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kunstsammlung

Das Bauhaus Archiv Berlin - Museum für Gestaltung (Mär 03)


Eingabedatum: 13.03.2003


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Zwischen der neuen Parteizentrale der CDU und dem Grand Hotel Esplanade, direkt am Landwehrkanal und in unmittelbarer Nähe zum Lützowplatz liegt ein Gebäude, das durch seine eigenwillige Gestaltung auffällt. Es handelt sich hierbei um das Bauhaus Archiv Berlin. Auf der Grundlage von Entwürfen des Bauhausarchitekten Walter Gropius erhielt der durch Hans Maria Wingler 1960 in Darmstadt gegründete Verein Bauhaus Archiv mit der Fertigstellung des Bauwerks im Dezember 1979 ein, der Zielsetzung des Vereins, angemessenes Umfeld.



Die Institution Bauhaus Archiv, deren Ziel die Untersuchung der Anfänge, Arbeitsweisen, Folgen und Wirkungen des historischen Bauhauses ist, kann nach nunmehr über vierzigjährigem Bestehen die größte Bauhaussammlung ihr Eigen nennen. Hierbei geht es nicht um die Beweihräucherung der vielen Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände, die das Ergebnis der wohl bedeutendsten deutschen Kunstschule des 20. Jahrhunderts sind. Vielmehr soll mit der Sammlung, die mit Exponaten aus Malerei, Architektur, Grafik, Fotografie, Keramik, Weberei, Reklame, Metallobjekten, Möbeln sowie Studien aus dem Bauhausunterricht das Gedankengut des Bauhauses umfassend wiedergibt, die lebendige Weiterwirkung der Bauhausidee dokumentiert werden. Der im Jahr 1964/65 für die Darmstädter Rosenhöhe konzipierte Entwurf von Walter Gropius konnte auf Grund politischer Widerstände nicht in Darmstadt realisiert werden. Durch Gropius Vermittlungsarbeit angeregt, engagierte sich der Berliner Bausenator Rolf Schwedler dafür, das Bauhaus Archiv nach Berlin zu holen. Damit wurde die Stadt, die von 1932 bis 1933 die letzte Wirkungsstätte des historischen Bauhauses war, 1971 zum neuen Standort des Vereins. Die Skizzen und Planungen Gropius wurden den Gegebenheiten sowohl in architektonischer als auch in städtebaulicher Hinsicht angepasst. Diese Umplanung, die zum Teil erhebliche Veränderungen der Vorlagen erforderten, übernahm Gropius ehemaliger Mitarbeiter Alex Cvijanovic in Zusammenarbeit mit dem Berliner Architekten Hans Bandel.
Was genau aber macht die anfangs erwähnte Auffälligkeit des Bauwerks aus? Die Silhouette der halbrunden Sheddächer, die wie vereinfacht dargestellte Wellen erscheinen, bestimmen die Gesamtwirkung des in sachlichem Weiß gehaltenen Bauwerks. Die Sheddächer sind zugleich Blickfang als auch durch Jalousien regulierbare Belichtungen des Museumsinneren. Die vom Westen begehbare Zugangsrampe trennt das Gebäude in einen südlichen und einen nördlichen Teil. Beim südlichen, am Landwehrkanal gelegen Teil des Gebäudes, handelt es sich um die große Ausstellungshalle. Im nördlichen Teil sind neben einer weiteren, kleinen Ausstellungshalle das Archiv, der Museums-Shop, die Bibliothek, das Café sowie die Verwaltung untergebracht. Den Haupteingang erreicht man mit Hilfe der im Gropiusentwurf noch nicht vorgesehenen Zugangsrampe, die den Besucher erst zwischen den Gebäuden entlang führt um ihn schließlich durch eine Kehrtwende direkt zum Eingang zu leiten. Im Inneren der Ausstellungshalle ergeben sich wiederum durch Rampen sowie durch Treppen und Podeste unterschiedliche Ebenen. Sie ermöglichen die notwendige Ausleuchtung eines Architekturmodells genauso wie die diffuse Beleuchtung einer Papierstudie. Eben diese Variabilität eröffnet den Verantwortlichen des Bauhaus Archivs die Möglichkeit, viele Bereiche ihrer Sammlung gleichzeitig nebeneinander auszustellen.
Nicht nur die Präsentation der Sammlung in wechselnden Aspekten, auch Sonderausstellungen zu den wichtigsten künstlerischen und gestalterischen Persönlichkeiten des Bauhauses (z.B. Paul Klee od. Marcel Breuer), zu anderen in Bezug zum Bauhaus stehenden Künstlern (z.B. Henri van der Velde), zu den spezifischen Arbeitsbereichen (z.B. Fotografie) sowie dem Bauhaus verwandten Strömungen (z.B. Weimarer Hochschule für Handwerk und Baukunst), machen das Bauhaus Archiv zu einem Erfolgsmodell. Dass das Museum für Gestaltung, so der Beiname des Bauhaus Archivs, am Nerv der Zeit bleibt, kann nicht bestritten werden. Die Beobachtung der Weiterentwicklung des inzwischen achtzig Jahre alten und von Walter Gropius formulierten Gedankens Kunst und Technik miteinander zu vereinen, wird das Bauhaus Archiv in seinen vielen thematischen Ausstellungen gerecht. Auch die Wiederauflage bestimmter Produkte des historischen Bauhauses, die im Museums-Shop verkauft werden und so z.B. die Kosten für parallel zu Ausstellungen erscheinende Publikationen decken, ist ein Ansatz, der die Lebendigkeit des Vereins unterstreicht.
Die gerade beendete Ausstellung Bauhaus Möbel – Eine Legende wird besichtigt wird abgelöst durch die ab dem 26. März zu besichtigende und sicherlich genauso sehenswerte Sammlungspräsentation Das Bauhaus Dessau – Berlin 1919-1933.

Weitere Informationen:
Bauhaus Archiv Berlin | Klingelhöferstraße 14 | 10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mi bis Mo, 10 - 17 Uhr
an Feiertagen, die an einen Dienstag fallen, 10 - 17 Uhr

bauhaus-archiv.de

Joris C. Heyder


jch







Daten zu Bauhaus:


- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

Weiteres zum Thema: Bauhaus



Museum Folkwang Essen (02 / 02)


Das Museum Folkwang blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Das 1901 vom Sammler und Mäzen Karl Ernst Osthaus gegründete Museum fusionierte 1922 mit dem Essener Kunstmuseum und fimiert seitdem in Essen unter dem Namen Museum Folkwang.
In den 30er Jahren konnte das Museum durch gezielte Ankäufe der deutschen Malerei und Plastik die französischen Bestände (vorwiegend Impressionisten) abrunden, so dass die Sammlung internationale Anerkennung genoß und einen hervorragenden Ruf hatte.
Die Kunstpolitik des 3. Reichs vernichtete diese Arbeit. 1937 wurden 59 Gemälde beschlagnahmt. Bei einer zweiten Beschlagnahmeaktion im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" verliert das Museum über 1000 Kunstwerke. Damit besaß das Museum kein Kunstwerk mehr aus dem 20. Jh. Aber damit noch nicht genug, auch die Gebäude selbst wurden im Krieg zerstört.
Erst 1960 konnte das Museum im neuen Gebäude an der Bismarckstraße wieder eröffnen. Die verlorenen Kunstwerke mussten soweit sie nicht zerstört oder an ausländische Museen verkauft worden waren, zurück erworben oder ersetzt werden - sofern dies möglich war.
Heute ist von den Rückschlägen, die das Museum hinnehmen musste nichts mehr zu spüren. Neben der Gemäldesammlung gibt es noch eine ansehnliche Graphische und Fotografische Sammlung, die jeweils eigenständige Abteilungen bilden. Während sich die Graphische Sammlung vorwiegend auf Werke des deutschen Expressionismus konzentriert, orientiert sich die Fotografische Sammlung international. Sie umfasst unter anderem die Nachlässe von Lerski, Krull, Steinert und Keetman und konnte mit der nächsten Ausstellung einen großen Namen der zeitgenössischen Fotografie ins Haus holen: Ab Februar zeigt das Museum die Retrospektive von Thomas Ruff, die danach in einige europäische Museen und 2003 in die USA weiter wandert.

Eines der Highlights zeitgenössischer Kunst ist sicherlich die Installation "Projektraum 1:1:1/Farbraum" von Mischa Kuball, das 1996/97 erstmalig im Bauhaus Dessau zu sehen war. Lichtweiße geometrische Formen werden per Dia an die Wand projiziert und durch eine orange bzw. blaue Glasscheibe, die frei im Raum hängt und sich durch einen Motor leise dreht, farblich gebrochen.

Adresse: Museum Folkwang Essen
Goethestr. 41
45128 Essen
Tel.: 0201/8845314
Fax: 0201/8845001
Internet: museum-folkwang.de

Ausstellung: Thomas Ruff
Interieurs - Porträts - Häuser, 1979-1989
17. Februar - 14. April 2002
Thomas Ruff hat mit seiner Arbeit immer wieder auch mit der fotografischen Geschichte, ihrer Technik und ihren Genres auseinandergesetzt und der deutschen Fotografie Impulse gegeben. Im Rahmen der von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden organisierten Retrospektive Thomas Ruff "Fotografie 1979 - heute" zeigt das Museum Folkwang ausschließlich die Serien Portäts, Häuser und Interieurs, in erweiteter Form. Mit insgesamt 70 Arbeiten aus diesen drei Werkgruppen betont die Präsentation im Folkwang Museum den seriellen Charakter der Arbeiten von Ruff.
Öffnungszeiten:
Di - So. 10 - 18 h
Fr. 10 - 24 h

Pinakothek der Moderne (09 / 02)


Am 16.9.02 wurde die Pinakothek der Moderne für bildende Künste des 20. Und 21. Jhs. eröffnet. Das Gebäude von dem Architekten Stephan Braunfels vereinigt auf über 12.000 qm Ausstellungsfläche vier bedeutende Sammlungen aus den Bereichen Kunst, Grafik, Design und Architektur unter einem Dach.

Sammlung Kunst: Die Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst, bisher im Haus der Kunst untergebracht, bildet des Schwerpunkt der Pinakothek der Moderne. Hauptwerke der klassischen Moderne von Beckmann, Kandinsky, Klee, Magritte und Picasso bilden Höhepunkte im Sammlungsbereich der Kunst. Bedeutende Werkkomplexe der nachfolgenden Künstlergenerationen, vertreten u.a. durch Bacon, Baselitz, Beuys, Judd, de Kooning, Polke, Twombly und Warhol, verweisen auf unterschiedliche Positionen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die aktuelle Kunst unserer Tage ist beispielsweise vertreten in den Videoinstallationen von Pipilotti Rist, den Leuchtkästen von Jeff Wall oder in Werken von Bruce Nauman. Aktuell zur Gegenwartskunst wird die Ausstellung "The Starting Line" präsentiert, u.a. mit Arbeiten von Olaf Metzel, John Bock oder Reneke Dijkstra. (bis Frühjahr 03)

Sammlung Grafik: Die Staatliche Graphische Sammlung zählt neben den Sammlungen in Berlin und Dresden zu den bedeutendsten in Deutschland und ist über die Grenzen hinaus weltbekannt. 400.000 Zeichnungen und Druckgrafiken, aus der Renaissance über die klassische Moderne bis hin zur Gegenwart, zeichnet die Vielfältigkeit des Bereichs Grafik aus. Zur Eröffnung zeigt die Grafische Sammlung Werke aus ihren Beständen. Aus über fünf Jahrhunderten können Blätter von Mantegna bis Beuys bewundert werden. (bis 6.1.03)

Sammlung Architektur: Das Architekturmuseum der Technischen Universität München, das als architektonische Lehr- und Vorbildsammlung bereits 1868 eingerichtet wurde, besitzt ca. 350.000 Zeichnungen, ca. 100.000 Fotografien und 500 Modelle, von Balthasar Neumann über Erich Mendelsohn und Le Corbusier bis zu Günter Behnisch und Shigeru Ban. Mit dem Einzug in die Pinakothek der Moderne sollen in wechselnden Ausstellungen sowohl Themen aus der Architekturgeschichte behandelt als auch aktuelle Entwicklungen präsentiert werden.
Aktuell wird die Eröffnungsausstellung "Exemplarisch – Konstruktion und Raum in der Architektur des 20. Jahrhunderts" u.a. mit Arbeiten von Peter Zumthor, Le Corbusier oder Greg Lynn gezeigt. (bis 2.3.02)

Sammlung Design: Die Sammlung Design entstand ursprünglich aus der Gründung des Deutschen Werbundes 1907 in München. Mit über 50.000 Objekten der angewandten Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist sie international führend und schließt neuartige Sammlungsgebiete wie Industrial Design, Sportgeräte, Fahrzeuge und Computer Culture ein. Gezeigt werden u.a. auch die Anfänge gestalteter Produkte von der Industriellen Revolution über Jugendstil bis zum Bauhaus, Möbel von Klassikern wie Eileen Gray oder Charles und Ray Eames, Objekte von Isamu Noguchi, Ron Arad oder Designvisionären wie Colani und die zukunftsweisenden interaktiven Screens von John Maeda.

Die interdisziplinäre Orientierung der Pinakothek der Moderne will die Identität der einzelnen Sammlungen erhalten und zugleich die unterschiedlichen Bereiche, bspw. Durch spartenübergreifende Wechselausstellungen, als miteinander verbundene Teile eines größeren kulturellen Kontextes aufzeigen.

Die Pinakothek der Moderne bildet ein Gesamtensemble mit der Alten Pinakothek und der Neuen Pinakothek. In diesem einmaligen Museumskomplex mit Kunstwerken vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart bietet sich phantastische Gelegenheit, Kunst im großen Stil zu genießen.



Pinakothek der Moderne
Barer Strasse 40
D-80333 München

pinakothek-der-moderne.de






  • Museum Folkwang Essen (02 / 02)

  • SHOPPING - Die Ausstellung

  • TeleCity - Ausstellung im Bauhaus Dessau (-02.02.03)

  • Neues "Forum für Kunst und Fotografie" in Köln / Teil 2 (26.2.03)

  • Das Bauhaus Archiv Berlin - Museum für Gestaltung (Mär 03)

  • Kunst_Sachsen-Anhalt 2: Landschaft(en). Wildflecken und Gartenreich (29.6.-7.9.03)

  • Wiener Silber - Modernes Design 1780-1918

  • Marcel Breuer im Vitra Design Museum / Weil am Rhein (13.9.03-25.4.04)

  • Architektur und Kunst. Das Meisterhaus Kandinsky-Klee in Dessau.

  • "Zeitgenössische Fotokunst aus Finnland" in Cottbus (19.10.2003 - 11.1.2004)

  • Lyonel Feininger - Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle 24.10.03-1.2.04

  • Egon Eiermann (1904-1970) in der Städtischen Galerie Karlsruhe (18.9.04 - 9.1.05)

  • Alvar und Aino Aalto in der Bielefelder Kunsthalle (28.11.04-27.02.05)

  • René Burri - Die Deutschen - Kunstverein Ulm (13.3.-24.4.05)

  • Die Neuen Hebräer - Martin-Gropius-Bau (20.5.-5.9.05)

  • Nationalschätze aus Deutschland. Von Luther zum Bauhaus - KAH Bonn (30.9.05-8.1.06)

  • Max Bill

  • Paul Klee - Kein Tag ohne Linie, Museum Ludwig Köln (9.12.06 - 4.3.07 )

  • COLOGNE FINE ART mit neuem Termin im Herbst 2007 (31.10.-04.11.07)

  • Bei den Antipoden vom Rennsteig

  • Video: Max Bill: Aspekte seines Werkes - Bauhaus-Archiv Berlin (noch bis 25.8.08)

  • "pèlerinages" Kunstfest Weimar: Wege nach Weimar: Wiener Kinetismus. Eine vergessene Moderne

  • Bibliotheca Insomnia. Das digitale Bauhaus II (27.8. - 17.9.06)

  • Modell Bauhaus

  • Isa Genzken – Sesam öffne dich! (15.08. – 15.11.2009)

  • Videos aus dem Jahr 2009, eine Auswahl der Redaktion

  • Weimarer Van-de-Velde-Gebäude wird wieder eröffnet

  • Roy Lichtenstein. Kunst als Motiv - Museum Ludwig, Köln

  • Die hohen Hallen der Kunst und ihre Örtchen (Anzeige)

  • "La Bohème". Die Inszenierung des Künstlers in Fotografien des 19. und 20. Jhds - Museum Ludwig

  • Hyeyeon Park. inherent movement


  • Unsere 9 besten Videos 2010

  • Kyrill Koval

  • Joel Sternfeld

  • Gotthard Graubner. Gespräch mit Josef Albers

  • Melancholie. Form folgt Gefühl

  • Architekturwettbewerb für das Neue Bauhaus-Museum Weimar noch ohne Siegerentwurf

  • Oh, My Complex. Vom Unbehagen beim Anblick der Stadt

  • Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung

  • Heike Hanada in Zusammenarbeit mit Benedict Tonon bauen

  • Florian Pumhösl. Räumliche Sequenz

  • Ein Drittel Weiß

  • Acht Ausstellungen im Centre Pompidou-Metz im Jahr 2013

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  • 42 Proposals. Bauhaus-Universität Weimar

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