Bewegung auf dem Markt für Digitalkunst. ART COLOGNE 2005


Eingabedatum: 27.09.2005


fullscreenbilder

Ein einzigartiges Museum stellt sich vor

Das Berliner Digital Art Museum, kurz DAM genannt, ist einzigartig in
Deutschland. Es gehört zu den noch weltweit wenigen Institutionen zwischen Los Angelos, Tokio, Seoul und Berlin, die sich der Förderung und Verbreitung von digitaler Kunst angenommen haben. DAM ist ein virtuelles Museum, das seine Informationen auf seiner Webside aufarbeitet. Zudem ist es lokalisiert in Räumen, die für Einzelausstellungen gestandener und junger Künstler des
Genres vorbehalten sind. Soeben wurde ein Preis für herausragende
Digital-Kunst ausgelobt. Er ist dotiert mit 20.000 Euro, ist benannt nach seinem Stifter, d.velop, einem mittelständischen Unternehmen für digitale Archivierung im westfälischen Gescher, heißt in vollem Namenszug "d. velop digital art award" (ddaa). Erstmals verliehen wird er diesjährig an Vera Molnar, einer Protagonistin digitaler Kunst, anlässlich der DMS-Expo (Digital Management Solutions) in der Essener Philharmonie. Die Koelnmesse ist Projektpartner und Veranstalterin der DMS-Expo. Auf der Sonderschau während der ART COLOGNE 2005 wird das Werk von Vera Molnar ausführlich gewürdigt.

Protagonisten digitaler Kunst
Molnar arbeitet seit 1968 mit dem Computer und ihre künstlerische Position ist der der Konstruktivisten zuzuordnen. Wolf Lieser, Begründer und Leiter des DAM, Mitglied der Jury für den ddaa, wird als Organisator der Sonderschau auf der ART COLOGNE außer Molnar weitere wichtige Vertreter des Genres vorstellen. So etwa Manfred Mohr, der ebenfalls dem Konstruktivismus nahe steht. Oder auch Gerhard Mantz , der, wie Lieser erläutert, "mit 3D arbeitet und sich um das Thema Landschaften sehr verdient gemacht hat. Er beschäftigt sich mit der Ambivalenz von Natürlichkeit und Künstlichkeit, letztlich eine kritische Auseinandersetzung mit der allgegenwärtigen
Manipulierbarkeit." So dann bringt Lieser "eine junge Position" ins Gespräch mit dem Amerikaner, Casey Reas: "Er lehrt grundlegende Softwarekunst für Künstler, eine Kunstform, die darauf basiert, dass die Künstler nicht vorgegebene Software benutzen, sondern selbst programmieren. Das ist eine Rückbindung an die Anfänge. Die Ergebnisse bestehen hauptsächlich aus Bildschirmarbeiten, wo sich kontinuierlich etwas ändert, vergleichbar einem Organismus, der sich ständig weiterentwickelt."

Insgesamt wird die Sonderschau einen "Überblick für den Einstieg in dieses Thema" geben. Lieser verspricht: "Der Besucher bekommt eine Idee davon, wie unterschiedlich Computerkunst in Erscheinung tritt. Er wird ausschließlich mit wichtigen bereits etablierten Positionen konfrontiert."

Zeichnungen, Animationen, Installationen
Der Handel mit digitalen Kunstwerken umfasst, so Lieser,
"Plotter-Zeichnungen, computergenerierte Animationen in Form von CDs oder auch Software-Kunst, verbunden mit einem Computer, der ein bestimmtes Programm beinhaltet. Immer häufiger verkaufen wir fest mit der Software verbundene Bildschirme oder Präsentationsmaterialien, so dass der Künstler beeinflussen kann, wie die Arbeit wirklich präsentiert wird. Dabei wird die gesamte Installation verkauft. Für vereinzelte große Sammler und Institutionen sind vorwiegend interaktive Installationen interessant."

Äußerst günstige Preise
Überschaubar ist indes noch immer die Klientel für diese Art von Kunst.
Lieser: "Es gibt ein gesteigertes Interesse im generellen Markt. Aber das Interesse ist noch lange nicht mit Kaufen verbunden. Viele merken, dass das Medium jetzt anzieht. Deshalb versuchen sie frühe Arbeiten zu einem supergünstigen Preis zu erwerben." Erstaunlich sind die Preise, die nach Auskunft von Lieser sich in den letzten fünf Jahren kaum verändert haben.
Das Preisniveau entspricht in vielen Fällen noch dem vor fünf Jahren. "Es gibt Softwarekunst und Animationen, die ein paar hundert Euro kosten. Bei interaktiven Installationen, wo ein sehr hoher materieller Aufwand betrieben wird, werden Preise von bis zu 20. 000 bis 30.000 Euro erreicht."

Der Markt kommt international ganz langsam in Bewegung, wie Lieser zu
beobachten glaubt. Durch die Sonderschau verspricht er sich einen weiteren Marktschub für Digitalkunst.

art-cologne.de
Deana Lawson gewinnt HUGO BOSS PRIZE 2020Staatliche Kunstsammlungen Dresden mit neuem Leiter / Abteilung Medien und KommunikationSchloss Solitude mit drei neuen digitalen FormatenB3 2020 mit Online-Gala eröffnet22. Internationale Messe für zeitgenössische KunstWolfgang-Hahn-Preis an Marcel OdenbachKultur. Gemeinsam. Leben.Manor Kunstpreis St.Gallen 2021 geht an Martina MorgerGlobal Livestream: B3 „Hello Truths“ Extravaganza Virtuale Museumsquartier Osnabrück erhält MuseumspreisPrix Marcel Duchamp - Die Nominees-Ausstellung im Centre PompidouKenneth Goldsmith erhält den François-Morellet-PreisWechsel an der Spitze des documenta archivsAdam Budak wird neuer Direktor der Kestner Gesellschaft2 DAYS OF VIDEO ARTJoscha Steffens | Hannah SchemelVALIE EXPORT erhält MO-Kunstpreis 2020: "Dada, Fluxus und die Folgen" Stornierung von Frieze London und Frieze Masters 2020Linnea Semmerling neue Direktorin der Stiftung IMAIYilmaz Dziewior bleibt Direktor des Museum LudwigDas geplante Bundesinstitut für FotografieSpecial: I Ever See, Poster Edition 2020 präsentiert von I Never Read, Art Book Fair Basel 2020Biennale für aktuelle Fotografie 2020 erweitert ihr digitales VermittlungsangebotKünstlerliste Helsinki Biennial 2020Peter Weibel erhält den TREBBIA-Preis 2020STARTS Prize der Europäischen Kommission: Einreichungen ab heute möglichKunstgegenstände als neues Gut zur WertschöpfungDie Hochzeit als Höhepunkt des LebensEva Kraus wird neue Intendantin der Bundeskunsthalle Jochen Lempert. Fotos an Büchern


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot bereits jetzt beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler, art-in.de und wie geht es Dir? (Und inzwischen auch schon mehr.) Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns.