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Annette Wehrmann - Gehirn und Geld

Geld, die Religion, Gehirn, Denken, Stadt, Staat, Fernsehen, Sprache

6.11.12-3.3.13 | Hamburger Kunsthalle
Eingabedatum: 07.11.2012

bilder

Annette Wehrmann (1961-2010) war Teil der erneuten Politisierung der Kunst seit den 1990er Jahren. Mit Mitteln der Selbstorganisation entwickelte sie eine eigenwillige Position zwischen Skulptur und Intervention, die an Methoden der Konzeptkunst und Aktionskunst sowie an die Sprache der Situationistischen Internationale anknüpfte. Aus ephemeren und billigen Materialien stellte sie Objekte her, die ein Spannungsverhältnis zu den großen gesellschaftspolitischen Fragen schaffen. Sie bearbeitete nicht weniger als das Geld, die Religion, das Gehirn, das Denken, die Stadt, den Staat, das Fernsehen, die Sprache.

Mit dem Projekt Ort des Gegen begab sich Wehrmann auf die Suche nach Leerstellen im öffentlichen Raum, die mit eigenen Versionen eines persönlichen Widerstands aufgeladen werden können: „Der ORT DES GEGEN bezeichnet eine Bruchstelle für zweckfreie Negation, insbesondere für ein zweckfreies Vergehen von Zeit, materialisiert in der Zunahme/Anhäufung von Abfall. Irgendwo zwischen zum Stillstand kommen und radikaler Freisetzung“, wie sie es einmal selbst formulierte. Eine mit Hilfe der Freunde der Kunsthalle neu erworbene Werkgruppe aus gemauerten, überdimensionierten „Fußbällen“ und 20 Zeichnungen, wird erstmals in der Hamburger Kunsthalle präsentiert.

Annette Wehrmann, die auch als Autorin tätig war, wurde 1961 in Hamburg geboren und verstarb 2010 während der Vorbereitungen für eine Ausstellung im Essener Folkwang-Museum. Nach ihrem Studium an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste, startete sie 1993 mit der Aktion „Sprengungen“ einen performativen Angriff auf Blumenkisten der Hamburger Innenstadt; als Symbol von bürgerlich geordneter Schönheit. Ein Jahr später erhielt sie das Arbeitsstipendium der Hamburger Kulturbehörde.

Die Ausstellung findet anlässlich der Verleihung des Edwin-Scharff-Preises 2012 der Freien und Hansestadt Hamburg statt: die Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler zeichnet mit diesem Preis den Freundeskreis Ort des Gegen zu Ehren von Annette Wehrmann am 5. November in der Hamburger Kunsthalle aus.

Kuratiert von Ort des Gegen e. V. und Dr. Brigitte Kölle

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 21 Uhr, vor Feiertagen 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
20095 Hamburg
Tel. 040 428 131 200
hamburger-kunsthalle.de


pm



Daten zu Annette Wehrmann:


- skulptur projekte münster 2007


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