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Stephan Balkenhol - Museum der Moderne Salzburg (17.02. - 24.06.2007)


Eingabedatum: 24.01.2007

bilder

Erstmalig in Österreich zeigt das Museum der Moderne Salzburg in einer monographischen Ausstellung mit über 100 Skulpturen und Exponaten die bislang größte Werkschau des Künstlers Stephan Balkenhol.

Balkenhol gilt als wegweisend in der zeitgenössisch figurativen und darstellenden Skulptur und ist einer der international renommiertesten Künstler Deutschlands. Geboren 1957 im hessischen Fritzlar beginnt Balkenhol bereits während seines Studiums an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Skulpturen aus Holz zu erarbeiten. Dabei lotet er bildhauerische Traditionen in ihren ästhetischen und inhaltlichen Möglichkeiten aus und findet bald seine eigene Sprache.

Balkenhol schnitzt seine Figuren nicht, er haut sie mit einem Beitel aus dem Holz und fasst sie in Farbe. Oft aus mächtigen Holzstämmen herausgearbeitet oder als überlebensgroße Skulptur auf Sockeln platziert zeigt Balkenhol mit Vorliebe anonyme Figuren. Männer und Frauen, aber auch Tiere und Pflanzen, die nichts von sich preisgeben, nichts erzählen, nichts repräsentieren. Es sind Einzelfiguren, auch Figurengruppen und als Relief gestaltete, skulpturale Bilder. Balkenhol, der seine Skulpturen gern an ungewöhnlichen Standorten im öffentlich urbanen Raum platziert, konterkariert die Tradition des Monuments, indem er nicht Herrscher, Helden und Denker ehrt, sondern das Durchschnittliche, Banale, Normale und Anonyme zeigt. Seine scheinbar unscheinbaren Gestalten, die keine Emotionen zur Schau stellen, bleiben seltsam abwesend, schwer greifbar, verrätselt und fiktiv. Weder ihr Alter ist konkret schätzbar, noch ist eine benennbare gesellschaftliche Position abzulesen.

Im Betrachten der Werke mischt sich Wiedererkennen mit Zweifel, angenehm Vertrautes mit beunruhigend Fremdem. Durch die weitgehende Rücknahme einer psychologisierenden Dimension sind Balkenhols Figuren immer auch ein Spiegel, der die Gefühle, Wünsche und Hoffnungen des Betrachters reflektieren kann.

"Es geht mir im Grunde um ein Konzentrat", sagt Balkenhol. "Ich will alles auf einmal: Sinnlichkeit, Ausdruck, aber nicht zuviel, Lebendigkeit, aber keine oberflächliche Geschwätzigkeit (...)Die Figur soll über sich hinauswachsen, über sich und über andere Dinge erzählen (...)"

Skulpturen des Künstlers im öffentlichen Raum sind unter anderem in London, Paris, Berlin und Hamburg zu sehen. Stephan Balkenhol lehrt seit 1992 lehrt als Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Karlsruhe. Er lebt in Karlsruhe und in Lothringen.

Die Ausstellung wurde von Matthias Winzen für die Kunsthalle Baden Baden konzipiert und für die Stationen im MKM Küppersmühle in Duisburg und das Museum der Moderne erweitert

Kuratoren der Ausstellung in Salzburg sind Direktor Toni Stooss und Tina Teufel. (Presse)

Abbildung: Mann mit grünem Hemd, 1984, Höhe 127 cm, Rotbuche, farbig gefasst, Galerie Löhrl, Mönchengladbach

Öffnungszeiten: Di-So 10:00-18:00, Mi 10:00-21:00, Mo geschlossen

museum der moderne salzburg rupertinum
Wiener Philharmonikergasse 9
5020 Salzburg
t +43.662.84 22 20-351

museumdermoderne.at


ch






Daten zu Stephan Balkenhol:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Beaufort 2006
- Galerie Rüdiger Schöttle
- Galerie Thaddaeus Ropac
- Johnen Galerie
- MoMA Collection
- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- SAMMLUNG WEMHÖNER
- Sammlung Würth
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Skulptur Projekte Münster 1987
- Stephen Friedman Gallery

Weiteres zum Thema: Stephan Balkenhol



Alex Katz - In Your Face


Der amerikanische Maler Alex Katz (geb. in Queens, N. Y. 1927) ist einer der entscheidenden Anreger der Pop Art in den USA. Geprägt durch die großformatigen Bilder des abstrakten Expressionismus von Malern wie Jackson Pollock und Barnett Newman, entschied Katz, in seiner Malerei dasselbe Maßstabsempfinden mit gegenständlichen Motiven umzusetzen. Seit fast 50 Jahren perfektioniert Katz sein malerisches Verfahren. Seine Bilder sind von beispielhafter Schönheit und Eleganz. Alex Katz malt Landschaften, Figurenbilder und Portraits, sehr selten Stillleben. Seine Figurenauffassung ist eigenwillig schnell und flach, Stil ist ihm wichtiger als Psychologie oder literarische Erzählung. Katz schildert die kleinen Gesten menschlicher Beziehungen, er fixiert flüchtige Augenblicke und ist mit seinen zeitentrückten Szenen ein Verwandter der eleganten Künstler des Alten Ägypten und der fließenden Welt der klassischen japanischen Holzschnittkunst. Die Wiederentdeckung seines Werkes in den vergangenen fünf Jahren gerade auch durch junge Künstler wie Elizabeth Peyton, Martin Maloney oder Eberhard Havekost belegt die anhaltende Aktualität seiner Kunst.

Die Ausstellung zeigt eine umfassende Präsentation von 50 der wichtigsten Gemälde seit 1951.

Der Katalog zur Ausstellung enthält Farbabbildungen sämtlicher ausgestellten Werke. Texte von Kay Heymer, Robert Storr und Jochen Poetter führen in das Werk ein. Statements von etwa 15 internationalen Künstlern verschiedener Generationen setzen die Bilder von Alex Katz in neue Perspektiven. U. a. äußern sich Francesco Clemente, Sherrie Levine, Peter Halley, Stephan Balkenhol und Eberhard Havekost.

Kommende Ausstellung:

VENEZIA! Kunst aus Venezianischen Palästen. 27.09.2002 – 12.01.2003
Sammlungsgeschichte Venedigs vom 13. bis 19. Jahrhundert.
Erste Ausstellung zur Sammlungsgeschichte Venedigs.
Die Ausstellung VENEZIA! lässt einige der schönsten Kunstsammlungen Venedigs wiederauferstehen. Die enge Zusammenarbeit mit den Musei Civici Veneziani und zahlreiche Leihgaben aus weiteren europäischen Museen ermöglicht die Präsentation von Werken so bedeutender Künstler wie Giorgione, Tizian, Tintoretto, Canaletto oder Canova. Der besondere Reiz der Ausstellung liegt darin, viele Hauptwerke der venezianischen Kunst in ihrem ursprünglichen Sammlungszusammenhang betrachten zu können.
Mit 350 Exponaten spannt sie einen Bogen von den mittelalterlichen Kostbarkeiten der Schatzkammer von San Marco bis zu den Stoffen, Gemälden und Theaterdekorationen aus dem Atelier des letzten venezianischen Maler- und Künstlerfürsten Mariano Fortuny. Im Zentrum steht die bedeutendste Sammlung der venezianischen Renaissance: Kostbare Handschriften, Gemälde und antike Statuen aus dem Besitz der Familie Grimani. Sie werden so präsentiert wie sie zuletzt vor 450 Jahren zu sehen waren, in einem Raum, der in Größe und Wanddekoration der Tribuna, der ‚Schatzkammer’ des Palazzo Grimani, nachempfunden ist.
Die Ausstellung wird begleitet durch das internationale multimediale Projekt einer computergestützten dreidimensionalen Rekonstruktion der Baugeschichte der Stadt Venedig unter Berücksichtigung der neuesten Forschungsergebnisse.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Musei Civici Veneziani.


Foto: Ada with Bathing Cap, 1965 (Detail) (Ada mit Badehaube)
Öl auf Leinwand,
152,4 x 182,9 cm
Sammlung Paul J. Schupf
Foto: Courtesy Alex Katz


Ausführliches Text- und Bildmaterial erhalten Sie sowohl im Pressebüro (0228-9171-204/5/6) als auch im Internet unter
www.bundeskunsthalle.de.
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4,
53113 Bonn
Presse
Telefon 0228-9171-204/5/6 Telefax 0228-9171-211
www.bundeskunsthalle.de
e-mail: majer-wallat@kah-bonn.de



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