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Revue – Zehn Jahre Museum Kurhaus Kleve (22.04.-12.08.07)


Eingabedatum: 12.04.2007

bilder

Das Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung wurde am 18. April 1997 eröffnet. In den zehn Jahren seines Bestehens konnte es sich erfolgreich als lokal und regional verwurzeltes, aber international ausgerichtetes Haus für zeitgenössische Kunst positionieren. Im Herbst 2004 wurde ihm von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA als erstem Museum überhaupt der Titel "Museum des Jahres" verliehen. In der Begründung hieß es seinerzeit, man zeichne damit ein Institut aus, "das sich durch eine engagierte, von privaten und kommerziellen Interessen unabhängige Sammlungs- und Ausstellungspolitik über die Region des Niederrheins hinaus einen Namen gemacht hat".

Seit seiner Eröffnung hat das Museum Kurhaus Kleve rund 50 Ausstellungen realisiert, mit einem klaren Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst. Zahlreiche international renommierte Künstler haben ihre Arbeiten in Kleve gezeigt, etwa Giovanni Anselmo, Lothar Baumgarten, Lucinda Devlin, Franz Gertsch, On Kawara, Richard Long, Mario Merz, Giuseppe Penone, Richard Serra, Mark Tansey und Niele Toroni. Viele von ihnen haben eigens für Kleve neue Werke geschaffen, die auf den Genius loci und die charakteristische Architektur des Hauses reagieren, und sind dem Museum dauerhaft verbunden geblieben.

Die Ausstellung "Revue - Zehn Jahre Museum Kurhaus Kleve" bietet einen lebendigen Querschnitt der Klever Museumsarbeit. Mit Arbeiten von 20 Künstlern, die zum großen Teil noch nicht zu sehen waren, ruft sie die Höhepunkte des Ausstellungsprogramms seit 1997 in Erinnerung und umreißt zugleich die Kriterien, die das Museum auch in Zukunft prägen werden. "Revue" vereinigt Werke u.a. von Jan Andriesse, Giovanni Anselmo, Stephan Balkenhol, Joseph Beuys, Lothar Baumgarten, Ulrich Erben, Franz Gertsch, Axel Hütte, On Kawara, Richard Long, Mario Merz, Mark Tansey, Niele Toroni und Günther Zins.

Abbildung: Paloma Varga Weisz (Neustadt an der Weinstraße 1966)
Galgenfigur, gehängt, 2003 - 2004
Linden-, Eschen-, Eichenholz, Stoff
© VG Bild-Kunst, Bonn


Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré Sammlung
Tiergartenstraße 41, 47533 Kleve
Tel. 0049 / 2821 / 7501-0
museumkurhaus.de


ch






Daten zu Franz Gertsch:

- * 8. März 1930 in Mörigen im Kanton Bern, Schweiz
- Art Basel 2013
- daad Stipendiat
- Gwangju Biennale, 1997
- MoMA Collection
- Preistraeger Goslarer Kaiserring
- Sammlung MMK, Frankfurt
- SHARJAH BIENNIAL 8, 2007

Weiteres zum Thema: Franz Gertsch



Franz Gertsch - Kunsthalle Tübingen (15.7.-1.10.06)


Franz Gertsch (* 1930) zählt zu den bedeutendsten Schweizer Künstlern der Gegenwart. Auch international hat er sich mit seiner hyperrealistischen Malerei und seinen einzigartigen Holzschnitten ein herausragendes Renommee erworben. Vom ersten großen Auftritt auf der documenta 5 (1972) bis zur Präsentation seiner Werke auf den Biennalen in Venedig 1999 und 2003 spannt sich ein reiches malerisches und graphisches Werk, das eine unverwechselbare Annäherung an die Wirklichkeit vornimmt. Als wichtigster europäischer Vertreter des Fotorealismus ist Franz Gertsch auch für die heutige Generation jüngerer Maler/innen ein wesentlicher Bezugspunkt.

In den 70er Jahren sorgte Gertsch mit großformatigen Einzel- und Gruppenporträts für Furore. Bohemiens und Künstlerkollegen aus der Hippie-Ära sowie die Rocklegende Patti Smith zählen zu den Motiven, die bis heute unser Bild dieser Zeit beeinflusst haben. Später konzentrierte sich Gertsch auf das Einzelbildnis und reduzierte alle erzählerischen Elemente auf ein Minimum. In enormen Formaten erweiterte er das traditionelle Porträt zu regelrechten Gesichtslandschaften. Mit der Serie der Gräser und der Schwarzwasser-Motive entwirft Gertsch seit den 90er Jahren ein neues Bild der Natur.

Die künstlerische Arbeit von Franz Gertsch stellt sich in Verfahrensweise, Material und Zeitaufwand der Beschleunigung und Technisierung innerhalb der modernen Gesellschaft bewusst entgegen. Im Mittelpunkt seines Schaffens stehen Mensch und Natur, vor allem aber die Erfahrung von Zeit. Gertsch zielt auf die Stimmigkeit und Harmonie aller Bildmittel, und vermittelt so einen Eindruck dessen, was ihm Natur auch im philosophischen Sinne bedeutet. Dies kommt nicht zuletzt in seinen Holzschnitten zum Ausdruck. In bislang unerreichter Präzision der Ausführung und in Monumentalformaten, die schon bei der Papierherstellung an die Grenze des Machbaren stoßen, hat Gertsch diesem Medium neue Dimensionen erschlossen.

Die Kunsthalle Tübingen zeigt die Höhepunkte dieses faszinierenden Werks und gibt einen repräsentativen Einblick in das Schaffen des Künstlers. Neben 20 großformatigen Gemälden ist eine Auswahl der Holzschnitte zu sehen. Die Ausstellung basiert auf der Retrospektive, die vom Kunstmuseum Bern und vom Museum Franz Gertsch, Burgdorf, eingerichtet wurde.(Presse / KH Tübingen)

Abbildung: Franz Gertsch: Marina schminkt LucianoFranz Gertsch: Marina schminkt Luciano, 1975, 234 x 346 cm, Museum Ludwig, Köln

Öffnungszeiten: Täglich (außer Montag) 11 bis 18 Uhr, Dienstag 11 bis 19 Uhr

Kunsthalle Tübingen
Philosophenweg 76
72076 Tübingen

kunsthalle-tuebingen.de




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