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B3 Biennale

Julius von Bismarck erhält 2017 den Kunstpreis der Stadt Wolfsburg

Wolfsburger Kunstpreis


Eingabedatum: 05.07.2016

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Julius von Bismarck erhält 2017 den Kunstpreis der Stadt Wolfsburg
Der renommierte Wolfsburger Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ wird im Jahr 2017 an den Berliner Künstler Julius von Bismarck vergeben. In ihrer Begründung schreibt die Jury:

„Julius von Bismarck versteht es in seinen Arbeiten, auf hohem intellektuellem und ästhetischem Niveau, künstlerische und politische Themen miteinander zu verknüpfen. Aus der gesamten Vielfalt der Medien schöpfend, entwickelt er dabei künstlerisch wie technisch innovative Arbeiten, welche der kritischen Reflexion drängender Fragen unserer Zeit mit großer Erfindungsgabe einen höchst eigenständigen Ausdruck geben.“

Insgesamt ist der Preis mit 80.000 € dotiert, verbunden mit einer Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg und einer umfangreichen Publikation. Zusätzlich gibt es einen Ankauf für die Sammlung der Städtischen Galerie Wolfsburg.

Der Preis wurde 1959 erstmals verliehen und versteht sich als eine fördernde Initiative für Künstlerinnen und Künstler, die sich in der Mitte ihrer Laufbahn befinden. Idealerweise kann er als Katalysator für Rückschau und Weiterentwicklung wirken.

Die Arbeiten von Julius von Bismarck sind als künstlerische Forschung zu verstehen, als Versuch und Methode zugleich, die im Allgemeinen als getrennt begriffenen Systeme der Kunst und der Wissenschaft zu verbinden. „Ich ziehe meine Inspiration aus der Wissenschaft und arbeite künstlerisch“, sagt er selbst. Mit seinen Installationen, Videoarbeiten und Performances untersucht Julius von Bismarck den menschlichen Wahrnehmungsapparat und fordert unsere perzeptiven Gewohnheiten heraus. Sein interdisziplinärer Ansatz ist eine schöpferische Befragung der Welt und der Natur, die der Mensch zunehmend verwandelt.

Bekannt geworden mit einer Performance-Reihe, in der von Bismarck Naturelemente aber auch Monumente auspeitscht, beschäftigt er sich in den aktuellen Arbeiten mit dem Traum der Flucht von dem Planet Erde und dokumentiert den damit verbundenen Energieaufwand.
Einem größeren Publikum bekannt wurde Julius von Bismarck 2015, als er auf der Art Unlimited der Art Basel seine Performance „Egocentric System“ vorführte, die sich rasant zu einem Publikumsmagneten entwickelte. Dabei setzte er sich selbst ins Zentrum einer schnelldrehenden Betonschüssel. An einem Tisch sitzend oder auf einer Matratze liegend testete der Künstler Raum und Geschwindigkeit, während die Welt außerhalb seines Systems an den Rand rückte.

Die Realisierung der mit der Preisverleihung verbundenen Ausstellung des Künstlers in der Städtischen Galerie Wolfsburg wird Ende 2017 sein.

Städtische Galerie Wolfsburg
Schlossstraße 8
38448 Wolfsburg
staedtische-galerie-wolfsburg.de

Presse











Daten zu Julius von Bismarck:


- abc 2013

- Art Basel 2016

- art berlin 2017

- Kunstverein Braunschweig 2015

- Kunstverein Göttingen 2015

- Kunstverein Wiesbaden 2016

- Made in Germany 3

- MOMENTUM 8

Weiteres zum Thema: Julius von Bismarck



Julius von Bismarck gewinnt ersten Prix Ars Electronica Collide@CERN


2008, Julius von Bismarck´s (DE) "Image Fulgurator" got a Golden Nica in the Interacitve category. credit: rubra

Der allererste Prix Ars Electronica Collide@CERN geht an Julius von Bismarck (DE). Der 28-jährige Medienkünstler wird für seine Ideen bzw. Arbeiten rund um spielerisch-kreative Kollisionen von Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet und erhält damit die Möglichkeit im Rahmen eines dreimonatigen Artist-in-Residence-Programms am CERN sowie dem Ars Electronica Futurelab zu arbeiten. Julius von Bismarcks künstlerische Arbeit hinterfragt und manipuliert unsere alltägliche Wahrnehmung der Realität und ist geprägt von seiner Faszination für philosophische und wissenschaftliche Fragestellung. ...

Der Preisträger: Julius von Bismarck
Julius von Bismarck lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte hier gemeinsam mit dem DänischIsländischen Künstler Olafur Eliasson am Institut für Raumexperimente, davor absolvierte er das MFA-Programm am Hunter College in New York. Für seinen „Image Fulgarator“ gewann Julius von Bismarck 2008 die Goldene Nica des Prix Ars Electronica.

395 Einreichungen aus rund 40 Ländern

Innerhalb nur einer Woche gingen 395 Einreichungen aus rund 40 Ländern bei Ars Electronica ein. Die EinreicherInnen rekrutieren sich aus den verschiedensten Disziplinen: von experimenteller Klangkunst und Musik über Architektur und New Design, Generative Art, Social Media-Projekten und neuem Design, das nach zukunftsweisenden Verbindungen von Wissenschaft und Technologie forscht. In Anbetracht der hohen Beteiligung am Wettbewerb und der großen Bandbreite an eingereichten Ideen, entschied die Jury neben dem Hauptpreis auch Honorary Mentions auszusprechen. Diese gehen an die Medienkünstlerin Natasa Teofilovic (SRB), den Komponisten Arnoud Noordegraaf (NL) und den Autor Adrian Hornsby (UK) für ihre interdisziplinäre Musik-Theater-Zusammenarbeit und an den Generative Artist Eno Henze (DE). ...

weitere Informationen: aec.at

Julian Charrière, Andreas Greiner und Julius von Bismarck


Die Künstler Julian Charrière (*1987), Andreas Greiner (*1979) und Julius von Bismarck (*1983) produzieren neue Arbeiten vor Ort, die im Kunstverein Arnsberg, im Lichthaus Arnsberg, sowie auf dem Neumarkt zu sehen sind. Die Verkettung der Positionen basiert auf gemeinsamen Interessen für Natur, Physik und Technik, die sie zu diversen prozessorientierten Werken und Experimenten anregen. Durch die zeitgleiche Präsentation der drei Künstler wird eine künstlerische Gattung sichtbar, die auf der Auseinandersetzung von Mensch und Natur beruht. Daraus entstehen Aktionen, Performances, Skulpturen und Erfindungen jeder Art, die mit Ideen und Humor ungewöhnliche Szenarien aufstellen.

"Die Welt ist mittelgroß" behauptet Julian Charrière in seiner Einzelausstellung im Kunstverein Arnsberg, wo sich u.a. Teile aus 195 Ländern der Welt zusammenfinden. Die Ausstellung bringt uns zu fernen Orten und sehnsuchtsvollen Landschaften mit aktuellen Arbeiten aus den Alpen und Arnsberg bis Addis Abeba. Charrières poetischer Blick sucht die Freiheit und die Weite in oft epischen Dimensionen, die an Land Art und Romantik anknüpft und den Künstler in sureale Situationen versetzt. Für den jungen Schweizer Künstler sind "Werke auch als Prozesse zu begreifen, die von ihrer Umgebung stets neu erzeugt werden. Erst wenn die gewohnten Bezugspunkte fehlen, verschwimmen die Verhältnisse" (Charrière).

Julius von Bismarck stellt auf dem Neumarkt seine neue Arbeit "History Apparatus" (2014) vor. Wir finden im Zentrum des Platzes den großen Baumstumpf einer hunderte Jahre alten Eiche. Als Symbol der Dauerhaftigkeit und Erhabenheit, als historischer Angelpunkt für Stadt und Gemeinde, sowie als Schutz- und Zufluchtsort ist dieser alte Baum jetzt weg. Der gefällte Baum wird noch in der Vorstellung des Betrachters erkennbar, da der Stumpf von einem stattlichen Baum zeugt. Ist die Stadt um diesen Baum herum gewachsen und hat ihn nun verloren? Der Künstler interessiert sich für die Beziehung zwischen Realitätskonstruktion und Naturwahrnehmung. Der Baumstumpf von Bismarck wird als Hinterbliebener einer fiktiven Wirklichkeit posthum in die Geschichte von Arnsberg hinein geschrieben.

"Spring forward fall back" ist ein Ausdruck und Wortspiel aus dem Englischen, auf das sich der Künstler Andreas Greiner im Lichthaus Arnsberg bezieht. Zum blühenden Frühling entwickelt er ein Projekt gemeinsam mit den Pflanzen und Insekten rund um das Lichthaus. Frühlingsgefühle und Fortpflanzung sind nur einige der Aspekte der Ausstellung im Lichthaus, das Greiner für eine Woche bewohnen wird. Sein Bett kann das bislang von Menschen unbewohnte Lichthaus zwar nicht beleben, da es bereits von zahlreichen Insektenarten bewohnt wird. Vielmehr möchte er damit den Ureinwohnern die Bühne überlassen. Die Ausstellung im Lichthaus wird vom Kulturbüro der Stadt Arnsberg in Kooperation mit dem Kunstverein Arnsberg organisiert.

Greiner, Bismarck und Charrière sind Absolventen des Instituts für Raumexperimente an der Universität der Künste in Berlin. In Arnsberg kennen wir die Künstler aus der Ausstellungsreihe "Public Abstraction Private Construction" und von den Projekten "Entladung (Arnsberg)" von Andreas Greiner und Fabian Knecht (2013), "Some Pigeons are more equal than others" von Julian Charrière und Julius von Bismark (2013) und "Dominions (Arnsberg/Neheim/Hüsten)" von Julian Charrière und Andres Greiner (2012).

Julian Charrière
Die Welt ist mittelgroß
11. April - 8. Juni 2014
Kunstverein Arnsberg

Andreas Greiner
spring forward fall back
11. April - 8. Juni 2014
Lichthaus Arnsberg

Julius von Bismarck
History Apparatus
ab dem 11. April 2014
Neumarkt

Kunstverein Arnsberg
Königstr. 24, D-59821 Arnsberg
kunstverein-arnsberg.de

Lichthaus Arnsberg
Klosterstraße 11, D-59821 Arnsberg
lichthaus-arnsberg.de