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Pèlerinages Kunstfest Weimar: Vision. Das Sehen (Anzeige)


Eingabedatum: 11.09.2011



bilder

Das Sehen sehen ist Thema der Ausstellung im Neuen Museum Weimar. Aus den Grenzvermischungen von Kunst, Technik und Wissenschaft werden Arbeiten und Installationen von internationalen Künstlern präsentiert, die unsere visuelle Wahrnehmung auf neue und ungewohnte Weise erfahrbar machen. Die Fokussierung auf das Wahrnehmen der Wahrnehmung initiiert einen Erkenntnisprozess, der über die Reflexion des optischen Sensoriums hinausweist.

Im Zuge der Evolution haben sich bei Mensch und Tier die Augen entwickelt, die darauf eingestellt sind, einen kleinen Bereich der von der Sonne ausgehenden elektromagnetischen Strahlung aufzunehmen und im Zusammenwirken mit dem Gehirn in anschauliche Informationen über die Umwelt zu verwandeln. Das Auge ist die evolutionäre Antwort auf die Sonne. Mit der Erfindung der Fotografie kam es zu einer Technisierung des Sehens. Fortan waren visuelle Wahrnehmung und Technik unlösbar miteinander verbunden. Vor dem Hintergrund zunehmender Kenntnisse auf den Gebieten von Physik und Optik gab es am Ende des 19. Jahrhunderts auch interdisziplinäre Begegnungen von Kunst und Wissenschaft. Die Impressionisten und Pointillisten beriefen sich auf die damals aktuellen Erkenntnisse der Farbenlehre und Farbwahrnehmung. Die wechselseitige Beeinflussung von Bewegungsstudien und Futurismus bzw. Kubismus ist zu einem aufregenden Kapitel in der Geschichte der Künste geworden.

Die Erkenntnisse der Neuro- und Kognitionswissenschaften haben in Verbindung mit neuen Technologien zu ganz neuen Theorien der Wahrnehmung, zu ganz neuen Ansichten über das Sehen und zu ganz neuen visuellen Kunstexperimenten geführt. Auch das Ausstellungsmotiv macht dies deutlich. Der Ausstellungstitel ist nur aus einer bestimmten Entfernung zu lesen und spiegelt damit die Bedingungen der visuellen Wahrnehmung und das Bewusstwerden des Sehens selbst wider.

„Vision. Das Sehen“ bietet einen faszinierenden und abwechslungsreichen Einblick in die Kunst- und Wissenschaftsgeschichte der visuellen Wahrnehmung im 20. und 21. Jahrhundert. Ausgehend von Kunstwerken, die das Funktionieren des Sehens thematisieren, von Arbeiten der Op Art, die mit der Langsamkeit des visuellen Wahrnehmungsapparates des Menschen spielen, über Werke, die sich auf das unbewusste Sehen konzentrieren bis zu holografischen Installationen und interaktiven Laser-Environments bietet die Ausstellung einen Parcours der neuesten Formen des künstlerischen und wissenschaftlichen Sehens – von ungewöhnlichen 3D-Erlebnissen bis zum ´Sehen mit der Zunge`.

Künstlerliste:
Giovanni Anselmo, Alberto Biasi, Ecke Bonk, Daniel Canogar, Piero Fogliati, Carsten Höller, Dieter Jung, Olga Kisseleva, Kilian Kretschmer, Mischa Kuball, Labor für kognitive Neurophysiologie / HfG Karlsruhe, Bernd Lintermann, OpenEndedGroup mit Wayne McGregor, Jun Park, Quantum Cinema, Max-Gerd Retzlaff und Alex Wenger, Axel Roch, Alfons Schilling, Ruth Schnell, Pipo Tafel, James Turrell, Steina Vasulka, Mark Wallinger.

16.10.2011 Finissage
11 Uhr Führung durch die Ausstellung mit Dr. Andreas Beitin, Kurator und Leiter ZKM Museum für Neue Kunst Karlsruhe
anschließend Gespräch mit Mischa Kuball, Konzeptkünstler und Professor an der Kunsthochschule für Medien Köln, zum Thema "Licht-Politik. Fragen zur gesellschaft-lichen Bedeutung des Lichts"

"Vision. Das Sehen"
Kuratoren : Peter Weibel, Andreas Beitin
in Kooperation mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 21. August 15 Uhr Neues Museum

Öffnungszeiten: Die – So 11 – 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 21. August bis 16. Oktober 2011

Pèlerinages Kunstfest Weimar
Neues Museum Weimar, Weimarplatz 5, 99423 Weimar
kunstfest-weimar.de

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Anzeige: Pèlerinages. Kunstfest Weimar: "Unstern. Sinistre. Disastro" (24.8.-2.11.2008)


UNSTERN. SINISTRE. DISASTRO. Visionen zeitgenössischer Künstler

Makoto Aida (JP) | Liz Bachhuber (DE) | Roddy Bell (NO) | Patricia Bueno (PE) |Franco Cilia (IT) | Christoph Draeger (CH) & Heidrun Holzfeind (A) | Tom Fecht (DE) | Peter Hutton (US) | Elke Marhöfer (DE) | Jonas Mekas (US) | Tracey Moffatt (AU) | Fayez Nureldine (DZ) | Jörg Ollefs (DE) | Adrian Paci (AL) | Walter Sachs (DE) | Henrik Schrat (DE) |Xu Tan (CN) | Muhammad Zeeshan (PK)

Befinden sich Sterne in ungünstiger Konstellation, steht Schlimmes zu befürchten, so die Lebensregel. «Unstern!» verkündet solches Unheil. Katastrophen-Darstellungen haben stets Konjunktur in den Künsten gehabt, nicht erst seit Wagners «Götterdämmerung». Während Politiker mögliche «Unsterne» gern verschleiern, widmen sich Künstler diesem Thema mit größter Lust. Sie verwandeln die ACC Galerie Weimar in ein labyrinthisches, nahezu auswegloses Sternobyl, einen parcours désastreux durch unwegsames, von ungünstigen Sternen übersätes Kunstgelände. Franz Liszts dreisprachiger Originaltitel eines späten Klavierstücks «Unstern. Sinistre. Disastro.» gibt auch den Titel der Ausstellung, wobei die Farben bevorstehenden Unheils durchs «Finstere» des Französischen und das «Desaströse» des Italienischen noch verstärkt werden. Dass der «Stern» eines Menschen oder einer Gruppe «sinken» kann, lehrt die Erfahrung und bedingt den (Aber-)Glauben an einen «Unstern» wohl seit Menschengedenken. Was die Sterndeuter, Auguren und Warner für die Königshöfe des Mittelalters und der Renaissance waren, leisten heute unsere «Apocalypse Now»-Filme im Kino. Und nichts Aufregenderes im Alltag, als endlich Zeuge eines Unfalls zu werden! Angstlust heißt der Begriff in der Psychologie, der verständlich macht, warum das so ist - Angstlust ist zugleich Angstabwehr. Dem Anderen geschieht das Unglück, ich bleibe heil, bin noch einmal davongekommen.

Die Lust am Katastrophischen, dem Unter - keinem - guten - Stern - Stehen und die Faszination für Verderben, Abgründe und Unglücksfälle gehören zu unserer anthropologischen Mitgift, sind aus unserem psychischen Haushalt nicht wegzudenken. Am «beliebtesten» sind zweifellos die großen sozialen Katastrophen, die Man Made Disasters (9/11, Kriege, Hungersnöte) und die Bilder vom Untergang ganzer Völkerschaften, aber auch spektakuläre Naturkatastrophen - vom Untergang Pompejis über das Erdbeben von Lissabon bis zu den Tsunamis unserer Tage. Wir genießen die Schauder, die sie auslösen. Ob sie «der Menschheit bestes Teil» sind, wie Goethes Faust behauptete, entscheidet sich allerdings erst, wenn solche Schauder unsere Selbstheilungskräfte mobilisieren, zu Vernunft und Umkehr anregen. Katastrophen galten in der Antike als Strafe für die Hybris der Menschen, als Rache der Natur oder zürnender Götter. Ist eine solche Einschätzung aber nicht selbst schon Hybris? Hat «die Welt» denn überhaupt Interesse an uns? Und wie steht es um das Interesse an uns selbst, wie um den «Unstern» von Menschenhand…?

Eine Ausstellung vom «pèlerinages» Kunstfest Weimar in Kooperation mit der ACC Galerie Weimar. Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassenstiftung Weimar - Weimarer Land, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und des Förderkreises der ACC Galerie Weimar. Gefördert durch das Thüringer Kultusministerium und die Stadt Weimar.

Abbildung:
- Tom Fecht, Arena (Portrait Victoria Chaplin einhändig am Hochseil), Paris 1997

24. August bis 2. November 2008
Eröffnung: 23. August 2008, 15:00


ACC Galerie Weimar, Burgplatz 1+2, 99423 Weimar
Tel 03643-851261, Fax 03643-851263, galerie@acc-weimar.de

täglich 12:00 bis 18:00, Fr + Sa bis 20:00
Eintritt 3 EUR | ermäßigt 2 EUR | Tafelpass 1 EUR
Führungen So 15:00 sowie nach Voranmeldung
Anmeldung von Führungen und Gruppen unter 03643-811410





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