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Taocheng Wang erhält Dorothea von Stetten-Kunstpreis 2016

Juni 2016
Eingabedatum: 30.06.2016

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Die diesjährige Preisträgerin des Dorothea von Stetten-Kunstpreises steht fest: Die Fachjury – bestehend aus Adela Babanova (Künstlerin des Dorothea von Stetten-Kunstpreises 2014), Michelle Cotton (Direktorin, Bonner Kunstverein), Günter Friedrichs (Bonner Sammler), Marcus Lütkemeyer (Kurator, Kunsthalle Münster und Schloss Ringenberg) und Timotheus Vermeulen (Professor für Kulturtheorie, Universität Nijmegen) – entschied sich einstimmig für Taocheng Wang. Die Konzeptkünstlerin setzte sich gegen die beiden weiteren Finalisten des Preises, Aimée Zito Lema und Dan Walwin, durch.

Taocheng Wang wurde 1981 in Chengdu (China) geboren und lebt und arbeitet in Amsterdam. Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit dem Erzählen von metaphorischen, autobiografischen und fiktionalen Geschichten. Für die Gruppenausstellung im Kunstmuseum Bonn eröffnet Taocheng Wang in ihrem Ausstellungsraum einen Massage-Salon, den sie durch Massage-Performances aktiviert und den Besucher integriert.

Taocheng Wang ist die zweite Preisträgerin des Dorothea von Stetten-Kunstpreises nach dessen Neukonzeption. Anstatt sich allein auf die deutschen Nachwuchskünstler zu konzentrieren, nimmt der Preis nun im zweijährigen Rhythmus ein Nachbarland in den Blick. Nach Tschechien (2014) sind dies nun die Niederlanden mit ihrer vitalen und multikulturellen Kunstszene.

Aus dem Votum der Jury:
Die Jury des Dorothea von Stetten-Kunstpreises 2016 verleiht den Preis an Taocheng Wang und würdigt damit ihre Installation „Massage Near Me“. Das komplexe und vielschichtige Werk verwendet den alltäglichen Ort eines Massage Salons, um folgende Themen zu diskutieren: Nationalität, prekäre Arbeitsverhältnisse, die Angreifbarkeit des Körpers. Die Jury befand Wangs Diskussion des Themas Körper – das sich bei allen drei Künstlern der Gruppenausstellung wiederfindet – überzeugend in der Hinsicht, dass die Arbeit den Körper sowohl als Ausgangs- wie auch als Fluchtpunkt behandelt. Die Künstlerin schafft einen Kontext, in dem Informationen sowohl präsent als auch verborgen sind. Das Museum ist hier ein Ort, an dem Besucher eingeladen sind, Teil eines Werks zu sein, in dem eine körperliche Aktion direkten Einfluss auf das Bewusstsein hat.

Bereits zum 17. Mal präsentiert das Kunstmuseum Bonn die Teilnehmer des mit 10.000 Euro dotierten Dorothea von Stetten-Kunstpreises. Der Preis richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die das 36. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Die Ausstellung „Dorothea von Stetten-Kunstpreis 2016 – Junge Kunst aus den Niederlanden“ mit Arbeiten von Dan Walwin, Taocheng Wang und Aimée Zito Lema ist vom 30. Juni bis 25. September 2016 im Kunstmuseum Bonn zu sehen.

Begleitprogramm von und mit Taocheng Wang im Rahmen der Ausstellung:
Massage-Performance am Sonntag, 3. Juli und Sonntag, 25. September, jeweils 12-17 Uhr
Buchung eines Massage-Termins unter: museummassage@yahoo.com

kunstmuseum-bonn.de

Presse


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