Wiener Aktionismus - Die Sammlung Hummel, MOMOK Wien(5.05-16.07.06)


Eingabedatum: 24.04.2006

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Die 1968 unter Beteiligung der Wiener Aktionisten Günter Brus und Otto Muehl stattfindende Veranstaltung "Kunst und Revolution" an der Universität Wien ist als größter Kunstskandal der zweiten Republik in die Geschichte des Landes eingegangen. Brus, Muehl und Oswald Wiener, die Hauptprotagonisten des von der Boulevardpresse zur "Uni-Ferkelei" stilisierten Happenings, mussten aufgrund strafrechtlicher Verfolgung Österreich verlassen. Heute, knapp vierzig Jahre danach, gilt der Wiener Aktionismus unbestritten als einer der wichtigsten Beiträge Österreichs zu den Entwicklungen der internationalen Avantgarde. Das MUMOK besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Bewegung und hat sich vor allem durch den Ankauf des Friedrichhof-Archivs (2003)-mit Originaldokumenten, Aktionsfotografien und Filmmaterial-als internationales Kompetenzzentrum für den Wiener Aktionismus etabliert.
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Mit der Kollektion von Julius Hummel zeigt das MUMOK eine äußerst facettenreiche und repräsentative Privatsammlung des Wiener Aktionismus aus einem sehr persönlichen und engagierten Blickwinkel. Hummel war bereits früh von der Radikalität dieser Kunst fasziniert und hat ihre tatsächliche Bedeutung erkannt. Er war davon überzeugt, dass der Aktionismus mitten im Spannungsfeld einer revolutionären Entwicklung im internationalen Kunstgeschehen stand.
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Die seit den Siebzigerjahren aufgebaute Sammlung Hummel spiegelt diese Vielfalt wieder. Mit mehr als 200 Bildern, Objekten, Filmen, Aktionsfotografien und Dokumenten vermittelt sie einen umfassenden Überblick über das Schaffen der Hauptprotagonisten Brus, Muehl, Nitsch und Schwarzkogler. Julius Hummel hat auch immer versucht "in die Tiefe zu sammeln" und die Arbeiten der Wiener Aktionisten in einen österreichischen und internationalen Zusammenhang zu stellen. Die Ausstellung zeigt demgemäß auch Vorläufer und inhaltlich verwandte Positionen, darunter Werke von Marcel Duchamp, Valie Export, Elke Krystufek, Paul McCarthy oder Arnulf Rainer.

(Presse / MUMOK)

Abbildung: Foto: Hermann Nitsch, Otto Muehl, Günter Brus, Rudolf Schwarzkogler,MUMOK, Lena Deinhardstein, Courtesy Sammlung Hummel

Öffnungszeiten: Montag geschlossen, Di-So 10.00-18.00 Uhr, Do 10.00-21.00 Uhr

MUMOK
Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1, A-1070 Wien
Telefon +43-1-525 00

www.mumok.at

ch






Daten zu Otto Muehl:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Frieze London 2016
- Galerie Krinzinger
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Liverpool Biennal 2010
- Liverpool Biennale 2012
- Maccarone - Gallery

Weiteres zum Thema: Otto Muehl



Ad Absurdum - MARTa Herford (18.4.-27.7.08)


"Ad Absurdum. Energien des Absurden von der klassischen Moderne zur Gegenwart" ist eine Themenausstellung im Herforder Museum MARTa, die den den Erscheinungsformen des Absurden in der Kunst von der Moderne bis heute nachgeht. Die lange Künstlerliste (s.u.) lässt erahnen, dass das Absurde seit dem Dadaismus immer wieder in der künstlerischen Auseinandersetzung eine Rolle spielt.
Während die Dada-Künstler häufig ganz gezielt absurde Ausdrucksformen wählten, wird in den folgenden Künstlergenerationen mit dem spannungsvollen Moment zwischen einer sinnwidrigen Welt einerseits und der Sehnsucht des Menschen nach Sinn und sinnvollem Handeln andererseits stetig weiter experimentiert.
In der Städtischen Galerie Nordhorn (nordhorn.de) zeigen junge Künstler parallel die Ausstellung "Ad Absurdum - Zeitgemäße Apparate"(20. April bis 8. Juni 2008), in der sie sich damit auseinandersetzen wie gewohnte Erfahrungen heutzutage aufgebrochen werden. Bei der Ausstellung handelt es sich um eine einmalige Kooperation mit dem MARTa.

Künstlerliste:
Jost Amman, Joseph Beuys, Jurgen Bey, Guillaume Bijl, Erwin Blumenfeld, Michaël Borremans, Hieronymus Bosch, Katharina Bosse, Constantin Brancusi, Sebastian Brant, George Brecht, Marco den Breems, André Breton, Marcel Broodthaers, Veronica Brovall, John Cage, Rui Chafes, Jake and Dinos Chapman, Giorgio de Chirico, Kathryn Cornelius, Philipp Corner, matali crasset, Wim Delvoye, Matthias Drechsler, Felix Droese, Marcel, Duchamp, Jimmie Durham, Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Max Ernst, Nick Ervinck, Robert Filliou, Katharina Fritsch, Dorothee Golz, J. J. Grandville, Kristján Gudmundsson, David Hammons, Al Hansen, Raoul Hausmann, Jürgen Heckmanns, Geoffrey Hendricks, Dick Higgins, Andreas Hofer, Ottmar Hörl, Séverine Hubard, Dorothy Iannone, Jan van Imschoot, Marcel Janco, Paul Joostens, David Kaller, Tadeusz Kantor, Allan Kaprow, Krištof Kintera, Martin Kippenberger, Milan Knížák, Imi Knoebel, Alison Knowles, Jiří H. Kocman, Arthur Koepcke, Surasi Kusolwong, Ulrich Lamsfuß, Anna Lange, Le Corbusier, Zoe Leonhard, Via Lewandowsky, Zbigniew Libera, Edward Lipski, George Maciunas, Rene Magritte, Jacques Mahé de la Villeglé, Dirk Martens, Fabio Mauri, Jonathan Meese, Rik Meijers, Larry Miller, Thomas Mohren, Otto Muehl, Bruce Nauman, Chris Newman, Honoré d’O, Meret Oppenheim, Eduardo Paolozzi, Géza Perneczky, Francis Picabia, Pablo Picasso, Sigmar Polke, Emilio Prini, Man Ray, Odilon Redon, Tobias Rehberger, Tejo Remy, Thomas Rentmeister, Jason Rhoades, Georges Ribemont-Dessaignes, Mimmo Rotella, Dieter Roth, Michael Rutkowsky, Michael Sailstorfer, Takako Saito, Fabian Sanchez, Wilhelm Sasnal, Sebastian Schmieding, Tomas Schmit, ManfreDu Schu, Kurt Schwitters, Michael Sellmann, Hannes Van Severen, Floria Sigismondi, Nedko Solakov, Louis Soutter, Daniel Spoerri, Klaus Staeck, André Thomkins, Rosemarie Trockel, Susan Turcot, Pieter van der Heyden, Koen Vanmechelen, Ben Vautier, Wolf Vostell, Friederike Warneke, Emmett Williams, Carmelo Zagari

Abbildung: Guillaume Bijl
Sorry, 1987
Holz, Kunststoff
8 x 15 x 15 cm
Sammlung S.M.A.K. (Stedelijk Museum voor Actuele Kunst) Gent
Foto: Dirk Pauwels
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Öffnungszeiten: Montags geschlossen, Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11.00 bis 18.00 Uhr.
Jeden 1. Mittwoch im Monat 11.00 bis 21.00 Uhr.

MARTa Herford
Goebenstraße 4 - 10
D - 32052 Herford
phone +49 (0) 52 21/99 44 30 - 27

martaherford.de


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    Das Kunstmuseum Liechtenstein widmet der aus Korea stammenden Künstlerin Kimsooja (*1957), die heute in New York und Seoul lebt und arbeitet, eine umfassende Einzelausstellung. weiter


    Thomas Wrede Modell. Landschaft Fotografie

    Das Kunsthaus zeigt die erste umfassende Werkübersicht von Thomas Wrede, die mit Fotografien von den frühen 1990er Jahren bis zu den aktuellen Werkgruppen erstmals die Zusammenhänge und künstlerischen Entwicklungen seiner Arbeiten dokumentiert weiter


    Georg Herold

    Georg Herold, 1977 bis 1983 Schüler Sigmar Polkes, stellte Anfang der 1980er-Jahre zusammen mit Martin Kippenberger, Werner Büttner und Albert Oehlen radikal und sarkastisch Kunst und Kunstbetrieb in Frage und entwickelte in diesen Jahren ein Werk, das wie eine Dada-inspirierte Enzyklopädie des Provisorischen anmutet weiter

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    Das Recht auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit sowie der Schutz vor Diskriminierung, Folter und staatlicher Willkür wird in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 ebenso festgeschrieben wie das Recht jedes Menschen auf Arbeit, Bildung, kulturelle Teilhabe oder Rede- und Glaubensfreiheit weiter


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    Praemium Imperiale vergeben

    In diesem Jahr sind die Preisträger Shirin Neshat (Malerei), El Anatsui (Skulptur), Rafael Moneo (Architektur), Youssou N´Dour (Musik) und Mikhail Baryshnikov (Theater/Film). weiter


    VON DA AN

    Exakt 50 Jahre später widmet sich die Ausstellung VON DA AN. RÄUME, WERKE, VERGEGENWÄRTIGUNGEN DES ANTIMUSEUMS 1967 – 1978 dieser Geschichte. Mit Dokumenten und Objekten, Rekonstruktionen und Wiederaufführungen ... weiter

    DGPh-Bildungspreis geht an "Wirsprechenfotografisch"

    Als Preisträger 2017 hat sich die Jury für das junge Projekt "Wirsprechenfotografisch" entschieden, das die Photographie als universelle Kommunikationsform nutzt. weiter

    Birte Endrejat AKTIVITÄTSZONEN

    Birte Endrejat arbeitet ortsbezogen, das heißt, sie ist vor Ort und schaut sich um und hört und schreibt mit. Ausgangspunkt für Endrejats Annäherungen sind Fragen wie: Was machen Orte mit den Menschen? weiter