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Auktionsmarkt im Wandel | 18.07.2001


Eingabedatum: 01.07.2001

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Was am 10. Juli von den beiden Londoner Auktionshäusern Bonhams und Phillips noch als "Gerüchte und Spekulationen" bezeichnet wurde, entspricht nun doch den Tatsachen.

Nachdem es nicht einmal ein Jahr her ist, dass Bonhams mit Brooks - ebenfalls ein Londoner Auktionshaus - fusionierte, ist jetzt die nächste Fusion perfekt: ab Herbst 2001 wird in London in der Bond Street unter dem Namen Bonhams versteigert.
Geleitet wird das neue Bonhams & Brooks von Robert Brooks, der mit 50,1% die Mehrheit hält.

In New York und Genf wird dagegen weiterhin unter dem Namen Phillips, de Pury & Luxembourg firmiert.

Der Franzose Bernard Arnault, zu dessen LVMH-Imperium die Edelmarken Louis Vuitton, Dior und Moet gehören, kaufte 1999 das Auktionshaus Phillips auf und hatte schon 2000 seine Absichten - mit Sotheby´s und Christie´s zu konkurrieren - mehr oder weniger deutlich dargelegt, indem er mit den ehemaligen Sotheby´s Mitarbeitern Simon de Pury und Daniella Luxembourg zusammenging.

Die jetzige Fusion verleiht dieser Tendenz, dass in New York nur noch Spitzenobjekte aufgerufen werden sollen, Nachdruck Denn - so scheint es zumindest momentan - Arnault hat sich vom Londoner Auktionsmarkt zurückgezogen und konzentriert sich vollständig auf New York.

Vor der Fusion galt Phillips als das drittgrößte Auktionshaus und gilt es auch jetzt noch. Das Ranking hat sich dadurch demnach nicht verändert, dennoch hat Arnault durch der Fusion seine Position gestärkt. Ob dies der letzte Streich war, oder ob das Gerangel auf dem Kunstmarkt doch noch kein Ende nimmt, bleibt abzuwarten.

sl


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