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B3 Biennale

Bense und die Künste - ZKM Karlsruhe


Eingabedatum: 05.02.2010

bilder

Anlässlich des 100. Geburtstages von Max Bense (1910-1990) würdigt das ZKM den Philosophen, Schriftsteller, Kunst- und Literaturtheoretiker und Kurator mit einer umfassenden Ausstellung.

Max Bense, der Physik, Mathematik, Mineralogie, Geologie sowie Philosophie studierte, propagierte im Deutschland der Nachkriegszeit eine Ästhetik der "technischen Existenz" - ein Kulturbegriff der sich gegen romantische und mythologisierende Tendenzen wendet. Er nahm damit die medientheoretische Wende der Literatur- und Geisteswissenschaften, wie sie in den 1980er-Jahren erfolgte, vorweg. Seine visionäre Leistung wird in der Schau, welche die Reihe "Philosophie und Kunst" am ZKM fortführt, gewürdigt.
Bense wird als ein Künstler und Theoretiker gezeigt, der eng mit der Konkreten Poesie und der Konkreten Kunst verbunden war. Seit Mitte der 50er Jahre wandte er sich zudem der neu entstehenden Computerkunst zu. Mit seiner "Informationsästhetik" gehört Bense zu den wichtigsten Theoretikern der Pionierzeit digitaler Kunst in Europa.

Benses Überlegungen zu Literatur und Kunst, sein dichterisches Werk, verschiedene Manuskripte sowie Aufzeichnungen seiner Hörfunkbeiträge und Fernsehauftritte werden einen Großteil der Ausstellung bilden. Ergänzt werden diese Dokumentationen durch etliche Werke der Künstler, die Bense ausgestellt oder über die er geschrieben hat.

Die Ausstellung zeigt unter anderem Werke von:
Max Bill, Lygia Clark, Bruno Giorgi, Hiroshi Kawano, Frieder Nake, Geroges Mathieu, Manfred Mohr, Henri Michaux, François Morellet, Günter Neusel, Uli Pohl, Bernhard Sandfort, Mira Schendel, Tim Ullrichs, Wols und Paul Wunderlich.

Abbildung: Max Bense vor einem Werk von Lucio Fontana in der Sendung „Kunst – ein schwindendes Phänomen“, Bayerischer Rundfunk, 02.11.1966, © Nachlass Max Bense, Foto: Paul Sessner

Ausstellungsdauer: 7.2.-11.4.10

Öffnungszeiten:
Mi-Fr 10-18 Uhr
Sa-So 11-18 Uhr

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe

zkm.de

Verena Straub






Daten zu Max Bense:

- documenta 8, 1987

Weiteres zum Thema: Max Bense



Fotografie denken


Das Buch "Fotografie denken" beinhaltet Beiträge aus dem 7. Internationalen Vilém-Flusser-Symposium, das 1998 in Bielefeld stattfand und Flussers Philosophie der Fotografie zum Themenschwerpunkt hatte.
Den Beiträgen vorangestellt ist ein Text von Flusser, der erstmals 1985 erschien ("Das Foto als nachindustrielles Objekt: Zum ontologischen Status von Fotografien"). Danach folgen zwei Aufsätze, die sich mit Walter Benjamin bzw. Benjamin und Flusser beschäftigen (Rolf H. Krauss bzw. Mark C. Rump). Ein gelungener Auftakt, denn somit glückt eine kleine Einführung auch für den Leser, der sich bisher noch nicht mit Flussers Texten befaßt hat. Zwei weitere Texte untersuchen erstmals Verbindungen und Unterschiede von Flussers Denkmodellen mit denen anderer Theoretiker (Frieder Nake: "Vilém Flusser und Max Bense des Pixels angesichtig werdend. Eine Überlegung am Rande der Computergraphik" und Martin Roman Deppner: "Die magischen Kanäle als Parameter jüdischen Denkens bei Vilém Flusser und Aby Warburg"). Weitere Texte greifen Flussers Theorien auf und fragen nach der Verwendungsweise von Bildern in den letzten Jahren, wobei vor allem der Beitrag von Lambert Wiesing "Verstärker der Imagination" interessante Denkanstöße bietet. Damit wird das Buch dem Anliegen gerecht, die Bedeutung des durchaus umstrittenen Theoretikers Flusser für die Fotografie aufzuzeigen.
Der Verständlichkeit zugute kommt die Tatsache, dass die Texte im Vortragsstil des Symposiums verblieben sind, d. h. kürzere Sätze, kleinere Wiederholungen und Zusammenfassungen, die (auch) das Lesen erleichtern. Die Verfasser der neun Beiträge sind alle zum größten Teil Kunsthistoriker oder Medientheoretiker, auffällig ist jedoch, dass man bis auf eine Ausnahme (Miklós Péternák aus Ungarn) nur deutsche Autoren gewinnen konnte.
Das Buch ist ansprechend gestaltet, Anmerkungen sind leserfreundlich neben dem Text eingearbeitet. Soweit es die Beiträge erfordern, sind sie mit schwarzweiß Abbildungen illustriert. Schade ist nur, dass es fast drei Jahre bis zur Veröffentlichung der Beiträge gedauert hat.


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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