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B3 Biennale

Elke aus dem Moore wird neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

Personalien:

Dezember 2017
Eingabedatum: 07.12.2017

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Elke aus dem Moore, die derzeitige Leiterin der Abteilung Kunst im Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart, wird neue Direktorin der Akademie Schloss Solitude, sie folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie seit Beginn geleitet hat.

Zur Person heißt es:
... Elke aus dem Moore studierte Literatur- und Kunstwissenschaften in Osnabrück, Zürich und Bochum und war 1999 bis 2002 als Kuratorin für zeitgenössische Kunst an der Shedhalle Zürich tätig. Als Leiterin des Künstlerhauses Stuttgart verantwortete sie von 2003 bis 2006 das internationale Ausstellungsprogramm.

Gegenwärtig ist sie Leiterin der Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Sie ist verantwortlich für die inhaltliche Ausrichtung des internationalen Ausstellungsprogramms mit etwa 30 tourenden Ausstellungen weltweit, der ifa-Galerien in Stuttgart und Berlin und der Förderprogramme im Bereich der Bildenden Kunst.

Der kuratorische und programmatische Ansatz Elke aus dem Moores folgt dem Prinzip der Begegnung, des Austauschs und des Dialogs. Die Verschränkung von globalen gesellschaftlichen Fragestellungen mit lokalen Erfahrungen und Praktiken zeitgenössischer Kunst bestimmen die programmatische Ausrichtung der Arbeit im Bereich Kunst des ifa.

Beispielhaft war die von Elke aus dem Moore initiierte künstlerische Plattform zu Kunst, Mode und Urbanität Pret-a-Partager, die an zahlreichen afrikanischen Orten und in Berlin und Stuttgart stattfanden. Sie entwickelte – gemeinsam mit Yvette Mutumba und Julia Grosse - das Online Magazin Contemporary And – Zeitgenössische Kunst aus afrikanischen Perspektiven, das im kommenden Jahr eine Erweiterung nach Lateinamerika erfährt.

Themen ihrer kuratorisch-programmatischen Ausrichtung sind gesellschaftlich relevante Themen, die in Ausstellungen und Konferenzen thematisiert werden. Wie bspw. Gemeinschaft und der öffentliche Raum (so fand erst am 25. November die Konferenz „Staging a Change in Teheran“ statt) sowie Fragen zu Design und Nachhaltigkeit („Pure Gold – Upcycling, Upgrading“). In einer Kooperation mit der documenta 14 kuratierte sie – gemeinsam mit Sepake Angiama – die Zusammenkunft „Under the Mango Tree“, in der internationale Perspektiven auf neue edukative Modelle in der Kunst vorgestellt wurden.

Zu einem ihrer Verantwortungsbereiche gehört die organisatorische Umsetzung des Deutschen Beitrags auf der Kunstbiennale Venedig. In den letzten Jahren hatte der Deutsche Pavillon bereits zweimal den Goldenen Löwen gewonnen. ..."

akademie-solitude.de

chk












Weiteres zum Thema: Elke aus dem Moore



Vier Künstler für den Deutschen Pavillon


Santu Mofokeng, Gold-Mining Area, Krugersdorp, 2012, © Santu Mofokeng

... Künstlerisches Schaffen in Deutschland ist heute von vielfältigen Arten der Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus aller Welt und einem internationalen intellektuellen und kulturellen Austausch geprägt. Deutschland soll daher auf der 55. Biennale in Venedig nicht als hermetische nationale Einheit, sondern als aktiver Teil eines komplexen, weltweiten Netzwerkes repräsentiert werden. Aus diesem Grund hat Susanne Gaensheimer vier internationale KünstlerInnen aus unterschiedlichen Ländern eingeladen:

Ai Weiwei
Romuald Karmakar
Santu Mofokeng
Dayanita Singh

Die KünstlerInnen sind in den großen Museen und Sammlungen der Welt vertreten und haben an den wichtigen internationalen Großausstellungen und Filmfestivals teilgenommen. Ihre Werke, Ausstellungen, Publikationen und Filme sind Teil der internationalen künstlerischen Diskurse und haben diese in den letzten Jahren zum Teil mitbestimmt. Darüber hinaus sind alle vier KünstlerInnen in besonderer Weise mit der deutschen Kunstszene verbunden. Seit vielen Jahren arbeiten Ai Weiwei, Romuald Karmakar, Santu Mofokeng und Dayanita Singh auch in Deutschland bzw. mit deutschen Institutionen, Verlagen und Sammlungen eng zusammen. Inhaltlich ist ihnen gemeinsam, dass sie sich in ihrem Werk auf kritische Weise mit den Bedingungen ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit beschäftigen und wesentliche Impulse geben zur Reflektion des aktuellen kulturellen und gesellschaftlichen Selbstverständnisses in einer global vernetzten Welt. Dabei nutzen sie selbstverständlich eine Vielzahl von Medien, neben Bildhauerei und Installation auch Fotografie und Film.

Gaensheimer zu ihrer Künstlerwahl: „Die Alltagsrealität und die kulturelle Landschaft in Deutschland sind von unterschiedlichen Religionen, Ökonomien und politischen Ansätzen geprägt, das ist heute die Normalität und führt sowohl zu einer großen Bereicherung als auch zur Konfrontation. Dass unsere Gesellschaft nicht mehr ohne Dialog, Kooperation und einer Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Lebensentwürfen und -wirklichkeiten funktioniert, zeigt sich gerade heute in aller Deutlichkeit. Für die Biennale in Venedig mit einer Gruppe von Künstlern aus unterschiedlichen Ländern zusammenzuarbeiten, ist daher für mich die logische Fortsetzung meiner Arbeit mit Christoph Schlingensief. Die von mir eingeladenen Künstler und ihre Werke sind repräsentativ für verschiedene Themen, die sich aus dem Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Ideologien und Lebensentwürfe ergeben und uns heute besonders betreffen. Wichtig ist mir dabei, dass es ihnen gelingt, unsere Perspektive zu erweitern und uns einen Zugang zum Blick der ‚Anderen‘ zu schaffen, teilweise auch auf unbequeme Weise. Obwohl sie ihre Werke aus den spezifischen, lokalen Kontexten heraus entwickeln, realisieren sie durch die Integration ihrer eigenen Erfahrungen von Internationalität eine Art anthropologisch universelle Bildsprache.“

Begleitend zur Ausstellung im Pavillon ist eine Publikation geplant, die substantielle und zum Teil exklusive, neue Beiträge internationaler Autoren zu den angesprochenen Themen sowie Texte zu den beteiligten KünstlerInnen und eine ausführliche fotografische Dokumentation ihrer Werke zusammenführt.

Elke aus dem Moore, die Leiterin der Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehung (ifa) kommentiert: „Die Auswahl der KünstlerInnen wird im Kontext der nationalen Länderpavillons in den Giardini der Biennale von Venedig ein deutliches Zeichen für internationale Kommunikation und Kooperation setzen!“

Seit einigen Monaten führen wir gemeinsam mit den eingeladenen KünstlerInnen und mit Christine Macel, der Kuratorin des französischen Beitrags der 55. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia 2013 und Chefkuratorin am Musée National d’Art Moderne – Centre Pompidou, Paris, sowie Anri Sala, dem von Frankreich eingeladenen Künstler, Gespräche über die Möglichkeiten einer Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland in Venedig. Im Laufe der nächsten zwei Monate werden wir Sie hierzu gerne informieren.

Der deutsche Beitrag entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa)

deutscher-pavillon.org

Venedig-Biennale 2015: Florian Ebner wird Kurator des Deutschen Pavillons


Florian Ebner, Leiter der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang, Essen, wurde von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier als Kurator für den deutschen Beitrag auf der 56. Kunstbiennale in Venedig 2015 benannt. Der deutsche Pavillon wird seit 1971 vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) im Auftrag des Auswärtigen Amts koordiniert.

Parallelen und Zusammenspiel von Kunst und Fotografie in der Theorie wie in der Praxis sind die Themen von Florian Ebner. „Als Kurator des Deutschen Pavillons wird Florian Ebner zweifelsohne eindrucksvolle Akzente setzen“, so Elke aus dem Moore, Leiterin des Bereichs Kunst am ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), „seine bisherige kuratorische Arbeit ist von internationalen Perspektiven und einer mutigen Auseinandersetzung mit den bestehenden kunsttheoretischen Ansätzen geprägt. Ich freue mich auf die spannende und bereichernde Zusammenarbeit.“ Tobia Bezzola, Direktor des Museum Folkwang: „Wir sind hoch erfreut über die Ernennung von Florian Ebner zum Kurator des deutschen Pavillons und gratulieren ihm sehr herzlich. Er wird der am Museum Folkwang intensiv geförderten Integration der Fotografie in das Ensemble der zeitgenössischen Kunst damit auch international vermehrte Sichtbarkeit verleihen.“

Biografisches:
Florian Ebner, geboren 1970 in Regensburg, ist seit November 2012 Leiter der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang. Von 2009 bis 2012 leitete er das Museum für Photographie in Braunschweig. Hier entstand auch seine vielbeachtete Ausstellung „Kairo. Offene Stadt“, in der er die Bedeutung des Fotos im gesellschaftlichen Wandel der ägyptischen Revolution 2011 thematisierte. Die Ausstellung, die im Frühjahr 2013 am Museum Folkwang gezeigt wurde, erhielt von der AICA Sektion Deutschland (Association Internationale des Critiques d’Art) den Titel „Ausstellung des Jahres 2013“. Aktuell erarbeitet er für das Museum Folkwang die umfangreiche zweitteilige Ausstellung „(Mis)Understanding Photography. Werke und Manifeste“ (ab 14. Juni 2014), die erste umfassende Darstellung medienreflexiver und interikonischer Positionen künstlerischer Fotografie von den 1970er Jahren bis heute.

Die Biennale in Venedig gilt als die älteste und renommierteste internationale Kunstschau der Welt. Als einziges Land gewann Deutschlands Beitrag für die Biennale bis jetzt dreimal den Goldenen Löwen (1986, 2001, 2011). Vorgestellt wird zeitgenössische Kunst aus Deutschland von international renommierten Künstlerinnen und Künstlern, so in den vergangenen Jahren Gerhard Richter, Joseph Beuys, Jochen Gerz, Ulrich Rückriem, Hanne Darboven, Bernd und Hilla Becher, Hans Haacke, Katharina Fritsch, Gerhard Merz, Rosemarie Trockel, Martin Kippenberger, Tino Sehgal, Isa Genzken, Liam Gillick, Christoph Schlingensief und Ai Weiwei.

museum-folkwang.de