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Mariechen Danz


Eingabedatum: 14.03.2012

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Mariechen Danz, Giant Learning Cube, 2012 (ausklappbare Bühne), Holz, Acryl, Plexi, schwarzer Tafellack (innen), Kubus: 150 x 150 x 150 cm, Bühne: 600 x 450 x 150 cm, Courtesy the artist und Galerie Tanja Wagner, Berlin, Foto: Tobias Hübel

„How to know?“ singt die Deutsch-Irin Mariechen Danz (*1980 in Dublin, lebt in Berlin) in einer ihrer Performances. Und „How to know?“ entpuppt sich auch als Hauptfrage ihrer künstlerischen Arbeit. Wissen in all seinen Facetten – seine Entstehung, seine Geschichte, seine Ausprägung in unter-schiedlichen Kulturen und Wissenschaften, seine Vermittlung, die Frage nach seiner Objektivität, seine Nutzung als Machtinstrument – ist der Kern, den sie in Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Performances und Musik umkreist. Das „Wie“ spielt dabei eine besondere Rolle: Wie entsteht Wissen? Wie wird es kommuniziert? Und wie kann man es visuell darstellen? Die Ausstellung cube cell stage, die Mariechen Danz für die GAK entwickelt hat, fußt auf diesen Fragen und stellt die Ergebnisse zu einem Parcours aus inszenierter Theatralik, wissenschaftlichen und musealen Zitaten zusammen.

Danz´ Auseinandersetzung mit Wissen als phänomenologischer Größe in unterschiedlichen Ausprägungen fußt auf zwei Aspekten, die sie gleichberechtigt nebeneinander stellt und immer wieder verzahnt: Sprache und Körper. Sprache findet sich in cube cell stage als Formel für eine einmal getroffene Übereinkunft der Kommunikation. Eine Übereinkunft, die das Potential von Kommunikationsweisen jenseits lateinischer Buchstaben und Satzzeichen außer Acht lässt und hierarchisch als einziger Weg proklamiert wird. Der Ort, an dem sich Sprache bildet, ist der menschliche Körper. In nahezu anthropologischer Manier und in der Tradition der body theory greift Danz in ihrer künstlerischen Produktion auf ihn zurück. Er dient ihr als Ausgangspunkt für die Bildung, Aneignung und Weitergabe von Wissen. Umgekehrt ist der Körper seit Jahrhunderten selbst Untersuchungsobjekt der Wissenschaft. In dieser Doppelrolle als Produzent und Reflexionsgegenstand fungiert er in der Arbeit von Danz. cube cell stage ist dementsprechend übersät mit anatomischen Darstellungen von menschlichen Organen und Gliedmaßen in allen Größen und Materialitäten. Es ist offensichtlich – in den Arbeiten von Mariechen Danz beginnt der Körper zu reden.

Der Auseinandersetzung mit der Gattung Performance kommt im Schaffen von Mariechen Danz eine besondere Rolle zu. Dementsprechend zeigt der letzte Raum von cube cell stage Dokumentationen einiger vergangener, inszenierter Sprach- und Gesangsperformances. Deren Entstehung ist ein langwieriger Prozess: Zunächst entwickeln sich Zeichnungen. Darauf folgen Skulpturen, Objekte und kulissenhafte Anordnungen. Die Performance selbst schließlich bildet den Schlusspunkt in Danz’ künstlerischem Vorgehen und hat die Aufgabe, die anderen Medien zusätzlich zu aktivieren. Allerdings kann sie, ganz im Gegensatz zu Zeichnung, Objekt oder Installation, innerhalb ihrer Arbeit nicht für sich allein stehen, sondern benötigt den Zusammenschluss der verschiedenen Gattungen. In cube cell stage wird Mariechen Danz gegen Ende der Ausstellung die in ihr vertretenen Einzelbestandteile in einer Performance neu zusammenfassen (Donnerstag, 24. Mai, um 19 Uhr).

cube cell stage in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Mariechen Danz und entsteht in Kooperation mit dem Kunstverein Göttingen. Die Zusammenarbeit der beiden Häuser spiegelt die prozesshafte Arbeitsweise der Künstlerin, da sie den zunächst für Bremen entwickelten Ansatz in der anschließenden Präsentation in Göttingen verändert aufnehmen wird.

ÖFFNUNGSZEITEN
Di-So 11-18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Mo geschlossen

GAK GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KUNST BREMEN
Teerhof 21
D-28199 Bremen
fon +49 421 500 897
gak-bremen.de


Medienmitteilung



Daten zu Mariechen Danz:


- 30 Künstler / 30 Räume, 2012

- Biennale Venedig 2017

- Istanbul Biennial 2019

- Kunstverein Göttingen

- Kunstverein, GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen

- nbk Berlin 2017

- Villa Romana Preistraeger


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