Meldungen von der ART COLOGNE (5.9.03)


Eingabedatum: 05.09.2003


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Kontinuität hat sich bewährt. Seit nunmehr 23 Jahren unterstützt die ART COLOGNE (29. Oktober bis 2. November 2003) junge Kunst und Künstler. 1980 riefen die Koelnmesse, der Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG) die Bundesregierung, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Köln gemeinsam ein Förderprogramm ins Leben, von dem bislang 445 Künstlerinnen und Künstler profitiert haben. In diesem Jahr hat eine fünfköpfige Jury 14 deutsche und 5 ausländische Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Avantgarde aus 79 Bewerbungen ausgewählt. Das vorliegende Ergebnis lässt den Schluss zu, dass die Juroren jede gängige Disziplin und alle derzeit verfügbaren Medien, entsprechend ihrer derzeitigen internationalen Marktsituation, berücksichtigt haben. Die Auswahl ist in jeder Hinsicht gut austariert. Damit ist aber auch kein aktueller Trend erkennbar, weder thematisch noch medien- oder gattungsbezogen.

Den Malerinnen und Malern des Förderprogramms der ART COLOGNE ist das Experimentieren und Abstrahieren fremd. Sie malen solide Bilder, schwelgen expressiv in satten Farben oder sind verliebt in akkurate, fotogetreue Wiedergabe ihrer Wahrnehmungen, Träume, Visionen. Die junge Generation verneigt sich respektvoll vor der Generation der Altvorderen des 20. Jahrhunderts: Tatjana Doll (Galerie Conrads, Düsseldorf), Christian Hahn (Galerie Sfeir-Semler, Hamburg), Martin Kobe (Dogenhaus Galerie, Leipzig), Christoph Ruckhäberle (Galerie Kleindienst, Leipzig), Markus Vater (art
agents gallery, Hamburg), Sven Kroner (Galerie Fons Welters, Amsterdam).

Zahlenmäßig gleich auf liegen die Künstlerinnen und Künstler im Installations- und Environment-Sektor. Es sind durchweg Multimediatalente, versiert im Umgang mit allen Techniken wie Zeichnen, Malen, Bildhauern, Fotografieren, Filmen. Wie, was, wann, wo verwendet und arrangiert wird, ist nicht dem Zufall überlassen, sondern gehorcht einer konzeptuellen Strategie. Das ist tatsächlich auffallend: Installationskunst hat inzwischen eine Reihe von Kriterien der Concept-Art übernommen, was ihre Stringenz verstärkt.
Beispiele dafür liefern: Vasco Araújo (Galerie Filomena Soares, Lissabon), Slawomir Elsner (Galerie Johnen + Schöttle, Köln), FUTURE 7 (Galerie Ascan Crone, Berlin), Gibbs (Galerie Benden & Klimczak, Viersen), Fabrice Langlade (Galerie Steinek, Wien), Shahryar Nashat (Galerie Kaufmann, Zürich), Katerina Vincourová (Jiri Svestka Gallery, Prag), Christof Zwiener (Galerie Frehrking Wiesehöfer, Köln).

In moderater Form treten Fotografie und Video in Erscheinung. Auch dies ist offenbar eine Konsequenz der Jury, das eingereichte Material marktkonform zu selektieren. Nachdem der Foto-Boom seinen Zenit überschritten hat, ist die Fotografie mitten im Konsolidierungsprozess. Sammler und Käufer verhalten sich abwartender, sind wählerischer, dürften indes bei Videoarbeiten, C.-und Videoprints von Heike Aumüller (Meyer Riegger Galerie, Karlsruhe), sowie bei den Landschafts- und Architekturaufnahmen von Beate Gütschow (Produzentengalerie, Hamburg), Stephen Hughes (Galerie Thomas Zander, Köln) und Annette Kisling (Galerie Kamm, Berlin) einen guten Griff tun.

Unter den Geförderten ist auch eine Einzelgängerin: Anny Öztürk (Galerie Vera Gliem, Köln), eine Zeichnerin, die sich auf unbeschwertes Fabulieren versteht und dies in Serien farbiger Comics zum Ausdruck bringt.

Jede ausstellende Galerie kann einen jungen Künstler als Kandidaten für das Förderprogramm der ART COLOGNE vorschlagen. Die obere Altersgrenze liegt bei 40 Jahren. Die Vorgeschlagenen müssen eine Einzelausstellung in einem Museum oder in einem Kunstverein vorweisen können. Voraussetzung ist auch, dass sie von der Hausgalerie bereits ein- oder mehrmals gezeigt worden sind und längerfristig von dieser Galerie betreut werden. Die Jury, in diesem Jahr Isabel Greschat (Baden-Baden), Ulrich Bischoff (Dresden), Anita Beckers (Frankfurt/Main), Ralf Lehmann (Dresden) und Thomas Zitzwitz (Offenbach), vergibt maximal 25 kostenfreie Kojen à 25 m”. Das obere Preislimit für die Exponate beträgt 3.580 EUR. Die ausgewählten Teilnehmer des Förderprogramms
für junge Künstler präsentieren sich in ihren 25 m” großen Kojen geschlossen im Erdgeschoss der Halle 3, nördlicher Bereich.

Dirk Mangold | Pressereferent Unternehmenskommunikation/PR | Koelnmesse GmbH
Messeplatz 1| 50679 Köln

Telefon: + 49 221 821-2907 | Telefax: + 49 221 821-2181
d.mangold@koelnmesse.de | koelnmesse.de













Weiteres zum Thema: Art Cologne



Abschlußbemerkungen Art Cologne 2001


Trotz verkürzter Messedauer fand die Art Cologne auch in diesem Jahr wieder 65 000 Besucher.
Das Angebot der ART COLOGNE sei selektiv auf dem Gebiet der Klassischen Moderne und vielfältig breit bei zeitgenössischer und aktueller Kunst, so Dr. Karl Schweizer, der Direktor Art Banking der UBS.
Und es war nach den Aussagen der Mehrheit der Aussteller, die wirtschaftlich erfolgreichste seit Jahren, so Bernhard Aufderheide, Geschäftsführer der KölnMesse GmbH.
So konnte der Berliner Galerist Michael Schultz nicht nur 20 Werke von Norbert Bisky veräußern, sondern auch noch ein Baselitz-Gemälde (1,3 Millionen), fünf Lüpertz Papierarbeiten (24.000 bis 30.000 DM) und vier Ölbilder von Cornelia Schleime (18.000 bis 36.000 DM).

Die nächste Art Cologne findet Ende Oktober/Anfang November 2002 statt.

ART COLOGNE - Daten & Fakten 2002


Mit der ART COLOGNE findet jährlich die bedeutendste Kunstmesse in Deutschland statt. Der Internationale Kunstmarkt Köln ist seit seiner Gründung im Jahr 1967 das Flaggschiff aller internationalen Kunstmessen und von Zusammensetzung und Ambiente in der Welt einmalig. Darüber und auf die Qualität und Ausgewogenheit des Angebots achtet ein international besetzter Zulassungsausschuss.

Die auf etwa 260 international renommierte Galerien begrenzte Teilnehmerzahl garantiert Überschaubarkeit, bietet gleichzeitig aber einen umfassenden Überblick über das Kunstgeschehen des 20. Jahrhunderts - von der Klassischen Moderne bis zu aktuellsten Kunstproduktionen. Schwerpunkte im Angebot sind neben den Klassikern die Kunst der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre.

In das Ausstellungsareal der Rheinhallen der KölnMesse GmbH integriert ist das Segment Köln Skulptur. In diesem weltweit einmaligem Präsentations-Umfeld sind ausschließlich dreidimensionale Objekte zugelassen. Im internationalen Förderprogramm, unterstützt vom Bundesinnenministerium, der Stadt Köln und der KölnMesse, beteiligen sich in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Debütanten.

Einen eigenen Bereich innerhalb der Messe bilden auch wieder junge Galerien, die auf Einladung einer Expertenjury mittels Förderung durch die Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln an der Messe teilnehmen können. Die ART COLOGNE zählt jährlich rund 70.000 Besucher.
Nächster Termin: 30. Oktober bis 3. November 2002
  • Abschlußbemerkungen Art Cologne 2001

  • ART COLOGNE-PREIS - 2001

  • ART COLOGNE 2002

  • Schlussbericht Art Cologne 2002

  • Koelnmesse verstärkt das Kunstmessen-Team (30.7.)

  • Meldungen von der ART COLOGNE (5.9.03)

  • Professor Dr. Dr. h.c. Werner Spies erhält den ART COLOGNE-Preis 2003 (29.10 – 02.11.2003)

  • Art Cologne 2003 (29.10 – 02.11.2003)

  • art.fair- ENJOY CONTEMPORARY ART (30.10. - 02.11. 2003)

  • ART COLOGNE 2003 - Abschlussbericht

  • Gérard A. Goodrow zum Kölner Kunstmessen-Quartett im April 2004 (30.1.04)

  • KUNSTKÖLN 2004 / 21.4.-26.4. / wird von beispielhaften Sonderschauen begleitet (13.2.04)

  • KUNSTKÖLN: Einblicke in die Sammlung Charlotte Zander (21.-26.04.2004)

  • ART Committee hat das Teilnehmerfeld der ART COLOGNE 2004 festgelegt (28.10.-1.11.)

  • Sonderschau der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur

  • 'Expanded Arts' und 'Richter, Polke, Lueg' Sonderschauen auf der Art Cologne (28.10.- 01.11.2004)

  • ART COLOGNE 2004: Abschied als Aufbruch (28.10.-01.11.04)

  • Sir Nicholas Serota, Direktor der Londoner Tate Gallery, erhält den ART COLOGNE-Preis 2004 (14.9.04)

  • "New Contemporaries" Förderprogramm auf der Art Cologne

  • Art Cologne 2004 - Abschlussbericht

  • Großer Erfolg für die Frühjahrs-Kunstmessen Köln 2005

  • COLOGNE FINE ART - Premiere im Februar 2006

  • ART COLOGNE-Preis 2005 geht an René Block

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  • KunstFilmBiennale, Köln (19.10.05-24.10.05)

  • Kunst & Investition - Wo liegt der Gewinn? - Köln (Symposium 26.10.05)

  • Bewegung auf dem Markt für Digitalkunst. ART COLOGNE 2005

  • Die Oktober-Ausgabe des Kultur-Kanal mit folgenden Themen:

  • Annette Kelm ist erste Trägerin des ART COLOGNE-Preises für junge Kunst

  • Schlussbericht: ART COLOGNE - Spitzenverkäufe bestätigen Köln als internationalen Kunstmarktplatz

  • Staatliches Museum Schwerin ist "Museum des Jahres" 2005

  • Neue Töne auf der Tonleiter

  • "Dass Kunst nicht zum Nulltarif zu haben ist, ist selbstverständlich!"

  • Der ehemalige Galerist Rudolf Zwirner erhält den ART COLOGNE-Preis 2006

  • ART COLOGNE: Ab 2006 Verschlankung auf 180 Galerien - ab 2007 Frühjahrstermin

  • 23 New Talents auf der ART COLOGNE 2006

  • Teilnehmer der 40. ART COLOGNE stehen fest (20.07.06)

  • Rudolf Zwirner erhält den diesjährigen ART COLOGNE-Preis (3.8.06)

  • Schlussbericht: ART COLOGNE 2007 mit Erfolg ins Frühjahr verlegt

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  • Exzellenter Messestart mit guten Umsätzen

  • ART COLOGNE PALMA DE MALLORCA in 2007

  • Abschlussbericht: ART COLOGNE feierte ihr Jubiläum

  • 25 New Talents auf der ART COLOGNE 2007 (18.-22.04.07)

  • Erhard Klein ist ART COLOGNE-Preisträger 2007

  • art KARLSRUHE vs UND#2: Ein Rückblick auf die Karlsruher Kunstmessen

  • Kunstverein Wolfsburg erhält den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine

  • Frühjahrs-ART COLOGNE ist erfolgreich gestartet

  • Fröhliche Metzelei

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