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B3 Biennale

"____" Vorübergehend unsichtbar


Eingabedatum: 21.04.2011

bilder

Die Ausstellung präsentiert drei junge Künstler, die in ihren Arbeiten Abwesenheit und Flüchtigkeit einfangen und darstellen. Ihre Werke lenken den Blick auf Leerstellen und vergegenwärtigen das Nicht-Vorhandene, Ungreifbare und Unsichtbare. Matthias Meyer gibt in seinem Film „The Black Museum“ Einblicke hinter die Kulisse des Louvre und zeigt u.a. den Aufbau einer Ausstellung. Die Gemälde aus der Sammlung des Museums sind im Film geschwärzt. Damit werden sie einerseits zu Projektionsflächen für die Vorstellungskraft des Betrachters und verstärken andererseits, indem sie das Wesentliche verbergen, ihren Anspruch auf Eigenständigkeit. Auf ähnliche Weise verwehren uns vordergründig auch Alicja Kwades verspiegelte bzw. geschwärzte Uhren-Objekte, das Verrinnen der Zeit zu betrachten. Lediglich das Ticken der Uhr ist vernehmbar. Doch letztlich verstärkt die Unsichtbarkeit unsere akustische und emotionale Wahrnehmung der Zeit. Die Skulpturen „Transportkiste für Schatten“ von Wolfgang Plöger bedienen sich der Formensprache der Minimal Art, verweisen aber auf das Beiläufige und Flüchtige. Sie materialisieren den Lichteinfall und Schattenwurf von Gegenständen und halten so einen Augenblick für die Ewigkeit fest. Mit diesen Arbeiten machen die Künstler das Abwesende präsent.

Alicja Kwade
Matthias Meyer
Wolfgang Plöger

Abbildung: Matthias Meyer, The Black Museum, 2006, 1-Kanal-Videoprojektion, 4:52 Min

MMK MUSEUM FÜR MODERNE KUNST
Domstr. 10
60311 Frankfurt am Main
Tel.0049 (0)69 212 37761
mmk-frankfurt.de


Medienmitteilung






Daten zu Alicja Kwade:

- *1979 in Katowice, Polen
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- art cologne 2015
- Biennale Venedig 2017
- Daimler Art Collection
- Der Duchamp-Effekt. Ready-Made
- Frieze London 2016
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Hartware MedienKunstVerein 2015
- Johann König
- Kochi-Muziris Biennale 2016
- Kunstverein Münster
- Museum Morsbroich, 2014
- Ökonomie der Aufmerksamkeit, 2014 Wien
- Playing among the Ruins,2011
- UNENDLICHER SPASS, Schirn, 2014

Weiteres zum Thema: Alicja Kwade



Alicja Kwade erhält den hectorpreis 2015


Die hectorpreis-Trägerin 2015 heißt Alicja Kwade. Die Wahl-Berlinerin gilt als eine der wichtigsten NachwuchskünstlerInnen ihrer Generation. Für ihre Skulpturen und Installationen verwendet die 35-Jährige klassische Werkstoffe wie Metall, Holz, Stein und Glas, aber auch Objekte und Gebrauchsgegenstände. Mit ihren Arbeiten stellt Kwade (geboren 1979 in Polen) Fragen nach Sein und Schein, Echtheit und Wertigkeit, Zeit und Raum. Mit ihrem Werk arbeitet sie an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Physik und Philosophie.

Alicja Kwade studierte an der Universität der Künste Berlin und erhielt bereits 2008 den Piepenbrock Förderpreis für Skulptur, der mit einer Präsentation im Hamburger Bahnhof verbunden war. Einzelausstellungen fanden u.a. im ZKM Karlsruhe, in der Kestner Gesellschaft in Hannover sowie in den Kunstvereinen in Münster und Bremerhaven statt.

„Das Werk von Alicja Kwade zeichnet sich durch ein großes Gespür für Material, Oberflächen und Raumbeziehungen aus. Mit ihrer erkennbar eigenen, delikaten, materialintensiven Formensprache gelingt es der Künstlerin, brisante Gedanken sichtbar zu machen und zugleich zu verdichten“, lautet das Jury-Urteil. „Sie formuliert mit reduzierten Mitteln eine anspielungsreiche skulpturale Sprache im Spannungsfeld von Konzept und Sinnlichkeit. Kwade erweitert einen zeitgenössischen Skulpturbegriff um Fragen nach existentiellen Dimensionen wie Zeit und Unendlichkeit.“ Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunsthalle Mannheim, freut sich über die einstimmige Jury-Entscheidung: „Die Qualität der Konzepte bzw. Werke sowie ein hoher Grad an Reflexion in Bezug auf den Skulpturbegriff der Gegenwart waren unsere obersten Kriterien. Die komplexen Arbeiten von Alicja Kwade haben uns eindeutig überzeugt. In ihrem Werk wird die ganze Welt des Skulpturalen deutlich.“

Der hectorpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung der Preisträgerin in der Kunsthalle Mannheim verbunden. Er wird alle drei Jahre von der Kunsthalle Mannheim und der H.W. u. J. Hector-Stiftung vergeben und fördert junge Künstler, die im Bereich der Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation arbeiten. Der hectorpreis unterstreicht den Sammlungsschwerpunkt Skulptur in der Kunsthalle Mannheim.

Die Jury setzte sich zusammen aus Prof. Tamara Grcic, Künstlerin und Professorin für Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz, Prof. Olaf Metzel, Künstler und Professor für Bildhauerei an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, Enrico Lunghi, Direktor MUDAM – Musée d’Art Moderne Luxemburg, Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin Kunsthalle Mannheim und Dr. Hanns-Dieter Hasselbach, Mitglied des Kuratoriums der H.W. & J. Hector Stiftung.

Alicja Kwade hat sich in einem Kandidatenfeld von insgesamt 22 KünstlerInnen durchgesetzt, die von einer Kommission aus Kunsthochschulprofessoren, Kuratoren und Kunstkritikern vorgeschlagen und zur Bewerbung eingeladen wurden. Die Werke von Alicja Kwade werden vom 26. Juni bis 06. September 2015 im Rahmen des hectorpreises 2015 in der Kunsthalle Mannheim präsentiert.

kunsthalle-mannheim.de


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