Mind Expanders - Museum Moderner Kunst, Wien (25.7.08 – 30.8.09)


Eingabedatum: 23.07.2008

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Die Wiener Ausstellung "Mind Expanders. Performative Körper - utopische Architekturen um ´68" macht das weit gespannte internationale Netzwerk von Ideen der damaligen Kunst- und Architekturentwicklungen sichtbar und beleuchtet Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen und künstlerischen Umbrüchen.
Anhand künstlerischer Arbeiten aus den Bereichen performativer, raum- und architekturbezogener Kunst u. a. von der Wiener Gruppe, des Wiener Aktionismus, Valie Export, Peter Weibel, Arnulf Rainer, Maria Lassnig, Bruno Gironcoli, Walter Pichler, Marina Abramovic, Gina Pane, Bruce Nauman, Gordon Matta Clark, Christo, COOP HIMMELB(L)AU, Archigram, Ant Farm, Superstudio oder Vito Acconci wird aufgezeigt, wie der menschliche Körper zum zentralen Medium und Motiv für performative und raumbezogene Kunstformen wird, die das Verhältnis zwischen Individuum und Umwelt kritisch hinterfragen bzw. visionär zu bestimmen versuchen.

Abbildung: Haus-Rucker-Co
Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter
Objekt
Mind Expander II, 1969
Foto: MUMOK, Lisa Rastl
© Haus-Rucker-Co, Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter

Öffnungszeiten: Täglich: 10.00­-18.00 Uhr, Do: 10.00­-21.00 Uhr

Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
A-1070 Wien
Tel.: T +43-1-525 00

mumok.at

ch






Daten zu Christo:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- Daimler Art Collection
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- Preistraeger Goslarer Kaiserring
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Würth
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein
- Solomon R. Guggenheim Collection
- ZKM Sammlung, Karlsruhe



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Shopping - Kunst und Konsum im 20. Jahrhundert


»Shopping« meint mehr als bloßen Warenerwerb. Das Bummeln, Betrachten, Auswählen, Einkaufen und Konsumieren von Waren ist im 20. Jahrhundert längst zu einem wichtigen Teil urbanen Lebens geworden. Shopping ist ein wesentliches Ritual des öffentlichen Lebens, durch das Identität geschaffen und transformiert wird. Seit Walter Benjamins Beschreibung des Flaneurs in den Passagen von Paris im 19. Jahrhundert sind die komplexen Wechselwirkungen zwischen Warenpräsentation und Konsum zu einem Thema geworden. Der Band »Shopping« widmet sich zum ersten Mal umfassend dieser Thematik. Er dokumentiert und analysiert die Faszination bildender Künstler, Architekten und Filmemacher mit den immer raffinierteren Mitteln der Verführung zum Konsum in Schaufenstern, Warenhäusern und Einkaufspassagen.
Ausgiebig illustriert das Buch die Wechselwirkung zwischen Kunst und Konsum mit Werken von Eugène Atget, Berenice Abbott, Walker Evans, Claes Oldenburg, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Christo, Duane Hanson, Barbara Kruger, Jeff Koonss, Andreas Gursky und vielen anderen. Mit Beiträgen von international renommierten Autoren, legt das von Christoph Grunenberg und Max Hollein herausgegebene Buch eine facettenreiche Grundlage für die Diskussion über dieses uns allen so teure Thema. (Englische Ausgabe lieferbar ISBN 3-7757-1214-3)

Ausstellungen: Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main 24.9.-7.12.2002, Tate Liverpool 20.12.2002-23.3.2003



Shopping
Kunst und Konsum im 20. Jahrhundert
Hrsg. Christoph Grunenberg, Max Hollein
Deutsch
272 S., 330 farbige Abb.,
28,50 cm x 25,40 cm
gebunden
EUR 39,99 SFR 70,00
ISBN 3-7757-1213-5
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Sammlung Goetz - Interview mit Ingvild Goetz (Nov 02)


Die Galeristin Ingvild Goetz hat sich 1993 mit ihrem Privatmuseum einen Traum erfüllt. Auf dem parkähnlichen Grundstück der Sammlerin in einem Münchener Vorort haben die für ihre Museumsbauten international renommierten Architekten Herzog & de Meuron eine beeindruckende Ausstellungslandschaft geschaffen, die schon mehrfach in der Fachliteratur Erwähnung fand. Eine schlichte, zurückhaltende Architektur, die der Kunst den Vortritt lässt, mit insgesamt 370 Quadratmetern Schaufläche.

Mit der Sammlung Goetz soll eine weitere Privatsammlung vorgestellt werden und die Arbeit einer Frau gewürdigt werden, die ihr Leben der Kunst verschrieben hat und deren Sammlung zu den prominentesten Deutschlands zählt.

Silke Lemmes: Frau Goetz, nach Ihrem Abitur haben Sie ein Praktikum gemacht, sind durch die Urwälder von Neuguinea, Indien und Brasilien gereist und haben später Politische Wissenschaften studiert und geheiratet. Sie haben dann in Konstanz einen Verlag für grafische Editionen gegründet. Wie haben Sie den Zugang zur Kunst gefunden?

Ingvild Goetz: Dieser Zugang kam von ganz persönlichen Interessen: als junges Mädchen habe ich selber sehr gerne gemalt.

S.L.: Ihr Verlag lief gut, aber Sie wollten mehr – eine Galerie in Zürich. Ihr Besuch in New York 1969, als Sie die ersten Einkäufe dafür tätigen wollten, soll kurios gelaufen sein?!

I.G.: Atelierbesuche bei New Yorker Künstlern waren damals manchmal nicht einfach. Die Viertel, in denen sie ihre Ateliers hatten, waren zum Teil abenteuerlich. Manche Gegenden waren so gefährlich, daß sich Taxifahrer weigerten, mich dorthin zu fahren. Man mußte immer einige Dollars in bar mit sich führen, um sich Räuber vom Halse zu halten. Ein Kunsthändler wurde zu der Zeit ermordet. Der Kontakt mit den New Yorker Künstlern war manchmal nicht einfach.

S.L.: Ein Jahr später eröffneten Sie Ihre erste Galerie Art In Progress in Zürich. Aber auch da war aller Anfang schwer. Wie waren Ihre Erfahrungen in den ersten Jahren?

I.G.: Für die Schweizer Öffentlichkeit waren einige der Künstler, die ich vertrat, äußerst provokativ. Cy Twomblys Zeichnungen wurden in der Schweizer Presse als Klokritzeleien verrissen. Und nach einer Wolf Vostell Aktion, die man als anstößig empfand, wurde mir gar die Arbeitsgenehmigung entzogen. So ging ich meiner Tätigkeit noch eine Weile "illegal" nach. Ich stellte dort u.a. Bruce Nauman, Christo, Brice Marden, Malcolm Morley und Mel Bochner aus. 1973 verließ ich schließlich Zürich.

S.L.: 1973 sind Sie dann mit Ihrer Galerie nach München gezogen, nach gut 15 Jahren haben Sie sie geschlossen und sind Sammlerin geworden – das scheint doch paradox! Wie kamen Sie dazu, die Seiten zu wechseln?

I.G.: Mir persönlich macht es mehr Spaß, Sammlungskonzepte zu entwickeln und Arbeiten zu behalten, als sie zu verkaufen. Außerdem haben Kunden manchmal geargwöhnt, als Sammlerin würde ich mir in der eigenen Galerie die Rosinen herauspicken und für andere Interessenten nur "zweite Wahl" übriglassen. Dieser Interessenkonflikt ließ sich nur über das Aufgeben einer der beiden Passionen beheben.

S.L.: Sie starteten sozusagen eine 2. Karriere. Haben Sie da Ihre bestehenden Verbindungen zum Kunstmarkt genutzt und jetzt die Künstler gesammelt, die Sie vorher verkauft haben oder haben wieder bei Null angefangen? Welchen Schwerpunkt hat die Sammlung?

I.G.: Prinzipiell sammle ich immer die jeweils junge Generation. Damals in den 60er Jahren war das Arte Povera, in den 80ern die Amerikaner, in den 90ern kamen dann die Engländer dazu. Derzeit liegt ein großer Schwerpunkt auf Künstlern, die mit den neuen Medien, Video und Fotografie arbeiten.

S.L.: Welchen Schwerpunkt hat die Sammlung?

I.G.: Zum einen konzentriere ich mich auf sozialkritische oder politische Kunst. Zum anderen weiterhin auf die Malerei.

S.L.: Ein eigenes Museum – die Sammlung öffentlich zugänglich zu machen – ist ein großer Schritt; entscheiden sich die meisten Sammler doch dafür, Teile der Sammlung temporär in verschiedenen Museen zu zeigen. Warum ein eigenes Museum?

I.G.: Es ist mir einfach ein großes Bedürfnis, ständig mit meiner Kunst in Kontakt zu sein. Das Museum gibt mir die Möglichkeit, kreativ mit meiner Sammlung umzugehen, Ausstellungen zu kuratieren, Kataloge herauszubringen. Außerdem möchte ich andere Menschen daran teilhaben lassen.

S.L.: Die Rosemarie Trockel Ausstellung geht im Oktober 2002 zu Ende – ist schon ein neues Ausstellungsprojekt geplant?

I.G.: Bis 10. November läuft in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden die Ausstellung "Die Wohltat der Kunst", die post/feministische Positionen der 90er Jahre zeigt. Dabei handelt es sich um Arbeiten der jüngsten Generation aus meiner Sammlung. Diese Ausstellung werden wir ab Anfang Dezember nach München übernehmen.

Vielen Dank für das Interview.


Sammlung Goetz - München

Tel. 089-95 93 96 90 / Fax 089-95 93 96 96 9



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