Boris Becker. Photographien 1984–2009 - SK Stiftung Kultur, Köln


Eingabedatum: 20.11.2009

bilder

Mit rund 90 Exponaten konzipiert die SK Stiftung Kultur eine umfassende Werkschau des Fotografen Boris Becker (geb. 1961, arbeitet in Köln). Geordnet nach thematischen Segmenten werden Fotografien aus den Jahren 1984 bis 2009 präsentiert.

Die Werke des Künstlers, der bei Bernd Becher an der Düsseldorfer Kunstakadamie studiert hat, bestechen durch ihr Großformat. Obwohl die Großbildfotografie ein detailgetreues Abbild der Wirklichkeit begünstigt, geht es Becker vielmehr um die Befragung des Realitätscharakters. Das Vertrauen in die Wirklichkeit soll in seinen Fotografien auf den Prüfstand gestellt werden.

Die Ausstellung präsentiert unter anderem seine frühen schwarz-weiß Aufnahmen, die Luftschutzbunker aus über 50 deutschen Städten zeigen und zugleich Zeugnisse deutscher Architekturgeschichte sind. In ähnlicher Weise setzt sich dieses Interesse für die Wandelbarkeit von Architektur in einer Bildreihe fort, in der sich Becker mit der urbanen Architektur, mit Reihen- und Hochhäusern auseinandersetzt.
Als weiteren bedeutenden Werkkomplex präsentiert die Kölner Ausstellung Beckers Landschaftsaufnahmen. Die Ackerflächen und Wiesen wirken durch ihre Ausschnitthaftigkeit ortlos, objekthaft und unspezifisch. So sagt Boris Becker über seine Arbeiten:
"Entscheidend war für mich der Schritt, durch die Verwendung einer [...] 8 x 10 inch-Großbildkamera und einer damit ermöglichten hyperrealen Darstellung die landschaftlichen Flächen aus ihrem Zusammenhang zu nehmen und sie in einen eigenen, ortsungebundenen und frei verfügbaren künstlerischen Kontext zu setzen. Sozusagen als Nebeneffekt stellt sich für mich dabei klar heraus, dass, wie bei den Bunkern und auch den Oberflächen der Wohnhäuser, diese Art der Photographie trotz ihrer Präzision [...] und scheinbaren Objektivität nicht in der Lage war, etwas Verbindliches über das Abgebildete auszusagen. Aber dadurch, dass ich diesen rein abbildenden Anspruch aufgab, konnte ein eigenständiges universelles Bild entstehen."
Ausstellungsdauer: 27.11.09-28.2.10

Abbildung: Schwarze Elster, 2008
Sammlung Ute und Eberhard Garnatz
© Boris Becker; VG Bild-Kunst, Bonn, 2009

Öffnungszeiten:
tägl. 14-19 Uhr
Mi geschlossen

Die Photografische Sammlung/
SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn
Im Mediapark 7
50670 Köln

photographie-sk-kultur.de


Verena Straub






Daten zu Boris Becker:

- art cologne 2015
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Triennale der Photographie in Hamburg 2015

Weiteres zum Thema: Boris Becker



Sammlung Bernd F. Künne in der Kunsthalle Nürnberg (13.5.-4.7.04)


"Mit rund 130 fotografischen Werken und Serien von 22 Künstlerinnen und Künstlern gibt die Ausstellung Yet Untitled in der Kunsthalle Nürnberg einen konzentrierten Einblick in die Sammlung von Bernd F. Künne. Der in Hannover lebende Sammler hat seit Mitte der neunziger Jahre eine inzwischen mehr als 700 Werke umfassende Sammlung zeitgenössischer Fotografie aufgebaut. Zentrale Genres und Themen, die den Charakter der Sammlung von Bernd F. Künne prägen, sind Porträt und Menschenbild sowie Urbanität und Landschaft.

Einen Schwerpunkt bildet die Fotografie in Deutschland, der markante Positionen europäischer und amerikanischer Fotografie gegenüberstehen. Die Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg fächert ein breites und differenziertes Spektrum zeitgenössischer Fotografie auf, das von der sachlich-dokumentarischen Wiedergabe bis hin zur Poetisierung des Alltäglichen, von der Straßenfotografie bis zum inszenierten Porträt reicht. . . ." (Quelle: Kunsthalle Nürnberg / Presse)

Künstlerliste: Miriam Bäckström, Boris Becker, Laurenz Berges, Philip-Lorca diCorcia, Bernhard Fuchs, Jean-Louis Garnell, Jitka Hanzlovà, Matthias Hoch, Axel Hütte, Valérie Jouve, Helen Levitt, Walter Niedermayr, Simone Nieweg, Bettina Rheims, Heinrich Riebesehl, Thomas Ruff, Michael Schmidt, Stephen Shore, Hannah Starkey, Annelies Strba, Beat Streuli, Albrecht Tübke

Foto: Kunsthalle Nürnberg: Beat Streuli, Sydney Melbourne, 1997/98

Ausstellungsdauer: 13.5. - 4.7.04

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr | Mittwoch bis 20.00 Uhr | Montag geschlossen.

Kunsthalle Nürnberg | Lorenzer Straße 32 | D- 90402 Nürnberg | Tel.: 0911 - 231 2853
nuernberg.de



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    karma


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    rundgang




    Die Lücke – Systemfehler durch Irrtum und Defekt

    Die Vebikus Kunsthalle befindet sich an einem Ort, dessen Vergangenheit auf die industrielle Fertigung eines Massenprodukts zurückgeht. Gleichförmigkeit in der Masse schafft eine Systematik und Regelmässigkeit, in der Abweichungen und Variationen nicht vorgesehen sind. Abweichendes wird sofort als Fehler entlarvt, weiter

    Talia Chetrit Showcaller

    Das fotografische Werk von Talia Chetrit, die 1982 in Washington D.C. geboren wurde, zeichnet sich durch eine bemerkenswerte kompositorische Raffinesse und visuelle Kraft aus, die mit einer stringenten Programmatik einhergeht. weiter

    "Art-Law-Clinic" in Deutschland gegründet

    Institut für Medienrecht der WWU und Kunstakademie Münster starten Kooperationsprojekt.

    weiter

    Habima Fuchs (Schaufenster am Hofgarten)

    Nach der einjährigen rotierenden Gruppenausstellung Theatre of Measurement im Schaufenster am Hofgarten fahren wir in diesem Jahr wieder mit kontextbezogenen, wechselnden Einzelpositionen fort. weiter

    Lua Cão

    Der Kunstverein München präsentiert vom 17. Februar bis 15. April 2018 die Ausstellung Lua Cão mit Filmen und Videos von Alexandre Estrela + João Maria Gusmão & Pedro Paiva. Die Eröffnung findet am 16. Februar 2018, ab 19 Uhr in der Galeriestraße 4, 80539 München statt. weiter

    Hanna-Nagel-Preis 2018 an NINA LAAF

    Nina Laaf studierte von 2011 bis 2016 bei Prof. John Bock und Prof. Harald Klingelhöller Bildhauerei ... weiter


    PROOF: FRANCISCO GOYA, SERGEI EISENSTEIN, ROBERT LONGO

    Mit Werken von Francisco Goya (1746–1828), Sergei Eisenstein (1898–1948) und Robert Longo (1953) stellt die Ausstellung PROOF drei wesensverwandte Künstler vor, die die sozialen, kulturellen und politischen Komplexitäten ihrer jeweiligen Zeit in bildgewaltige Werke überführen. weiter


    Abraham Cruzvillegas

    Kunsthaus Zürich zeigt erste Einzelausstellung von Abraham Cruzvillegas Kunst als Ausdruck und Spiegel der Gesellschaft – das ist das Thema von «Autorreconstrucción: Social Tissue», einem Projekt des mexikanischen Künstlers weiter


    Susan Philipsz. Separated Strings

    Das Albertinum der Staatlichen
    Kunstsammlungen Dresden (SKD) hat die Turnerpreisträgerin erstmals nach Dresden eingeladen, eines ihrer Hauptwerke, „Study for Strings“ (2012), in einer neuen Ausführung sowie fotografische Arbeiten in der Kunsthalle im Lipsiusbau zu präsentieren.
    weiter

    Der Begriff "digital" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff "oder", in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff "oder "2., in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff "oder " die 3., in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter



    Takako Saito. You and me

    Nur noch wenige Tage: „You and me“: der Gedanke des Spiels mit dem Publikum prägt fast alle Werke von Takako Saito. weiter


    BASQUIAT. BOOM FOR REAL

    Mehr als 30 Jahre nach seiner letz­ten Einzel­prä­sen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die Schirn Kunst­halle Frank­furt dem Werk des US-ameri­ka­ni­schen Künst­lers eine große Ausstel­lung. weiter

    I am here to learn: Zur maschinellen Interpretation der Welt

    Die thematische Gruppenausstellung I am here to learn befasst sich mit lernenden Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI). Der Fokus der Ausstellung liegt auf Wahrnehmung und Interpretation als menschliche Qualitäten, die mittels Lernverfahren auf Maschinen übertragen werden. weiter


    Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums

    HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION – ursprünglich der Titel einer Werkgruppe des amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg – ist eine freundliche Einladung, die Sammlung für Gegenwartskunst an der Hamburger Kunsthalle (neu) zu entdecken. weiter

    EIKON Award (45+)

    Anlässlich der 100. Heftausgabe von EIKON – Internationale Zeitschrift für Photographie und Medienkunst wurde der EIKON Award (45+) unter dem Ehrenschutz von VALIE EXPORT für europäische Fotografie- und Medienkünstlerinnen ab 45 Jahren ins Leben gerufen. weiter

    There Will Come Soft Rains

    Für den modernen Menschen erweist sich das Erleben bestimmter Szenarien oftmals als ein wirksames Medium zur Eröffnung neuer Perspektiven auf sich und seine Gegenwart. weiter

    Der Begriff "Installation+und" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter