Wolf von Kries - Simultanhalle, Köln


Eingabedatum: 20.05.2010

bilder

Die Arbeiten des Künstlers Wolf von Kries (geb. 1971, lebt in Berlin) bewegen sich oftmals an der Grenze zwischen dem Pragmatischen und dem Dysfunktionalen. Die Simultanhalle zeigt Fotografien, in denen er die Dialektik zwischen Stadtplanungskonzepten einerseits und unbeplanten Flächen andererseits aufzeigt.

Die präsentierten Arbeiten sind in direkter Umgebung der Simultanhalle entstanden. Städtebauliche Utopien, wie sie in den 70er Jahren geplant und teilweise gebaut wurden, werden in einen Kontrast zu verlassenen, unbeplanten Flächen gestellt.
"Das Spannungsverhältnis von Zonen mit übergeordneten Kontroll- und Ordnungsmechanismen und solchen, in denen diese abwesend sind, werden durch den Künstler zu Schauplätzen der städteplanerischen Absurditäten", so die Ausstellungsmacher.
Mit seinen subtilen Interventionen zielt Wolf von Kries nicht zuletzt auf eine Kritik an monumentalen Städtebaumaßnahmen ab, die häufig an den Bedürfnissen der Bürger vorbeigehen.

Abbildung: Adaptionen Serie von 10 Fotos (17x25 cm). Dokumentation von zufälliger Kongruenz zwischen temporären Situationen in der Stadt.

Ausstellungsdauer: 30.5.-26.6.10

Öffnungszeiten:
Sa,So 14-18 Uhr

Simultanhalle
Raum für zeitgenössische Kunst
Volkhovener Weg 209-211
50765 Köln

simultanhalle.de

Verena Straub






Daten zu Wolf von Kries:

- Kampala Biennale 2016
- Kunstverein - Palais für aktuelle Kunst, Glückstadt
- LAGE EGAL RAUM FÜR AKTUELLE KUNST

Weiteres zum Thema: Wolf von Kries



"system" - Arthur Boskamp-Stiftung, Hohenlockstedt (22.6.-13.9.09)


Mit der Ausstellung "system" zeigt die Arthur Boskamp-Stiftung künstlerische Positionen, in deren Mittelpunkt das Nachdenken über und das Arbeiten mit Systemen steht. Dabei soll gezeigt werden, wie Wertesysteme, Ordnungssysteme, Gesellschaftssysteme, technologische Systeme oder auch ökonomische und politische Systeme den eigenen Lebensraum beeinflussen.

"Jede Theorie, jede Untersuchung, jedes Experiment beginnt mit der Wahl eines Systems. Von dieser Wahl hängt dann der Spielraum ab, in dem sich der Experimentierende bewegen kann, der Charakter der Fragen, die er stellen kann, und sehr oft auch die Art der Antworten, die er geben kann." Diese Annahme bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung, die sich grundlegend mit der Frage beschäftigen will, wie Systeme in der Kunst behandelt werden, bzw. in welcher Art und Weise sie durch die Kunst befragt werden.

Wie kann man sich innerhalb der gegebenen Systeme positionieren? Wie kann man dem System als Teil eines Systems etwas entgegensetzen? Welche Rolle spielt dabei die Bildende Kunst? Inwieweit schaffen die Kunst und ihre Ausstellungsinstitutionen eigene Systeme?
Dies sind die Leitfragen, die die Ausstellung mit der Auswahl ihrer Exponate in den Raum stellen will.

Folgende Künstler werden dabei vertreten sein:
Daniel Berwanger/Thomas Mahmoud, Hans Hemmert, Channa Horwitz, Christoph Keller, Wolf von Kries, Erich Pick, Gunter Reski, Christoph Rothmeier, Ralf Schreiber, Simon Starke, Nasan Tur, Malte Urbschat, Klaus Weber, Suse Weber, Andrea Winkler, Piotr Zylinskski

Abbildung: Suse Weber, Millitanz, 2004, courtesy: Galerie Gebr. Lehmann / Galerie Barbara Weiss

Öffnungszeiten:
Sa,So 14-18 Uhr

Arthur Boskamp-Stiftung
M.1 Hohenlockstedt
Breite Straße 18
25551 Hohenlockstedt

arthurboskamp-stiftung.de

Daniela Friebel. Projektion - Simultanhalle, Köln


Mit der Fotokünstlerin Daniela Friebel startet die Simultanhalle Köln ihr neues Ausstellungsjahr. Seit über 25 Jahren existiert der "Raum für zeitgenössische Kunst", der sich als Ort für Entwurf und Experiment versteht.

Das Gebäude, das ursprünglich als Testbau für das geplante Ludwig Museum diente, wurde 1983 vor dem Abriss gerettet und in der Folgezeit als Kulturraum genutzt. Analog zum Modellcharakter der Architektur folgt auch das Ausstellungsprogramm der Simultanhalle dem Charakter des Entwurfs und Experiments, wobei der Fokus auf zeitgenössische Positionen gelegt wird.

Auf die architektonischen Wurzeln der Simultanhalle verweist auch Daniela Friebel (geb. 1975) mit ihren Arbeiten, die ab dem 11.4. in den Räumen zu sehen sind. Unter dem Titel "Projektion" sind zeichnerische Konstruktionen zu sehen, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der zentralperspektivischen Darstellung auseinandersetzen. Durch Störungen im illusionistischen Bildraum macht Friebel das zentralperspektivische Prinzip als Konstrukt sichtbar. Zugleich bezieht sie sich in ihren Zeichnungen direkt auf die architektonische Geschichte des Ortes. So verleiht sie ihren Bildern durch partielle Einfärbungen eine imaginäre Ebene, "die den Verlauf der nördlichen Außenwand des Museum Ludwig in ihrer relativen Neigung zur nördlichen Außenwand der Simultanhalle nachvollzieht". Auf diese Weise werden beide Architekturen - Museum Ludwig und Simultanhalle - ineinander projiziert.

Nach diesem Auftakt folgt eine Ausstellung des Berliner Künstlers Wolf von Kries (geb. 1971), der die Simultanhalle seiner rauminterventionistischen Methodik entsprechend auf ihren unmittelbaren Kontext reagieren lassen wird.

Im Sommer reist die amerikanische Künstlerin Lenka Clayton (geb. 1977) aus Pittsburgh an. Sie wird ihr Mysterious Letter Project in Zusammenarbeit mit Michael Crowe spezielle für Köln fortentwickeln.

Den Abschluss bildet schließlich der Berliner Künstler Wolfgang Breuer (*1966), der immer wieder mit subtilen Eingriffen sein Umfeld kaum merklich, aber umso wirkungsvoller verfremdet oder reflektiert.

In diesem Jahr wird es darüberhinaus am 14. August einen Performance-Tag geben. Das Programm wird noch bekanntgegeben.

Abbildung: copyright Daniela Friebel

Ausstellungsdauer: 11.4.-7.5.10

Öffnungszeiten:
Sa,So 14-18 Uhr

SIMULTANHALLE
Raum für zeitgenössische Kunst
Volkhovener Weg 209-211
50765 Köln

simultanhalle.de



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    Ausstellung


    Anzeige
    Burg Halle


    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    Atelier




    Erwin Wurm

    Wurms Werke sind generell hintersinnig und hinterlistig – Bekanntes aufgreifend weisen sie uns auf die Fremdartigkeit des Vertrauten hin. weiter


    GABRIELE KROMER: EXPRESSIVE INNENSICHTEN

    EXPRESSIVE INNENSICHTEN transportieren die ‚Kopffilme’ in die Außenwelt. Aber sie verharren nicht in der Expression des inneren Aufruhrs, sondern stellen den Bezug her zu den Faktoren aus Gesellschaft und persönlicher Biographie, die jene ‚Kopfflilme’ getriggert haben.(Anzeige) weiter

    Bianca Baldi Eyes in the Back of Your Head

    weiter


    NO SECRETS!

    Überall online und digital vernetzt, beklagen wir den Verlust unserer Privatsphäre. Schuld daran sind paradoxerweise wir selbst, die mit ... weiter


    Skulpturen aus Papier. Von Kurt Schwitters bis Karla Black

    Die Städtischen Museen Heilbronn haben sich mit Übersichtsausstellungen zur Entwicklung der Skulptur und Plastik im 20. Jahrhundert einen Namen gemacht weiter

    Anne-Mie Van Kerckhoven - What Would I Do in Orbit?

    Mit der Einzelausstellung »What Would I Do In Orbit?« der belgischen Künstlerin Anne-Mie Van Kerckhoven präsentiert der Kunstverein Hannover erneut eine Ausstellung, die sich mit digitalen Fragestellungen auseinandersetzt. weiter


    Florian Bielefeldt - Ein Blick ins Atelier

    Wie so viele Künstler verschlug es Florian Bielefeldt (*1977 in Frankfurt a. M.) nach dem Studium – auf der Flucht vor Armut und Hunger – ins Herz der Republik nach Berlin, ... weiter


    herman de vries

    herman de vries (1931) findet seine Materialien in der Natur: Blüten, Blätter, Samen, Moose weiter


    Katharina Sieverding

    „Kein Bild ist denkbar ohne die Gesamtheit aller Bilder, die in der Welt sind.“ Katharina Sieverding, 2015
    weiter

    Emy-Roeder-Preis 2017

    Ludwigshafen ist eine Stadt, die zeitgenössischer Kunst gegenüber offen ist und wo der Kunstverein Ludwigshafen eine Kultur der Auseinandersetzung mit künstlerischen Positionen pflegt weiter

    Paul Boesch Preis an Vaclav Pozarek

    Die Paul Boesch Stiftung verleiht den gleichnamigen Preis im Wert von CHF 50´000 an Vaclav Pozarek. Sie würdigt damit das konzeptuell und medial vielseitige Werk des in Bern lebenden Künstlers. weiter


    Karin Sander – Identities on Display

    Karin Sander lässt jeweils ein Haar auf ein weißes Blatt Papier fallen und fixiert es. Die so entstehenden „Haarzeichnungen“ (1998) folgen den Gesetzmäßigkeiten des natürlich Gewachsenen. weiter


    Sergej Jensen

    Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden zeigt vom 11. März bis zum 18. Juni 2017 eine umfangreiche Einzelausstellung von Sergej Jensen. weiter


    Maria Lassnig

    Das Museum Folkwang widmet Maria Lassnig (1919-2014) vom 10. März bis 21. Mai 2017 eine umfassende Retrospektive weiter


    Aldo Tambellini. Black Matters

    Mit »Black Matters« zeigt das ZKM | Karlsruhe erstmals eine umfassende Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Aldo Tambellini weiter