Andreas Slominski - Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (23.9.06-28.1.07)


Eingabedatum: 14.09.2006

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Das künstlerische Werk von Andreas Slominski (*1959) gehört zu den international interessantesten und außergewöhnlichsten Beiträgen der Gegenwartskunst. Jetzt widmet das Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt dem in Hamburg und in Werder/Havel lebenden Künstler die bislang größte Museumsausstellung. Nach wichtigen Einzelausstellungen in der Serpentine Gallery in London 2005, der Fondazione Prada in Mailand 2003 oder der Deutschen Guggenheim in Berlin 1999 versammelt die Präsentation im MMK Arbeiten aus den letzten zwanzig Jahren, vor allem neue, raumbezogene Installationen. In dieser Auswahl erweist sich die bestechende Radikalität von Slominskis Werken, die der zeitgenössischen Kultur mit hintergründigem Humor einen entzerrenden Spiegel vorhalten.

Wie viel Farbe braucht man zum Anstreichen eines Leuchtturms oder eines Panzers? Findet mich das Glück oder will es gefunden werden? Wie erschreckt man Personen, die sich nachts im Park aufhalten? Wozu braucht es einen Ofen zum Verbrennen von Astgabeln und was hat ein Fußball mit einem Kinderschädel zu tun? Das, was den Künstler umtreibt, könnte man ganz allgemein als Feldforschung beschreiben - ein ästhetisches und grundsätzliches Erkunden von Wahrnehmungen beiläufiger Art. Noch in den einfachsten Dingen und Geräten entdeckt Slominski die Gestaltfähigkeit. Er sucht das Abwegige und offenbart im Absurden eine unvermutete Erkenntnis, oft durch List und Tücke. Dabei haben die Werke häufig einen doppelten Sinn: »Man kommt in einer Welt an, in der alles auf dem Kopf steht, in der alle Erwartungen ins Gegenteil verkehrt werden, in der Komödie schnell zur Tragödie wird und umgekehrt, wo an jeder Ecke Fallen lauern, jederzeit bereit, den Betrachter zu übertölpeln, zu peinigen oder auch zu erfreuen.« (Nancy Spector)

Der Programmatik des MMK folgend, erstreckt sich die Ausstellung über alle drei Ebenen des Museums und steht in engem Kontext zur übrigen Sammlung. Seit 1991, dem Eröffnungsjahr des Museums, verfolgt das MMK Slominskis künstlerisches Schaffen und konnte bislang mehr als vierzig beispielhafte Werke für seine Sammlung erwerben - von den akribisch gebügelten, gefalteten und sorgfältig gestapelten Staub-, Wisch- und Spültüchern über Slominski's Fahrräder, bepackt mit dem Hab und Gut von Obdachlosen bis hin zu einer Weihnachtsdekoration für Frühling, Sommer und Herbst. Eine Reihe von Arbeiten, die anlässlich dieser Ausstellung entstanden sind, bezieht sich direkt auf die Kulturgeschichte der Stadt Frankfurt und der Region. Ein eigener Raum widmet sich der aktuellen Werkgruppe bunter und schriller "Styroporbilder". Sie kommentieren das, worüber heute alle reden wollen: die Malerei. (Presse / MMK)

Abbildung: Ohne Titel, 2000 Kinderrollstuhl, Metall, Holz 400 x 56 x 101,5 cm Courtesy: Jablonka Galerie Foto: Boris Becker

Öffnungzeiten: Di 10 - 17 Uhr, Mi 10 - 20 Uhr, Do - So 10 - 17 Uhr,
Mo geschlossen

Museum für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 212 304 47

mmk-frankfurt.de

[Andreas Slominski Fahrrad]

ch






Daten zu Andreas Slominski:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Berlin Biennale 1998
- Das imaginäre Museum, 2016
- evn sammlung
- Galerie Thaddaeus Ropac
- Gallery Weekend Berlin 2017
- Kunstpreis Aachen
- La Biennale de Montréal, 2000
- Manifesta 2, 1998
- MoMA Collection
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sadie Coles HQ - Gallery
- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- skulptur projekte münster 1997
- Solomon R. Guggenheim Collection
- Zeitblick. Ankäufe aus der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der BrD, 2008

Weiteres zum Thema: Andreas Slominski



Kunsthalle Baden-Baden: Durchgehend geöffnet (5.7.-7. 9.03)


Ein "Skulpturensommer" als gemeinsames Ausstellungsprojekt der Kunsthalle Baden-Baden und der Sammlung Frieder Burda bestimmt das Kunstgeschehen der nächsten Monate in Baden-Baden:

Pressemitteilung / Auszug: "Von Juli bis September 2003 sind im historischen Landschaftspark Lichtentaler Allee in Baden-Baden Skulpturen von insgesamt 11 zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen zu sehen. Die Skulpturenausstellung im Park ist das erste größere gemeinsame Projekt der Sammlung Frieder Burda und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Der Neubau der Sammlung Frieder Burda, entworfen vom weltberühmten New Yorker Architekten Richard Meier, entsteht gerade in der Lichtentaler Allee unmittelbar neben der Kunsthalle und wird im Herbst 2004 eröffnet. Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden wird im Sommer grundlegend renoviert und innen umgebaut. Neu- bzw. Umbau lenken die Aufmerksamkeit vom Inneren der Gebäude nach außen: Der Park wird zum temporären Ausstellungsraum.

Mit den Werken der eingeladenen Künstler werden international bedeutsame bildhauerische Positionen der mittleren Generation in Deutschland vorgestellt. Standort und Thema ihres Beitrages wurden von den Künstlern und Künstlerinnen, die zum größten Teil Teilnehmer der Biennalen in Venedig und den Documenta-Ausstellungen in Kassel waren und über große Erfahrung mit Kunst im öffentlichen Raum verfügen, selbst festgelegt. Ihre Arbeiten reagieren auf das Umfeld des berühmten Landschaftsparks Lichtentaler Allee, auf Besonder-heiten der Kurstadt Baden-Baden, auf die Zähmung von Natur im Park und die Auswilderung skulpturaler Phantasie im Außenraum.

Stephan Balkenhol wird seine aus Holz geschnitzten „Hermen“ in den Büschen an der Lichtentaler Allee so positionieren, dass für die Spaziergänger nur die Köpfe zu sehen sind. Isa Genzken hat die Öffnung der Kunstinstitutionen in den Außenraum, und damit in die Öffentlichkeit, metaphorisch aufgenommen. An der zum Park gerichteten Außenfassade der Kunsthalle wird sie eine überdimensionierte Abbildung eines menschlichen Ohres anbringen. Martin Honert wird in Baden-Baden den getreuen Nachbau eines Zeltes aus den 60er Jahren aufschlagen: Aus hartem Material und vollkommen unbeweglich, steht die Zeltskulptur – eine Art dreidimensionale Fotografie – für die Mechanismen von Erinnerung. Georg Herold dagegen wählt für Baden-Baden die bodenständigere Variante. Er wird im Park ein großes Fassadenteil aus Beton gießen lassen, so dass für den Betrachter der Eindruck eines versunkenen Hauses entsteht. Stephan Huber hat für das Skulpturenprojekt einen imaginären Stadtplan entworfen, der anstatt der üblichen Straßennamen Aufschluß über den kulturhistorischen, philosophischen und literarischen Hintergrund der traditionsreichen Bäderstadt geben wird. Katharina Fritsch zeigt im einzig zugänglichen Raum der Kunsthalle ein Regal voll lila Nikoläuse. Olaf Metzel, der in der Vergangenheit mit spektakulären politischen Arbeiten im Außenraum bekannt wurde, hat sich für Baden-Baden für gezielte Untertreibung entschieden. Entlang des Oos-Baches, der Baden-Baden durchkreuzt, wird er eine Fußmatte aus einer überlagerten Vielzahl des Buchstaben O installieren, die metaphorisch auf den Ort Bezug nimmt. Thomas Schütte installiert zwei seiner anthropomorphen Bronzegußfiguren „Grosse Geister“ in szenischer Zuspitzung auf dem Goetheplatz vor dem Theater. Der als „Fallensteller“ international bekannte Andreas Slominski wird vor Brenner´s Parkhotel eine Tierfalle aufstellen. Als Seitenblick auf das badische Grenzland wird der Franzose Bernar Venet mit einer seiner spannungsvoll bewegten Linienskulpturen „Deux Lignes Indéterminées“ einbezogen. Der Baden-Badener Karl Manfred Rennertz wird sein aus mehreren Baumsäulen bestehendes Werk „Lichtentaler Allee“ neu beleben und den Besuchern das skulpturale Arbeiten in einer „offenen Ateliersituation“ und durch Werkstattgespräche näherbringen."

Ausstellungsdauer: 5. Juli – 7. September 2003

Ausstellungsort: Lichtentaler Allee / 76530 Baden-Baden
kunsthalle-baden-baden.de
sammlung-frieder-burda.de


  • "Adorno: Die Möglichkeit des Unmöglichen" im Frankfurter Kunstverein (29.10.03 - 4.1.04)

  • Verschluckt* und geschützt - 1500 Jahre Sonderschutz für 50 Kunstwerke

  • Kunstpreis Aachen 2004 an Andreas Slominski

  • Vom Pferd erzählen. Das Pferd in der zeitgenössischen Kunst - Kunsthalle Göppingen (25.6.-20.8.06)

  • Andreas Slominski - Museum für Moderne Kunst, Frankfurt (23.9.06-28.1.07)

  • "verglückt nochmal" - Galerie Ute Parduhn, Düsseldorf (noch bis 27.1.07)

  • re-dis-play - Heidelberger Kunstverein (30.06.-09.09.07)

  • Volkskultur in der zeitgenössischen Kunst - Städtische Galerie Ravensburg (27.6.-4.10.09)

  • Slow Paintings - Museum Morsbroich, Leverkusen

  • Kalin Lindena erhält Sprengel-Preis für Bildende Kunst 2010

  • Pawel Althamer erhält den Aachener Kunstpreis 2010

  • Karl Ströher-Preis für Cyprien Gaillard - Museum für Moderne Kunst, Frankfurt a. M.

  • Farbe in der zeitgenössischen Kunst - Kunstverein Gießen

  • twitters tages themen kunst

  • Phyllida Barlow erhält den Kunstpreis Aachen 2012

  • Vor dem Gesetz

  • Atelier + Küche = Labore der Sinne

  • Aktuelle Buchliste

  • Das Glück kommt aus dem Nichts. Werke aus der Slg. Wilhelm Otto Nachf.

  • Andreas Slominski

  • Aktuelle Buchliste

  • Kunstpreis Aachen geht an Paulina Olowska

  • Tobias Rehberger - Klotz am Bein. Skulpturen aus der Sammlung

  • Subodh Gupta. Everything is Inside

  • Jäger & Sammler

  • One Million Years – System und Symptom

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Selbstjustiz durch Fehleinkäufe

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Das imaginäre Museum

  • Die Kräfte hinter den Formen

  • Jahresausstellung in der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)

  • Andreas Slominski

  • MIR IST DAS LEBEN LIEBER - Sammlung Reydan Weiss

  • Kunstpreis Aachen 2016 geht an Franz Erhard Walther

  • Primary Structures. Meisterwerke der Minimal Art

  • Künstlerliste 2017

  • Künstlerliste mit Biennalebeteiligungen

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