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B3 Biennale

Thomas Ruff (Feb. 02)


Eingabedatum: 01.03.2002


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Im Rahmen der Retrospektive Thomas Ruff Fotografien 1979 wird nun eine Anwahl im Folkwang Museum in Essen gezeigt. Auf grund der räumlichen Situation kann hier, im Gegensatz zu Baden-Baden nur ein Teil der Arbeiten gezeigt werden. Ausgewählt wurden vier Serien aus drei Themenbereichen.

In der 1987 begonnene Serie Häuser, angeregt durch Postkarten von Neubauten seit den 50er Jahren, setzt der Fotograf die Betonung der Formengestalt seines Aufnahmeobjektes fort, auch unter Anwendung der elektronischen Retusche. Zu sehen ist in der Ausstellung zu ein Beispiel dieser Bearbeitungstechnik: das Haus Nr. 81. Ruff ist der Meinung, dass Photografien wie Gemälde konstruiert sind. Die Bilder unterliegen der Kontrolle des Photografen. Die digitale Retusche bietet ihm die Möglichkeit sein Bild zu optieren. In diesem Fall war ein Parkschild zu dominant, so dass es wegretuschiert wurde.
In jeder Serie geht es um das Einzelbild im seriellen Kontext. In seiner Porträt-Serie hat er einen festen Darstellungsmodus ausgewählt. Ruff entschied sich für das Brustbild und eine möglichst neutrale Darstellungsweise, um das Gesicht des Porträtierten in den Mittelpunkt zu stellen. Als Modelle wählte er seine Freunde und Bekannten im Alter zwischen 25-35 aus. Ruff will damit seine Generation darstellen. Es handelt sich hier jedoch nicht um ein soziales Porträt, wie es das Anliegen von August Sander war. Dadurch, dass die Porträts wie überdimensionale Passfotos aussehen, wird der soziale Kontext komplett ausgeblendet und nur das Genre reflektiert. Die Bilder verraten nichts über das Privatleben oder den Beruf der Dargestellten.

In allen drei Themenbereichen geht es dem Künstler um kein spezielles Haus oder eine bestimmte Person. Ruff sucht über jedes Objekt die passende Kameraeinstellung und das optimale Format, das er dann mit dem jeweiligen Thema in Bezug setzt. Der spezifische Zeitgeschmack soll durch die Themenbreite und den Umfang der Projekte eingefangen werden.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die Entwicklung des Künstlers. Porträts aus verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Formaten sind zu sehen.

Adresse: Museum Folkwang Essen
Goethestr. 41
45128 Essen

Tel.: 0201/8845314
Fax: 0201/8845001
Internet: museum-folkwang.de

Öffnungszeiten: Di – So. 10 – 18 h
Fr. 10 - 24 h

sl












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Museum Folkwang Essen (02 / 02)


Das Museum Folkwang blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Das 1901 vom Sammler und Mäzen Karl Ernst Osthaus gegründete Museum fusionierte 1922 mit dem Essener Kunstmuseum und fimiert seitdem in Essen unter dem Namen Museum Folkwang.
In den 30er Jahren konnte das Museum durch gezielte Ankäufe der deutschen Malerei und Plastik die französischen Bestände (vorwiegend Impressionisten) abrunden, so dass die Sammlung internationale Anerkennung genoß und einen hervorragenden Ruf hatte.
Die Kunstpolitik des 3. Reichs vernichtete diese Arbeit. 1937 wurden 59 Gemälde beschlagnahmt. Bei einer zweiten Beschlagnahmeaktion im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" verliert das Museum über 1000 Kunstwerke. Damit besaß das Museum kein Kunstwerk mehr aus dem 20. Jh. Aber damit noch nicht genug, auch die Gebäude selbst wurden im Krieg zerstört.
Erst 1960 konnte das Museum im neuen Gebäude an der Bismarckstraße wieder eröffnen. Die verlorenen Kunstwerke mussten soweit sie nicht zerstört oder an ausländische Museen verkauft worden waren, zurück erworben oder ersetzt werden - sofern dies möglich war.
Heute ist von den Rückschlägen, die das Museum hinnehmen musste nichts mehr zu spüren. Neben der Gemäldesammlung gibt es noch eine ansehnliche Graphische und Fotografische Sammlung, die jeweils eigenständige Abteilungen bilden. Während sich die Graphische Sammlung vorwiegend auf Werke des deutschen Expressionismus konzentriert, orientiert sich die Fotografische Sammlung international. Sie umfasst unter anderem die Nachlässe von Lerski, Krull, Steinert und Keetman und konnte mit der nächsten Ausstellung einen großen Namen der zeitgenössischen Fotografie ins Haus holen: Ab Februar zeigt das Museum die Retrospektive von Thomas Ruff, die danach in einige europäische Museen und 2003 in die USA weiter wandert.

Eines der Highlights zeitgenössischer Kunst ist sicherlich die Installation "Projektraum 1:1:1/Farbraum" von Mischa Kuball, das 1996/97 erstmalig im Bauhaus Dessau zu sehen war. Lichtweiße geometrische Formen werden per Dia an die Wand projiziert und durch eine orange bzw. blaue Glasscheibe, die frei im Raum hängt und sich durch einen Motor leise dreht, farblich gebrochen.

Adresse: Museum Folkwang Essen
Goethestr. 41
45128 Essen
Tel.: 0201/8845314
Fax: 0201/8845001
Internet: museum-folkwang.de

Ausstellung: Thomas Ruff
Interieurs - Porträts - Häuser, 1979-1989
17. Februar - 14. April 2002
Thomas Ruff hat mit seiner Arbeit immer wieder auch mit der fotografischen Geschichte, ihrer Technik und ihren Genres auseinandergesetzt und der deutschen Fotografie Impulse gegeben. Im Rahmen der von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden organisierten Retrospektive Thomas Ruff "Fotografie 1979 - heute" zeigt das Museum Folkwang ausschließlich die Serien Portäts, Häuser und Interieurs, in erweiteter Form. Mit insgesamt 70 Arbeiten aus diesen drei Werkgruppen betont die Präsentation im Folkwang Museum den seriellen Charakter der Arbeiten von Ruff.
Öffnungszeiten:
Di - So. 10 - 18 h
Fr. 10 - 24 h

ART FORUM BERLIN 2001 / Abschlußbericht


Volker Diehl zog auf der abschließenden Pressekonferenz zum ART FORUM BERLIN eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer der European Galleries und prophezeite der Messe gute Aussichten. In Zukunft liegt die Organisation des ART FORUM BERLIN in den Händen der Messe Berlin GmbH, die durch einen Beirat unterstützt wird. Den Kern des Beirates bilden die Berliner Galeristen Judy Lübke (Eigen Art), Thilo Wermke (Galerie Neu), Burkard Riemschneider (Galerie neugerriemschneider).

Abschlußzahlen zur Messe: 1000 Besucher mehr als im letzten Jahr 20.000) zog das ART FORUM BERLIN an, die Vernissage konnte mit 8.400 Besuchern sogar einen neuen Rekord verzeichnen. Außerdem wurden 1.200 Journalisten aus 35 Ländern gezählt sowie 172 Galerien aus 28 Ländern mit Werken von über 1.900 Künstlern.

V erkäufe: u.a.: eine Skulptur von Anish Kapoor (65.000,- engl.Pfund), eine Skulptur von Tony Cragg (86.000,-DM), eine Arbeit von Fang Lijun (40.000,-$), eine Fotoarbeit von Man Ray (36.000,-DM), eine Bodenarbeit von Helen Mirra (9.000,-$), eine 3-teilige Arbeit von Jonathan Meese (35.000,-DM), eine Arbeit von Daniele Buetti (16.000,-DM), eine Arbeit von Richard Prince (28.000,-DM), eine Fotoarbeit von Thomas Ruff (45.000,-DM), eine Leinwandarbeit von Via Lewandowsky (16.000,-DM)

Auszeichnung des besten Standes auf dem ART FORUM BERLIN

Gestern, am 10.01, wurden der internationale Gemeinschaftsstand der Galerien Michael Neff (Frankfurt a.M.) und Maccarone (New York) für den besten Stand in der Kategorie "etablierte Galerie" ausgezeichnet.
In der Kategorie "Project Spaces" erhielt die Berliner Galerie "Koch & Kesslau" den Preis für den besten Stand.
Die prämierten Galerien erhalten ein Preisgeld von 3.000,-Euro

  • Thomas Ruff (Feb. 02)

  • Museum Folkwang Essen (02 / 02)

  • Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)

  • Museum Küppersmühle (07 / 01)

  • Schwarzwaldhochstraße

  • Interview zu der Sammlung von Simone u. Heinz Ackermans: (Sep 02)

  • M_ARS - Kunst und Krieg

  • Kunstmuseum Basel: Looking In - Looking Out (26.04 - 29. 06.03)

  • Fotografieausstellung im Museum Folkwang (16.8.-5.10.03)

  • Thomas Ruff - Ausstellung in der Kestner Gesellschaft Hannover - 29.2.04

  • Seele – Konstruktionen des Innerlichen in der Kunsthalle Baden-Baden (14.2.-18.4.04)

  • Internationaler Preis für Photographie der Hasselblad Stiftung (19.3.04)

  • Fotografiesammlung der Allianz AG für die Pinakothek der Moderne, München ( 08.05.-12.09.04)

  • KUNSTKÖLN 2004 Schlussbericht

  • Verschluckt* und geschützt - 1500 Jahre Sonderschutz für 50 Kunstwerke

  • Sammlung Bernd F. Künne in der Kunsthalle Nürnberg (13.5.-4.7.04)

  • Bernd und Hilla Becher im Haus der Kunst, München (16.06.-19.09.04)

  • Die zehn Gebote - eine Kunstausstellung im Deutschen Hygiene-Museum, Dresden (19.6.-5.12.04)

  • Ausgezeichnet! Preisgekrönte und ausgewählte Positionen junger Fotografie (23.-27.02.05)

  • Sammlung 2005 - Neupräsentation der erweiterten Sammlung im K21, Düsseldorf (bis auf weiteres)

  • Kunst und Kino - Videokunst heute, K21 Düsseldorf (27.08.05 11.30 - 17.30 Uhr)

  • "Rückkehr ins All " - Hamburger Kunsthalle (23.09.05 - 12.02.06 )

  • Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel (30.10.05-12.2.06)

  • click doubleclick – das dokumentarische Moment - Haus der Kunst, München (8.2.-23.4.06)

  • "Portrait und Menschenbild" - Art Cologne

  • What does the jellyfish want? - Museum Ludwig, Köln (31.3.-15.7.07)

  • Personalien: Fritz Emslander neuer Kurator am Museum Morsbroich, Leverkusen

  • Über 200 Werke aus der DZ BANK Kunstsammlung für das Städel Museum, Frankfurt

  • REAL - Fotografien aus der Sammlung der DZ-Bank, Städel Museum, Frankfurt (18.6.-21.9.08)

  • Bibliotheca Insomnia. Das digitale Bauhaus II (27.8. - 17.9.06)

  • (keine) Angst - Kunstverein Ludwigshafen (12.9.-02.11.08)

  • Thomas Ruff in der Kunsthalle Wien (21.5.-13.9.09)

  • Das Porträt. Fotografie als Bühne - Kunsthalle Wien (3.7.-18.10.09)

  • Nude Visions. 150 Jahre Körperbilder in der Fotografie - MKG Hamburg

  • Candida Höfer und Kuehn Malvezzi. Fotografien - Oldenburger Kunstverein

  • Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel

  • "I want to see how you see". Julia Stoschek Collection, Deichtorhallen, Hamburg

  • Götz Diergarten. Photographs - Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

  • Auswertung der Flugdaten - K21 Ständehaus, Düsseldorf

  • HyperReal. Die Passion des Realen in Malerei und Fotografie - MUMOK, Wien

  • Bild für Bild – Film und zeitgenössische Kunst

  • WELTRAUM. Die Kunst und ein Traum

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