Jonathan Meese - Deichtorhallen, Hamburg (30.04.- 03.09.06)


Eingabedatum: 27.03.2006

bilder

Jonathan Meese (geb. 1971) gehört zur Elite der jüngeren deutschen Künstler, die derzeit international höchste Anerkennung findet. Er wuchs in der Nähe von Hamburg auf, wo er bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste studierte. Nach Auftritten in Tokio und der Turbine Hall der Londoner Tate Modern im Februar diesen Jahres präsentiert er nun die erste große Ausstellung in seiner Heimatstadt.

Mit insgesamt 150 Gemälden, Skulpturen, fotografischen und installativen Arbeiten ist die Schau in den Deichtorhallen gleichzeitig die erste umfassende Werkübersicht von Jonathan Meese in Deutschland.

Dieser Premiere schließen sich zwei weitere an. Erstmals seit 14 Jahren werden in Europas größter zusammenhängenden Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst sämtliche Stellwände der 18 Meter hohen Halle beiseite geräumt, um einen direkten Dialog zwischen Meeses Werk und der Architektur auf rund 2500 Quadratmeter zu ermöglichen. Das Zentrum der Ausstellung bildet die acht Meter hohe, 20 Meter breite und 40 Meter lange "Black Box", in der Meese sein für Frank Castorfs "Kokain"-Inszenierung an der Berliner Volksbühne entworfenes Bühnenbild samt Drehbühne sowie eine Tribüne installiert. Rund um die zentrale Theaterspielstätte wird ein riesiges Gemälde entstehen.

Inszenierung und Performance
Am 27. und 28. April führen Regisseur Castorf und das Ensemble der Volksbühne exklusiv in Hamburg die Aufsehen erregende Inszenierung des immer wieder auf dem Index gelandeten Skandalromans der Zwanziger Jahre „Kokain“ auf. Produziert wird das voll funktionstüchtige Theater von Contemporary Fine Arts, Berlin. Ausstellung und Theater werden in der Meese-Schau der Deichtorhallen Hamburg wie selten zuvor miteinander verzahnt. Am 24. Mai wird Jonathan Meese selbst auf der Drehbühne mit seiner Performance "DER GEOMETRISCHE GOTT (die hermetische, ZEUSHAFTE NEUTRALITÄT der Tyrannis)" zu sehen sein.

Die Verbindung von "großem" Theater und Ausstellung ist auch für den multi-medial arbeitenden Ausnahmekünstler ein neues Terrain, für seine außergewöhnlichen Performances hingegen ist Meese weitläufig bekannt. In stets überbordender Kulisse aus Bildern, Texten, (Ab-)Zeichen, Objekten und eigenen Wortschöpfungen, die von allen erdenklichen Macht-Menschen, Mythen und Geistesgrößen der Historie, Stars und Sternchen der Popkultur oder seinen Helden aus Fiction und Filmen handeln, kreiert Meese fernab der Norm sein eigenes Universum. Es wird bevölkert von Caligula, Stalin, Marquise de Sade, Richard Wagner, Balthus, Zardoz oder Dr. No, um nur einige Personen und Figuren zu nennen, denen Meese neue Bedeutungszusammenhänge zuweist, wobei er absichtlich die Konventionen überschreitet und eigenen Gesetzen folgt.

"Ich erkämpfe mir Freiräume, in denen niemand mehr ist. Da ist keiner mehr unterwegs", sagte Meese einst über seine Arbeit, die nur schwierig definierten Stilrichtungen zuzuordnen ist. Dennoch begab er sich schon mehrmals in die produktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Künstlerkollegen. Den dabei entstandenen ‚Werken in Zusammenarbeit’ - mit Jörg Immendorff, Albert Oehlen, Daniel Richter und Daniel Richter und Tal R sind in der Ausstellung eigene Räume gewidmet. Einer davon ist die Installation "MOR" (MUTTER), eine rosa Burg, die Meese mit TAL R für deren Gemeinschaftsausstellung im Kopenhagen Statens Museum konzipierte.

Neben der Burg und der "Black Box" werden noch zwei weitere große, freistehende und begehbare Skulpturen die große Deichtorhalle einnehmen. Der fünf Meter hohe "Maldororturm", dem Meese im Jahr 2000 seine endgültige Form gab und dem Abteimuseum Mönchengladbach schenkte, beinhaltet Fotocollagen, Schriften, Videos und Skulpturen, in denen Meese sich mit dem Wesen der Staatstyrannei beschäftigt. Außerdem der drehbare "Parzifalkopf", eigentlich der Schädel Richard Wagners, in dem Meese letztes Frühjahr an der Berliner Staatsoper die Performance: "JONATHAN MEESE IST MUTTER PARZIVAL" darbot. (Presse Deichtorhallen)

Abbildung: Blick in die Ausstellung "MOR", Kolaboration von Jonathan Meese und Tal R, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, 2005 (kommt auch in die Deichtorhallen). Photo: Jochen Littkemann

Öffnungszeiten: Di-So 11-18Uhr

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Tel. +49 (0) 40-32103-250

deichtorhallen.de

ch






Daten zu Jonathan Meese:

- abc 2014
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- ArtZuid2013, Amsterdam
- Berlin Biennale 1998
- Contemporary Fine Arts
- Frieze London 2016
- Galerie Krinzinger
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- MoMA Collection
- Sammlung F.C. Flick
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Stuart Shave/Modern Art

Weiteres zum Thema: Jonathan Meese



ART FORUM BERLIN 2001 / Abschlußbericht


Volker Diehl zog auf der abschließenden Pressekonferenz zum ART FORUM BERLIN eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführer der European Galleries und prophezeite der Messe gute Aussichten. In Zukunft liegt die Organisation des ART FORUM BERLIN in den Händen der Messe Berlin GmbH, die durch einen Beirat unterstützt wird. Den Kern des Beirates bilden die Berliner Galeristen Judy Lübke (Eigen Art), Thilo Wermke (Galerie Neu), Burkard Riemschneider (Galerie neugerriemschneider).

Abschlußzahlen zur Messe: 1000 Besucher mehr als im letzten Jahr 20.000) zog das ART FORUM BERLIN an, die Vernissage konnte mit 8.400 Besuchern sogar einen neuen Rekord verzeichnen. Außerdem wurden 1.200 Journalisten aus 35 Ländern gezählt sowie 172 Galerien aus 28 Ländern mit Werken von über 1.900 Künstlern.

V erkäufe: u.a.: eine Skulptur von Anish Kapoor (65.000,- engl.Pfund), eine Skulptur von Tony Cragg (86.000,-DM), eine Arbeit von Fang Lijun (40.000,-$), eine Fotoarbeit von Man Ray (36.000,-DM), eine Bodenarbeit von Helen Mirra (9.000,-$), eine 3-teilige Arbeit von Jonathan Meese (35.000,-DM), eine Arbeit von Daniele Buetti (16.000,-DM), eine Arbeit von Richard Prince (28.000,-DM), eine Fotoarbeit von Thomas Ruff (45.000,-DM), eine Leinwandarbeit von Via Lewandowsky (16.000,-DM)

Auszeichnung des besten Standes auf dem ART FORUM BERLIN

Gestern, am 10.01, wurden der internationale Gemeinschaftsstand der Galerien Michael Neff (Frankfurt a.M.) und Maccarone (New York) für den besten Stand in der Kategorie "etablierte Galerie" ausgezeichnet.
In der Kategorie "Project Spaces" erhielt die Berliner Galerie "Koch & Kesslau" den Preis für den besten Stand.
Die prämierten Galerien erhalten ein Preisgeld von 3.000,-Euro

  • "deutsche malerei zweitausenddrei" im Frankfurter Kunstverein (15.1.-13.4.03)

  • Jonathan Meese in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt (16. Januar – 12. April 04)

  • Verschluckt* und geschützt - 1500 Jahre Sonderschutz für 50 Kunstwerke

  • SOS-Kunststück - begeistert Kunstkenner und Schnäppchenjäger

  • Paul McCarthy - Haus der Kunst, München (12.06.-28.08.05)

  • Carsten Ahrens wird neuer Direktor des Neuen Museum Weserburg, Bremen

  • Superstars - Das Prinzip Prominenz. Von Warhol bis Madonna, Kunsthalle Wien (04.11.05 - 22.02.06)

  • SOS-Kunststück Die Chancen stehen 1:150 ein Meisterwerk zu ergattern!

  • Jonathan Meese - Deichtorhallen, Hamburg (30.04.- 03.09.06)

  • Die Juni-/Juli-Ausgabe des Kultur-Kanal mit folgenden Themen:

  • HEARTBREAKER-Kunstaktion zum Welt-Aids-Tag

  • Das deutungsreiche Spiel - Von der Heydt Museum Wuppertal (24.6.-30.9.07)

  • Paul Thek - Zentrum für Kunst und Medientechnologie / ZKM, Karlsruhe (15.12.07 - 30.3.08)

  • Ad Absurdum - MARTa Herford (18.4.-27.7.08)

  • Von Munch bis Beckmann, von Jorn bis Gertsch - Kunsthalle Emden (20.9.-30.11.08)

  • "... ich ist ein anderes" - Zum Buch >Die Inszenierung des Künstlers<, Hg. Anne Marie Freybourg

  • Drei - Das Triptychon in der Moderne

  • Jonathan Meese im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen (01.05.- 30.08.09) - de/en

  • Rirkrit Tiravanija. Just Smile and Don´t Talk - Kunsthalle Bielefeld

  • Spezial: Eva Biringer aus Wien über eine Hommage an Schlingensief

  • Die Bretter, die die Kunst bedeuten

  • Kienholz. Die Zeichen der Zeit.

  • Werner Büttner. Gemeine Wahrheiten

  • Die Gruppe SPUR, der Pop und die Politik

  • Jonathan Meese

  • Aktuelle Buchliste

  • Franz Erhard Walther

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Selbstjustiz durch Fehleinkäufe

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Bittersüße Zeiten - BAROCK und GEGENWART

  • DEUTSCHE KUNST NACH 1960

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Galerien und Kunsthändler präsentieren zur Cologne Fine Art und COFA Contemporary Kunst aus 2 Jahrtausenden

  • Body & Soul

  • HFBK Hamburg – 250 Jahre Kunstausbildung in Hamburg

  • Künstlerliste 2017

  • Künstler Kuratoren Kunstmarkt

  • Künstlerliste mit Biennalebeteiligungen

  • Künstlerliste mit nur einer bzw. zwei Biennalebeteiligung

  • Der Begriff oder/III in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

  • Der Begriff - erscheinen - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • top




    Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




      Anzeige
      Atelier


      Anzeige
      berlin


      Anzeige
      karma




      Harsh Astral. The Radiants II

      The Radiants II« ist eine gedankliche Fortsetzung der Ausstellung »The Radiants«, die 2015 in der Bortolami Gallery in New York stattfand... weiter


      Marisa Merz Il cielo è grande spazio / Der Himmel ist ein weiter Raum

      Arbeiten aus fünf Jahrzehnten des künstlerischen Schaffens von Marisa Merz, der einzigen weiblichen Vertreterin der Arte Povera, sind in der Ausstellung versammelt. weiter


      Ein gemachter Mensch – Künstlerische Fragen an Identitäten

      Wer bin ich eigentlich? Und warum bin ich so, wie ich bin? Fragen nach der eigenen Identität treiben jeden von uns um. weiter


      Hans Hartung. Malerei als Experiment – Werke von 1962 - 1989

      Hans Hartung (1904-1989) gehört zu den herausragenden Malerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. In Leipzig geboren, verließ er Deutschland früh, um in Spanien und Frankreich zu leben. weiter

      Nicolaus Schafhausen verlässt Kunsthalle Wien

      Nicolaus Schafhausen hat sich entschlossen, die Kunsthalle Wien mit 31. März 2019 zu verlassen. weiter


      HÖHENRAUSCH. Das andere Ufer

      Der HÖHENRAUSCH ist seit der Kulturhauptstadt 2009 eines der auffälligsten und erfolgreichsten Ausstellungsformate für zeitgenössische Kunst in Österreich.
      weiter

      Existenz Kapitel 1: Skizzen

      Ein Ausstellungsprojekt im Oktogon der HfBK Dresden mit Professor*innen, Studierenden, Lehrenden, Absolvent*innen der HfBK Dresden und Gästen. weiter


      Roman Ondak. Based on True Events. Lovis-Corinth-Preis 2018

      Nach wahren Begebenheiten, verheißt der Titel der Schau, doch in unserer Welt der Fake News, alternativen und Post-Fakten ist dieses Versprechen verstörend geworden. Was ist denn wahr und wer bestimmt, was Wahrheit ist? weiter


      Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

      Unter dem Titel Bavid Dowie präsentiert das Kunsthaus auf drei Etagen farbintensive Gemälde und Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung entstanden sind. weiter

      Der Begriff - erscheinen - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

      Industry erscheinen innerhalb der, Inhaltlich erscheinen seine Arbeiten, Installationen erscheinen als Orte, Institutionen erscheinen diese Forderungen
      Interaktion, erscheinen auf den, interessant erscheinen uns die .... weiter



      IN THE CUT - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

      Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. weiter


      Raum D: Digitale Projekte Malte Bruns

      Bis zum 9. September gibt die neu initiierte Reihe „Raum D: Digitale Projekte“ Einblicke in die Praktiken junger medienkünstlerischer Positionen. weiter


      Raphaela Vogel Ultranackt

      Die neuen Arbeiten in dieser ersten Einzelausstellung ausserhalb ihrer deutschen Heimat entfalten eine Welt, die aufregend und dystopisch zugleich ist.
      weiter


      Jutta Koether Tour de Madame

      Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether. weiter


      Jan Bräumer / Sebastian Tröger

      Unter dem Titel Von vielen Möglichkeiten weiß der Dinosaurier nichts präsentiert das Kunsthaus Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Jan Bräumer (*1970 in Darmstadt) und Sebastian Tröger (*1986 in Erlangen). weiter


      Ernst Caramelle - Very angenehme Konzeptkunst

      Was ist Wirklichkeit, was nur Schein? Bei den raffinierten Wandgemälden des in Tirol geborenen Künstlers Ernst Caramelle (*1952) verschwimmen diese Grenzen. In der stillen und zugleich eindrucksvollen Einzelausstellung „Very angenehme Konzeptkunst“ zeigt Marta Herford anhand von Zeichnungen, Film, „Lichtarbeiten“ sowie einer eigens für die Lippold-Galerie konzipierten Wandmalerei Caramelles gewitzte und verblüffende Konzeptkunst. weiter

      Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

      Elke aus dem Moore folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie von Beginn an geleitet hat. weiter


      erreger– | EIGEN frequenz

      Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. weiter


      Herr Fritz, woher stammen die Bilder? Ausstellung zur Provenienzforschung im MKK Dortmund

      „Herr Fritz, woher stammen die Bilder?“ Provenienzforschung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund weiter

      Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

      "Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter) weiter