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Der Direktor des Museum Ludwig, Kasper König, bleibt in Köln


Eingabedatum: 23.03.2010



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Prof. Kasper König, Direktor des Museum Ludwig, hat im Beisein von Oberbürgermeister Jürgen Roters und Kulturdezernent Prof. Georg Quander gestern (22.3.10) seine Vertragsverlängerung unterzeichnet.

"Der derzeitige Vertrag, der zum 30.11.2010 ausläuft, wird nun bis zum 30.11.2012 verlängert. Die Bedingungen, die bisher an den Vertrag geknüpft waren, haben weiterhin Bestand.

"Ein guter Tag für Köln". Oberbürgermeister Jürgen Roters zeigte sich erfreut über die Chance, dass einer der "bekanntesten Museumsleiter weltweit" weitere zwei Jahre seine Dienste der Stadt Köln zur Verfügung stellen wird. Er bedankte sich ausdrücklich für das "faire Miteinander" bei den zurückliegenden Vertragsverhandlungen.

Kulturdezernent Prof. Georg Quander ist froh, dass mit der Vertragsverlängerung eine Kontinuität für das Museum Ludwig erreicht werden konnte. Quander betonte, dass Kasper König in den vergangenen 10 Jahren im jüngsten der Kölner Museen entscheidend das kulturelle Renommee der Stadt prägen konnte. Diese erfolgreiche Arbeit kann nun für zwei Jahre fortgesetzt werden. Außerdem, so Quander, habe die Stadt nun wichtige Zeit gewonnen, perspektivisch die Nachfolge von Kasper König planen zu können.

Auch Kasper König bekräftigte, dass die Stadt die gewonnene Zeit nutzen müssen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Für das Museum Ludwig bedeutet die Vertragsverlängerung eine Planungssicherheit, um die Projekte für 2011 und 2012 realisieren zu können. König unterstrich, dass er sich mit seiner Vertragsverlängerung für Kontinuität eingesetzt habe. Er habe keine Sonderkonditionen verhandelt, sondern mit seiner Verlängerung eine Fortsetzung der seit 2001 geltenden Bedingungen für das Museum Ludwig erreicht. Das Haus erhält weiterhin zwei Volontariatsstellen und der Ausstellungsetat von 250.000 Euro bleibt erhalten. Der Ankaufsetat von bis zu 1,5 Mio. Euro setzt voraus, dass zu den 500.000 Euro, die die Ludwig Stiftung gibt, weitere Drittmittel bis zu einer Höhe von ebenfalls 500.000 Euro durch das Museum eingeworben werden. Diese werden dann durch die Stadt jeweils um die Hälfte des Betrags ergänzt.

Sammlung
Als Basis seiner musealen Arbeit bezeichnete König die Arbeit mit der eigenen Sammlung. Die international bedeutende Sammlung des Hauses wird konsequent weiterentwickelt. Dies geschieht durch historisch ausgerichtete Ankäufe, wie beispielsweise der Ankauf der Sammlung Agfa oder zuletzt der Sammlung Mrazkowa, wodurch außerordentliche Schätze ans Haus gebunden werden konnten. Ankäufe zeitgenössischer Positionen sowie deren wissenschaftliche Aufbereitung weisen perspektivisch in die Zukunft und schärfen das eigene Profil, das immer auf Qualität bedacht ist.

König erklärte, dass es dem Haus erfreulicherweise gelingt, das bürgerliche Engagement nachhaltig zu wecken. Zukunftsweisend war in diesem Zusammenhang 2008 die Gründung einer eigenen Kunststiftung, die der Erweiterung der Sammlung dient. Der Gründung der Kunststiftung verdankt das Haus beispielsweise die spektakuläre Schenkung der Kölner Sammler Ulrich Reininghaus und Anna Friebe-Reininghaus von rund 200 Editionen von Sigmar Polke, die nun in die Bestände des Museum Ludwig gehören.

Weiterhin hob König die Ankäufe durch den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, den Jungen Ankauf und die Ankäufe des Kuratoriums und der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und Museums Ludwig sowie die finanzielle Unterstützung der Kunststiftung der Länder, der Staatskanzlei NRW oder der Kunststiftung NRW hervor.

Ausstellungsprogramm
Auch in den kommenden zwei Jahren wird das Museum Ludwig mit einem vielfältigen Ausstellungsprogramm auf sich aufmerksam machen, welches sich regelmäßig mit der eigenen Sammlung auseinandersetzt und aus einer gesunden Mischung von minoritären, zum Teil unbequemen Projekten und großangelegten Ausstellungen besteht.

Folgende Projekte nannte König für den Zeitraum 2011/12:
Remembering Forward (Ende 2010), Warhol nach Munch (Frühjahr 2011), Vija Celmins (2011), Cosima von Bonin (2011), Alexander Calder (2012), Yvonne Rainer (2012) und Claes Oldenburg (2012).

Ende 2011 wird der Ausstellungsmacher Kasper König das in seinem Vertrag festgehaltene Versprechen einlösen und eine programmatische Ausstellung zur aktuellen Kunst im Museum Ludwig realisieren."
museum-ludwig.de






Daten zu Kasper König:

- MoMA Collection
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Kasper König



Portikus (03 / 02)


Der Portikus ist die mittlerweile legendäre «Kunstkiste» - eine Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, die 1987 von Kasper König initiiert wurde und dessen Namen man mit dieser Institution verbindet.
Der Portikus ist Teil der Kunstakademie, zu der auch die Städelschule gehört. Hier unterrichtete König Kunsttheorie und wollte als Pendant zu den Ateliers der anderen Lehrer der Schule, die beispielsweise Malerei unterrichten, auch eine Art Atelier schaffen – den Portikus. Den Namen erhielt die Kunsthalle von der erhaltenen klassizistischen Fassade der im zweiten Weltkrieg zerstörten Stadtbibliothek von 1825. Außen blieb diese Frontfassade erhalten und innen schufen die der Architekten Marie-Theres Deutsch und Klaus Dreißigacker einen Raum hinter der Fassade, der als Ausstellungsraum optimale Bedingungen bietet, als Gebäude jedoch anonym sein soll. Die Kiste lässt das Rudiment unangetastet und schiebt sich nur zwischen die rückwärtigen Stützmauern. Mit einem Trapezblech als Außenbe-kleidung stellt sich der Bau wie ein Industriebau dar, anonym und ohne seinen Inhalt preis-geben zu wollen. Die Container – normale Bausteinkontainer – die in der Seitenansicht des Gebäudes zu erkennen sind, ordnen sich dieser Geste unter. Sie sind einfach abgestellt.
Der Innenraum ist nicht anonym, sondern betont seine Neutralität als Ausstellungsraum, indem alle funktionalen Notwendigkeiten zugunsten der Einfachheit und Klarheit des Raumes zurücktreten. Um gleichmäßige Lichtverteilung und einen fensterlosen Raum zu schaffen, erhält die Halle von oben durch eine Opalglasdecke Tageslicht. Die Nebenfunktionen, wie Büroräume werden in Containern untergebracht, die auch räumlich von der Halle abgesetzt sind.

Neben aktuellen Arbeiten bekannter Künstler werden bedeutsame junge Positionen präsentiert. In enger Kooperation mit den Beteiligten werden die Projekte in Bezug zum Ausstellungsort realisiert und erfahren in dessen klarer und sachlicher Architektur volle Konzentration. Damit existiert der Portikus nicht im institutionellen Sinne per se, sondern definiert sich über die jeweilige Ausstellung immer wieder überraschend neu.
Im November 2000 wurde Prof. Dr. Daniel Birnbaum neuer Direktor der Kunstakademie – und damit auch des Portikus. Zusammen mit Jochen Volz, der als Kurator tätig ist, setzten sie die Arbeit von Kasper König fort.


Adresse: Portikus
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main


Tel.: +49 (0)69 - 219 987 60
Fax: +49 (0)69 - 219 987 61
Internet: portikus.de

Ausstellung: Gilbert & George
NINE DARK PICTURES
23. März - 28. April 2002

Gilbert & George lernten sich 1967 als Studenten in London kennen und arbeiten seither gemeinsam. In den späten Sechziger Jahren sind sie als living sculpture oder singing sculpture im öffentlichen Raum und in Ausstellungsräumen in Erscheinung getreten. Seit diesen frühen Performances entwickeln Gilbert & George ihre Bilder ausgehend vom Abbild der eigenen Körper bzw. vom eigenen Portrait.
Im Portikus zeigen Gilbert & George eine neue Serie photographischer Arbeiten unter dem Titel Nine Dark Pictures, die sich inhaltlich sehr stark auf das Verhältnis des Individuums zu religiösen, sozialen und politischen Konflikten konzentrieren. Die Bilder bedienen sich einer populären Symbolik des politischen und religiösen Protests, zeigen Architektur als Ausdruck sozialer Unterschiede und sind damit Bekenntnis eines radikalen Verständnisses von Demokratie.


Öffnungszeiten: Di–So 11-18 h
Mi 11-20 h






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