buckhiester & Dani Leventhal, Jasmina Cibic, Yao Cong, Anita Delaney, An Van Dienderen, Jan Dietvorst & Roy Villevoye, Lisa Domin, Doplgenger, Teboho Edkins, Lotte Meret Effinger, Kevin Jerome Everson, Alex Gerbaulet, Miriam Gossing & Lina Sieckmann, Max Grau, Shadi Harouni, Louis Henderson, Vika Kirchenbauer, Sabrina Labis, Alwin Lay, Erik Levine, Randa Maroufi, Jennifer Mattes, Stefan Panhans, Lucy Pawlak, Benjamin Ramírez Pérez, Stefan Ramírez Pérez, Rachel Rampleman, Steve Reinke, Michael Robinson, Julia Scher, Sanaz Sohrabi, Moritz Uebele, Anna Vasof, Roy Villevoye, Philip Widmann, Susanne Wiegner, Felix Zilles-Perels, Moira Zoitl


Preis der fluentum Collection VIDEONALE.16

Zur Eröffnung der VIDEONALE.16 am 16. Februar 2017 wird eine herausragende künstlerische Arbeit aus den für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten mit dem mit 5.000 Euro dotierten Videonale Preis der fluentum Collection ausgezeichnet. Die fluentum Collection ist eine private Sammlung zeitbasierter Medienkunst mit Sitz in Berlin, die seit einigen Jahren auch künstlerische Werke koproduziert. Vor diesem Hintergrund finanziert die fluentum Collection in diesem Jahr zum ersten Mal den Videonale Preis und möchte damit die/den ausgezeichnete/n KünstlerIn bei der Produktion neuer Arbeiten unterstützen.


Jury VIDEONALE.16

Alexander Basile (Künstler, Köln), Dr. Julia Draganovic (Direktorin Kunsthalle Osnabrück), Katrin Mundt (Freie Kuratorin, Bochum), Tasja Langenbach (Künstlerische Leitung Videonale), Tobias Yves Zintel (Künstler, Berlin/Köln), Nicole Yip (Direktorin, LUX Scotland)


VIDEONALE.16 Festival und VIDEONALE.Parcours

Die Ausstellung zur VIDEONALE.16 wird begleitet durch ein umfangreiches Festivalprogramm mit Künstlergesprächen, Performances, Diskussionsrunden, Retrospektiven, Führungen, Workshops und Vermittlungsprogrammen. Zum dritten Mal findet darüber hinaus der VIDEONALE.Parcours an verschiedenen Orte in der Stadt Bonn statt (18.2.-12.3.2017, Eröffnung: 17.2.2017) – in diesem Jahr mit Werken von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, der Hochschule für Gestaltung Offenbach und der Kunsthochschule für Medien Köln.
Der VIDEONALE.Parcours wird kuratiert von Lisa Bosbach und Sonja Wunderlich.

Die Ausstellungen – VIDEONALE.16 und VIDEONALE.Parcours – sowie die Sonderprojekte und das Festivalprogramm werden im Katalog zur VIDEONALE.16 dokumentiert.


Ausstellungsarchitektur VIDEONALE.16
Wie in den vergangenen Jahren findet die VIDEONALE.16 in den Wechselausstellungsräumen des Kunstmuseum Bonn statt. Die Ausstellungsarchitektur wird gestaltet von Ruth M. Lorenz maaskant Berlin, Architektin und Ausstellungsdesignerin. Sie realisierte Ausstellungsarchitekturen u.a. für Stedelijk Museum Amsterdam, Akademie der Künste Berlin, Haus der Kulturen der Welt Berlin, ZKM Karlsruhe und HMKV am Dortmunder U.
Die dortige Ausstellung "Sounds like Silence" erhielt den AICA-Kritikerpreis.
maaskant.de


Termine VIDEONALE.16:

Pressekonferenz: Mittwoch, 15. Februar 2017, 11.30 Uhr

Preview: Donnerstag, 16. Februar 2017, 18.00 Uhr

Eröffnung und Verleihung des Videonale Preises der fluentum Collection: Donnerstag, 16. Februar 2017, 20 Uhr

Festivalprogramm: Freitag, 17. Februar - Sonntag, 19. Februar 2017 sowie Veranstaltungen während der gesamten Laufzeit der Ausstellung

VIDEONALE.Parcours an verschiedenen Orten in der Bonner Nordstadt:
Freitag, 18. Februar - Sonntag,12. März 2017
Eröffnung: Donnerstag, 17. Februar 2017

Die Videonale wurde 1984 von einer Gruppe von Bonner Studierenden gegründet und ist eines der ältesten Videokunstfestivals der Welt. In ihrer 30-jährigen Geschichte hat sich die Videonale zu einem der wichtigsten und renommiertesten Festivals für Videokunst in Deutschland und Europa entwickelt. Seit 2004 hat der Videonale e.V. seinen Sitz im Kunstmuseum Bonn, wo seitdem auch die Ausstellung der Videonale stattfindet. In ihrem Festivalprogramm bezieht die Videonale verschiedene Orte in Bonn mit ein.

Der Videonale Preis wird unterstützt von / the Videonale Award is supported by:
Fluentum collection

Kooperationspartner / Cooperations:
Akademie der Bildenden Künste Hamburg, Kunstmuseum Bonn, BaseCamp Young Hostel Bonn, Bonner Kunstverein, DAS ESSZIMMER, Fabrik 45, Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Hochschule für Gestaltung Offenbach, IBIS Hotel Bonn, Ivo Wessel Berlin, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln, Kunsthochschule für Medien, Künstlerforum, medienwerk.nrw, SK Stiftung Kultur, Schaumburg, St. Helena Dialograum, S. Y. L . A. N T E N H E I M

Kontakt:
VIDEONALE e.V.
im Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn

videonale.org