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kunstsammlung

Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten


Eingabedatum: 09.03.2012

bilder

Lynn Hershman Leeson: „Roberta Climbs Steps of Del Coronado Hotel to Meet a Date (San Diego)“, 1976, 19 x 23.5 cm, Fotografie, Chromogen-Druck, Courtesy Galerie Waldburger, Brüssel

»Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten« ist eine internationale Live-Ausstellung zur Geschichte der Kunstrichtung Performance in Tanz und bildender Kunst. Als Ausstellung ›in progress‹ zeigt und entwickelt das Projekt neue Formate der musealen Präsentation von Live-Acts. Die Ausstellung beginnt im leeren Ausstellungsraum. Während der achtwöchigen Laufzeit des Ausstellungsprojekts entwickelt sich - unter der Zeugenschaft einer für die gesamte Periode zur Begleitung und Beobachtung eingeladenen Gruppe von Studierenden - vor dem Publikum ein szenischer Akt rund um zehn zentrale Stationen der Tanz- und Performancegeschichte. Einen Schwerpunkt dabei bilden Performances und Arbeiten von Frauen, welche seit den 1960er-Jahren die Genregrenzen zwischen Tanz, Performance, visuellen Medien bewusst thematisierten, überschritten und kritisierten. Hierbei reflektierten sie gleichfalls die implizit männlichen Blickkonstruktionen und Gestenlogiken ihrer gleichzeitig arbeitenden Kollegen.

In der Ausstellung werden u. a. Marina Abramovic, Graciela Carnevale, Simone Forti, Anna Halprin, Reinhild Hoffmann, Channa Horwitz, Lynn Hershman Leeson, Sanja Ivekovic, Adrian Piper und Yvonne Rainer vertreten sein. Die Künstlerinnen dokumentieren ihre historischen Performances zum Teil selbst im Ausstellungsraum. Boris Charmatz, in Zusammenarbeit mit KollegInnen aus Kunst und Theorie, nähert sich den dokumentierten Arbeiten szenisch an und entwickelt vor Ort einen Live-Akt um diese zentralen Momente der Performancegeschichte. Die Künstlerin Ruti Sela wird diese künstlerische Annäherung an die Arbeit ihrer VorgängerInnen filmisch-künstlerisch dokumentieren und einen Film direkt im Ausstellungsgeschehen produzieren. Zudem werden neue performative Methoden und Aktionen der Vermittlung historischer Performances an die BesucherInnen entwickelt.

Ausgangspunkt ist das Interesse an der Aufarbeitung von Geschichte, das sich gegenwärtig in so genannten Re-Enactments historischer Performances, aber auch beispielsweise in der unlängst entbrannten Kontroverse rund um die museale Darstellbarkeit der Performances von Joseph Beuys durch Fotodokumente niederschlägt. Im Zentrum steht dabei die ›heroische‹ Periode der 1960er bis 1980er-Jahre, in welcher eine radikale (Neu)definition des Genres im engen Dialog der Performancebewegungen von bildender Kunst und Tanz stattfand.

Die Ausstellung »Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten« baut sich in vier Phasen auf, in denen jeweils andere Akteure im Ausstellungsraum agieren:

1. Act - Bühne und Display (8.3.-17.3.2012)
»Moments. Eine Geschichte der Performance in 10 Akten« bricht mit den Routinen musealer Institutionen. Zu Ausstellungsbeginn steht nur das leere Display von zehn künstlerischen Positionen. Die Künstlerinnen der ›heroischen‹ Performance-Generation der 1960er- und 1970er-Jahre selbst richten die Ausstellung vor den Augen des Publikums ein. Parallel zum Aufbau finden öffentliche Gespräche, Diskussionsrunden und Reenactments der Künstlerinnen statt. Die erste Phase schließt mit der eigentlichen Eröffnung der Ausstellung am 17.3.2012 ab. Im Rahmen der Eröffnung findet die Performance »Practice Makes a Master« von Sanja Ivekovic, reenacted von Sonja Pregrad, statt. Die Performance wird zusätzlich am 18.3.2012, 16 Uhr, zu sehen sein.

Artist Talks, jeweils 16 Uhr (Ausnahme Channa Horwitz 18.03., 14 Uhr) im ZKM | Museum für Neue Kunst:
09.03. Simone Forti // 10.03. Graciela Carnevale // 11.03. Reinhild Hoffmann // 15.03. Lynn Hershman /// 16.03. Sanja Ivekovic // 18.03. Channa Horwitz (14 Uhr)

2. Re-Act- Interpretative Aneignung im künstlerischen Labor (18.3.-30.3.2012)
In einem zweiwöchigen künstlerischen Labor des französischen Choreografen Boris Charmatz und ausgewählter KollegInnen aus Kunst und Wissenschaft, das im Ausstellungsraum stattfindet, diskutieren und entwickeln diese künstlerische Strategien und Methoden der Aneignung und Re-Interpretation der in der Ausstellung dokumentierten, historischen Performances. Am 30.3.2012 werden in einem Open Lab die Ergebnisse öffentlich reflektiert. Am 31.3.2012 wird es im Rahmen einer Kooperation mit dem Badischen Staatstheater einen Performance-Abend in dessen Studio geben.

Seminar mit Adrian Piper »The connection between Truth and Goodness: exploring Kant’s Metaethics«, Mi-Fr 28.-30.03.2012, jeweils 15-16 Uhr, ZKM | Museum für Neue Kunst, Anmeldung erforderlich

3. Post-Production - Filmediting (31.3.-14.4.2012)
Die Künstlerin Ruti Sela dokumentiert filmisch das künstlerische Labor. In der dritten Ausstellungsphase wird das Display zum Produktionsstudio eines Performance-Kunst-Filmes. Der Schauplatz des Films ist die Ausstellung selbst, sein Thema der multiple Umgang mit Performancegeschichte in ihr. Die BesucherInnen können in der Ausstellung die Produktion des Filmes live verfolgen. Das Ende dieser Projektphase markiert die Premiere des Filmes am 14.4.2012.

4. Remembering the Act - Performative Vermittlung des Ausstellungsprozesses durch künstlerische Zeugen (15.4.-29.4.2012)
Von Beginn an begleiten zehn sog. »ZeugInnen« (Studierende verschiedener internationaler Hochschulen) die Ausstellung. Sie sind die aktiven VermittlerInnen des Gesamtprozesses und werden in der letzten Phase selbst zu Hauptakteuren der Ausstellung. Ihre Anwesenheit verwebt und verdichtet die Kette von Präsenzen in dieser Ausstellung, die einer Dramaturgie von Akt, Spur, Erinnerung, Interpretation, Re-Act, Spur, Erinnerung, Interpretation, Re-Re-Act folgt. Die Finissage am 28.4.2012 beendet die vierte Phase und die Ausstellung selbst.

Kuratoren:
Boris Charmatz, Sigrid Gareis, Georg Schöllhammer
Display: Johannes Porsch

Öffnungszeiten: Mo, Di geschlossen | Mi - Fr, 10-18 Uhr | Sa - So, 11-18 Uhr geöffnet

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe
Lorenzstraße 19
76135 Karlsruhe
zkm.de
zkm.de

Medienmitteilung






Daten zu Lynn Hershman Leeson:

- 19 New Acquisitions in Photography,MoMA
- Exo-Evolution 2015
- MoMA Collection
- SCHWINDEL DER WIRKLICHKEIT, 2014
- Triennale der Photographie in Hamburg 2015
- UNTITLED 2018
- Zero1 2012 Silicon Valley
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Lynn Hershman Leeson



European Media Art Festival (23.04.-27.04.03)


Nächste Woche (ab 23.4.) beginnt in Osnabrück eines der größten Multimediaereignisse in Europa mit seinem umfangreichen Programm zu dem Thema "Larger than Life". Das Festival richtet sich an Fachleute aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und natürlich ein interessiertes Publikum ein, sich an fünf Tagen einen Überblick über aktuelle Trends und neueste Entwicklungen der Medienkunst zu verschaffen. Das Programm umfasst u.a. experimentelle Filme, Videos, Performances, multimediale Installationen und neue Arbeiten aus dem Bereich der digitalen Medien wie CD-ROM, DVD und Internet.

Pressemitteilung / Auszug: "Ob Klonschaf Dolly oder fluoreszierend-leuchtende Kaninchen, sie alle sind Produkte neuer Technologien, die unseren Alltag und unsere Gesellschaft nachhaltig verändern werden. Längst hat die Gentechnologie auch in die Kunst Einzug gehalten, werden die Grenzen zwischen Technologie und Kunst verwischt. Mit dem Motto "Larger than Life" hat das EMAF in diesem Jahr Film- und Medienkünstlerinnen und -künstler eingeladen, die diese Entwicklung in ihren Arbeiten reflektieren. Dazu werden im Kinoprogramm des EMAF so unterschiedliche Produktionen zu sehen sein wie der Spielfilm Teknolust (Tilda Swinton in der Hauptrolle) der amerikanischen Regisseurin Lynn Hershman Leeson, in dem eine Forscherin per Computer ihre eigene DNS klont. Oder der Kurzfilm Optimizer Customizer, eine digitale Collage im Stil Monty Pythons, des Niederländers Jan van Nuenen, der das Thema in elf Minuten auf den Punkt bringt.

Kongress
Die fortschreitende Entwicklung der (Bio)Wissenschaften steht auch im Mittelpunkt des Kongresses, der das Festival begleitet. Künstler und Kulturwissenschaftler diskutieren hier, inwieweit diese biotechnologischen Errungenschaften die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie aufheben und damit neue künstlerische Ausdrucksformen schaffen. Prominente Teilnehmer sind u.a. Eduardo Kac (Chicago), bekannt geworden durch die öffentliche Debatte um den genmanipulierten fluoreszierenden Hasen "Alba", und Joe Davis (MIT, Boston), einem Pionier der Anwednug von Gentechnik in der Kunst, der sich seit den 80er Jahren mit der Encodierung von Botschaften in die DNA von Kleinstlebewesen einen Namen machte sowie Prof. Birgit Richard (Frankfurt a.M.) Weitere Gäste: die australischen Bio-Künstler des Tissue Culture & Art Projekts des Kunst/Wissenschaftslabors SymbioticA, die demonstrieren werden, wie sie halb lebendige Skulpturen aus dem Gewebe komplexer Organismen züchten, sowie die kanadische Künstlergruppe Bioteknica, die mit einer Persiflage auf die kommerzielle Verwertung moderner Biotechnologie aufmerksam macht. Moderation: Jens Hauser.

Cinema
Davon, dass Kino ohnehin "größer als das Leben" ist, können sich EMAF-Besucher in 24 Programmen mit insgesamt 108 neuen Produktionen überzeugen. Gezeigt werden Spiel- und Experimentalfilme, Dokumentationen, Kunstvideos, Digitalclips bis hin zu Flashanimationen. Darunter die Deutschland-Premiere des neuen experimentellen Spielfilms Decay of Fiction von Pat O'Neill. Der Amerikaner benutzt die verlassene Ruine des berühmten Luxus-Hotels Ambassador in L.A. als Hintergrund für ein halluzinatives Remake des klassischen Film Noir's der 40er und 50er Jahre. Durch die speziellen Filmtechniken, die O'Neill entwickelt hat, wirken die Schauspieler wie geisterhafte Wesen aus einer anderen, längst verlorenen Zeit.

Ein Beispiel für den Trend des experimentellen Kinos zu längeren Filmen ist der ca. 50minütige Film A Journey to Tarakan des Niederländers Karel Doing. Eine wunderbar dichte Collage von Archiv- und Eigenmaterial, mit der der Regisseur die Spur seines Onkels nachzeichnet, der als junger Soldat 1942 in den niederländischen Kolonien im Krieg gegen die Japaner fiel.
Ein cineastisches Highlight ist auch die neueste Arbeit des englischen Regisseurs und Autors Andrew Køtting. In Mapping Perception steht seine Tochter Eden im Vordergrund, die mit einem genetischen Defekt geboren wurde, der bewirkt , dass sie die Welt extrem verändert wahrnimmt. Durch den virtuosen Umgang mit experimentellen Filmtechniken und digitaler Filmbearbeitung gelingt Køtting ein sehr bewegendes, eindrucksvolles Werk.
Die beiden Kurzfilmprogramme mit den Titeln "The Entertainer" und "The Swing Club" bieten auch dem im experimentellen Kino ungeübten Zuschauer eine Auswahl von visuell anregenden Erfahrungen. Während es im ersten Programm um Künstler geht, die sich selbst darstellen oder andere sich selbst darstellen lassen, ist das zweite Programm dem musikalischen Kurzfilm gewidmet.
Asian cinema - unter diesem Titel zeigt das EMAF eine breit gefächerte Auswahl von Filmen aus Hongkong und Japan, die sich auch beim europäischen Publikum zunehmender Beliebtheit erfreuen.
Vorträge von Lynn Hershman (USA) und Lev Manovich (USA) und die Premiere von Europe in Shorts ergänzen das Programm.
Die besten deutschen Filme und Videos werden mit dem Preis der Deutschen Filmkritik prämiert. Außerdem wird in Osnabrück der Werkleitz Award für hervorragenden Einsatz digitalerMedien in einer internationalen Produktion vergeben.

Retrospektive Michael Snow
Die diesjährige Retrospektive ist dem kanadischen Filmkünstler Michael Snow gewidmet. Snow, 1929 in Toronto geboren, ist einer der bedeutendsten internationalen Experimentalfilmer und der wohl einflussreichste Filmemacher im Bereich des Strukturellen Films.
Darüber hinaus ist er als bildender Künstler und Avantgardemusiker international anerkannt. Snows umfangreiche Filmographie reicht bis ins Jahr 1956 zurück. Der Durchbruch gelang ihm 1967 mit seinem berühmtesten Film Wavelength, der stilbildend für ganze Generationen von experimentellen Filmemachern werden sollte. Die Auseinandersetzung mit filmischer Zeit und Raum ist von zentraler Bedeutung für sein filmisches Gesamtwerk. Mittels Zoom und Kamerabewegung werden Räume durchschritten und erforscht, bisweilen auf derart mechanische Weise, dass seine Filme wie von einer Maschine produziert wirken. Auch scheut er sich nicht, eine in Realzeit 30-sekündige Aktion auf eine Bewegungsstudie von insgesamt 18 Minuten auszudehnen, wie in seinem Film see you later (au revoir) von 1990 zu sehen.
Snows Filme bestechen durch extreme Klarheit: sie lassen oberflächlich Verborgenes sichtbar werden und bieten, wenn man sich die Zeit nimmt, die er durch die Länge der Filme vorgibt, ungewöhnliche und einmalige Seherlebnisse. Dabei stellt Snow stets seine Sicht der Arbeit mit dem Medium Film in den Vordergrund, ohne seinen berühmt berüchtigten Humor zu verlieren, z.B. indem er kleine visuelle ‚Gimmicks' einbaut, die den Filmen trotz ihrer strukturellen Stringenz einen menschlichen und spielerischen Touch verleihen.
Während sich seine frühen Filme oftmals mit der Erforschung kinematographischer Prozesse in urbaner und natürlicher Landschaft befassten, widmet sich Snow in seinen neueren Filmen verstärkt dem Menschen und seiner Präsenz im Raum wie in seinem aktuellen digitalen Spielfilm‚ *Corpus Callosum (2002). Snow wird auf dem EMAF zu Gast sein, seine Filme einführen und dem Publikum zur Diskussion zur Verfügung stehen. Das EMAF zeigt eine für Europa in diesem Umfang bislang einmalige Retrospektive seiner Filme sowie Snows Installation That/Cela/Dat (2002).

Hommage
Mit einer Werkschau wird Egon Monk geehrt. Als Leiter des NDR Fernsehspiels brachte er in den 60er Jahren neue Impulse in die TV-Arbeit ein und entwickelte Fernsehspiele zwischen Inszenierung und Dokumentation, die formal wie inhaltlich nachhaltigen Einfluss auf viele Redakteure, Regisseure und Autoren hatten.

Ausstellung
Mit der Ausstellung in der Kunsthalle Dominikanerkirche bietet das EMAF bis zum 18. Mai, einen Überblick über das gesamte Spektrum der Medienkunst: von Video- und interaktiven Computerinstallationen bis hin zu Medien-Skulpturen. In den Installationen werden die Themen Identität und menschliche Repräsentation, die klassischen Aspekte der bildenden Kunst, aufgenommen und in vielfältiger Weise präsentiert. Dazu gehört die virtuelle Repräsentation des Menschen ebenso wie Arbeiten, die seine nahende biotechnische Reproduktion in den Fokus stellen. In einem weiteren Schwerpunkt der Ausstellung beschäftigen sich bekannte Künstlerinnen und Künstler, aber auch junge Talente der internationalen Medienkunst-Landschaft mit der De-Konstruktion medialer Zeichen und Codes und der Ironisierung der uns umgebenden Bildbotschaften durch den spielerischen Einsatz digitaler Technologien.

Peter Bogers (NL) - Shared Moments
Anne Cleary / Denis Connolly (IRL) - Scènes Du Boulevard
Christian Ziegler (D) - Dis-Place
Björn Melhus (D) - The Oral Thing
Michael Snow (CDN) - That/Cela/Dat
Daniel Canogar (E) - Obscenity of the Surface
Björn Schülke (D) - Nervous
Dirk Hupe (D) - zeichen_ver
Jan van Nuenen (NL) - Optimizer Customizer
Bea de Visser (NL) - Blow up
Andreas Zelle (D) - Die Windharfe

Electronic Lounge
In der Electronic Lounge - ebenfalls in der Dominikanerkirche - werden Arbeiten aus den Bereichen Internet, CD-ROM und DVD präsentiert. Die britische Gruppe the phone book wird neue Präsentationsmöglichkeiten für WAP- und i-mode-Anwendungen für Mobiltelefone präsentieren Streamminister (Berlin ) wird Remote TV, ein interaktives TV- und Internetkonzept vorstellen, zu dem sich Interessierte auch für einen Workshop auf dem EMAF anmelden können.

Hier findet auch vom 24. bis 26. April der VeeJay-Groove statt. Jeweils ab 23 Uhr erzeugen VeeJays aus ganz Europa durch die Verbindung von Sound und aufwendigen Videoprojektionen eine einzigartige Atmosphäre - mal zum Abtanzen, mal zum Chillen.

Juan Manuel Echavarría
In Kooperation mit dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum präsentiert das EMAF den kolumbianischen Videokünstler und Fotograf Juan Manuel Echavarría. In seinen Werken reflektiert er die alltägliche Gewalt in seiner Heimat. In Kolumbien herrscht seit Jahren ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Guerillagruppen unterschiedlicher politischer Lager, lokalen Bürgerwehren und den paramilitärischen Privatarmeen der Drogenbosse. Die rivalisierenden Banden finanzieren sich durch groß angelegte Massen-Kidnappings, bei denen der Kontostand der Opfer längst keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch die schiere Zahl der entführter Personen. Ein ganzes Land gerät auf diese Weise in Geiselhaft. In drei Videoinstallationen und einer Fotoserie thematisiert Echavarría die Traumatisierung der einzelnen Betroffenen sowie die tiefe Verunsicherung der gesamten kolumbianischen Bevölkerung.

Performances
Highlight des Programms ist die schweizerische Performance Stage TV, die auf einzigartige Weise Zirkus-Artistik und Jonglage mit den Möglichkeiten der Videotechnik und Computer-Animation verbindet. Freunden der interaktiven Filmperformance sei Cause and Effect empfohlen, bei der das Publikum den Verlauf der Performance mit seinen Reaktionen direkt beeinflusst.

International Student Forum
Im Studentenforum präsentiert das EMAF die aktuellen Arbeiten von Universitäten und Hochschulen aus aller Welt. Kooperationspartner in diesem Jahr ist die Hochschule für Gestaltung und Buchkunst (HGB) Leipzig. In zwei Filmprogrammen reflective media und emotica werden aktuelle Arbeiten von Studierenden aus Europa, den USA und Australien präsentiert. Darüber hinaus zeigt eine Ausstellung Installationen von Studierenden aus Dänemark, Karlsruhe, Stuttgart und Leipzig. Am Hochschultag, dem 24. April, haben Interessierte die Möglichkeit, sich über zahlreiche internationale medienorientierte Studiengänge zu informieren. Präsentieren werden sich Studierende und Lehrende der University of Wales Institute Cardiff, das Media Centre of Art and Design (MECAD) aus Barcelona, die FH Potsdam mit ihrem neuen Studiengang Interface-Design, die Akademie der Bildenden Künste Poznan (Polen), die FH Osnabrück (Studiengang Medieninformatik), Camera Obscura aus Tel Aviv (Israel), und die Hochschule für Gestaltung und Buchkunst (HGB) Leipzig. ..."

weitere Informationen: 0541-21658

Ausstellung bis 18. Mai

emaf.de/tour



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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