Logo art-in.de Meldungen

Ute Eskildsen erhält den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)

Dezember 2020
Eingabedatum: 17.12.2020

Die Kuratorin und Photohistorikerin Ute Eskildsen erhält den Kulturpreis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Als eine Pionierin der Photoszene hat sie maßgeblich zur Etablierung und Konsolidierung des Mediums in der deutschen und internationalen Kunstlandschaft beigetragen: Eskildsen hat Ausstellungen kuratiert, die heute Teil der Photogeschichte sind, eine der herausragenden photographischen Museumssammlungen Europas aufgebaut und sich für die Förderung junger Photograph*innen und Kurator*innen engagiert.

Die ausgebildete Photographin und Photohistorikerin Ute Eskildsen hat in den 33 Jahren ihrer Tätigkeit für das Museum Folkwang in Essen früh eine für Deutschland und Europa vorbildliche photographische Sammlung konzipiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Auf der Grundlage der Studiensammlung ihres Lehrers Otto Steinert, die dieser seit 1958 für das Fotostudium an der Folkwangschule in Essen aufgebaut hatte, mit präzisem Blick für photographische Qualität, Beharrlichkeit und enormer Tatkraft hat sie Zentrales zur Institutionalisierung und Sammlung, Erforschung, Bewahrung und Vermittlung des Mediums beigetragen und dadurch national und international hohes Ansehen erlangt.
Mit einer Vielzahl wichtiger Ausstellungen hat Ute Eskildsen die Photographie in Geschichte und Gegenwart durchmessen, erforscht und präsentiert. Zu ihrem bahnbrechenden, facettenreichen Programm gehören Ausstellungen wie die Rekonstruktion „Film und Foto der 20er Jahre. Eine Betrachtung der Internationalen Werkbundausstellung ´Film und Foto`, 1929“ (1979), „Reste des Authentischen. Deutsche Fotobilder der 80er Jahre“ (1986), „Fotografieren hieß teilnehmen. Fotografinnen der Weimarer Republik“ (1994), „Robert Frank. Hold Still Keep Going“ (2000) oder ihre Abschiedsausstellung „Der Mensch und seine Objekte“ (2012).

Wichtige monographische Ausstellungen widmete sie darüber hinaus Photograph*innen wie Helmar Lerski (1983), Laszlo Moholy-Nagy (1996), Rineke Dijkstra (1998), Roni Horn (2004) oder Paul Graham (2009) – und dem diesjährigen Dr. Erich Salomon-Preisträger Chris Killip (2012).

Eskildsen hat zudem zentrale Förderstrukturen für junge Kolleg*innen konzipiert, so etwa die Stipendienprogramme „Zeitgenössische deutsche Fotografie“ und „Museumskuratoren für Fotografie“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (seit 1982 bzw. 1999). Auch diese Stipendien und Preise waren für die internationale Photoszene beispielgebend.

Der Kulturpreis wird seit 1959 verliehen und ist der wichtigste Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Seit 2020 wird er von WhiteWall großzügig gefördert. Mit ihm zeichnet die DGPh lebende Persönlichkeiten für bedeutende Leistungen im Bereich der Photographie aus. Träger des DGPh Kulturpreises sind unter anderem Sarah Moon, Helga Paris, Gottfried Jäger, Klaus Honnef, Stephen Shore, Wolfgang Tillmans, Stephen Sasson, Wim Wenders, F.C. Gundlach, Daido Moriyama, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson und Man Ray.

Ditmar Schädel, Vorsitzender der DGPh, kommentiert: "Der Kulturpreis hat eine beeindruckende Liste renommierter Preisträger*innen und steht damit für die Entwicklung der Photographie nach 1945. Mit Ute Eskildsen wird diese Reihe der Namen um eine bedeutende und die deutsche Photoszene prägende Position bereichert."

Situationsbedingt durch die Covid-19-Pandemie werden Ort und Zeit der Preisverleihung zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

www.dgph.de

Presse




Anzeige
Responsive image


Anzeige
vonovia award-teilnahme


Anzeige
Ateliers suchen mieten anbieten


Anzeige
artspring berlin auf art in berlin

Weitere Meldungen:

Дружба! Die Kulturkampagne zum Bau der Erdgasleitungen

Städel Museum mit neuer Leiterin für die Sammlung Fototgrafie

Anmerkungen zu den NFTs

Eva Birkenstock wird neue Direktorin des Ludwig Forums

Dokumentarfilm: Exploring Art at the European Patent Office

DZ BANK Kunstsammlung wird Stiftung

Dorothea von Stetten-Kunstpreis 2020 geht an Hannah Weinberger

ART COLOGNE startet Galerieplattform_DE

Arnold Bode-Preis für Kunstkollektiv INSTAR – Tania Bruguera

Sofia Duchovny erhält Preis der Kunststiftung Rainer Wild

Gesprächsreihe lumbung calling bildet Auftakt des Begleitprogramms der documenta fifteen

FLUID STATES. SOLID MATTER

Stefanie Kleefeld ist neue Leiterin des Kunstvereins Bremerhaven

documenta fifteen mit fünf neuen lumbung-member

Maria Eichhorn im Deutschen Pavillon 2022

Eva Berendes erhält Bonner Kunstpreises 2021

Thomas Schmäschke wird neuer Leiter des Museums Villa Rot

Der Karin Hollweg Preis 2020 geht an Kate Andrews

Agnieszka Roguski ist neue künstlerische Leiterin der Arthur Boskamp-Stiftung

Die Villa Romana-Preisträger*innen 2021

einklang freier wesen

SEO erhält Kunstpreis LÖWE VON WEILBURG

Kunstmessetermine verschieben sich

Deutsche Börse und das Städel Museum werden Partner

Deltabeben-Preis geht an Ulises Morales Lamadrid

Kulturelles Verbundprojekt „Offene Welten“

FOTO WIEN wird verschoben

Max Ernst-Stipendium 2021 an Belia Brückner

Bund fördert nationale Kultureinrichtungen mit 32 Millionen Euro

Nun steht es fest: Chemnitz wird Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025