Peter Fischli (geb. 1952, Zür'> Peter Fischli (geb. 1952, Zür'/> Peter Fischli (geb. 1952, Zür'>

Fischli & Weiss im Museum Ludwig "Fragen Projektionen" (noch bis 19.01.03)


Eingabedatum: 28.11.2002

bilder

Die Schweizer Künstler Peter Fischli (geb. 1952, Zürich) und David Weiss (geb. 1946, Zürich), die seit 1979 zusammen arbeiten, zeigen im "AC:"- Raum des Museum Ludwig ihre neue Arbeit "Fragen Projektionen".
In dem abgedunkelten Raum werden etwa 400 in Großbuchstaben handgeschriebene Fragen an die Wände projiziert. Für den Betrachter, der in der Mitte Platz nehmen kann, bleibt stets unklar, wann und wo die nächste Frage erscheinen wird. Die Fragen, die lang oder kurz, banal oder auch existentiell sind, tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden nach einigen Sekunden wieder. Die Zeit zwischen ihrem Erscheinen und Verschwinden reicht zwar, um sie zu lesen, nicht aber, um über ihre Beantwortung nach zu denken.
Die Flüchtigkeit der Fragen wird dadurch etwas gemildert, dass sie sich in gewissen Abständen wiederholen und so doch die Möglichkeit zur Reflexion geben.
Es scheint sich um eine wahre Fragen-Enzyklopädie zu handeln:

Soll ich Russland überfallen?
Wie wirke ich?
Warum geschieht nie Nichts?
Kommen Meinungen von selbst?
Sucht mich das Glück am falschen Ort?
Leide ich an gutem Geschmack?
Soll ich aus wissenschaftlichen Gründen Drogen nehmen?
Ist alles, was ich schon vergessen habe, so groß wie ein Haus?
Wird die Freiheit der Vögel überbewertet?
War ich noch nie ganz wach?
Soll ich mich betrinken?
Kommt ein Bus?
Bin ich knapp normal?
Spinnen die Andern?
Weiß ich fast alles über mich?
Ist das Verdauungssystem etwas wunderbares?
.....usw.

Diese Arbeit geht teilweise auf ältere Werke von Fischli und Weiss zurück, wie etwa "Ordnung und Reinlichkeit" (1981) oder "Fragentopf" (1983). Bei "Fragentopf" wurden auf einen etwa 1,40 m hohen Topf aus Polyurethan Fragen geschrieben, wie sie sich hier wieder finden.

Durch die verschiedenartigen Fragen sollen Denken und Handeln des Betrachters mobilisiert werden. Die geschieht auch sicher, wenn man sich die Zeit nimmt, eine Weile die Projektionen zu verfolgen. Zum einen sind gerade die banalen Fragen äußerst amüsant, zum anderen regen aber auch gerade die philosophisch-existentiellen Fragen in ihrer einfachen Formulierung zum Schmunzeln an. Erstaunt stellt man die Komplexität scheinbar ganz schlichter Fragen fest.
Der Ausstellung folgt eine unregelmäßig wiederkehrende Grübelei ebenso wie ein inneres Lächeln, dass sich bei der Erinnerung an einzelne Fragen fast zwangsläufig einstellt.

Museum Ludwig / Bischofsgartenstr. 1 / 50667 Köln / Tel:+49-221-221-26165

Öffnungszeiten: Di 10-20, Mi-Fr 10-18, Sa/So 11-18 Uhr, Mo geschlossen

Foto:Peter Fischli David Weiss, Fragen Projektion, Diainstallation, 1999.2002, © Peter Fischli David Weiss



jk








Weiteres zum Thema: Fischli & Weiss



Zeitgenössische Fotokunst aus der Schweiz (Jan. 02)


Mit Fotokunst aus der Schweiz setzt der Neue Berliner Kunstverein (NBK) seine Ausstellungsreihe fort, die der Fotografie verschiedener Länder gewidmet ist.
Neun Künstler und Künstlerinnen hat der Kurator Urs Stahel, Direktor des Fotomuseums Winterthur, ausgewählt, um möglichst unterschiedliche Positionen der Schweizer Fotografie zu verdeutlichen.
Während der vordere Raum durch die stark verfremdeten Stadtansichten Strbas, die beleuchtete Rauminstallation von Buetti und die Körperbilder Rondinones an einer grünen Wand dominiert wird, entwickeln die kleinteiligen Arbeiten von Marco Poloni und Peter Tillessen einen ganz anderen Zugang: Poloni wurde durch Berichte in italienischen Tageszeitungen auf die illegalen albanischen Einwanderer aufmerksam und kam so auf die Idee, den heimlichen Reiseweg eines fiktiven Migranten über Süditalien, den Hafen von Otranto über Mailand bis in die Schweiz in vielen kleinen Sequenzen festzuhalten und diese zusätzlich mit szenischen Anweisungen zu Kamerastandpunkt, Geräusch und Geschehen zu bezeichnen. Alles wird aus der Sicht des Migranten gezeigt; er selbst bleibt, wie in der Gesellschaft, unsichtbar. Es entsteht eine künstliche Dokumentation, die bewußt mit dem Übergang von Fotografie zu Film spielt. Tillessen (übrigens in Hanau geboren) zeigt Serien mit den Titeln "Aktionskünstler", "Kunst am Bau", "Degenerative Bilder", die den Blick auf absurde Motive des Alltags lenken. Unprätentiös als einfache Ausdrucke an die Wand gepinnt, sind sie mit ihrer Art des Humors nach Stahels Aussage vielleicht am ehesten in eine Schweizer Tradition (Fischli/Weiss) zu stellen.
Im Nebenraum erinnern Hans Danusers "Frozen Embryo Series" von weitem an steinerne Landschaften; sie enthalten zugleich Leben und Tod. Weiter die absonderlichen Mädchenbilder von Katrin Freisager, meditative Landschaftsblicke kombiniert mit Tokioter Stadtansichten von Cat Tuong Nyuyen, die urbanistischen Situationen von Claudio Moser.
Die Fotoszene in der Schweiz habe in den letzten 15 Jahren einen großen Boom durchgemacht, und Stahel legt Wert auf die Feststellung, daß man die Anzahl der Künstler gut hätte verdreifachen können, ohne einen Qualitätsverlust hinzunehmen (und einige dieser Künstler nennt er in seinem Katalogtext). Die stark gestiegene Popularität der Fotografie ist aber auch in anderen Ländern zu verzeichnen und so bleibt die Frage nach einer Schweizer Schule, die man in dieser Ausstellung zumindest nicht findet. Wie der Künstler Marco Poloni sagt: "Charakteristisch für den Schweizer Künstler ist, daß an ihm nichts Charkateristisches ist." Zeitgenössische Fotokunst aus der Schweiz ist international und hier kontrastreich und interessant präsentiert.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. Februar im NBK (Neuer Berliner Kunstverein), Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin. Öffnungszeiten sind Mo - Fr 12 - 18 Uhr, Sa, So 12 - 16 Uhr.
Zur Ausstellung ist ein Katalog im Ernst Wasmuth Verlag erschienen (19 Euro) mit einem Textbeitrag von Urs Stahel.
  • Fischli & Weiss im Museum Ludwig "Fragen Projektionen" (noch bis 19.01.03)

  • Kunstmuseum Basel: Looking In - Looking Out (26.04 - 29. 06.03)

  • Kunstmuseum Wolfsburg: Baustellen der Subversion-Update #7 (13.06 bis 23. 11.03)

  • Abschlußbericht: Art 34 Basel (24.6.03)

  • Sammlung F. C. Gundlach in den Deichtorhallen Hamburg (29.10.03 - 25.01.04)

  • Sammlung 2005 - Neupräsentation der erweiterten Sammlung im K21, Düsseldorf (bis auf weiteres)

  • Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel (30.10.05-12.2.06)

  • Roswitha Haftmann Kunstpreis für Peter Fischli und David Weiss

  • Gärten

  • Valentin Carron - Kunsthalle Zürich (20.01. - 18.03.07)

  • Peter Fischli und David Weiss - Kunsthaus Zürich (6.6.-9.9.07)

  • I can only see things when I move. - Staatliche Kunstsammlungen Dresden (29.9.07-20.1.08)

  • Roswitha Haftmann-Preis an Douglas Gordon

  • Gregor Schneider erhält Günther-Peill-Preis 2008

  • Ein Kessel Buntes Mike Kelley - Ausstellungskatalog Sammlung Goetz

  • Roswitha Haftmann-Preis an Sigmar Polke

  • Bilder in Bewegung : Künstler & Video_Film

  • Auswertung der Flugdaten - K21 Ständehaus, Düsseldorf

  • Wir Manager! - Vögele Kultur Zentrum, Pfäffikon

  • Peter Fischli, David Weiss - Sammlung Goetz, München

  • Wolfgang-Hahn-Preis KÖLN 2011 an John Miller

  • How to Work (More for) Less

  • Beispiel Schweiz. Entgrenzungen und Passagen als Kunst

  • Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg. Ausgewählte Werke von Carl Andre bis Sergej Jensen

  • Fotografie Total

  • Performance Künstlerin Andrea Fraser erhält Wolfgang-Hahn-Preis 2013

  • Nur noch wenige Tage der Ausstellungen in Erlangen, Oldenburg, Bern und Zürich

  • Das Glück kommt aus dem Nichts. Werke aus der Slg. Wilhelm Otto Nachf.

  • KLÖNTAL TRIENNALE 2014

  • Das imaginäre Museum

  • Happy Birthday, Alexander Calder!

  • Ewige Gegenwart

  • top




    Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




      Anzeige
      berlin


      Anzeige
      Ausstellung


      Anzeige
      Atelier



      Berenice Güttler - Fitting

      Mit „Fitting“ präsentiert der Kunstverein Göttingen die erste institutionelle Einzelausstellung von Berenice Güttler. weiter


      Jimmie Durham: God’s Children, God’s Poems

      Jimmie Durhams (*1940) Karriere als Künstler, Poet, Autor und politischer Aktivist begann in den USA. weiter

      FACETUNES

      Das natürliche Gesicht ist bis heute ein Zeichen von Individualität, persönlichem Ausdruck und Wahrhaftigkeit. Die Gesichtserkennung ... weiter

      Jan Groover

      Die Ausstellung von Jan Groover in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst ist die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in Europa außerhalb Frankreichs und wird Werkbeispiele seit den 1970er Jahren exemplarisch vorstellen weiter


      Pollock der Ältere. Meister der Farbe

      Erstmals in Deutschland wird das vielschichtige Werk des amerikanischen abstrakten Malers und Graphikers Charles Pollock im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern mit einer Museumsausstellung gewürdigt weiter

      Natalie Czech ›you see // but / you say‹

      Letzte Woche weiter


      José Vazquez: tr4nsitor1a obscura und Monika Strasser: appearance

      Die Kunsthalle Vebikus Schaffhausen präsentiert vom 19. August bis 1. Oktober 2017 zwei Einzelausstellungen mit Arbeiten von Monika Strasser und José Vazquez weiter


      Rico Scagliola & Michael Meier «Together»

      Die genaue Beobachtung der sie umgebenden Menschen steht immer am Anfang der künstlerischen Zusammenarbeit von Rico Scagliola (*1985, Uster/CH) und Michael Meier (*1982, Chur/CH) weiter


      Roger Ballen Ballenesque - a Retrospective

      Nur noch bis zu diesem Wochenende weiter


      Das ZKM als digitaler Pionier

      Im zweiten Halbjahr 2017 präsentiert das ZKM ein stringentes Programm
      zum rasanten technologischen und sozialen Wandel zu Beginn des
      digitalen 21. Jahrhunderts weiter


      ON SERIES, SCENES AND SEQUENCES. INTERVENTION VON HUBER.HUBER

      In Zeiten des Netflix-Booms, wo jeder Aspekt des modernen Alltags in Fernsehfolgen abgehandelt und jedes noch so ausgefallene Milieu im Erfolgsformat der Serie ausgeleuchtet wird, wo Kochshows, Zeitanalysen und Theaterstücke als Serie zu haben sind, scheint das Serielle geradezu omnipräsent zu sein weiter

      Jakob Schnetz, Russisches Tagebuch

      Letzte Woche: In einem visuellen Tagebuch beschäftigt sich Jakob Schnetz mit dem Blick eines in Deutschland aufgewachsenen und somit westlich sozialisierten Menschen auf Russland. weiter


      Sonia Boyce – For you, only you

      Die englische Künstlerin Sonia Boyce verwandelt den Oldenburger Pulverturm mit der 3-Kanal-Videoinstallation For you, only you in eine sakrale Konzerthalle. weiter

      Der US-amerikanische Künstler Duane Michals erhält den diesjährigen DGPh-Kulturpreis

      Der in New York ansässige Duane Michals, wird mit dem Kulturpreis 2017 der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) geehrt weiter


      Sie sagen, wo Rauch ist, ist auch Feuer

      Gerüchte schillern, verführen und sind in ihren Wirkungen schwer berechenbar. Als informelle Erzählungen stören sie gängige Begriffe von Wahrheit und Moral weiter