David Hockney. A Bigger Picture

    Landschaftsmalerei und Bildschirm-Zeichnungen

    27.10.2012 bis 03.02.2013 | Museum Ludwig, Köln
    Eingabedatum: 29.10.2012

    bilder

    David Hockney, "Woldgate Woods, 21, 23 & 29 November 2006", Öl auf 6 Leinwänden / Oil on 6 canvases, Je / each 91,44 x 121,92 cm, gesamt / total 182,88 x 365,76 cm, © David Hockney, Photo: Richard Schmidt

    Seine Swimmingpool-Paintings gehören zu den populärsten Bildformeln der 1960er Jahre. Als schillernde Figur des Swinging London und Bildchronist eines coolen Californian Way of Life wurde David Hockney weltbekannt. Auch mit seinen eigenwilligen Porträts, meisterhaften Stillleben und Landschaftsgemälden, Fotocollagen, Bühnenbildern und intelligenten Verarbeitungen kunstgeschichtlicher Phänomene zählt er seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart.

    Dabei hält sein vielseitiges Werk immer neue Überraschungen bereit. Hatte Hockney bereits in Kalifornien die komplexe Wahrnehmung des Raumes unter anderem in Bildpanoramen des Grand Canyon verarbeitet, so ist die Landschaftsmalerei in den vergangenen Jahren geradezu ins Zentrum seines Schaffens gerückt. Seit seiner Heimkehr von Los Angeles ins ländliche East Yorkshire, die sich bereits 1997 anbahnte und 2005 zu Hockneys dauerhaftem Aufenthalt in England führte, schuf er eine überwältigende Vielfalt wunderbarer Landschaftsbilder. Teils direkt in der Natur gemalt, bieten die oft monumentalen Formate dem Betrachter einen unmittelbaren Zugang. Dann wiederum übersetzt der Künstler Landschaft in fast märchenhafte, ornamental stilisierte Szenerien, die uns in eine farbenprächtige Traumwelt entführen.

    Parallel zur traditionellen Malerei experimentiert Hockney intensiv mit Bildschirm-Zeichnungen. Der Touchscreen seines Smartphones, später dann das iPad ermöglichen ein äußerst schnelles Arbeiten, lassen Bilder entstehen, die durch enorme Frische und Unmittelbarkeit bestechen. Zugleich weisen sie in ihrer synthetischen Anmutung einen seltsam irrealen Unterton auf. Sowohl auf den leuchtenden Screenoberflächen als auch in großformatigen Ausdrucken bilden sie ein wesentliches Element der Ausstellung. Seit 2010 widmet sich David Hockney der Landschaftsthematik darüber hinaus in beeindruckenden Multi-Fokus-Filmen. Auch diese von ihm entwickelte Aufnahmetechnik, die in der Projektion auf neun oder gar achtzehn zu einem Bild gefügten Monitoren ein einzigartig intensives Seherlebnis bietet, nimmt in der Kölner Ausstellung breiten Raum ein. Lässt sich der Betrachter auf die außergewöhnliche Offenheit des Gesamtbildes ein, so vermag er hier weitaus bewusster und selbstbestimmter zu sehen, als es der festgelegte Fokus einer einzelnen Kamera je erlauben würde.

    In ihrer Komplexität zeigt die Ausstellung einen Künstler, der dem klassischen Thema Landschaft auf souveräne Weise neue Impulse verleiht, wobei in all den Arbeiten eine tiefe Liebe zur sichtbaren Welt und zur Schönheit der Dinge mitschwingt. Am Ende kommt dann plötzlich noch ein neues Thema ins Spiel. Zwölf Jongleure agieren in einem Bildfeld aus 18 Screens, ermöglichen eine ungewohnt neue Wahrnehmung von Bewegung in Raum und Zeit und damit - wie sollte es bei David Hockney anders sein - bereits einen erwartungsreichen Ausblick auf Folgendes. ...

    Öffnungszeiten zur aktuellen Ausstellung:
    Dienstag bis Sonntag (inkl. Feiertage): 10 - 18 Uhr
    Jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 - 22 Uhr
    Montags geschlossen.

    Museum Ludwig
    Heinrich-Böll-Platz
    50667 Köln
    Telefon +49-221-221-26165
    museum-ludwig.de

    pm






    Daten zu David Hockney:

    - Art Basel 2013
    - Art Basel 2016
    - Art Basel Hong Kong 2014
    - Art Basel Hong Kong, 2016
    - Art Basel Miami Beach 2013
    - art basel miami beach, 2014
    - Daimler Art Collection
    - Das achte Feld, Köln
    - Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
    - MoMA Collection
    - Museo Reina Sofía, Collection
    - Pace - Gallery
    - Preistraeger Praemium Imperiale Painting
    - S.M.A.K. Sammlung, Gent
    - Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
    - Sammlung DZ Bank, Frankfurt
    - Sammlung MMK, Frankfurt
    - Sammlung Würth
    - Tate Post War Collection ,London
    - Triennale der Photographie in Hamburg 2015
    - Whitney Biennale 2004

    Weiteres zum Thema: David Hockney



    David Hockney im Kunstverein Ulm (20.07. - 31.08.03)


    Schwerpunkt der Ausstellung bilden "Photos & Prints" Hockneys aus den 70er Jahren, in den der Künstler anfing neben seiner Malerei in anderen Medien zu experimentieren.

    Pressemitteilung / Auszug: "David Hockney (Jg. 1937, lebt in Los Angeles) ist nicht nur der bedeutendste Vertreter der britischen Variante der Pop Art, er zählt auch zu den experimentierfreudigsten lebenden Künstlern. Sein in den ausgehenden 50er Jahren beginnendes Werk ist umfangreich und umgreift ein breites und kontinuierlich um innovative Medien erweitertes Spektrum von Techniken. Neben traditionellen Gattungen wie Malerei, Zeichnung und diversen druckgrafischen Formen umfasst es Fotografie und Foto-Collagen sowie mit Farbfotokopierern, Faxgeräten und Computern hergestellte Arbeiten. All diese Technologien sind zunächst Experimentierfeld für Hockney, der darin neue Bild- bzw. Raumideen spielerisch entwickelt.

    Den Schwerpunkt der Ausstellung im Kunstverein bilden Fotoarbeiten aus den 70er Jahren, deren Motivwelt aus Hockneys Malerei vertraut ist: Porträts von Freunden, Geliebten und der Eltern, Intérieurs, Stillleben und hinreißende Swimmingpool-Bilder. Diese frühen Fotografien blieben der Öffentlichkeit lange Zeit unbekannt. Großes Aufsehen erregten in den 80er und 90er Jahren die großformatigen Fotocollagen, in denen Hockney kubistische Elemente der Durchdringung von Bildebenen, der Wiederholung, Verschiebung und Umkehrung von Wertigkeiten innerhalb der Komposition aufgriff. "Husbandry in the East Riding" beispielsweise, das in Ulm gezeigt wird, besteht aus 60 Teilen und misst insgesamt ca. 220 x 1240 cm.
    Einen Themenkreis der Ausstellung bildet schließlich die Reflexion der eigenen künstlerischen Tätigkeit und des Wechselspiels der Medien, welche Hockneys Werk wie ein roter Faden durchzieht."

    Ausstellungsdauer: 20. Juli - 31. August 2003

    Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14 - 18 Uhr / Samstag und Sonntag 11 - 17 Uhr

    Kunstverein Ulm - Schuhhaussaal - Kramgasse 4 - 89073 Ulm - Tel. 0731/ 66258


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