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B3 Biennale

"American Dream" Fotografische Geschichten aus Amerika


Eingabedatum: 18.01.2011

bilder

Der "American Dream" - der Traum von Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten - ist mittlerweile zum Mythos geworden. Mit insgesamt 80 Fotografien von 22 internationalen Künstlern, will die Ausstellung Geschichten vom Glanz und Niedergang des amerikanischen Traums erzählen.

Im Foyer der DZ Bank werden Fotografien von bedeutenden amerikanischen und europäischen Fotografen gezeigt. Die Bilder beleuchten den Traum und die Nostalgie der "Traumfabrik USA" ebenso wie die dunkle Kehrseite, das Scheitern der glanzvollen Versprechungen.

Die farbintensiven Landschaftsaufnahmen von William Eggleston und Stephen Shore, die mit ihren speziellen Lichtsituationen poetische Landschaftsbilder schaffen, wurden emblematisch für das visuelle Amerikabild, das seither die Medien dominiert.
In ähnlicher Weise prägten Robert Rauschenbergs Stadtfotografien, in denen die Metropole New York als Zentrum des Fortschritts erscheint, unser Bild von den USA. Im Gegensatz dazu richtet Andrew Moore seinen Blick auf surreale Bau-Ruinen in Detroit, die den Zerfall des industriellen "American Dream" bezeugen.
Während Dennis Adam die Schönen und Reichen fotografiert, verweiset Barbara Kruger mit ihren prägnanten Wort-Bild Slogans auf die Verführungen der Werbemedien. Traum und Niederlage, Erfolg und Depression - das ambivalente Spektrum des amerikanischen Traums soll in der Auswahl der Bilder festgehalten werden.

Künstlerliste:
Dennis Adams, John Baldessari, Matthew Barney, Anton Corbijn, Gregory Crewdson, Wouter Deruytter, William Eggleston, Lewis Koch, Barbara Kruger, Robert Mapplethorpe, Andrew Moore, Paul Pfeiffer, Richard Prince, Robert Rauschenberg, Victoria Sambunaris, Andres Serrano, Stephen Shore, Taryn Simon, Dennis Stock, Beat Streuli, Mickalene Thomas, Adrian Williams

Abbildung: Stephen Shore, 1977, Aus der Serie: Uncommon Places

Ausstellungsdauer: 26.1.-2.4.11

Öffnungszeiten:
Di-Sa 11-19 Uhr

DZ Bank Kunstsammlung
ART FOYER
Platz der Republik
60265 Frankfurt/Main

dzbank-kunstsammlung.de



Verena Straub






Daten zu Barbara Kruger:

- Art Basel 2013
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- Brucennial, 2014
- Das imaginäre Museum, 2016
- documenta 7, 1982
- documenta 8, 1987
- MoMA Collection
- nbk Berlin
- Performa 17
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Solomon R. Guggenheim Collection
- Sprüth Magers Berlin London
- TALKING PIECES, Museum Morsbroich
- Tate Post War Collection ,London
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Barbara Kruger



SHOPPING - Die Ausstellung


Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt möchte mit der Ausstellung "SHOPPING" 100 Jahre Faszination, Wechselwirkungen und Annäherung von bildender Kunst an die Ästhetik, Strategien und Verführungstechniken der Konsumkultur dokumentieren.
Die bunte, künstliche Welt des Konsums, die unermüdlich neue Sehnsüchte, Versprechungen und Verlockungen produziert, ist zu einem Element unseres Lebens geworden. Shopping ist öffentliches Ritual, Freizeitbeschäftigung, Lustgewinn, Unterhaltung und spiegelt so die Kultur und Werte der Konsumgesellschaft wider.
Erstmals widmet sich eine große Ausstellung so ausführlich dem Zusammenhang von Konsumkultur und moderner wie zeitgenössischer Kunst, und mit über 60 künstlerischen Positionen wird dem Besucher ein breiter Überblick über die verschiedensten Ansätze zu diesem heutzutage gesellschaftlich zentralem Thema geboten.

Gezeigt werden Arbeiten von Marcel Duchamp, Claes Oldenburg, Andy Warhol, Beuys, Jeff Koons, Damien Hirst, Ben Vautier, Sylvie Fleury, Haim Steinbach und Barbara Kruger und vielen mehr.
Die für den Besucher angenehm nachvollziehbare Ausstellung beginnt mit Fotografien vom Beginn des 20. Jahrhunderts und zeigt Werke des Surrealismus über Bauhaus und Pop Art hin zu Fluxus und schließlich zur zeitgenössischen Beschäftigung mit den Dingen der Alltagskultur und des Konsums.
Betreten wird die Ausstellung durch Guillaume Bijls Neuinstallation "Neuer Supermarkt", der ein vollständiges Supermarktsortiment von Lebensmitteln, Frischwaren, Käse, Fleisch, Getränke und Hygieneartikel enthält. Durch die Transformation alltäglicher Orte an Orte der Kunst erhält der völlig vertraut erscheinende Raum den Charakter eines dreidimensionalen Stillebens und wirkt beinahe unheimlich.

Außerhalb der Ausstellungsräume greift die Ausstellung konsequenterweise in den öffentlichen Raum über.
Haim Steinbach thematisiert in seiner eigens für "SHOPPING" geschaffenen Arbeit "Display #60 (41 figures)", die aus 41 entlang der 80m langen Fensterfront der Schirn- Ausstellungshalle platzierten Schaufensterpuppen besteht, die Strategie und Ästhetik der modernen Warenhäuser.

Ebenso Barbara Kruger, die mit ihrem Werk "I shop therefore I am" eine Ikone zu diesem Thema geschaffen hat. Von der Fassade der Galeria Kaufhof lässt sie auf einer Fläche von 2200 qm ein riesiges Augenpaar mit dem Schriftzug "DAS BIST DU, DAS IST NEU, DAS IST NICHTS, DAS IST ALLES. DU WILLST ES, DU KAUFST ES, DU VERGISST ES" auf die Passanten der Zeil, einer der umsatzstärksten Shopping- Meilen Deutschland, blicken.
Der thailändische Künstler Surasi Kusolwong empfängt den Reisenden auf dem Frankfurter Flughafen mit seinem " 1 Euro Market (shop till you fly)". Er bietet auf 500 qm ca. 4000 asiatische Plastikartikel nicht nur zur Betrachtung, sondern explizit zum Einkauf an: die Waren mit dem Einheitspreis von einem Euro sind für jedermann erschwinglich und unterlaufen so die für die Konsumgesellschaft typische Hierarchie von Markenwerten und Preiskategorien.

Neben den diversen Neuinstallationen von G. Bijl, Michael Elmgreen & Ingar Dragset, H. Steinbach, B. Kruger, B. Vautier, A. Gursky und S. Kusolwong ist auch erstmals Damien Hirsts Installation "Pharmacy" in Deutschland zu sehen. Das Hauptwerk des Shootingstars der Young British Art wurde 1992 von der TATE in London angekauft und verlässt diese nun erstmals. Ein Umstand, der möglich wurde, weil die Ausstellung gemeinsam von Max Hollein (Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt) und Christoph Grunenberg (Direktor der TATE Liverpool) kuratiert wird. Zudem wurde der enorm aufwendige Ab- und Aufbau der monumentalen Installation von einem Pharmakonzern gesponsert.
Dass die Ausstellung überhaupt stark von nicht-staatlichen Sponsoren ermöglicht wurde, Hauptsponsor ist die Credit Suisse AG, tut ihrer Faszination keinerlei Abbruch, im Gegenteil: die oben erwähnten Neuinstallationen wären anders gar nicht denkbar gewesen.

Ein Überblick über die künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Konsumkultur, der zwar zum Nachdenken anregt, aber dennoch wirklich Spaß macht. Nach dem Besuch der Schirn-Kunsthalle macht der Schaufensterbummel gleich doppelt Spaß, man schlendert die Zeil entlang und erfreut sich der verführerischen Auslagen – bis man vor Barbara Krugers Installation wieder aus de Träumen gerissen wird...

Jk


Adresse:
Schirn Kunsthalle Frankfurt – Römerberg, 60311 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:
Mi – Sa 11 – 22 Uhr, So + Di 11 – 19 Uhr

Eintritt 6,99 EUR

SCHIRN.de



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