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Anzeige: Marc, Macke und Delaunay. Die Schönheit einer zerbrechenden Welt (1910 - 1914) - Sprengel Museum Hannover


Eingabedatum: 15.05.2009



bilder

verlängert bis 9. August 2009

Franz Marc, August Macke und Robert Delaunay: In einer einzigartigen Zusammenstellung hochkarätiger Gemälde und Arbeiten auf Papier zeigt die Ausstellung das spannungsvolle Zusammenspiel der drei Künstler aus Deutschland und Frankreich.

Die Ausstellung fokussiert eine kurze, aber intensive Lebensphase dreier Künstler im Vorfeld des Ersten Weltkrieges und zeichnet die verschiedenen Etappen der gegenseitigen künstlerischen Beeinflussung nach. In den vier gemeinsamen Jahren schufen Franz Marc (1880-1916) und August Macke (1887-1914), die im Ersten Weltkrieg ihr Leben ließen, ihre expressionistischen Hauptwerke. Robert Delaunay (1885-1941) skizzierte in dieser Zeit die Grundlinien seines weiteren Schaffens.

Obwohl die persönlichen Beziehungen der drei Künstler unterschiedlich intensiv waren, da sie an wechselnden Orten lebten, Geldnöte die Reisemöglichkeiten beschränkten, Sprachbarrieren bestanden oder auch der Grad der gegenseitigen Sympathie schwankte, blieb das gemeinsame, verbindende Thema ihrer Kunst das Licht, seine Auffächerung und die damit verbundene Steigerung und Entfaltung der Farbenergie. Mit zunehmend differenzierteren, komplementären und simultanen Farbkontrasten erwirkten sie eine Vitalisierung des Bildes und eine Aktivierung des betrachtenden Auges, wobei jeder der drei Künstler trotz großer Sympathie für die Werke des jeweils anderen eine eigene Haltung und Handschrift entwickelte.

Robert Delaunay war für Franz Marc und August Macke der zentrale Impulsgeber. Dabei begegneten sich die drei Künstler erstaunlicherweise nur zweimal persönlich. Das erste Mal in Paris, wo Marc und Macke den Künstlerkollegen in seinem Atelier am 2. Oktober 1912 aufsuchten. Dort stellte ihnen Delaunay die Fenêtres, die Fensterbilder, vor, in denen er sich mit dem Phänomen farbiger Facettierungen (Orphismus) beschäftigte. Am Motiv der lichtbrechenden Fensterscheiben erprobte er die Spannung und Entspannung dissonanter und konsonanter, komplementärer und nichtkomplementärer Farben. Marc und Macke waren von den Zersplitterungsformen so begeistert, dass sie diese nach ihrer Rückkehr nach Deutschland sogleich in allen neu entstandenen Werken erprobten.

Die zweite und letzte Begegnung der drei Künstler fand am 20. September 1913 in Berlin anlässlich der Eröffnung des Ersten Deutschen Herbstsalons in der Galerie Der Sturm statt. In der Ausstellung war Delaunay mit 21 Werken vertreten, darunter 13 Formes Circulaires, Arbeiten, in denen in geometrisch-flächigen Strukturen Farbkreise angeordnet waren. Diese komplett abstrakten Kreisformationen waren Aufsehen erregend und inspirierten Marc und Macke ebenfalls zu neuen auf Kreisen basierenden Kompositionsformen. Erstmals wagten nun auch sie den Schritt zu abstrakten Kompositionen.

Der Austausch der drei Protagonisten hätte kaum entstehen und auf solch produktive Weise verlaufen können ohne die Mitwirkung von zahlreichen Freunden, Bekannten, Kritikern und Sammlern - Mediatoren, die zwischen den Kunstrichtungen, aber auch den Nationen und Sprachen vermittelten. Zu nennen ist vor allem Sonia Delaunay, die durch ihre Herkunft die Sprach- und Kulturgrenze überwand, selbst vielfältige Kontakte pflegte und eine anerkannte Künstlerin war. Aber auch Paul Klee, Wassily Kandinsky und Sammlerpersönlichkeiten wie Bernhard Koehler. Diesen Vermittlern des Austauschs wird ein Teil der Ausstellung gewidmet sein, aber auch ausgewählten Vorläufern und Vorbildern wie Umberto Boccioni. Flankiert werden diese ausgesuchten Einzelwerke von richtungweisenden Frühwerken der drei Protagonisten aus den Jahren zwischen 1905 und 1910.

Die Ausstellung umfasst rund 90 Gemälde und rund 100 Aquarelle und Zeichnungen, ein umfangreicher und reich bebilderter Katalog erscheint im Dumont Verlag.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler.

enercity ist der exklusive Partner der Ausstellung "Marc, Macke und Delaunay. Die Schönheit einer zerbrechenden Welt (1910-1914)"

Pressetermin: Donnerstag, 26. März 2009, 11.00 Uhr

Eröffnung: Sonntag, 29. März 2009, 11.15 Uhr

Kuratorin der Ausstellung: Dr. Susanne Meyer-Büser
Leiterin der Abteilung Malerei und Skulptur am Sprengel Museum Hannover

Kontakt Presse: Yvonne Mielatz
Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Marc, Macke und Delaunay

Sprengel Museum Hannover
Kurt–Schwitters-Platz, 30169 Hannover
T. + 49-(0)511-168 4 62 15
F. + 49-(0)511-168 4 29 20
presse-mmd(ad)hannover-stadt.de


Datenblatt

Ticket
Dienstag bis Freitag 10 Euro, ermäßigt 7 Euro
Samstag, Sonntag und Feiertag 12 Euro, ermäßigt 9 Euro
Familienkarte 25 Euro

Jahreskarten behalten ihre Gültigkeit, jedoch mit Zuzahlung von
Di. bis Fr. 3 Euro, Sa., So. und Feiertag 5 Euro


Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 10 - 20 Uhr
Freitag und Samstag 10 - 22 Uhr
Sonntag 10 - 20 Uhr
Montag geschlossen

Zusätzliche Sonderöffnungszeiten für Schulklassen
Dienstag bis Freitag 9 - 10 Uhr

Feiertage Öffnung 10 - 20 Uhr
Karfreitag 10.04.2009, Ostersonntag 12.04.2009, Ostermontag 13.04.2009, Maifeiertag 01.05.2009, Christi Himmelfahrt 21.05.2009, Pfingstsonntag 31.05. und Pfingstmontag 01.06.2009

Verkehrsverbindungen
Parkplatz am Museum. Öffentliche Verkehrsmittel, Bus 100 ab Kröpcke oder Taxi ab Hauptbahnhof.

Das Museum ist für Rollstuhlfahrer geeignet.

Audioguide in dt. und engl. Sprache sowie Kinderführung à 3,50 Euro

Besucherdienst / Führungen (Telefonzeit 10 - 18 Uhr)
T. + 49-(0)511-168 4 10 04
F. + 49-(0)511-168 4 10 88
besucherdienst-mmd(ad)hannover-stadt.de

Private Führungen (max. 25 Personen) nur nach Anmeldung im Besucherbüro und geführt durch das Museumspersonal!
Schulklassen / Horte / Kindergärten - Führungen nur nach Anmeldung bei Abteilung Bildung und Kommunikation und geführt durch das Museumspersonal!


Öffentliche Führungen à 60 Min.

Feierabend im Museum
Dienstag bis Freitag, 18.30 Uhr
Einführung in die Ausstellung

Wochenende im Museum
Samstag, 15 Uhr, Sonntag, 11.15 Uhr und 14 Uhr
Einführung in die Ausstellung

Kunst am Tage
Seniorenprogramm, jeweils Mittwoch, 10.15 Uhr

Über die Ausstellung
Dienstag, 18.30 Uhr, Themenführungen

12 Uhr mittags-Führung, Dienstag bis Freitag, jeweils 12 Uhr
20 Min-Gespräch/Vortrag zu einem ausgewählten Kunstwerk

Museum und Schule – Telefonische Beratung und Anmeldung
Montag 9.30 - 11.30 Uhr
Mittwoch 14.30 Uhr - 16.30 Uhr

Gisela Deutsch / T. + 49-(0)511-168 4 62 17
gisela.deutsch(ad)hannover-stadt.de
Gabriela Staade / T. + 49-(0)511-168 4 37 36
gabriela.staade(ad)hannover-stadt.de


Restaurant bell’Arte im Sprengel Museum Hannover:
T. + 49-(0)511-809 33 33, F. + 49-(0)511-980 56 29

Übernachtungen: Hannover Tourismus GmbH
Prinzenstraße 6, 30159 Hannover
T. + 49-(0)511-123 45 111, F. + 49-(0)511-123 45 112

Ausstellungsbegleitende Projekte

Kinderausstellung
„Das HAUS der träumenden Bilder“ (01.März bis 16. August 2009)

Meisterwerke des Expressionismus auf Papier aus der Sammlung des Sprengel Museum Hannover
Grafik I und II (11. März bis 23. August 2009)

Abbildungen:
Franz Marc: Fuchs (Blauschwarzer Fuchs), 1911
Öl auf Leinwand, 50 x 63 cm
Foto: Von der Heydt-Museum Wuppertal Von der Heydt-Museum Wuppertal
- Franz Marc: Der Stier, 1911
Öl auf Leinwand, 100 x 135,2 cm
Foto: Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 51.1312, The Solomon R. Guggenheim Museum, New York

- August Macke: Mädchen mit Fischglocke, 1914
Öl auf Leinwand, 80,5 x 100 cm
Foto: Von der Heydt-Museum Wuppertal, Von der Heydt-Museum Wuppertal
- August Macke: Farbige Formen I, 1913
Öl auf Karton, auf Holz aufgezogen, 53,1 x 38,5 cm
Foto: LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster / Rudolf Wakonigg & Sabine Ahlbrand-Dornseif
LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Westfälisches Landesmuseum, Münster, Leihgabe aus Privatbesitz

- Robert Delaunay: La tour aux rideaux, 1910 Öl auf Leinwand, 116 x 97 cm
Foto: Walter Klein, Düsseldorf Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © L & M SERVICES B.V. The Hague 20080818
- Robert Delaunay: Hommage à Blériot no 2, 1913/14
Leimtempera auf Leinwand, 114,3 x 193,5 cm
Foto: Ulrich Pfänder, München / Ulrich Pfänder, München, © L & M SERVICES B.V. The Hague 20080818

marc-macke-delaunay.de




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