Zelluloid. Film ohne Kamera - Schirn Kunsthalle Frankfurt


Eingabedatum: 24.05.2010

bilder

Mit der Ausstellung "Zelluloid. Film ohne Kamera" widmet sich die Schirn Kunsthalle Frankfurt künstlerischen Experimentalfilmen, bei denen das Bild direkt und durch physische Bearbeitung des Filmstreifens hervorgebracht wird.

Das filmische Bild wird in diesen Experimenten auf unterschiedliche Weise in seiner materiellen Beschaffenheit erforscht. Durch Malerei, Zeichnung, Collage auf Zelluloid, Ritzen und Kratzen in der Bildemulsion, chemische Verfremdung oder die direkte Belichtung des fotoempfindlichen Bildträgers wird der Filmstreifen von seiner konventionellen Verwendung entfremdet und gleichsam als künstlerische Leinwand benutzt.

Die Ausstellung will im Sinne einer Überblicksausstellung, unterschiedliche Herangehensweisen eines solchen "direct film" präsentieren. Während die frühesten materiellen Experimente bereits in der filmischen Avantgarde der 1910er und 1920er Jahre ansetzen, fokussiert die Ausstellung insbesondere Werke von den 1930er Jahren bis heute.

Als eigentliche Pioniere des sogenannten "direct film" werden Len Lye (1901–1980) und Norman McLaren (1914–1987) vorgestellt, die Mitte der 1930er-Jahre in Großbritannien mit unterschiedlichen Ansätzen begannen, die Möglichkeiten des "Films ohne Kamera" systematischer zu ergründen.
In der Folgezeit suchten immer mehr Künstler und Filmemacher nach Ansätzen, den Filmstreifen in seiner Materialität produktiv zu nutzen. In der Ausstellung sind unter anderem die handbemalten, mystisch-psychedelischen Filme des Amerikaners Harry Smith (1923–1991) oder die Film-Collagen von Stan Brakhage (1933–2003) zu sehen.
Die in Schwarzfilm gekratzten Buchstabenfolgen von Dieter Roth (1930–1998), sowie die Farbkosmen des baskischen Malers José Antonio Sistiaga (*1932) fächern ein breites Spektrum des kameralosen Films der 60er Jahre auf.
Im Kontext zeitgenössischer Kunst und einer von digitalen Medien beherrschten Welt registrieren die Ausstellungsmacher eine regelrechte Wiederentdeckung des Zelluloidstreifens, dessen sinnliche und haptische Qualitäten sich mit elektronischen Bildern kaum hervorbringen ließen. In diesem Kontext werden Filme von Luis Recoder und Jennifer West vorgestellt, deren Filmräume explizit an Geschmacks-, Gehör- und Geruchssinne appellieren.

Künstlerliste:
Stan Brakhage, Tony Conrad, Cécile Fontaine, Amy Granat, Ian Helliwell, Hy Hirsh, Takahiko Iimura, Emmanuel Lefrant, Len Lye, Norman McLaren, Bärbel Neubauer, Luis Recoder, Jennifer Reeves, Dieter Roth, Pierre Rovère, Schmelzdahin, José Antonio Sistiaga, Harry Smith, Aldo Tambellini, Marcelle Thirache und Jennifer West

Abbildung: IAN HELLIWELL, GET SET (DETAIL 5), 2005, Super 8, digitalisiert, DVD, Farbe, Ton, 3:20 min., Sound: Ian Helliwell
© und Courtesy Ian Helliwell

Ausstellungsdauer: 2.6.-29.8.10

Öffnungszeiten:
Di,Fr–So 10–19 Uhr
Mi,Do 10–22 Uhr

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt

schirn-kunsthalle.de

Verena Straub






Daten zu Dieter Roth:

- *1930 in Hanover, Germany. †1998 in Basel, Switzerland.
- Art Basel 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Biennale Venedig 2013
- Daimler Art Collection
- documenta 11, 2002
- Flick Collection
- Galerie Eva Presenhuber
- LAGE EGAL RAUM FÜR AKTUELLE KUNST
- MACBA COLLECTION
- MoMA Collection
- Playtime, 2014
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung F.C. Flick
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung Würth
- Wien Lukatsch - Galerie
- Zeitblick. Ankäufe aus der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der BrD, 2008
- Zelluloid. Film ohne Kamera - Schirn Kunsthalle Frankfurt
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Dieter Roth



Lassnig (Jan. 2002)


Maria Lassnig erhielt den Kunstpreis der Norddeutschen Landesbank, der traditionell mit einer Ausstellung in der Kestner Gesellschaft verbunden ist. Die Ausstellung gewährt einen Überblick über ihre Malerei der letzten zehn Jahre. Es werden ca. 50 Bilder gezeigt. Maria Lassnig wurde 1919 in Österreich geboren. Ihre Malerei zeichnet sich durch stark körperbezogene, figurative Aspekte aus. Sie nahm wiederholt an Biennalen in Venedig und Kassel teil. Der Kunstpreis der Norddeutschen Landesbank wurde zuvor bereits an Georg Baselitz, Louise Bourgeois, Janis Kounellis, Per Kirkeby, Dieter Roth und Gerhard Richter verliehen. Maria Lassnig Bilder 1989-2001 Kestner Gesellschaft
  • Künstlerliste Documenta11 (05.02)

  • Dieter Roth Foundation (5.5.02)

  • ZKM: bankett. Metabolismus und Kommunikation (15.05. - 24.08.03)

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  • Art Cologne 2003 (29.10 – 02.11.2003)

  • Art Cologne 2004 - Abschlussbericht

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  • Großer Erfolg für die Frühjahrs-Kunstmessen Köln 2005

  • 50 Jahre / Years documenta 1955-2005 - Kunsthalle Fridericianum Kassel (1.9.-20.11.05)

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  • Cologne Fine Art & Antiques Preis 2008 für Katharina Sieverding

  • "RECORD > AGAIN!" im ZKM Karlsruhe (18.7.–6.9.09)

  • Emmett Williams - Weserburg, Bremen (bis 12.11.09)

  • Eating the Universe. Vom Essen in der Kunst - Galerie im Taxispalais, Innsbruck

  • Chronische Fluxitis. Sammlung Maria und Walter Schnepel - Weserburg, Bremen

  • Zelluloid. Film ohne Kamera - Schirn Kunsthalle Frankfurt

  • Rirkrit Tiravanija. Just Smile and Don´t Talk - Kunsthalle Bielefeld

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  • Vermessung der Welt. Heterotopien und Wissensräume in der Kunst

  • Günther Uecker erhält Cologne Fine Art Preis 2011

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  • Atelier + Küche = Labore der Sinne

  • Ray Johnson. I like funny stories

  • Ivan Kožarić. Freiheit ist ein seltener Vogel

  • Dieter Roth, Paffrath und die siebziger Jahre

  • Aus der Datenbank - 200 Künstler mit Biennale Hintergrund

  • SPIELOBJEKTE

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