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B3 Biennale

12. Lyon Biennale

meanwhile... suddenly, and then

12.9.2013-5.1.2014
Eingabedatum: 11.06.2013

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art-in.de wird in diesem Herbst einen Schwerpunkt auf die Biennale in Lyon setzen. Deshalb informieren wir bereits im Vorfeld über die wichtigsten Ereignisse, die damit im Zusammenhang stehen.

77 Künstler aus 22 Ländern sind bei der Lyon Biennale vertreten, u.a. aus Brasilien, China, Singapur, Südafrika, Island, Deutschland, Frankreich, Australien, Norwegen, den USA und den Bahamas. Von ihren gezeigten Arbeiten werden 80 % speziell für das Festival entwickelt. Thematisch widmet sich die Lyon Biennale dem Storytelling, seiner Suche nach Inhalten, dem Kommunizieren in Geschichten, dem Entwickeln, Teilen und der viralen Verbreitung neuer und neu aufgelegter Erzählungen.

Künstlerliste:
Jonathas de Andrade, Ed Atkins, Trisha Baga, Matthew Barney, Neïl Beloufa, Gerry Bibby, Juliette Bonneviot, Dineo Seshee Bopape, The Bruce High Quality Foundation, Antoine Catala, Xavier Cha, Paul Chan, Ian Cheng, Dan Colen, Petra Cortright, Jason Dodge, Aleksandra Domanovi, David Douard, Mette Edvarsen, Erró, Roe Ethridge, Edward Fornieles, Gabríela Fridriksdottir, Robert Gober, Karl Haendel, Rana Hamadeh, Louise Hervé & Chloe Maillet, Fabrice Hyber, Glenn Kaino, John Kelsey, Jeff Koons, Donna Kukama, Margaret Lee & Michele Abeles, Patricia Lennox-Boyd, Laida Lertxundi, Alice Lescanne & Sonia Derztpolski, Ann Lislegaard, Nate Lowman, MadeIn Company, Václav Magid, Helen Marten, Thiago Martins De Melo, Bjarne Melgaard, Takao Minami, Meloko Mokgosi, Paulo Nazareth, Paulo Nimer Pjota, Yoko Ono, Aude Pariset, Laure Prouvost, Lili Reynaud Dewar, James Richards, Tabor Robak, Alain Robbe-Grillet, Matthew Ronay, Tom Sachs, Georgia Sagri, Hiraki Sawa, Mary Sibande, Alexandre Singh, Sumakshi Singh, Gustavo Speridião, Tavares Strachan, Nobuaki Takekawa, Ryan Trecartin & Lizzie Fitch, Peter Wächtler, Hannah Weinberger, Ming Wong, Helga Wretman, Yang Fudong, Yang Zhengzhong, Anicka Yi, Zhang Ding

Artistic director: Thierry Raspail
Guest curator: Gunnar B. Kvaran

labiennaledelyon.com/

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Weiteres zum Thema: Lyon Biennale



Santiago Sierra. Deutschland 1990-2012


Der Kunstverein Arnsberg zeigt alle in Deutschland entstandenen Projekte des spanischen Künstlers Santiago Sierra. Es ist die erste thematische Ausstellung dieser Art. Sierra, der in Hamburg Anfang der 90er Jahre studierte, hat zwischen 1990 und 2012 deutschlandweit über 20 Projekte realisiert.

Mit Skulpturen, Videos, Performances und Fotografien schafft er es immer wieder Diskussionen anzuregen. Seine Entscheidungen wirken oft als Zündstoff für öffentliche Debatten, die soziale Themen in eine weitere Dimension übertragen. Für Sierra sind aber nicht die Provokationen sondern ihre Konsequenzen von Bedeutung. Seine Antwort auf politische und wirtschaftliche Gewalt sind Performances und Aktionen, die sie drastisch zur Anschauung bringen.



Weltweit hatte Sierra zahlreiche Aktionen im öffentlichen Raum, sowie Ausstellungen in Museen und Galerien wie MoMA P.S.1 in New York und Tate Modern in London. Sierra produzierte ortsspezifische Arbeiten für internationale Ausstellungen wie Carrara Biennale (2010), Performa, New York (2009), Athens Biennale (2007), Göteborg Biennale (2007), Venedig Biennale (2005), Moskau Biennale (2005), Lyon Biennale (2005), Prag Biennale (2005), Sharjah Biennale (2005), Sao Paolo Biennale (2004), Liverpool Biennale (2004), Venedig Biennale (2003), Baltic Triennale Vilnius (2002).

Santiago Sierra (*1966) lebt in Madrid.

Öffnungszeiten:
Mi. - Fr. 17.30 - 19.00 Uhr
So. 11.00 - 15.00 Uhr

Kunstverein Arnsberg
Königstraße 24
59821 Arnsberg
Tel.: (02931) 21122
kunstverein-arnsberg.de

Worüber man spricht … - Lyon Biennale 2013


Durch die Globalisierung des Kunstgeschehens verändert sich die Sprache der Kunst. Der isländische Kurator der 12. Lyon Biennale, Gunnar B. Kvaran, hat Tendenzen der Narration, des Storytelling, wie sie sich weltweit aktuell in den Werken von Künstlern artikulieren, zusammengetragen. Unter dem Titel „Mittlerweile ..., Plötzlich, Und dann“ erzählen 77 Künstler in ihren Installationen, Fotografien, Videos, Zeichnungen, Skulpturen - selten Malerei -, was sie in der heutigen Zeit beschäftigt. Vieles ist multimedial umgesetzt. Dabei reicht das inhaltliche Spektrum von philosophischen Betrachtungen zum Beispiel bei der isländischen Künstlerin Gabríela Friðriksdóttir, die in ihrer interaktiven Rauminstallation einen fiktiven Kosmos über das Thema Zeit und Existenz entwickelt hat, über historische Bezügen auf die Kolonialgeschichte bis hin zu politischen Themen wie in Yang Zhen Zhongs Installation zum Tienanmen Platz oder Yoko Onos Twittertraumbefragung, die sie als LED-Schriftband ablaufen lässt, umrahmt von antik anmutender Wandmalerei. Oder, unbedingt erwähnenswert, Paul Chans großartige Videoarbeiten und Bilder, die sich mit sozialen, politischen und religiösen Auswirkungen der Konvergenz zwischen Mensch und Maschine auseinandersetzen.
Im Vergleich bspw. zur Venedig Biennale spielen arrivierte, historische Positionen oder die - oft bemühte - Befragung der Grenze zwischen Kunst- und Nichtkunst eine untergeordnete Rolle. Die meisten der 77 Künstler sind in den 70/80ger Jahren geboren.
Die erfrischend anregende Vielfalt, die sich in Lyon in den Arbeiten widerspiegelt, verweigert sich einer kohärenten Ausstellungsstruktur. Das Ausstellungsthema zieht sich nicht wie ein roter Faden durch die 5 Ausstellungsorte (La Sucrière / Museum für zeitgenössische Kunst – mac Lyon / Foundation Bullukian / Saint-Just / Chaufferie de l´Antiqualle), auch gibt es keine Metaerzählung, die das Ganze zusammenhält. Vielmehr schafft es Gunnar B. Kvaran durch die Zusammenstellung der künstlerischen Positionen, dass der Besucher von Neugier getrieben mit Spannung dem nächsten Kunstwerk entgegenstrebt.
Die Lyon Biennale zeigt jedenfalls, dass der von der westlichen Kunstwelt geprägte Avantgardebegriff sowohl im Bewusstsein als auch im Material keine Rolle mehr spielt. Es bleibt abzuwarten, ob die globale Erzählung, wie sie sich multimedial in den Werken niederschlägt, ein neues Paradigma darstellt.

Aufgefallen war uns außerdem, dass im Unterschied zu manch einer anderen Biennale, 26 der 73 Künstler auch auf der Art Basel 2013 vertreten waren, und es sich hierbei nicht um die etablierten Größen, wie Matthew Barney, Tom Sachs oder Yoko Ono handelt, sondern um junge Künstler.

Paul Chan

Paul Chan



u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -documenta 2012 -Art Basel 2013 -fast forward2 - ZKM, Karlsruhe -JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung

Paul Chan Biografie



MadeIn Company

MadeInCompany

MadeIn Company



u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Art Basel 2013



Neïl Beloufa

Neïl Beloufa


Neïl Beloufa

u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Biennale Venedig 2013 -Fellbach Triennale 2013 -Art Basel 2013



Helen Marten

Helen Marten

Helen Marten

u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Biennale Venedig 2013 -Art Basel 2013 -JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung




Trisha Baga



u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Art Basel 2013 -JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung



Tavares Strachan

Tavares Strachan

Tavares Strachan

-Lyon Biennale 2013 -Venedig 2013 Pav -Moscow Biennale 2013 -Art Basel 2013



Gabríela Friðriksdóttir

Gabríela Friðriksdóttir

Gabríela Friðriksdóttir



Zhang Ding





u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Art Basel 2013



Paulo Nazareth

Paulo Nazareth

Paulo Nazareth

u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Biennale Venedig 2013 -Montevideo Biennale 2013 -Art Basel 2013



Bjarne Melgaard

u.a. vertreten -Lyon Biennale 2013 -Art Basel 2013 -S.M.A.K. Sammlung, Gent

www.biennaledelyon.com/