Tell It To My Heart: Collected by Julie Ault

Sammlung Julie Ault

2.2.-12.5.2013 | Museum für Gegenwartskunst, Basel
Eingabedatum: 01.02.2013

bilder

Die Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Basel zeigt eine erlesene Auswahl von Arbeiten der Sammlung Julie Ault. Sie war ein Gründungsmitglied von Group Material, eines in New York ansässigen Künstlerkollektivs, das sich 1979 formierte und Ausstellungen und öffentliche Projekte zu aktuellen politischen Themen und Fragen zu Ästhetik bis ins Jahr 1996 organisierte.

Zusätzlich war Ault extensiv als Künstlerin, Kuratorin, Autorin und Herausgeberin tätig. Ihre eigene visionäre Praxis, mit weitreichenden Wurzeln in verschiedene Formen der Kollaboration, lieferte die Inspiration für dieses einzigartige Ausstellungsformat. Aus ihrem inten-siven Dialog mit Künstlern resultierten zahlreiche wichtige Ausstellungen, Publikationen, wie auch Freundschaften. So gingen denn auch die meisten Arbeiten als Geschenke der Künstler in die Sammlung ein, mit denen sie einen andauernden Dialog unterhielt. Das Potential des kollaborativen Prozesses innerhalb der Kunst wird dadurch unterstrichen, dass die Konzeption der Ausstellung und Publikation in Zusammenarbeit mit Ault und einer Gruppe von Einzelpersonen geschah, mit denen sie in den letzten drei Jahrzehnten in unterschiedlichen Funktionen zusammen gearbeitet hat, einschließlich Künstlern wie Danh Vo, Martin Beck und Jason Simon. Die Sammlung selber umfasst Werke von Künstlern wie Felix Gonzalez-Torres, Sister Corita, Andres Serrano, Nancy Spero oder Roni Horn, und vielen anderen. Es werden über 200 Werke zu sehen sein, die eine sehr persönliche Erfahrung der letzten 30 Jahre mit einer spezifischen Kunstgemeinschaft zum Ausdruck bringen, die sich ursprünglich um New York herum zentrierte. Es war ausschlaggebender Anreiz für das Projekt, die vielen Kunstwerke zusammen zu bringen und «eine Situation zu schaffen, in der es möglich wurde zu erfassen, inwiefern diese ausserhalb ihres direkten häuslichen Kontexts miteinander in Beziehung stehen, als eine öffentliche Ausstellung nämlich, die sich in einem kommunalen Zusammenhang äussert und einbringt» (Ault).

Jason Simon wiederum konzipierte ein extensives begleitendes Filmprogramm, das an 14 Abenden entweder im Projektraum Elaine, neben dem MGK, oder im Stadtkino Basel präsentiert wird.

Museum für Gegenwartskunst
St. Alban-Rheinweg 60
CH-4010 Basel
Telefon 0041 (0)61 206 62 62
Fax 0041 (0)61 206 62 52
kunstmuseumbasel.ch

pm






Daten zu Julie Ault:

- documenta 13, 2012
- Whitney Biennale 2014

Weiteres zum Thema: Julie Ault



"Leute wie wir" Grafiken von Sister Corita aus den 1960er Jahren (9.6.-2.9.07)


Parallel zum Evangelischen Kirchentag in Köln (6.-10. Juni) zeigt das Museum Ludwig die erste Einzelausstellung von Sister Mary Corita Kent (1918-1986) in Deutschland. Die Nonne, die in der katholischen Immaculate Heart Community in Los Angeles lebte, engagierte sich politisch gegen soziales Unrecht und den Vietnamkrieg. Sie fertigte Transparente für Demonstrationen und Plakate in Siebdrucktechnik an. Bilder und Texte, abstrakte Muster und kräftige Farben fügte sie in kritischen, oft humorvollen Kompositionen zusammen.

Für Sister Corita (1918-1986) waren Religion und Politik, hohe und angewandte Kunst nicht zu trennen. Die Vehemenz, mit der sie unter der Flagge der katholischen Kirche politische Verantwortung übernahm und einforderte, führte zur Ablehnung ihrer Tätigkeiten seitens der konservativen katholischen Kirche Kaliforniens, sodass sie 1968 ihren Orden verließ.

Von zeitgenössischen Künstlern und Kritikern wie Ray und Charles Eames oder Buckminster Fuller hingegen wurden Ihre innovativen Siebdrucke, die Techniken der Pop-Art vorwegnehmen und Parallelen zum Werk Andy Warhols aufweisen, hoch geschätzt. Außerdem organisierte sie Gesprächsreihen und happeningartige Veranstaltungen, die ästhetische mit gesellschaftspolitischen Problemstellungen einten. Heutige zeitgenössische Künstler wie Ed Ruscha oder Mike Kelley zeigen sich ebenfalls von ihrer Kunstauffassung beeinflusst.

Mit einer Auswahl von etwa 40 Siebdrucken und Buchpublikationen aus den 1960er Jahren gibt das Museum Ludwig einen Überblick über das Werk von Sister Corita. Kuratiert wird die Ausstellung von Julie Ault, New York, Künstlerin und freie Kuratorin, 1979 - 1996 Mitglied von Group Material und Nina Gülicher, Museum Ludwig Köln. Realisiert wird sie in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Abbildung: Sister Corita, yes people like us, 1965, Siebdruck, 89 x 73 cm, Courtesy Corita Art Center, Immaculate Heart Community, Los Angeles © 2007, Joshua M. White, jwpictures.com

Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 10-22 Uhr

Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Tel:+49-221-221-26165
Fax:+49-221-221-24114


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    berlin


    Anzeige
    karma


    Anzeige
    rundgang


    Anzeige
    Atelier




    Heidi Specker - FOTOGRAFIN

    Bekannt wurde Heidi Specker Mitte der 90er Jahre mit den Speckergruppen (1995/96) und anderen Werkreihen, die Betonbauten in den Mittelpunkt stellten ...
    weiter

    Henk Visch, le petit prince

    Henk Visch (*1950) ist ein niederländischer Bildhauer, Zeichner und auch Literat. Figürliche Plastiken zählen ebenso zu seinem Werk wie abstrakte Konstruktionen, wobei die Materialien von Papier, Holz über Aluminium und Eisen bis hin zu Bronze und Textilien reichen. weiter


    Die Lücke – Systemfehler durch Irrtum und Defekt

    Die Vebikus Kunsthalle befindet sich an einem Ort, dessen Vergangenheit auf die industrielle Fertigung eines Massenprodukts zurückgeht. Gleichförmigkeit in der Masse schafft eine Systematik und Regelmässigkeit, in der Abweichungen und Variationen nicht vorgesehen sind. Abweichendes wird sofort als Fehler entlarvt, weiter

    Hegenbarth-Stipendien 2017 an Winnie Seifert und David Morgenstern

    Zum 22. Mal vergibt die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden das Hegenbarth-Stipendium an 2 Nachwuchskünstler*innen der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, ... weiter

    Talia Chetrit Showcaller

    Das fotografische Werk von Talia Chetrit, die 1982 in Washington D.C. geboren wurde, zeichnet sich durch eine bemerkenswerte kompositorische Raffinesse und visuelle Kraft aus, die mit einer stringenten Programmatik einhergeht. weiter

    "Art-Law-Clinic" in Deutschland gegründet

    Institut für Medienrecht der WWU und Kunstakademie Münster starten Kooperationsprojekt.

    weiter

    Habima Fuchs (Schaufenster am Hofgarten)

    Nach der einjährigen rotierenden Gruppenausstellung Theatre of Measurement im Schaufenster am Hofgarten fahren wir in diesem Jahr wieder mit kontextbezogenen, wechselnden Einzelpositionen fort. weiter

    Lua Cão

    Der Kunstverein München präsentiert vom 17. Februar bis 15. April 2018 die Ausstellung Lua Cão mit Filmen und Videos von Alexandre Estrela + João Maria Gusmão & Pedro Paiva. Die Eröffnung findet am 16. Februar 2018, ab 19 Uhr in der Galeriestraße 4, 80539 München statt. weiter

    Hanna-Nagel-Preis 2018 an NINA LAAF

    Nina Laaf studierte von 2011 bis 2016 bei Prof. John Bock und Prof. Harald Klingelhöller Bildhauerei ... weiter


    PROOF: FRANCISCO GOYA, SERGEI EISENSTEIN, ROBERT LONGO

    Mit Werken von Francisco Goya (1746–1828), Sergei Eisenstein (1898–1948) und Robert Longo (1953) stellt die Ausstellung PROOF drei wesensverwandte Künstler vor, die die sozialen, kulturellen und politischen Komplexitäten ihrer jeweiligen Zeit in bildgewaltige Werke überführen. weiter


    Abraham Cruzvillegas

    Kunsthaus Zürich zeigt erste Einzelausstellung von Abraham Cruzvillegas Kunst als Ausdruck und Spiegel der Gesellschaft – das ist das Thema von «Autorreconstrucción: Social Tissue», einem Projekt des mexikanischen Künstlers weiter


    Susan Philipsz. Separated Strings

    Das Albertinum der Staatlichen
    Kunstsammlungen Dresden (SKD) hat die Turnerpreisträgerin erstmals nach Dresden eingeladen, eines ihrer Hauptwerke, „Study for Strings“ (2012), in einer neuen Ausführung sowie fotografische Arbeiten in der Kunsthalle im Lipsiusbau zu präsentieren.
    weiter

    Der Begriff "digital" in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff oder/I in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff oder/II in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter


    Der Begriff oder/III in Texten zur zeitgenössischen Kunst

    weiter



    Takako Saito. You and me

    Nur noch wenige Tage: „You and me“: der Gedanke des Spiels mit dem Publikum prägt fast alle Werke von Takako Saito. weiter


    BASQUIAT. BOOM FOR REAL

    Mehr als 30 Jahre nach seiner letz­ten Einzel­prä­sen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die Schirn Kunst­halle Frank­furt dem Werk des US-ameri­ka­ni­schen Künst­lers eine große Ausstel­lung. weiter

    I am here to learn: Zur maschinellen Interpretation der Welt

    Die thematische Gruppenausstellung I am here to learn befasst sich mit lernenden Algorithmen und künstlicher Intelligenz (KI). Der Fokus der Ausstellung liegt auf Wahrnehmung und Interpretation als menschliche Qualitäten, die mittels Lernverfahren auf Maschinen übertragen werden. weiter


    Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums

    HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION – ursprünglich der Titel einer Werkgruppe des amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg – ist eine freundliche Einladung, die Sammlung für Gegenwartskunst an der Hamburger Kunsthalle (neu) zu entdecken. weiter