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Helga Paris. Fotografie.

Premiere der monografischen Tourneeausstellung

8.12.12-27.1.13 | Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
Eingabedatum: 14.12.2012

bilder

Die vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) konzipierte Ausstellung zu Helga Paris wird zuerst in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig gezeigt, bevor sie anschließend auf Welttournee geht. Erste Auslandsstation ist Georgien, danach folgt Baku in Aserbaidschan.

Zu sehen sind Fotografien von Helga Paris (* 1938 in Gollnow), die Jahrzehnte der ostdeutschen Nachkriegszeit dokumentiert hat. Ihr Blick richtete sich auf die Menschen, denen ihr Interesse und ihre Sympathie galt ebenso wie dem proletarischen und vom Krieg gezeichneten Milieu der Großstadt. Auf den Fotografien finden sich Eckkneipen, Altberliner Straßenzüge der 1970er-Jahre, verfallende Häuser, Müllfahrer, Jugendliche oder Textilarbeiterinnen. Besonders bei den Portraits wird deutlich wie Helga Paris einfühlsam und einzigartig die ganz besondere Persönlichkeit des Gegenübers herausarbeitet.
Helga Paris fand 1967 als Autodidaktin zur Fotografie und war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin in der Sektion Film- und Medienkunst und lebt als freiberufliche Fotografin in Berlin. Nach 1989 begann für die Fotografin, die unter anderem Hannah-Höch-Preisträgerin ist, eine Phase der intensiven Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Kriegs- und Nachkriegserfahrungen.

Das ifa setzt mit dieser Ausstellung seine monografische Reihe zu deutschen Fotografinnen und Fotografen, in der bereits die Ausstellungen von Sibylle Bergemann, Barbara Klemm und Arno Fischer gezeigt wurden, fort.

Galerie für Zeitgenössische Kunst 2
Karl-Tauchnitz-Straße 9–11
D-04107 Leipzig, gfzk-leipzig.de
T: +49 341 140 81-0, -26 (Kasse)

Öffnungszeiten: Di–Fr 14–19, Sa/So 12–18 Uhr

chk






Daten zu Helga Paris:

- art basel miami beach, 2014
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

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Foto-Anschlag / Vier Generationen ostdeutscher Fotografen


Im Jahre 1988 wurde in Leipzig unter dem Titel "Foto-Anschlag" ein Mappenwerk mit Fotografien junger, ostdeutscher Künstler publiziert. Das im Selbstverlag und in geringer Auflage erschienene Werk enthielt künstlerische Positionen, die sich dem gängigen Pathos der "offiziellen" Fotografie entzogen. An dem Projekt nahmen u.a. Künstler wie Michael Brendel, Else Gabriel oder Gundula Schulze teil.

An dieses Mappenwerk knüpft der so eben erschienene Bildband (Juli 2001) mit gleichnamigen Titel an. Im Blickpunkt des Buches steht die sozialdokumentarische Fotografie der DDR-Zeit mit ihren unterschiedlich formalen und inhaltlichen Betrachtungsweisen. Sorgfältig ausgewählte Arbeiten aus vier Generationen von Fotografinnen und Fotografen wie Arno Fischer, Evelyn Richter, Helga Paris, Christian Borchert, Margit Emmrich, Gerhard Gäbler, Merit Pietzker und Ulrich Kneise spiegeln das Spektrum dieser speziellen Ausrichtung der Fotografie wider. Gemeinsam scheint den Fotografien das Interesse an einer unspektakulären Darstellung, bei der der Mensch in seinem sozialen Umfeld im Zentrum der Bilder steht. Die Banalität des Alltags mußte nicht inszeniert werden, sondern genügte sich selbst. So fehlt den Bildern - gleich, ob es sich um das Ablichten von Arbeitswelt und Freizeit oder Familien-, Gruppen- und Einzelaufnahmen handelt - jegliche Sentimentalität und Larmoyanz. Gerade dieser Verzicht eröffnet ein unprätentiöses Eintauchen in vergangene Zeiten, ohne in Wehmut oder Nostalgie zu versinken.

Ergänzende Texte zu den einzelnen Fotografen sowie zeitgeschichtliche Anmerkungen zur sozialdokumentarischen Fotografie machen den Bildband zusätzlich zu einem interessanten Lesebuch.



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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