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Yüksel Arslan, Dado und Carol Rama


Eingabedatum: 19.04.2012

bilder

Yüksel Arslan, Arture 188, 1978, Mixing technique, 50,5 x 71,5 cm, Courtesy: santralistanbul collection

Mit Yüksel Arslan, Dado und Carol Rama präsentiert die Kunsthalle Düsseldorf drei Künstler, alle in Deutschland noch wenig bekannt, deren Werk sich in großer Konsequenz weitgehend abseits des Kunstbetriebes entwickelt hat.

Yüksel Arslan (*geboren 1933 in Istanbul), der zu Beginn der 1960er-Jahre mit Unterstützung von André Breton, Jean Dubuffet und Jean-Paul Sartre von Istanbul nach Paris emigrierte, ist einem breiteren Publikum bislang unbekannt. Erstmals gewährt die Ausstellung in der Kunsthalle einen umfassenden Einblick in sein Werk und die verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers seit 1959. Arslans sogenannte Artures verdanken sich einer einzigartigen Malweise: Er nutzt keine konventionellen Farben, sondern eigenhändig gemischte Pigmente, pflanzliche Extrakte wie Blüten oder Gras, Öl, Kohle oder Stein. Die Papierarbeiten beeindrucken durch ihre expressive Farbigkeit, in der Arslan, Eugène Delacroix folgend, das Licht des Orients einfängt und als typisches Charakteristikum des Nahen Ostens herausstellt. Inhaltlich formuliert er das Verhältnis von Denken und Mystik, von Mythos, Wissenschaft, und bildender Kunst zueinander und greift philosophische, literarische und musikalische Strömungen auf, die man als Grundlage des westlichen Denkens bezeichnen könnte, wohlwissend, dass die darin verankerte Erkenntnis ohne die Erfahrungswerte anderer Völker und Kulturen kaum zustande gekommen wäre.

Dado (Miodrag Djuric, 1933-2010) wurde in Montenegro geboren und kam 1956 nach Paris, wo er die Bekanntschaft von Jean Dubuffet machte. Ab 1960 lebte und arbeitete er in einer alten Mühle in der Normandie. Hier entstand der Großteil seiner Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken – surreale Bilder, Darstellungen eines fantastischen Horrors, brutal und existenziell. Dado, der seit 1962 auch mit Hans Bellmer und Unica Zürn befreundet war, bezeichnete sich selbst als einen „Philosophen alles Verdrehten“. Die Kunsthalle präsentiert eine Auswahl seiner frühen Zeichnungen und Gemälde.

Die Arbeiten der italienischen Künstlerin Carol Rama (*1918 in Turin), die 2003 den Goldenen Löwen der Biennale Venedig für ihr Lebenswerk erhielt, sind von radikalen Tabubrüchen geprägt. Ihre feinsinnigen Zeichnungen, Collagen, Objektbilder und Aquarelle sind gleichermaßen anstößig und elegant, rebellisch und versponnen. Persönliche Erinnerung, sexuelle Vorstellungen und fetischisierte Gebrauchsgegenstände aller Art, Mythen und Gegenwart verschmelzen bei Carol Rama zu einem eigenen Kosmos, der Strömungen der Nachkriegsmoderne spiegelt, dabei aber seine starke Eigenwilligkeit bewahrt.

So eigenwillig die drei gezeigten Positionen sind und so unterschiedlich ihre Sprache, gibt es in ihren Themen und Bildwelten Überschneidungen, die eine Präsentation in einem gemeinsamen Kontext lohnend erscheinen lassen: das Obsessive und Abgründige, Motive von Traum, Sexualität, Gewalt und Zerstückelung, Fetisch und Fragment, die Verarbeitung kollektiver und persönlicher Erinnerung. Alle drei Künstler tragen je auf ihre Weise ein surrealistisches Erbe weiter.

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag, Feiertage: 11 – 18 Uhr

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
D-40213 Düsseldorf
Tel. +49 (0)2 11 89 96 256
kunsthalle-duesseldorf.de

Medienmitteilung




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