Ars Electronica - Linz (1.9.-6.9.2005)


Eingabedatum: 24.08.2005


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Hybrid - living in paradox

Rasante Prozesse von Entgrenzung und Verschmelzung in Kunst, Technologie und Gesellschaft stehen im Brennpunkt des Festivals Ars Electronica 2005. Eine Fülle an Events, Konferenzen, Symposien, Ausstellungen und Performances eröffnet Einblicke in den neuesten Stand internationaler Medienkultur.

Wissenschaft, Forschung, Medien, Politik, Kunst, kulturelle Identität oder Definition von Körperlichkeit: Traditionell getrennte Bereiche verschmelzen zu neuen Produkten, Allianzen und Ausdrucksformen. Folge dieses Trends sind "gemischte", hybride Lösungen wie Nanotechnologie, bionische Prothesen, Culture-Jams, Hybrid-Motoren, Podcasting oder Blogging.

Mit "Hybrid - living in paradox" widmet sich Ars Electronica den implosiven Tendenzen, die, von den digitalen Technologien in Gang gesetzt, unsere Welt verändern. Kulturen werden überlagert und stürzen ineinander, Grenzen werden aufgebrochen - nationale ebenso wie materielle, technologische, psychologische.

"Letztlich ist die digitale Medienkunst selbst ein Hybrid aus den Verbindungen von Kunst und Technologie. Sie akkumuliert das gesamte Spektrum an Ausdrucksformen und erfordert ein außergewöhnliches Crossover von Wissen und Kompetenzen", so Gerfried Stocker, künstlerischer Leiter der Ars Electronica.

Neue Events, neue Locations

Das Animation Festival zeigt über 100 Animationsfilme und illustriert so den aktuellen Stand visueller Gestaltung. Eine weitläufige Montagehalle der ÖBB - Technische Services in Linz bildet die außergewöhnliche neue Kulisse für den Abschluss des ersten Tages und den internationalen und multikulturellen Auftakt der Festivalwoche unter dem Titel Suspended Engines.

Die Rolle von Linz als Zentrum globaler Medienkultur erhält durch die Eröffnung des Ludwig Boltzmann Institute for Digital Culture and Media Science - einem Kooperationsprojekt der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Ars Electronica, der Kunstuniversität Linz und dem Lentos Kunstmuseum - im Zuge der Ars Electronica 2005 eine enorme Bestätigung. Ebenfalls neu: Hotspot Linz. Diese Initiative der Stadt Linz setzt einen neuen Standard im Bereich kommunaler Vernetzung. Darüber hinaus tritt die Landesgalerie Oberösterreich als neuer Partner des Festival Ars Electronica auf.

Hybride Kulturen und paradoxe Maschinen ...

... bestimmen das Geschehen der Ausstellungen. Hybrid Creatures and Paradox Machines zeigt Beispiele künstlerischer Auseinandersetzung mit Robotik, Bionik oder Bio-Engineering - kunstvoll konstruierte Apparate und poetisch nutzlose Maschinen. 180 Tonnen Sand formen den Linzer Hauptplatz zum Lebensraum für die bizarren "Strandtiere" des Künstlers Theo Jansen - hybriden Lebensformen zwischen computergestützter Ingenieurskunst und biologischen Prinzipien. Die Überlagerung von Identitäten und Kulturen im Kontext der Globalisierung steht im Mittelpunkt mehrer Ausstellungen. Mit der Srishti School aus Bangalore, VCD: Relocate-Retro Tracks der Istanbul Bilgi University und dem Interface Culture Lehrgang der Kunstuniversität Linz sind drei internationale Ausbildungsstätten für Medien im Rahmen der Campus Ausstellung präsent. Origin von Daniel Lee wird im Bahnhof Linz zu sehen sein.
CyberArts im O.K Centrum für Gegenwartskunst präsentiert Spitzenarbeiten der internationalen
Medienkultur. Das Ars Electronica Center - Museum der Zukunft setzt in seiner permanenten Ausstellung einen Schwerpunkt auf "u 19 - freestyle computing", die Jugendkategorie des Prix Ars Electronica.

Konferenzen und Symposien ...

... bieten Einblick in neueste Trends zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft. Der Analyse von Ursachen, Folgen und tieferen Zusammenhängen der rasanten Trends zu hybriden Phänomenen widmet sich das von Derrick de Kerckhove kuratierte Hybrid-Themensymposium.
Unter dem Schwerpunkt "Commons & Communities" setzen sich mehrere Vortragsreihen mit der Frage der Entwicklung von digitalen Gemeinschaften in der globalisierten Wissensgesellschaft auseinander. "Commons & Communities" wird organisiert in Kooperation mit Ö1 - "matrix Computer & neue Medien".

Pixelspaces greift 2005 das Thema von Emotion und Datenverarbeitung auf. Technische und rechtliche Aspekte des Informationszugangs für Freien Medien stehen im Mittelpunkt der Radio FRO Konferenz. Medienaktivismus aus Italien, Digital Divide Politics aus Indien, das Thema "Openness" rund um Free Software, Free Access und Open Cultures stehen im Mittelpunkt der diesjährigen electrolobby Kitchen.

Eine in Zusammenarbeit mit der Kepler Universität Linz erstmals organisierte Konferenz zum Thema "Mensch und Computer" widmet sich interaktiven Systemen im Zeichen des Dialogs zwischen Kunst, Entwicklung und Wissenschaft. Derrick de Kerckhove, Theo Jansen und Ulf Langheinrich bieten in Vorlesungen im neuen Format Einblicke in ihre Arbeit.

Hybrid Concerts und Performances
Listening between the Lines bietet einen großen Konzertabend zwischen Orchestermusik, digitaler Klangsynthese, Live Electronics und Remix. Musik von György Ligeti, Pierre Boulez und Philipp Glass, gemeinsam aufgeführt von Brucknerorchester Linz und Dennis Russell Davies und jungen Vertretern der Elektronik. Eine Musik-, Video- und Licht-Performance am Linzer Hauptplatz, organisiert von der Srishti School aus Bangalore, verbindet Künstler in Indien und Österreich zu einer gemeinsamen Live-Aufführung. Ulf Langheinrich verschmilzt in Drift - live version im Posthof Visualisierung und Klang zu einem hypnotischen Sinneserlebnis. Die Visualisierte Linzer Klangwolke wird dieses Jahr von Lawine Torrèn, der für ungewöhnliche Inszenierungen bekannten Gruppe um den Künstler Hubert Lepka, gestaltet. Die O.K Night
im O.K Centrum für Gegenwartskunst präsentiert das Electronic Theatre, die prämierten Animationen des Prix Ars Electronica 2005, sowie Digital Musics and Visuals Performances. Mit gezgin gestaltet Mercan Dede einen berauschenden Abend zwischen orientalischer Klangtradition und digitalen Sounds im Brucknerhaus. Den Abschluss des Festivals bildet bei freiem Eintritt "Hybrid Transmissions".

Preisstifter und Sponsoren
Das Festival Ars Electronica und der Prix Ars Electronica werden veranstaltet von Ars Electronica Center in Zusammenarbeit mit ORF Oberösterreich, Brucknerhaus Linz und O.K Centrum für Gegenwartskunst.
Kooperationspartner sind Kunstuniversität Linz, Lentos Kunstmuseum Linz, Architekturforum
Oberösterreich sowie Posthof Linz und Landesgalerie Linz.
Ars Electronica und Prix Ars Electronica werden unterstützt von Stadt Linz, Land Oberösterreich, Bundeskanzleramt / Kunstsektion.
Hauptsponsoren sind Telekom Austria und voestalpine.
Zusätzliche Unterstützung kommt von von KulturKontakt Austria, Casino Linz, Pöstlingbergschlößl, Sony DADC, Linz AG und Spring. (Presse / Ars Elektronica)

Programm des Festival Ars Electronica 2005 online unter www.aec.at/hybrid

ch
  • Ars Electronica 2002

  • Ars Electronica 2004 (6.1.04)

  • Prix Ars Electronica 2005

  • Bilanz Festival Ars Electronica 2005

  • The Age of Simulation - Ars Electronica Center Linz (12. - 14. Januar 2006)

  • Ars Electronica 2006, Linz (31.8.-5.9.06)

  • Goodbye Privacy - Ars Electronica, Linz (5.9.-11.9.07)

  • Ars Electronica 2008, Linz (4.9.-9.9.08)

  • Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung an Peter Weibel

  • Neues Ars Electronica Center - Linz (ab 2. Januar 2009)

  • Ars Electronica Festival 09 - Linz (3.9.-8.9.09)

  • Ars Electronica 2010 – Vorschau

  • Prix Ars Electronica 2010 - Goldene Nicas

  • 24. European Media Art Festival

  • Alles zur Ars Electronica 2011

  • Julius von Bismarck gewinnt ersten Prix Ars Electronica Collide@CERN

  • Prix Ars Electronica - Die GewinnerInnen 2012

  • gateways. Kunst und vernetzte Kultur

  • Timo Toots - Memopolis

  • Ars Electronica 2012

  • Peter Weibel - (Post-)Europa? - Lovis-Corinth-Preis 2020

  • art news today

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  • art news today 22.05.2013

  • Synthetische Biologie – Das Leben aus dem Labor

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  • Ars Electronica Festival 2013

  • HR GIGER. Die Kunst der Biomechanik

  • Kunst im TV: ikono On Air Festival.

  • Ryoji Ikeda ist der Gewinner des dritten Prix Ars Electronica Collide@CERN Awards

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  • Im HÖHENRAUSCH 2015 - Mark Dion

  • Collide@CERN Ars Electronica Award geht an Semiconductor (UK)

  • UNDISTURBED SOLITUDE

  • BERNHARD LEITNER. TON – RAUM – SKULPTUR

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