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B3 Biennale

Sammlung Rheingold im Museum Abteiberg Mönchengladbach (16.11.03-14.3.04)


Eingabedatum: 10.11.2003


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Bernd und Hilla Becher, Joseph Beuys, Candida Höfer und Juan Munoz sind die ersten Künsler einer langfristig angelegten Ausstellungsreihe, die das Museum aus der Sammlung Rheingold zeigt. Als nicht ganz unumstritten wird diese Partnerschaft zwischen Museum und Sammlern von den Medien charakterisiert: einerseits kann das Museum äußerst kostengünstig interessante Ausstellungen präsentieren andererseits erhöht sich natürlich der Marktwert einer bis dahin eher unbekannten Sammlung erheblich.

Pressemitteilung / Auszug:"Eine langfristige Partnerschaft zwischen der Sammlung Rheingold und dem Museum Abteiberg in Mönchengladbach wurde im September 2003 besiegelt.

Es sind sieben Gesellschafter, die sich vor etwa 3 Jahren zu der Sammlung Rheingold zusammen geschlossen haben, unter ihnen die vier Brüder Viehof aus Mönchengladbach. Allen gemeinsam ist ihr Bezug zum Rheinland, der sich nicht zuletzt in dem assoziationsträchtigen Namen der Sammlung niederschlägt.

Sie umfasst zeitgenössische Kunst in den Sparten Malerei, Skulptur, Fotografie und Videokunst. In der Sammlung sind bislang namhafte Künstlerinnen und Künstler aufgenommen wie Stefan Balkenhol, Bernds und Hilla Becher, Joseph Beuys, Tony Cragg, Günther Förg, ... Es ist weniger die junge Generation der noch unbekannten, viel versprechenden Talente als vielmehr die der bereits international renommierten, aber nach wie vor hoch aktuellen Zeitgenossen.

Charakteristisch für die Sammlung Rheingold ist es, dass keine einzelnen Belegstücke von ausgewählten Künstlern erworben werden, sondern repräsentative Werkgruppen. Das erlaubt die Präsentation kleinerer Einzelaustellungen, was dem vergleichsweise intimen Charakter des Museums Abteiberg sehr entgegen kommt. Eine weitere Besonderheit ist es, dass die umfangreiche Sammlung Rheingold nie vollständig, sondern immer nur mit ausgewählten, temporär präsentierten Konvoluten von Werken im Museum Abteiberg zu Gast sein wird.

Bis zu viermal im Jahr werden ausgewählte Werkgruppen in den Kontext der Sammlung des Museums Abteiberg integriert bzw. je nach Art und Umfang der Werkgruppe in mindestens einem separaten Ausstellungsraum präsentiert. Der Beginn der Zusammenarbeit wird durch eine erste Ausstellung am 16. November 2003 dokumentiert. Der Leiter des Museums Abteiberg ist für die Konzeption und Ausführung der Ausstellungen im Museum Abteiberg verantwortlich.

Als Gegenleistung für die dauerhafte Zurverfügungstellung von Räumen des Museums erwartet die Stadt Mönchengladbach, dass die Sammlung Rheingold dem Museum Abteiberg jährlich ein Einzelkunstwerk aus einer ausgestellten Werkgruppe junger Künstler als Schenkung überlässt.

Im Dialog mit der eigenen Sammlung wird durch abwechslungsreiche Konstellationen eine belebende Wechselbeziehung zwischen Beständen und Leihgaben angestrebt.

Der „Auftakt“ der Zusammenarbeit, der erste Einblicke in die Sammlung erlaubt, ist eine Ausstellung, die an die Tradition des Museums anknüpft, die immer eng mit Joseph Beuys verbunden war.

Gezeigt werden ein Konvolut von ca. 30 Beuys-Zeichnungen, Werkgruppen mit den konzeptuellen Fotografien von Bernd und Hilla Becher sowie der ganz aktuelle, diesjährige Biennale-Beitrag von Candida Höfer in einer reduzierten Form. Lebensgroße Bronze-Plastiken von Juan Munoz werden im Eingangsbereich des Museums mit dem Thema der Konversation konfrontieren."

Ausstellungsdauer: 16.11.03 - 14.3.04
Öffnungszeiten: täglich von 10.00 - 18.00 Uhr, montags geschlosssen

Städtisches Museum Abteiberg | Abteistr. 27 | 41061 Mönchengladbach | Tel.: +49-2161-252631
museumabteiberg.de


ch











Daten zu Bernd und Hilla Becher:


- *1931 in Siegen, Germany and 1934 in Potsdam, Germany.

- art cologne 2015

- documenta 7, 1982

- Preistraeger Goslarer Kaiserring

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

Weiteres zum Thema: Bernd und Hilla Becher



Teile der Sammlung Grothe kommen unter den Hammer (Feb. 02)


Der Duisburger Bauunternehmer und Immobilienkaufmann Hans Grothe hat im Laufe der Jahre eine beachtliche Sammlung an Werken deutscher Kunst nach 1945 aufgebaut, die mittlerweile rund 700 Werke umfasst und seit 1972 vom Kunstmuseum Bonn gepflegt und kuratiert wird.
Es scheint, als wolle Grothe seine Sammlung neu strukturieren, da er mit 48 Werken nahezu seine gesamte Fotokunst abstößt. Darunter neben Werken von Bernd und Hilla Becher Arbeiten von Gursky, Ruff, Struht und Thomas Demand.
Merkwürdigerweise kann sich Grothe nur von den Werken von Axel Hütte nicht trennen. Dem Künstler, der als einziger in dieses Gruppe am Markt noch nicht so hoch dotiert ist. Ein Zufall oder Preispolitik, den Teil seiner Sammlung gerade dann zu verkaufen als die Preise für Photographie auf dem Zenith stehen?
Nicht nur, dass der Zeitpunkt für den Verkauf optimal gewählt scheint, Grothe selbst soll bei den Galeristen unter der Prämisse gekauft haben, nie selbst zu verkaufen und nur auf grund dessen sind ihm Zyklen, Werkgruppen und ganze Künstlerräume überlassen worden.

Aber damit nicht genug, er rückt mit seiner Aussage er habe nur Arbeiten zur Auktion gegeben, die er entbehren könnte auch das Kunstmuseum Bonn -das die Sammlung jahrelang mit öffentlichen Geldern betreute -in ein schlechtes Licht. Sind die Werke nicht Museums-würdig oder war es die gute Marktlage, die Grothe dazu motivierte?

Die Arbeiten wurden auf vier Versteigerungen verteilt. Jeweils zwei New Yorker und zwei Londoner Auktionen. Die Ergebnisse der Londoner Frühjahrsauktionen werden noch auf sich warten lassen, aber die New Yorker Herbstauktionen weisen eine erste Tendenz. Die Photographie <Paris, Montparnasse> von Gursky erzielte mit 540 000 Dollar den höchsten Preis, der überhaupt für eine zeitgenössische Photographie gezahlt wurde. Einen weiteren Auktionsrekord gab es auch für eine Photoserie mit Hochöfen von Bernd und Hilla Becher (140 000 Dollar). Dafür schnitten seine Werk der <Nachkriegskunst> gar nicht gut ab. Von Richters vier Bildern fielen <Waldstück (Okinawa)> und <Ausschnitt (rot-blau)> ebenso wie die <Poetische Kugel> von Baseliz und der <Laterna Magica-Zyklus> von Polke gnadenlos durch.

Silke Lemmes für art-in.de

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)


Am 18. April 2002 war es soweit, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wurde durch ein zweites Haus ergänzt: K21. Anders als im Mutterhaus werden hier auch die neuen Medien stärker zur Geltung kommen, d.h. Foto, Video, Installation u.a. Also ein Museum für die internationale Kunst der Gegenwart, sozusagen als Fortsetzung des Haupthauses. K 20 bleibt als Haupthaus das Zentrum, während K21 den Status einer Dependance hat.

K20, das Mutterhaus am Grabbeplatz liegt am Rand der Düsseldorfer Altstadt. Das Gebäude mit der elegant geschwungenen Fassade wurde von dem dänischen Architektenteam Dissing+Weitling entworfen und 1986 eröffnet.
Das Profil des Museums liegt in der westeuropäischen und amerikanischen Malerei des 20. Jhs. Neben einer kleinen Werkgruppe der französischen Fauves, sind dort Hauptwerke des Kubismus und Expressionismus zu sehen. Außerdem besitzt die Kunstsammlung 94 Werke von Paul Klee und hat damit den zweitgrößten Besitz des Künstlers in Deutschland. Die europäische Malerei ist mit der italienischen Pittura Metafisica und surrealistischen Werken vertreten. Die amerikanische Malerei ist u.a. durch Arbeiten von Pollock vertreten. Aber auch Arbeiten der Pop-Ikonen Warhol, Johns und Rauschenberg werden ausgestellt.
Seit 1989 lädt die Kunstsammlung in unregelmäßigen zeitlichen Abständen internationale Künstler zur Herstellung einer neuen Arbeit für die große Ausstellungshalle mit ihren extremen Dimensionen ein. Seither konnten speziell für diesen Raum konzipierte Werke von Dani Karavan, Richard Serra, Richard Long und Daniel Buren gezeigt werden.

Ausstellung: Gerhard Merz
Fragment Grande Galerie I-XIV
23.02. – 15.09.02

Parallel zur Eröffnung von K 21 wird Gerhard Merz im Rahmen dieser erfolgreichen Ausstellungsreihe am Grabbeplatz ein weiteres Projekt realisieren.
Für die große Ausstellungshalle hat der Künstler eine tonnengewölbte, helle Passage von 33 m Länge entworfen, die auf den Raumtypus der Grande Galerie des Louvre verweist. Klassizistisches wird in äußerster Reduktion zitiert und daraus ein «anderer» Klassizismus als Reflexionsform der Gegenwart konstruiert.
Adresse: K 20
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Tel: 0221-8381-130
Internet: kunstsammlung.de/

Öffnungszeiten: Di – Fr 10-18 h
Sa und So 11-18 h / Jeden 1. Mittwoch im Monat 10-22 h
K21 – befindet sich im ehemaligen Landesparlament von Nordrhein-Westfalen, im sogenannten Ständehaus, im Süden der Düsseldorfer Innenstadt im Park am Kaiserteil. Das Gebäude war 1880 als Ständehaus für die Versammlung der Provinzialstände von dem späteren Berliner Dombaumeister Julius Raschdorff im historistischen Stil der Neorenaissance errichtet worden. Für K21 wurde das ehemalige Landesparlament, das seit dem Umzug des Landtages im Jahr 1988 nicht mehr benutzt wurde von den Architekten Kiessler+ Partner in ein funktionales, aber auch eindrucksvolles Museum verwandelt.
Neben dem Einbau der für museale Belange notwendigen Technik wurden die historischen Elemente des Baus wie Kreuzgewölbe, Stützen, Kapitelle und Fassaden erhalten und behutsam restauriert. Der in der Vergangenheit mehrfach erweiterte Plenarsaal besitzt jetzt wieder sein ursprüngliche Dimension von 1880, während das östliche Haupttreppenhaus vom 2. OG mit einer neuen freischwebenden Treppenkonstruktion bis zur Kuppel hinauf geführt wird. Eine Glaskuppel überspannt das gesamte Haus und den Innenhof. Im Kuppelraum findet ein Skulpturengarten Platz, zudem werden auf der bühnenartigen Mittelfläche Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattfinden, die das Museumsprogramm ergänzen.

Damit verfügt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen über ein zweites Haus in Düsseldorf. Das Programm des zweiten Hauses beginnt in der Zeit um 1980, als die postmoderne Wende die historischen Vorstellungen von Moderne und Avantgarde lockerte und erweiterte. Die Kunst fing damals an, ihre eigene Geschichte kritisch zu überdenken, gab dem Bild und der Metapher ebenso wie der Heterogenität und der Ambivalenz eine neue Bedeutung. Zugleich fand eine Ausweitung der künstlerischen Medien statt.

Die Eröffnungspräsentation steht unter dem Titel Startkapital. Damit ist sowohl die konkrete Situation der jungen Institution gemeint als auch die Kunst selbst als unverzichtbares Kapital des Menschen. Gezeigt wird ein vielfältiges Panorama von Marcel Broodthaers, Nam June Paik und Imi Knoebel, ein großes Skulpturenensemble von Thomas Schütte sowie Fotografien von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth und Jeff Wall.
Maßgebliche Unterstützung erfährt die Gründungsphase von K21 durch zahlreiche Dauerleihgaben aus der Sammlung von Simone und Heinz Ackermans, deren Schwerpunkt auf figurativen Skulpturen und Installationen seit den 80ern liegt. Dazu zählen unter anderen künstlerische Positionen von Katharina Fritsch, Robert Gober, Ilya Kabakov und Franz West. Gezeigt werden aber auch Arbeiten aus dem Bereich der Videokunst von Bill Viola, Tony Oursler und Paul Pfeiffer, die zu den neuesten Erwerbungen der Sammlung Ackermans gehören.

Die Zusammenarbeit mit zwei weiteren rheinischen Privatsammlungen trägt zu einer zusätzlichen Stärkung an hand von Dauerleihgaben bei: In wechselnden Ausschnitten werden die Sammlungen von Reiner Speck (Köln) sowie von Gaby und Wilhelm Schürmann (Herzogenrath) vorgestellt.

Im Untergeschoss befindet sich außerdem ein weiterer Raum, für Wechselausstellungen, in dem zum Auftakt Werke von Katharina Fritsch gezeigt werden.


Adresse: K 21
Ständehaus 1
40217 Düsseldorf
Tel. 0211. 83 81- 600

Öffnungszeiten: entsprechen denen von K20

Die ersten Publikumstage (20. und 21.04.02) sind Eintritts frei.

  • Teile der Sammlung Grothe kommen unter den Hammer (Feb. 02)

  • Künstlerliste Documenta11 (05.02)

  • Museum Küppersmühle (07 / 01)

  • Kunstmuseum Basel: Looking In - Looking Out (26.04 - 29. 06.03)

  • Sammlung Rheingold im Museum Abteiberg Mönchengladbach (16.11.03-14.3.04)

  • Bernd und Hilla Becher im K21 / Düsseldorf (29.11.03 - 12.04.04)

  • Thomas Ruff - Ausstellung in der Kestner Gesellschaft Hannover - 29.2.04

  • Internationaler Preis für Photographie der Hasselblad Stiftung (19.3.04)

  • Fotografiesammlung der Allianz AG für die Pinakothek der Moderne, München ( 08.05.-12.09.04)

  • Bernd und Hilla Becher im Haus der Kunst, München (16.06.-19.09.04)

  • Candida Höfer - Kestnergesellschaft, Hannover (26.08.-30.10.05)

  • What does the jellyfish want? - Museum Ludwig, Köln (31.3.-15.7.07)

  • Candida Höfer - ZKM | Museum für Neue Kunst, Karlsruhe (12.1.-2.3.08)

  • Idris Khan. Every... - K20, Düsseldorf (26.01.-09.03.08)

  • Stiftung Ann und Jürgen Wilde übereignet Sammlung der Pinakothek der Moderne, München

  • Joachim Brohm - Kunsthalle Mainz

  • Candida Höfer und Kuehn Malvezzi. Fotografien - Oldenburger Kunstverein

  • Laurenz Berges

  • Götz Diergarten. Photographs - Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

  • Bild für Bild – Film und zeitgenössische Kunst

  • New Topographics

  • DGPh verleiht den Kulturpreis 2011

  • MMK 1991-2011. 20 Jahre Gegenwart

  • Bernd und Hilla Becher

  • Simone Nieweg. Gärten/Felder

  • Beuys Warhol Polke & Co

  • Das Narrative in der Fotografie

  • Fotografie Total

  • Walker Evans. Decade by Decade

  • Bernd und Hilla Becher — Hochofenwerke

  • Aktuelle Buchliste

  • Venedig-Biennale 2015: Florian Ebner wird Kurator des Deutschen Pavillons

  • Subodh Gupta. Everything is Inside

  • REINES WASSER

  • more Konzeption Conception now

  • Trevor Paglen erhält DGPh Kulturpreis 2015

  • PORTRAIT

  • AXEL HÜTTE: FERNE BLICKE

  • Wie leben? – Zukunftsbilder von Malewitsch bis Fujimoto

  • Displacements / Verlagerungen. Andrea Robbins / Max Becher

  • Der typologische Blick – Ausstellung für Hilla Becher

  • FOTOGRAFIE HEUTE: distant realities

  • Albrecht Kunkel: QUEST. Fotografien 1989–2009

  • Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art

  • Hanne Darboven - GEPACKTE ZEIT

  • Die Becher-Klasse

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