Karin Sander. Gebrauchsbilder und andere - Kunstmuseum St. Gallen


Eingabedatum: 22.09.2010

bilder

Mit ihren konzeptuellen Arbeiten will Karin Sander (geb. 1957) künstlerische Methoden in Frage stellen, sowie das Verhältnis zwischen Kunst, Sammler und Museum neu untersuchen. Im Zentrum der St. Gallener Ausstellung stehen die seit 1990 entstandenen "Gebrauchsbilder".

Als Ausgangspunkt für diese Werkreihe dienen der Künstlerin weiß grundierte Leinwände, die sie zunächst an unterschiedlichste Standorte verteilt. "Die Gebrauchsbilder entstehen an dem Ort, an dem sie hängen. Die grundierten Bildträger werden ohne vorherige Manipulation an einen ausgesuchten Ort transportiert und verbleiben dort ungeschützt für einen zu bestimmenden Zeitraum. Sie sammeln die spezifische Patina ihres Ortes und bilden diesen ab.“ (Karin Sander)

Bereits 2004 haben einige Vorstandsmitglieder des St. Gallener Kunstvereins eine Serie dieser vorfabrizierten Leinwände erworben und sie im eigenen Heim, im Kinderzimmer, beim Gartensitzplatz, im Archiv, in Garagen, in Tomatenhäuschen oder Hundehütten positioniert. Nach sechs Jahren werden diese Patina-Bilder nun erstmals in einer Ausstellung zu sehen sein.

Neben den "Gebrauchsbildern" werden außerdem einzelne Papierarbeiten präsentiert, sowie eine Reihe der 3-D-Figuren, für die Karin Sander menschliche Körper mittels eines 3-D-Lasers abscannt und in Miniaturskulpturen übersetzt.

Ein Video-Interview, dass wir 2009 mit der Künstlerin in Berlin führten finden Sie: hier

Abbildung: Karin Sander. Gebrauchsbild Nr. 107, 2006-2010, Garten in Hegi

Ausstellungsdauer: 25.9.10-6.2.11

Öffnungszeiten:
Di-So 10-17 Uhr
Mi 10-20 Uhr

Kunstmuseum St.Gallen
Museumstrasse 32
CH-9000 St.Gallen

kunstmuseumsg.ch

Verena Straub






Daten zu Karin Sander:

- ars viva Preistraeger
- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2018
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Daimler Art Collection
- Esther Schipper, Galerie
- Istanbul Biennial, 1995
- MoMA Collection
- nbk Berlin
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- SHARJAH BIENNIAL 9, 2009
- skulptur projekte münster 1997
- Villa Romana Preistraeger
- Zeitblick. Ankäufe aus der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der BrD, 2008

Weiteres zum Thema: Karin Sander



Die Sammlung der Deutschen Bank (7.6.02)


Als eines der ersten Unternehmen verband die Deutsche Bank Ende der 70er Jahre zeitgenössische Kunst und Arbeitswelt. Bis heute ist die Sammlung, deren Werke sich in Fluren, Schalterhallen oder Büros finden, auf 49 849 Kunstwerke an 911 Standorten in 43 Ländern angewachsen.
Noch ist die Geschichte der Sammlung recht kurz: Der Vorstand hat sich in den 70ern gegen die Gründung einer Stiftung entschieden – sie wollten eine eigene Kunstsammlung aufbauen. Die Ankauf-Kriterien gelten damals wie heute: Im Mittelpunkt der Sammlung stehen zeitgenössische Arbeiten auf Papier. Das Medium Papier ist auch die Verbindung zur Bank – das Material des Geldes und wichtiges Utensil in Büros.
Nach der anfänglichen Konzentration auf den deutschsprachigen Raum rückte in den 80ern das internationale Kunstgeschehen in den Mittelpunkt des Interesses. Die Ankäufe der Gegenwart konzentrieren sich auf aktuelle Tendenzen und die Optimierung der Sammlung.
Bisher fand die Kunst hauptsächlich Platz im Gebäude der Bank: So wurden Büros, Gänge, Besprechungszimmer und Schalterhallen zu Museen. Die typische Raumaufteilung oder das klassische Büro haben in heutiger Zeit jedoch ausgedient, so dass konsequenterweise auch das Konzept Kunst am Arbeitsplatz eine Veränderung und Erweiterung erfährt.
1997 eröffnete die Deutsche Bank in Zusammenarbeit mit dem Guggenheim Museum in New York im Erdgeschoss des Berliner Hauptgebäudes der Bank das Deutsche Guggenheim Berlin. Ziel dieses exklusiven Joint-Ventures war die Präsentation hochkarätiger Ausstellungen und auf den Raum bezogene Auftragswerke.
Seit zwei Jahren verfolgt die Bank zudem einen neuen Ansatz. Der virtuelle Raum hat die Bankgeschäfte verändert – aber nicht nur die, die virtuellen Welten haben auch Einfluss auf die Kunsträume genommen. Aus dieser Idee ist die Reihe Momente – temporäre Kunst im öffentlichen Raum – hervorgegangen. Keine Großskulpturen oder Kunst am Bau, sondern die Umsetzung temporärer Kunst mit neuen Perspektiven: jedes Jahr ein Projekt, jedes Jahr an neuem Ort, in einem anderen Land. So entstehen Momente, die nicht reproduzierbar sind.
2001 startete Momente in Frankfurt am Main, dem Sitz der Deutschen Bank und Ausgangspunkt all ihrer Kunstaktivitäten. Mit dem Projekt von Ayse Erkmen: Drei Fähren aus Japan, Italien und der Türkei wurden nach Frankfurt verschifft und nahmen auf dem Main mit ihren jeweiligen Crews einen Fährbetrieb auf, wie er sonst nicht existiert. Die Deutsche Bank und die Stadt wurden zu Gastgebern für drei ausländische Schiffe und das Publikum – die Passagiere zu Gästen Japans, Italiens und der Türkei.
Weitere Momente verwirklicht die Deutsche Bank mit Projekten von Karin Sander, Tobias Rehberger und Jenny Holzer in New York und Singapur. word search - das zweite Projekt der Momente-Reihe der Deutschen Bank zeichnet ein vielschichtiges Bild der Metropole.
Adresse: Deutsche Bank Kunst
Taunusanlage 12
60325 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 910 35859
Fax: +49 69 910 33118
E-mail: mailbox.kunst@db.com
Internet: deutsche-bank-kunst.com
moment-art.com

Deutsche Guggenheim Berlin
Unter den Linden 13-15
10117 Berlin
Tel: +49 30 202093 0
Fax: +49 30 202093 20



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